Freitag, 25.11., wird vorraussichtlich der Castortransport aus La Hague in Richtung Gorleben die Region Hannover passieren. Möglicherweise wird er dabei auch über Linden-Fischerhof fahren.
Das Kampagnen-Netzwerk Linden-gegen-Castor ruft auf zur Demonstration:
"Kein Castor durch Linden!"
Auftaktkundgebung: 25.11., Schmuckplatz um 15 Uhr
Mit Rainer Grube, Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer, Heidrun Dittrich, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Linden-Limmer, u.v.a.
Demoroute: Limmerstr., Küchengarten, Lindener Markt, Posthornstr., Charlottenstr., Linden-Fischerhof; Abschlusskundgebung: August Holweg Platz
Die Kampagne Linden-gegen-Castor wird unterstützt von:
Attac
Hannover, Friedensbüro Hannover/DFGVK, ver.di-Jugend/Leine Weser,
Kampagne Ahoi, DIE LINKE.Region Hannover, Die Grünen-Stadtverband
Hannover, Linksjugend-Solid, Grüne-Jugend, DIDIF (Föderation
Demokratischer Arbeitervereine/Türkei), Arbeitsgemeinschaft
Anticapitalista, Iranisches Arbeiter*innen Solidaritätskomitee, Courage
Frauen, LINKE.SDS, YXK Verband kurdischer Studierender Hannover,
Kulturzentrum Faust e.V., Hanover-Dragons Basketball e.V., MC Kuhle
Wampe, Bürgerinitiative Calenberger Loch, Kurdistan Volkshaus Hannover,
Doppelkorn, Kulturpalast e.V., Café Glocksee, u.v.a.
DIE LINKE. Bus: Hannover - Wendland
Am 26.11.2011
findet in Lüchow-Dannenberg um 12:30 Uhr die Großdemonstration gegen
den Castortransport, gegen das marode Zwischelager Gorleben und gegen
Atomkraft statt.
Gemeinsam mit der Anti-Atombewegung fordern wir: Atomkraft abschalten – sofort!
Setz auch du ein Zeichen und komm mit ins Wendland.
Unser Bus der LINKEN fährt ab:
Samstag, 26.11.2011
Uhrzeit:7:00 Uhr
Ort: Freizeitheim Linden
Windheimstr. 4, 30451 Hannover-Linden
Anfahrt: Linie 10 Richtung Ahlem (ab: Aegidientorstraße, Hauptbahnhof )
Haltestelle: Ungerstraße/ Freizeitheim Linden
Tickets hin&zurück: 12€ (erm. 8€),
erhältlich im LINKEN Wahlkreisbüro, Kötnerholzweg 47, Linden-Nord
Reservieren unter:
Tel: 0511 44981865
mobil: 0176 70640730
Rückfahrt: 19:30 Uhr, ab Lüchow-Dannenberg
Freiwillige Feuerwehr Hannover - Linden probt Ernstfall am OBI Markt Linden
Ein gasbetriebener Gabelstapler ist im Außenlager des OBI Marktes Linden in Brand geraten. Vom Gabelstapler greift das Feuer auf das nebenstehende Hochregal sowie die darauf befindlichen Verkaufsgüter über und breitet sich, durch ein offenes Hallentor, weiter in die Lagerräume im Gebäudeinneren aus. Durch die Wärmestrahlung des offenen Feuers ist zudem ein kleines Lager für Gasflaschen akut gefährdet.
Die anwesenden Mitarbeiter des Marktes besetzen die Notausgänge, während die Besucher über die Lautsprecheranlage des Marktes zum Verlassen des Marktes aufgefordert werden. Dennoch scheint ein Mitarbeiter das Gebäude nicht mehr verlassen zu haben. Laut einigen Kollegen wird er im Bereich eines Büros vermisst.
Was sich wie eine dramatische Situation anhört, ist in Wirklichkeit das Szenario einer realitätsnahen Übung der Ortsfeuerwehr Hannover - Linden, die am frühen Freitag Abend am OBI Markt in Linden statt fand.
Mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften waren die Kameraden/Innen der Feuerwehr Linden angerückt. Nach einer kurzen Erkundung der Einsatzlage gingen sofort zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Ein dritter Atemschutztrupp wurde als Sicherheitstrupp eingeteilt. Weitere Kameraden bauten eine Wasserversorgung aus dem öffentlichen Hydrantennetz und einen zweiteiligen Löschangriff auf.
Innerhalb weniger Minuten konnte ein Atemschutztrupp die vermisste Person finden und ins Freie bringen, wo sie von Rettungsassistenten behandelt wurde. Während der anschließenden Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann von einer herab fallenden Europalette getroffen. Da er aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr in der Lage war selbstständig den Gefahrenbereich zu verlassen, wurde der Sicherheitstrupp ins Gebäude geschickt. Mit dieser Unterstützung konnten die Einsatzkräfte ihren verletzten Kameraden zügig in Sicherheit bringen.
Nachdem alle Personen gerettet, das Feuer gelöscht und alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht waren, folgte ein kurzes Feedback zum Ablauf der Übung.
Anschließend führte der Marktleiter die Einsatzkräfte noch einmal durch den gesamten Markt und zeigte dabei alle wichtigen Punkte im Gebäude wie die Brandmeldezentrale, Brandabschnitte und besondere Gefahrenschwerpunkte.
Danach war der Übungsabend für die Kameraden/Innen der Freiwilligen Feuerwehr Linden beendet und die Einsatzkräfte rückten mit ihren Fahrzeugen in ihre Wache ein.
Mehr Informationen unter www.feuerwehr-linden.de
Am 26. und 27. November 2010 (1.Advent) ist es wieder so weit:
Der Gospel-Projektchor Hannover wird seinem Publikum sein Programm präsentieren, an dem er im Projektjahr 2011 gearbeitet hat.
Es werden Songs nordischer Komponisten, wie Tore W. Aas und Martin Alfsen (Norwegen), Joakim Arenius (Schweden) und Hans-Christian Jochimsen (Dänemark) sein. Alle sind in der europäischen Gospelszene bekannt und Martin Alfsen war im Mai in der Gospelkirche zu einem großen Workshop zu Gast.
Die mittlerweile 60 Sängerinnen und Sänger des Gospelprojektchores unter der Leitung von Tine Hamburger haben dieses abwechslungsreiche Programm in einem Projektjahr mit viel Freude und Engagement einstudiert. Lassen sie sich anstecken von der dieser Stimmung und den teils gefühlvoll ruhigen, aber teils auch fröhlich pulsierenden Songs.
Wie in den vergangenen Jahren auch werden vier Gospel-erfahrene Musiker den Chor begleiten und für den nötigen Groove sorgen.
Gunnar Hoppe: Schlagzeug
Elkmar Winter: Bass
Markus Mayer: Gitarre
Joachim Dierks: Keyboards
Konzerte:
Samstag, 26. November 2011 - 19.30 Uhr
Sonntag, 27. November 2011 - um 18:00 Uhr
Gospelkirche Hannover in der ev.-luth. Erlöserkirche An der Erlöserkirche2, 30449 Hannover
Eintrittskarten: 10,00 € / ermäßigt 8,00 €
Reservierung: per Mail unter: chr.hamburger@web.de
Informationen: www.gospelprojektchor-hannover.de
Parallel zum neuen Gedichtband erscheint die Sammlung der allseits beliebten Lindenspiegel-Glossen, der monatlichen Kolumne um Stroganow, Bülent Mittelschmidt und Kersten Flenter selbst.
Das Buch selbst wird ab sofort bei mir direkt und in einschlägigen Lindener Läden wie z.B. der Buchhandlung Decius und anderen zu haben sein.
Live-Präsentationen:
- Mittwoch, 23.11.2011, 20 Uhr – Forum der IGS Linden, Am Lindener Berge (Lesung mit Hans-Jörg Hennecke)
- Freitag, 2.12.2011, 19.30 Uhr - Gaststätte Stern, Weberstr., Linden-Süd (Lesung mit Hans-Jörg Hennecke)
- Samstag, 3.12.2011 - , 14.30 Uhr – 15.30 Uhr, Bierwagen Stephanusstr. neben Annabee-Buchladen (Promo & Signierstunde)
- Sonntag, 4.12.2011, 20 Uhr – Fiasko, Wilhelm-Bluhm-Str. 4o, Linden-Nord - (Sololesung)
- Samstag, 4.2.2012, 20 Uhr, Atelier KrAssUnARTig, Weidendamm 30, Nordstadt (Solo-Kabarett-Lesung)
Stroganow gehört zum Lindener Stadtbild wie die drei warmen Brüder. Die seit dem Jahr 2000 allmonatlich im Lindenspiegel erscheinenden Glossen um den politisch korrekten Kioskbesitzer Stroganow, den Dauerpraktikanten Bülent Mittelschmidt und Flenter selbst als nörgelnden Beobachter erscheinen nun im Dezember 2011 gesammelt als Buch.
„Zwischen den großen Schauplätzen der Menschheit wie dem Garten Kepos des Epikur, dem Taj Mahal oder der Fössebadsauna wird Stroganows Kiosk sicher einmal zum Weltkulturerbe der Menschheit gehören. Als ich vor einigen Jahren nach Linden kam, war dies mein erster Anlaufpunkt für die Dürste von Leber und Geist. Stroganow, dieser Tunichtgut mit multinationalem Hintergrund und bisweilen sehr merkwürdigem Blick auf die Wirrnisse von Welt und Kiez, steht dort in der Regel mit seinem Stichwortgeber Flenter (der sich offiziell Autor nennt, in Wahrheit aber so etwas wie ein Parasit des Wortes sein dürfte) und diskutiert in Anwandlungen wilden Müßiggangs das Weltgeschehen. Seit Anfang des Jahrtausends erscheinen diese Gespräche nun aufgezeichnet im Lindenspiegel, lange Jahre unter dem treffenden Titel „Dominante Versager“, bis im Sommer 2008 das Lindener Stadtteiloriginal Lindemann sich dazugesellte. Seither wird die Welt gemeinsam erklärt, wobei Lindemann und Stroganow selten einer Meinung, aber oft der gleichen Haltung sind. Natürlich ist Stroganow ein Scharlatan – viele seiner angeblich weitsichtigen Erkenntnisse sind eher gesunder Menschenverstand. Was die Übernahme des Ihmezentrums durch die Carlyle Group seiner Zeit bewirken würde, war ja für jedermann ersichtlich. Es sind immer die Zusammenhänge zwischen globalen Wahnsinn und lokalem Irrsinn, die Stroganow und Flenter interessieren. Die werden leidenschaftlich und mit oft überraschenden Einsichten diskutiert, und zwar ganz lebendig und in Farbe, Auge in Auge, analog also. Denn das Leben findet, entgegen der Dominanz der virtuellen Welt, immer noch direkt um die Ecke statt. Flenter guckt manchmal zuviel fern, aber Stroganow steht immer bereit, ihm zu erklären,was so entfernt Scheinende mit uns zu tun hat. Leider wird Stroganow bei wesentlichen Entscheidungen im Stadtteil selten zu Rate gezogen, und so ist es leichtfür ihn, besserwisserisch seine sarkastischen, grotesken aber immer auch unterhaltsamen und politisch korrekten Kommentare zum Leben in Linden herauszuposaunen. Und dafür lieben ihn die Lindener, wie sie eben ihren Stadtteillieben.“ - Bülent Mittelschmidt
Der Druck des Buches wurde durch die freundliche Unterstützung des Stadtbezirksrats Linden-Limmer ermöglicht.
Das Coverfoto steuerte der Lindener Fotograf und Medienkünstler Hendrik Nölle bei: www.klicker.de
Die
afghanische Menschenrechtsaktivistin Malalai Joya zur fatalen Bilanz
von 10 Jahren Krieg und Perspektiven für ein freies Afghanistan: »Demokratie und Menschenrechte lassen sich nicht herbeibomben, wir können uns nur selbst befreien«
Die Bundesregierung lädt am 5. Dezember 2011 erneut auf den Bonner Petersberg - dorthin, wo vor zehn Jahren der »Krieg gegen den Terror«, der Afghanistan heute fest im Griff hat, beschlossen wurde. Daher gilt es noch einmal auf die Straße zu gehen: Für die Menschen in Afghanistan und gegen diesen Krieg!
Auf Einladung der Bundestagsfraktion DIE LINKE berichtet Malalai Joya über die aktuelle Lage und afghanische Friedensperspektiven.
Die LINKE lädt ein zur
Informationsveranstaltung zur Lage in Afghanistan
Donnerstag, den 24. November 19.00
im Freizeitheim Linden,
Windheimstr. 1, Haltestelle Ungerstraße
Mit Malalai Joya - Menschenrechtsaktivistin, Parlamentsabgeordnete und Buchautorin aus Afghanistan
Malalai Joya wurde 1978 in der Provinz Farah in Afghanistan geboren. Bekannt wurde sie durch ihre Rede in der Loja Dschirga im Jahr 2003, in der sich die damals 23-Jährige gegen die anwesenden Warlords und Kriegsverbrecher aussprach. 2007 wurde die Frauen- und Menschen-rechtlerin suspendiert, weil sie das Parlament mit einem Zoo verglichen hatte. Seitdem lebt Joya im Untergrund.
Heike Hänsel, LINKE-Bundestagsabgeordnete - berichtet von ihrer Reise nach Afghanistan
Heidrun Dittrich, LINKE-Bundestagsabgeordnete aus Hannover - berichtet über die Hannoversche Initiative „Schulen ohne Militär".
Am Samstag, den 3. Dezember findet in Bonn eine Demo gegen die Afghanistan-Konferenz der Bundesregierung statt. Aus Hannover fährt ein Bus der Friedensbewegung. Karten gibt es auch in den Büros der LINKEN in der Goseriede 8 und Kötnerholzweg 47.
http://www.youtube.com/watch?v=p5mL8Ddys2g
Das Album »Tote Vögel Haben Spaß« steht zum Freien Download zur Verfügung. Die Musik ist GEMA-frei und darf beliebig zu nicht-kommerziellen Zwecken »verwurstet« werden.
Album-Adresse: http://www.tamagothi.de/alben/tote-voegel-haben-spass/
An die Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Die moderne Tram - eine Chance für Hannovers Mobilität von morgen"
Uwe Bodemann, Stadtbaurat
der LH Hannover
Michael Braum,
Bundesstiftung Baukultur Potsdam
Ulf-Birger Franz,
Dezernent für Wirtschaft der Region Hannover
Cay Lienau. Verkehrsclub
Deutschland
Andre Neiß,
Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA
Sehr geehrte Herren,
zur Podiumsdiskussion am 02.11.2011 in der Remise der ÜSTRA hatte ich einen Diskussionsbeitrag vorbereitet, den ich aber im Kampf der Anwesenden um die Berücksichtigung ihrer Wortmeldung - allein schon aufgrund seiner Länge nicht vortragen konnte.
Da die fachliche und politische Meinungsbildung zum Entwurfsstandard der Stadtbahnlinien 10 und 17 aber noch nicht abgeschlossen ist und ich die „Weichenstellung" in einem zeitlich sehr weit in die Zukunft gerichteten Rahmen seherschicke ich Ihnen als maßgebenden Akteuren meine Argumentationskette in der Anlage in schriftlicher Form mit der Bitte um inhaltlicher Prüfung.
Für Rückfragen, Gegenargumente und zusätzliche Erläuterungen stehe ich auf Wunsch selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.-Ing. Robert Schnüll
Univ.-Prof. a. D.
Argumentationskette zur Vervollständigung des Nahverkehrssystems in der Region Hannover
(Beitrag zur Podiumsdiskussion am 02.11.2011 im Rahmen der Reihe "Weichenstellung - Die Zukunft der Tram" von AG Stadtleben, BIU, VCD und SRL)
1. Vorbemerkungen
Die Legitimation mich zu diesem Problem zu äußern, begründe ich mit folgenden Fakten:
- mehr als 15 Jahre Nahverkehrsforschung an der Universität Hannover für das BVMBS,
- maßgebende Mitarbeit an den deutschen Entwurfsrichtlinien für Nahverkehrsanlagen in Straßen- und Platzräumen,
- mehrjähriger Kampf für eine sachgerechte Förderung von Nahverkehrsanlagen nach dem GVFG, insbesondere durch den Ersatz der maßnahmenorientierten Förderung (z.B. der besondere Bahnkörper als Fördervoraussetzung) durch eine zielorientierte Förderung (Nachweis einer bestimmten Beförderungsgeschwindigkeit als Fördervoraussetzung
- Nahverkehrsgutachten für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Leipzig, Erfurt, Jena, Kassel u.a. im Rahmen der Ingenieurgemeinschaft Schnüll Haller und Partner.
Meine Grundposition zum hannoverschen Nahverkehrssystem ist in der Festschrift zum 100. Geburtstag von Rudolf Hillebrecht dokumentiert, in der ich unter dem Titel „Verkehrsplanung beim Aufbau Hannovers - Versuch einer Evaluation nach 60 Jahren" zu folgendem Fazit gekommen bin. Ich zitiere: „Die mit dem Aufbau Hannovers entstandenen und von Rudolf Hillebrecht maßgeblich rnit entwickelten städtischen und regionalen Verkehrssysteme haben sich durch ihre Maßstäblichkeit ihre Flexibilität und durch rechtzeitiges Umsteuern zu Systemen der „reinen Lehre" für eine Region von ca. 2 Mio, Einwohnern mit einer Kernstadt von 500.000 Einwohnern weiterentwickelt. - Der Versuch einer Evaluation nach 60 Jahren ist zu einer beeindruckenden Laudatio geraten, denn die Region Hannover hat ein ausgewogenes Hauptverkehrsstraßennetz ohne bauliche Übertreibungen und ein international anerkanntes Nahverkehrskonzept, das - mit Ausnahme der Grundsatzentscheidung für die Beibehaltung der Hochflurtechnik - für eine monozentrale Siedlungsstruktur mit 1 bis 2 Mio. ideal und wegweisend ist." Ende des Zitates.
2. Forschungsergebnisse und Empfehlungen
Zur Verkehrsqualität denkbarer Bauformen für Stadtbahnstrecken (dynamische Straßenraumfreigabe mil Pulkspitzensteuerung, straßenbündige, besondere und unabhängige Bahnkörper) liegen nach mehr als 15 Jahren Nahverkehrsforschung alle erforderlichen Erkenntnisse vor. Deshalb kann künftig der Austausch von Scheinargumenten, die nur der Untermauerung der eigenen Meinung dienen und einer objektiven Überprüfung in den meisten Fällen nicht standhalten, bei der bevorstehenden politischen Entscheidungsfindung unterbleiben. (Dieses Bemühen war allerdings bei der Podiumsdiskussion noch nicht deutlich genug erkennbarr.)
Wie in vielen anderen Städten sollten die neuen Erkenntnisse auch in Hannover zur Kenntnis genommen und angewendet worden.
Hinsichtlich der Förderung nach dem GVFG sollte die Landesnahverkehrsgesellschaft veranlasst werden, von der (historischen) maßnahmenorientierten Förderung unter Beachtung der obigen Forschungsergebnisse und der Erfahrungen aus anderen Städten zur (einzelfallbezogenen) zielorientierten Förderung überzugehen. Unabhängig davon liegt es im Landesermessen, auf besondere Bahnkörper als Fördervoraussetzung zu verzichten, da es sich nicht um Bundesmaßnahmen handelt.
Die Grundsatzentscheidung für die Hochflurtechnik ist nach den heiß umkämpften Diskussionen zu Beginn der 1990er Jahre für die Stammstrecken A, B und C und ihre Verlängerungen irreversibel. Man sollte dieses Thema deshalb auch nicht mehr diskutieren und auf den Stammstrecken das Hochbahnsteigprogramm weiterführen.
Die Entscheidung für oder gegen den Bau des Tunnels im Zuge der D-Strecke ist nicht systemrelevant und sowohl in Niederflurtechnik als auch in Kochflurtechnik möglich. Da sich die verkehrlichen Vor- und Nachteile aufheben (Erschließungsqualität versus Beförderungsgeschwindigkeit) werden vorrangig die großen Baukostendifferenzen entscheidungsrelevant sein, denn man kann mit eingesparten Tunnelstrecken bekanntlich das mehrfache an oberirdischen Streckenführungen finanzieren und trotzdem Straßen- und Platzräume mit städtebaulich behutsam integrierten Nahverkehrssanlagen schaffen. Man könnte sich daher im Rahmen der bevorstehenden „Weichenstellung" für eine oberirdische Führung der Linien 10 und 17 entscheiden und die trotzdem denkbare Nachrüstung mit Tunnelstrecken künftigen Generationen überlassen.
3. Niederflursystem als 3. Schienenverkehrssystem der Region Hannover
Die bisherigen Diskussionen über die Einführung von Niederflurfahrzeugen in der Region Hannover kranken daran das sie räumlich ganz eng begrenzt auf die Linie 10 mit der Limmerstraße, der Kurt-Schumacher-Straße und der Lister Meile [Bahnhoftunnel) geführt wurden. Kein Aufgabenträger und kein Verkehrsbetrieb wird aber bereit sein, die Folgekosten eines 3. Systems für Fahrzeuge und Betriebsanlagen zu tragen, wenn nur eine einzige Linie und ein kleiner Fahrzeugpark in der Diskussion sind.
Die wesentlichste zeitnahe Grundsatzentscheidung im Sinne einer „Weichenstellung" betrifft daher die Frage, ob die Region Hannover mit Blick auf die Entwichlungen der nächsten Jahrzehnte und auf kommende Generationen für die Netzverdichtung und für die Feinerschließung zwischen den hochflurigen Stadtbahnachsen ein 3. Schienenverkehrssystem einführen will, wie Berlin, München, Frankfurt und Köln das zielorientiert getan haben,
4. Vision für eine Linie 17 mit Niederflurfahrzeugen
Um sich für oder gegen ein Niederflursystem entscheiden zu können, müssten neben den Verlängerungen Sallstraße und Zoo weitere dankbare Streckenführungen auf Machbarbeit und Zweckmäßigkeit überprüft werden.
Nachfolgend wird am Beispiel der Linie 17 gezeigt dass dabei der gesamte räumliche Wirkungsbereich einzubeziehen ist und nicht nur wenige Teilbereiche.
Teilbereich Aegi
- Der Hochbahnsteig müsste zu einer Niederflurhaltestelle zurückgebaut werden.
- Die in früheren Jahren schon mehrfach untersuchte Weilerführung der Linie 17 zum Rathaus wäre möglich, ohne die Leistungsfähigkeit des Aegis zu verschlechtern und ohne auf die sonstigen Funktionen des Mittelstreifens vor dem Rathaus (Marathon, autofreier Sonntag u.a.) verzichten zu müssen (analog zur heutigen Busführung).
Teilstrecke Aegi - Hauptbahnhof - Steintor - Goetheplatz - Schwarzer Bär
- Linienführung wie heute
- Niederflurhaltestellen
- Haltestelle Schwarzer Bär an der Einmündung der Deisterstraße
- Kein Halt auf der Benno-Ohnesorg-Brücke
Teilstrecke Schwarzer Bär - Hanomaggelände - OBI
- Linienführung etwa analog der derzeitigen Regionalbuslinie 300 durch die verkehrlich abgewertete und gestalterisch aufgewertete Deisterstraße über den Deisterkreisel (parallel zur Radfahrersignalisierung durch die Hanomagstraße ins revitalisierte Hanomag-Areal.
- Unterstützung der Geschäftsbelebungsaktivitäten in der Deisterstraße.
- Fahrgastpotentiale aus der angrenzenden Wohnbebauung, aus dem Ahrberg-Viertel dem Hanomag- Areal, dem Komatsugelände und den Baumärkten, die langfristig auch nicht das letzte Wort einer stadtnahen Besiedlung sein müssen.
- Aufwertungsmbglichkeiten für das ganze Hanomag-Gelände.
- Durchstich von OBI zur Göttinger Chaussee im Zuge der Radwegführung evtl. schon vorhanden.
Teilstrecke Gottinger Chaussee - Wallensteinstraße - Ricklinger Stadtfriedhof
- Linienführung wie die des Regionalbus 300.
- Grundidee ist auch die Entlastung des mh3 Stadtbahnlinien rerschlossenen Ricklinger Stadtweges und die Milderung der nach Verlängerung der Linie 17 bis Hemmingen zu erwartenden Nutzungskonflikte in diesem Stadtteilzentrum.
- Neue Fahrgastpotentiale an der Göttinger Chaussee - Nord durch Wohnbebauung, Landesämter, Nachnutzungsverdichtungen Leichtmetall- und Telefunkengelände, Märkte und Finanzämter im Bereich EDEKA-Center.
- Neue Lösungsmöglichkeiten für die überlastete Signalisierung der Kreuzung Göttinger Chaussee- Wallensteinstraße- Ricklinger Stadtweg.
- Sehr viel stadtverträglichere Integration der Nahverkehrsanlgen in die Göttinger Chaussee- Süd als im planfestgestellten Entwurf durch Verzicht auf Grunderwerb, Erhalt der angerartigen Ausweitung mit allen Bäumen und Stellplätzen im zentralen Geschäftsbereich und durch eine stadtverträglichere Niederflurhaltestelle am Stadtfriedhof.
Teilstrecke Hemmingen- Westerfeld
- Mögliche Integration der Nahverkehrsanlagen in den Straßenraum der Göttinger Landstraße,
- Fast kein Grunderwerb erforderlich.
- Geschwindigkeitsreduzierte Fahrbahnen neben der Gleiszone zur Attraklivitätssteigerung der Ortsumgehung im Zuge der B3.
5. Fazit
Der Text ist nun doch sehr lang geworden, aber ich hätte große Lust die angedachte Streckenführung in Straßenraum- und Platzraumentwürfe umzusetzen. Erst damit könnte man zeigen, welche Tragweite die bevorstehende „Weichen-Stellung" für die hannoversche Stadtplanung haben wird.
Robert Schnull
Kneipen-, Straßen- und Fabrikgeschichten aus dem Stadtteil
Termin: 30.11.2011
Einlass / Beginn: 18:00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Faust Warenannahme
Zum Abschluß des Jubiläumsjahres "150 Jahre junges Linden" zeigt das Kulturzentrum Faust eine Auswahl Lindener Filme. Tauchen Sie ein in die Atmosphäre der Arbeiterkultur von Linden und erleben Sie in einer breiten filmischen Palette Kneipen-, Straßen- und Fabrikgeschichten aus dem Stadtteil!
Raum 1:
18:05 - 18:55 UhrLinden braucht Faust
Eine Bettfedernfabrik in Umnutzung und Stadtteilarbeit. Die Geschichte des Kulturzentrums Faust in einem Film von Antje Maschke und Roland Rosenow, 1993, 50 min.
19:05 - 20:15 Uhr
Linden-ein Arbeiterlied
Erinnerung an eine Gegenwart des ehemaligen Dorfes Linden zur eigenständigen Industriestadt. Ein Film von Wolfgang Jost und Winfried Wallat, 1991, 80 min.
20:30 - 21:00 Uhr
Kennen Sie die Fannystraße?
Auf Spurensuche im Sanierungsgebiet Hannover Linden-Nord nach Zeitzeugen der Arbeiterkultur und der legendären Fanny-Straßen-Kinderfeste. Ein Film von Heinz-Jörgen Kunze, Volker Wintel, Angelika Wolf u. a., 1977, 25 min.
Raum 2:
18:05 - 18:55 UhrEisen, Dampf und Samt
Eine Spielreportage zur Industrialisierung in Theaterstücken mit 200 Darstellern, 1992, 50 min.
19:05 - 19:45 Uhr
Freitags war Lohntütenball
Die Kneipenkultur in Hannover-Linden mit ihren Szenen- und Stammkneipen in nahezu jeder Straße des Stadtteiles als Film von Henning Kunze und Bernd Wolter, 1992, 43 min.
19:45 - 20:23 Uhr
Wir aus der Kochstraße
Berichte von Zeitzeugen aus der "verrufenen Gegend" und des "Nachtjackenviertels". Von Andreas Holte und Sigrid Löhr, 38 min.
20:30 - 21:00 Uhr
Unter einem Dach
Die Geschichte einer multikulturellen Mietergruppe in Linden-Nord. Von Marion Rennert und Bernd Wolter, 27 min.
Linden Wetter
Lindenspiegel Aktuell
hannover-entdecken.de
- Der Maschsee ist freigegeben
- Elfjähriger bricht in Teich ein
- Morten Olsen bleibt auch in der nächsten Saison bei der TSV Hannover-Burgdorf
- Sonntagscafè im Stadtteilladen Stöcken
- Informationen und Geselligkeit für SeniorInnen - neues Angebot in Misburg
- KSH sucht ehrenamtliche MitarbeiterInnen
- Erlebnisgruppe Kleefeld: Besuch im Historischen Museum
- „Musikalisches Sonntagscafé" in Vahrenheide
