Spielplatz "SpielWelten" an der Haltestelle Nieschlagstraße in Linden-Mitte: Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung ist gefragt
Der Spielplatz an der Ecke Beethovenstraße/Davenstedter Straße soll nach Beschluss des Bezirksrats Linden-Limmer modernisiert und umgestaltet werden. An einem ersten Beteiligungstermin Mitte März in der IGS Linden haben rund 30 interessierte AnwohnerInnen und Betroffene teilgenommen.
Den nächsten Termin gibt es am Donnerstag, dem 19. April, 16 Uhr, im kargah-Haus, Zur Bettfedernfabrik 1, zu dem insbesondere Jugendliche und Kinder eingeladen sind. Sie sollen zum kreativen Mitwirken in verschiedenen Arbeitsgruppen gewonnen werden. Steinbildhauerei, Keramikmosaiken, Graffitimalereien und handwerkliche Betätigungsfelder werden den Jugendlichen und Kindern zum Mitmachen angeboten. Dabei wirken Künstler und Baufachleute mit, so dass eine fundierte Betreuung gesichert ist.
Am Ende soll ein Gesamtkunstwerk entstehen, das durch viele schöpferische Beiträge und unterschiedliche kulturelle Zitate den Stolz auf das gemeinsam Geschaffene in den Vordergrund stellt. Ein interkultureller Stadtteilspielplatz, der auf Grund seiner Besonderheiten eine gemeinsame Identität für die verschiedenen kulturellen Gruppen des Stadtteils stiften soll.
Das Projekt "SpielWelten" wird von unterschiedlichen Projektpartnern getragen. Dabei sind unter anderem der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, der den Spielplatz unterhält und mit seiner Ausbildungskolonne auch die Bauarbeiten für die geplante Umgestaltung durchführen wird. Weiterhin das Netzwerk ALBuM, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Institutionen und Träger, deren ursprüngliches Ziel eine Arbeitsmarktoffensive für MigrantInnen im Wirtschaftsraum Hannover war und auch weiterhin ist (z. B. mit dem städtischen Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Verein kargah, Bund türkisch-europäischer UnternehmerInnen BTEU e.V., Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation).
Gemeinsames Lernen und der Austausch kultureller Erfahrungen und Besonderheiten der bunten Bewohnerschaft aus Linden spielen deshalb eine wichtige Rolle bei diesem Projekt.
Am Samstag, den 14.04.2012 bietet der AWO Ortsverein
Linden-Limmer den
Tanztee unter der Leitung von Helene und Hermann Wille an.
Der Tanztee findet statt im Seniorenzentrum Ihme-Ufer, Ottenstr.
10.
Um 14.30 Uhr sind tanzfreudige Senioren herzlich eingeladen.
Wer bei Kaffee und Kuchen nur zuschauen möchte, ist ebenfalls
herzlich willkommen.
Quartier
e. V. zeigt vom 1. April bis 2012 im Küchengartenpavillon auf dem
Lindener Bergfriedhof eine neue Ausstellung: „Collagen -
Ausgewählte Materialbilder" von Alexander Jonischkies.
Alexander Jonischkies wurde 1926 im Memelland geboren. Nach dem Krieg besuchte er 1947 die Werkkunstschule in Hannover. Er wurde später u.a. Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK Hannover) und Mitglied der „Gruppe 7" in Hannover. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeugen von dem reichen Schaffen des Wahl-Lindeners.
Viele Menschen werfen Pappe oder Karton achtlos fort. Pappe oder Karton halten die meisten Betrachter für minderwertig, schließlich wird er überwiegend als Verpackungs- oder Füllmaterial genutzt. Alexander Jonischkies arbeitet mit diesem Material und gestaltet daraus kleine Kunstwerke.
Klaus Kowalski, Künstlerkollege der Gruppe 7 und Professor, hat diese Werkgruppe von Jonischkies besonders treffend beschrieben:
„Die gerissenen und geschnittenen Fetzen unterschiedlich braun getönter Papiere und Wellpappenresten sind zum Teil durchlöchert und abgeschabt. Hier und da sind sie mit schwarzen Karton hinterlegt. Bei Variationen dieses Vorgehens wurden gerade begrenzte Schnitzel und gefundene Kartonstücke so zusammengestellt, dass sie dem Betrachter unweigerlich Assoziationen an ein Dorf, ein Tor oder ein Landschaft entlocken, obwohl sie aus nichts anderem gemacht sind als aus achtlos herumliegenden Arbeitsresten! Diese Arbeiten sind also fast ohne jede Manipulation der Arbeitswirklichkeit entrissen und nur einer eminent sicheren Kompositionsfähigkeit unterworfen und so zu erstaunlich fantasievollen Gebilden gemacht worden.
Aus dieser Art des unmittelbaren Umgangs mit Vorgefundenem lässt sich für Alexander Jonischkies zweierlei feststellen: Erstens ist er bewundernswert sicher im Heraussehen und Aufgreifen einer Ästhetik, die dem alltäglich Lebenden in seinem Umfeld verborgen bleibt, so dass ich mich spontan an ein Wort Albrecht Dürers zur Kunstfindung erinnere, das - freilich meist falsch verstanden - immer gilt: „Wer die Kunst aus der Natur heraus kann reißen, der hat sie". Damit schließt er unmittelbar an das Vorhaben der documenta 11 an, deren eines erklärtes Ziel es ja war, den ehemals abgeschirmten Kunstbereich in ästhetisch interpretierbaren Alltagsmaterialien aufgehen zu lassen - ein durch und durch postmodernes Unterfangen also! Und zweitens muss man Alexander Jonischkies bescheinigen, dass er eine außerordentliche Gabe des Komponierens besitzt - also des beziehungsreichen Zusammenfügens von Alltagsabfällen - und sich damit gänzlich sicher im Bereich der Konkreten Kunst aufhält - und wer dächte dabei nicht an die so herausragend gut komponierten Bilder aus Fahrscheinen und anderem Alltagsabfall von Kurt Schwitters aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts!" taltet kleine Kunstwerke.
Die Bilder sind dienstags, freitags und sonntags von 15 - 17 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei.
Weitere Infos unter Ausstellung auf unseren Internet-Seiten: www.kuechengartenpavillon.de oder www.quartier-ev.de
Drei Choreografien aus Frankreich, Italien und Deutschland
18. - 22. April 2012 jeweils um 20:00 Uhr
George Gershwin repräsentierte den „Schmelztiegel“ Amerika wie kein anderer Komponist, indem er den Jazz und Blues der schwarzen Minderheit mit lateinamerikanischen Stilen und mit den melodischen Formen der Klassik verband. Seine 1924 in New York uraufgeführte „Rhapsody in Blue“ machte ihn weltberühmt. - Auf Einladung der Compagnie Fredeweß stellen sich drei europäische Choreografen den mitreißenden Rhythmen und der geballten Emotionalität dieses musikalischen Feuerwerks und erzeugen höchst unterschiedliche Aggregatzustände des Körpers und der Seele.
Musik: George Gershwin
Choreografie: Marcella Fanzaga (Milano/I), Keren’Or Pezard/Maaikor (Paris/F)
und Hans Fredeweß/Compagnie Fredeweß (Hannover/D)
Tanz: Hanna Blisnjuk, Natascha Hahn, Marcella Fanzaga, Anastasia Kostner, Manuela Passerini, Ina Sladic
Ort: Tanzhaus im AhrbergViertel Ilse-ter-Meer-Weg 7 30449 Hannover
Reservierung: Telefon 0511 45 00 10 82 info@compagnie-fredewess.de
Vorverkauf: www.vvk-kuenstlerhaus.de/freietheaterhannover
RHAPSODY IN BLUE wird gefördert von
Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Land Niedersachsen, Region Hannover, wilkhahn
Auch der SPD Ratsherr Jürgen Mineur aus Linden, der gleichzeitig im Aufsichtsrat der Üstra sitzt, beklagt sich über das seiner Meinung nach unsachliche Interview mit Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube in der HAZ.
Wie es aussieht soll hier aber auch nur wieder mit vorgeschobenen Argumenten Stimmung für die von der Üstra favorisierte Hochbahnsteiglösung gemacht werden.
Zum Beispiel:
"Außerhalb von Linden Nord bedeutet das aber auch, das die Kaufleute am schwarzen Bären endgültig von ihren Kunden aus Ricklingen abgehängt würden. Bei Niederflur müsste die Linie 17 eingestellt werden."
Was spricht dagegen die Linie 17 vom Schwarzen Bär aus durch den Tunnel Richtung Innenstadt fahren zu lassen. Diese Variante wurde doch für die Linie 10 auch schon mehrfach diskutiert.
Auch der Wegfall des Nachtsternverkehrs für die Linie 10 ist ein durchaus fahrplanmäßig lösbares Problem.
Mit solchen Argumenten verharrt die Üstra auf ihrem Standpunkt das nur die Hochbahnlösung für sie in Frage kommt und alle anderen Ansätze im Keim erstickt werden sollen.
Stellungnahme von Jürgen Mineur, SPD Ratsherr und Aufsichtsratsmitglied der Üstra gibt es hier:
Die vorangegangene Diskkussion lässt sich hier nachlesen:
Üstra versucht weiter Stimmung für Hochbahnsteige zu machen
http://www.youtube.com/watch?v=uyspneZ_9nU
Hinter Create.FM stecken drei junge Männer, die sich ihr eigenes Tonstudio in Linden gebaut haben. Hier produzieren sie selbstgeschriebene Hörbücher, wie "Zombies in Linden". Wir haben sie mal bei der Arbeit besucht.
Kamera: Sebastian Köbe
Redaktion: Anna-Lena Lubitz