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Bio & Fair

Dienstag, 28. Dezember 2010

BUND kritisiert Streusalzeinsatz auf Radwegen in Hannover und gedankenlose, weil einfache Anwendung auf Gehwegen

„Schneeschippe und umweltfreundliche Streumittel wie Sand sind die beste Wahl auf Geh- und Radwegen"

„ Ohne Streusalz ist ein weißer Winter viel schöner", sagt Gerd Wach vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Region Hannover und kritisiert den automatischen Ruf nach Streusalz bei Schnee und Eis. „Auftausalze sind bekanntermaßen Gift für Boden und Bäume", erklärt der BUND-Experte. „Das Salz versickert im Boden, schädigt dort die empfindlichen Wurzelzonen der Pflanzen und bedeutet für viele Straßenbäume einen schleichenden Tod." Die jüngste Regelung der Stadt Hannover, 100 km Radwege, die in der Regel von vielen Bäumen gesäumt sind, mit Streusalz räumen zu dürfen, lehnt der BUND deshalb ab.

Vielmehr müsste hier das vom Umweltbundesamt empfohlene Verfahren Anwendung finden: Erst intensiv räumen und dann - wenn erforderlich - mit abstumpfenden Streumitteln streuen. Bei Minusgraden ab - 6°C hilft Salz eh nicht mehr. Außerdem greift Salz das Fahrrad an. „Allgemein gilt: Schaufeln, Sand oder andere mit dem Umweltengel ausgezeichnete Streumittel sind die umweltfreundlichere und letztlich kostengünstigere Alternative zum Streusalz " erklärt Wach. „Die Schäden des Salzeinsatzes an Karosserien, Straßen und Brücken gehen jedes Jahr in die Milliarden. Dazu kommen kaum zu beziffernden Schäden an Schuhen, an vielen Materialien und das Leiden der Hundepfoten.


Sonntag, 26. Dezember 2010
GOOD FOOD BAD FOOD – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

Alamode Film bringt den engagierten Film – der dort anknüpft, wo Erwin Wagenhofers „WE FEED THE WORLD“ aufgehört hat – am 20. Januar 2011 in die Kinos.

Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau, („St. Jacques... Pilgern auf Französisch“) zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In „GOOD FOOD BAD FOOD – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben.

www.goodfood-badfood.de


Mittwoch, 1. Dezember 2010
Broschüre: Beste Beispiele 2010

Der enercity-Fonds proKlima zeigt gelungene energetische Modernisierungen in einer neuen Broschüre

15 beispielhafte Gebäudemodernisierungen stellt der enercity-Fonds proKlima in seiner neuen Beste-Beispiele-Broschüre vor. Es ist bereits die Zweite. Wie die erste Beispielsammlung von 2006 macht auch diese das Vorher und Nachher einer Modernisierung anschaulich. Sie enthält Angaben über den Ausgangszustand von Außenwand, Fenstern, Dach, Kellerdecke und Heizung und führt die Maßnahmen und Materialien auf, die bei der Modernisierung eingesetzt wurden.

Gut die Hälfte der vorgestellten Häuser sind Mehrfamilienhäuser, das größte mit einer beheizbaren Wohnfläche von 2.100 Quadratmetern. Ansonsten werden Ein- oder Zweifamilienhäuser sowie ein Wohn- und Geschäftshaus gezeigt. So unterschiedlich die Beispiele auch sind, sie haben eins gemeinsam: "Aus jedem Haus lässt sich ein Niedrigenergiehaus machen, sei es in den fünfziger Jahren erbaut, ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus oder auch ein 160 Jahre altes Bauernhaus", berichtet Projektleiterin Anke Unverzagt von proKlima. Die präsentierten Gebäude unterschreiten die Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) überwiegend deutlich um 30 Prozent oder mehr. Damit sind sie auf einem besseren energetischen Standard als viele Neubauten.

Die Broschüre ist bei proKlima kostenlos erhältlich. Interessenten können sie telefonisch unter 0511 430-1970 (montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr) anfordern oder eine PDF-Datei unter www.proklima-hannover.de abrufen.


Freitag, 19. November 2010

Oberbürgermeister dankt engagierten MitarbeiterInnen

Die Stadt hat in den vergangenen Wochen bei sieben Wettbewerben zum Thema "Nachhaltigkeit/Klimaschutz" auf Bundes- und Landesebene erste Preise beziehungsweise sehr gute Platzierungen erzielt. Oberbürgermeister Stephan Weil begrüßte am Freitag (19. November) die MitarbeiterInnen der Stadt und anderer Institutionen, die hinter diesen Projekten stehen und so den Erfolg möglich gemacht haben. "Die hoch motivierten MitarbeiterInnen haben wesentlich dazu beigetragen, dass Hannover in der Liga der Klimaschutzkommunen der Bundesrepublik ganz vorn mitspielt. Dafür gebührt ihnen mein besonderer Dank", betonte Weil im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Dabei präsentierten Weil und Umweltdezernent Hans Mönninghoff auch den - vorerst - letzten ersten Preis, den Mönninghoff am Vortage (18. November) von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, in Bonn entgegen genommen hatte. Beim vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit den drei Kommunalen Spitzenverbänden und dem Deutschen Institut für Urbanistik ausgelobten Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2010"
gehört Hannover in der Kategorie "Strategien" zu den drei ersten Preisträgern (keine Rangfolge der drei Preisträger) von 57 Bewerbern für das Projekt "Klima-Allianz 2020".

Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro soll für Klimaschutz-Bildungsmaßnahmen im Schulbiologiezentrum verwendet werden.


Dienstag, 16. November 2010
Experimente mit Wasser

Experimente mit Wasser

Vom 15. bis 19. Dezember 2010 ist das Plus-Energie-Haus auf dem Georgsplatz fest in Kinderhand. Die von Klimaschutzagentur und Arbeitsgemeinschaft Bildung und Umwelt organisierte Themenwoche „KlimaKinder“ richtet sich speziell an Fünf- bis Zehnjährige. Für sie gibt es während der fünf Tage immer von 13 bis 16 Uhr Experimente und Bastelaktionen rund um die Elemente Wasser, Sonne und Wind. Mit selbstgebastelten Wasserrädern, Wind- und Solarspielzeugen lernen sie spielerisch die unterschiedlichen Energieformen kennen. Mitmachen und ausprobieren stehen dabei an erster Stelle – so werden abstrakte Themen wie Energie und Klimaschutz zum spannenden Experimentierfeld.

Für das kostenlose, rund einstündige Kinderprogramm ist keine Anmeldung erforderlich. Wer mitmachen will, kommt einfach mittwochs bis sonntags (15. bis 19.12.) um 13 oder um 14.30 Uhr zum Plus-Energie-Haus auf dem Georgsplatz. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 25 Kinder begrenzt.

Schulklassen oder Kindergartengruppen, die geschlossen teilnehmen möchten, müssen sich jedoch vorab unter Tel. 0511-61623995 bei der Klimaschutzagentur anmelden. Für sie steht zusätzlich ein Vormittagstermin am Freitag, 17.12., 9 bis 12 Uhr zur Verfügung.


Mittwoch, 3. November 2010

Gewinner des proKlima-Architekturwettbewerbs ausgezeichnet
Der Architekturstudent Fabian Reinsch und die Architekturstudentin Stephanie Schultze-Florey können sich über jeweils 750 Euro Preisgeld bei dem vom enercity-Fonds proKlima ausgelobten Wettbewerb freuen. Darauf einigte sich die Jury mit Vertretern des Klimaschutzfonds, des Passivhaus Instituts, verschiedener Architekturbüros, der Landeshauptstadt Hannover sowie der Leibniz Universität Hannover am 2. November 2010.

Stephanie Schultze-Florey (Bild: proklima)

Stephanie Schultze-Florey

(Bild: proklima)

Fabian Reinsch (Bild: proklima)

Fabian Reinsch
(Bild: proklima)

"Einen eindeutigen 1. Platz hat es nicht gegeben", erklärte Jurymitglied Professor Jörg Friedrich vom Institut für Entwerfen und Gebäudelehre der Leibniz Universität Hannover bei der Preisverleihung. "Daher haben wir die beiden besten Entwürfe mit dem 2. Platz ausgezeichnet." Außerdem wurden zwei weitere Arbeiten mit dem 3. Platz und jeweils 500 Euro prämiert.


Dienstag, 2. November 2010

Vom 11.-13. November findet in Hannover die 10. Kommunale Klimaschutz-Konferenz des Klima-Bündnis e.V. statt. Die Stadt Hannover ist Gründungsmitglied und seit vielen Jahren im Klima-Bündnis aktiv.

In diesem Rahmen wird am 11.11. über die 20-jährigen Erfahrungen der kommunalen Zusammenarbeit mit indigenen Völkern berichtet. Beginn: 10.00 Uhr Vorträge und Diskussionen zu folgenden Themen sind geplant:

  • Brasilien Erneuer(t)bar: Regenwald geht - Indigene bleiben?
  • Bildungsarbeit im Regenwald: Ein Instrument zur Stärkung der kulturellen Identität und politischen Kraft
  • Millenniumsentwicklungsziele: Lokal und konkret mit Beispielen zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
  • Diskussionsrunde „Millenniumsziele gestern - heute - morgen". 20 Jahre später - was ist passiert?

Gegen 17.00 Uhr wird das größte Regenwaldbild von Hannover gemeinsam mit SchülerInnen, KünstlerInnen und Eltern feierlich in der großen Halle im Neuen Rathaus enthüllt.

Anmeldung per E-Mail bis zum 29.10.2010 an agenda21@hannover-stadt.de

Begleitprogramm

CINEMA GLOBAL: Schwerpunkt Indigene Völker im Film

9. November, 19.30 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus
Birdwatchers - Das Land der roten Menschen
Die Guarani-Kaiowa in Brasilien

10. November, 20.00 Uhr, Kino am Raschplatz
Yasuní - Two Seconds Of Life
Die Waorani in Ecuador

11. November, 18. 00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus,
10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen
Die Aborigines in Australien

12. November,17.00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus
Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer
Die Inuit in Kanada

Weitere Infos unter www.agenda21.de

Veranstalter: Agenda 21-Büro und Klima-Bündnis e.V. in Kooperation mit Media 21.


Freitag, 29. Oktober 2010

Auszeichnung für Aktion zum Fairen Handel

Erneut eine Auszeichnung für die Berufsbildende Schule (BBS) Handel der Region Hannover: Die hannoversche Schule erhielt für ihr Projekt zum Fairen Handel den 3. Preis des Hermann-Schmidt-Preises 2010. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung des Vereins Innovative Berufsbildung wurde am Mittwochabend (27.10.) im Rahmen einer Fachtagung des W. Bertelsmann Verlags in Bielefeld übergeben.

„Ich freue mich, dass wir mit unserem Projekt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung so erfolgreich sind und auch überregional Anerkennung finden“, sagte Hans-Georg Grahle von der BBS Handel, der den Preis in Empfang nahm.

Ausgezeichnet wurde die Verkaufsförderungsaktion „Hannover handelt fair“, bei der Auszubildende im Einzelhandel mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit und des Fairen Handels vertraut gemacht werden. Während einer einwöchigen Aktion setzen die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse in Supermärkten und Geschäften in die Praxis um – zuletzt haben vom 13. bis 17. September 2010 rund 450 Auszubildende mit Aktionsständen in 45 hannoverschen Märkten Kundinnen und Kunden über die Fairtrade-Idee informiert, Verkostungen durchgeführt und für fair gehandelte Waren geworben.

Der Hermann-Schmidt-Preises wird für Projekte und Initiativen verliehen, die in der beruflichen Ausbildung attraktive und innovative Qualifizierungskonzepte und -angebote zum Umweltschutz und für eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich entwickelt und umgesetzt haben. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal verliehen.


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