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Bio & Fair

Dienstag, 3. Januar 2012
Die beiden nebeneinander liegenden Altbauten am Allerweg in Hannover-Linden wurden mit proKlima-Unterstützung energetisch modernisiert. Dabei kamen Passivhaus-Komponenten zum Einsatz (Bild: proKlima/Glombik)

Die Altbauten am Allerweg in Hannover-Linden wurden mit proKlima-Unterstützung energetisch modernisiert.

Die Angebote des enercity-Fonds sind mit Neuerungen ins Jahr 2012 gestartet

Der enercity-Fonds proKlima hat seinen Förderkatalog erweitert und die Bedingungen für die Antragsteller verbessert. Das Förderprogramm "proKlima-Altbau" berücksichtigt seit diesem Jahr beispielsweise auch Innendämmungen. "Bei der energetischen Modernisierung sind eigentlich Außenwanddämmungen die erste Wahl, um Heizenergie zu sparen", erklärt proKlima-Geschäftsführer Harald Halfpaap. An zahlreichen Gebäuden im Fördergebiet sei jedoch eine Außenwanddämmung, beispielsweise aus Denkmalschutzgründen, nicht möglich. Damit auch diese Häuser besser gedämmt werden, bezuschusst proKlima jetzt auch Innendämmungen mit fünf Euro pro Quadratmeter plus Zuschuss für die Qualitätssicherung.

Eine weitere Änderung betrifft die Energieberatung: Bisher war der Zuschuss für den "Energielotsen Altbau" an die Umsetzung von mindestens einer energetischen Modernisierungsmaßnahme gekoppelt. Ab 2012 verzichtet proKlima auf diese Bedingung, um den Anreiz für potenzielle Modernisierer zu erhöhen. proKlima übernimmt bei Einstiegs- und Umsetzungsberatungen 75 Prozent der Kosten. Der Energielotse hilft als unabhängiger Berater bei einer gewerkeübergreifenden Planung von Energiesparmaßnahmen. Übrigens: Das neue Förderprogramm "proKlima-Altbau" kann jetzt auch für Wohn- und Vereinsgebäude in Anspruch genommen werden, die nach dem 1. Januar 1995 errichtet wurden.

Solarenergie: proKlima fördert Beratung durch PV-Lotsen

Immer mehr Hauseigentümer lassen eine Photovoltaikanlage installieren, um aus Sonnenenergie Strom zu produzieren. Ein solches Vorhaben sollte gut und professionell geplant sein. proKlima fördert deshalb erstmals die Beratung durch einen sogenannten PV-Lotsen mit 75 Prozent der Kosten. Der Photovoltaik-Fachmann kennt sich mit allen technischen Details und finanziellen Fragestellungen aus. Das neue Beratungsangebot aus dem Programm "proKlima-Erneuerbare" flankiert unter anderem eine Initiative der Stadt Hannover, die den Ausbau der Solarenergienutzung vorantreibt: So zeigt ein neu eingerichtetes Internetkataster unter www.solaratlas-hannover.de sämtliche Dächer Hannovers aus der Vogelperspektive. Anhand einer farblichen Markierung können die Eigentümer erkennen, ob ihr Haus für eine Solaranlage geeignet ist.

Außerdem hat proKlima die Zuschüsse für Solarwärmeanlagen angepasst. Hierdurch wird die maximale Kumulierungsmöglichkeit mit der Solarwärmeförderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erreicht. Auch die Zuschüsse für Holzheizungen wurden an die BAFA-Bedingungen mit einem maximalen Fördersatz angepasst.

Information und Service

Sämtliche Förderprogramme und -anträge des enercity-Fonds stehen im Internet unter www.proklima-hannover.de bereit. Die Experten von proKlima sind montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr telefonisch über die Nummer (0511) 430-1970 erreichbar. Die Zuschüsse des enercity-Fonds gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.


Dienstag, 13. Dezember 2011

Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff sowie der Vorstand des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V., Dieter Brübach, haben heute (13.12.) im Rahmen des gemeinsam von der Landeshauptstadt Hannover und dem B.A.U.M. e.V. im Mai dieses Jahres initiierten Wettbewerbs "Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber Hannovers" die drei Preisträger Windwärts Energie GmbH (Platz 1), Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co KG (Platz 2) und Camolini Privatrösterei (Platz 3) ausgezeichnet.

Teilnehmen konnten Unternehmen, Behörden oder sonstige Einrichtungen mit mindestens fünf Mitarbeitern, die ihre Mitarbeiter zur Fahrradnutzung motivieren. Bewertet wurden Grundsätze und Organisation der Fahrradförderung, Infrastruktur für das Fahrradfahren, Motivation der Mitarbeiter zum Radfahren, Angebote und Service für Radfahrer, Information und Kommunikation sowie sonstige
Aktivitäten zur Fahrradnutzung.

Das Fahrrad als absolut klima- und umweltfreundliches Verkehrsmittel sollte mit diesem Wettbewerb zu mehr Geltung verholfen und in den Betrieben als hervorragende und meist sogar schnellere Alternative zum Kraftfahrzeug etabliert werden.

"Die Erhöhung des Radfahreranteils unter den Mitarbeitern sowie eine verstärkte Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit und auf Dienstwegen bietet Arbeitgebern viele Vorteile", so B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach. "Die Unternehmen können hiermit nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter fördern, sondern ganz nebenbei auch Kosten sparen."

In der Wettbewerbsjury für Hannover wirkten neben dem Wirtschafts- und Umweltdezernenten der Landeshauptstadt, Hans Mönninghoff, auch Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover und Uwe Ilgenfritz-Donné, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen und Frank Wagner von der IHK Hannover mit.


Sonntag, 11. Dezember 2011

Impulse von Hannover nach Rio de Janeiro:

23 überregionale Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz haben sich in Hannover vom 7. bis 9. Dezember 2011 auf Einladung der Landeshauptstadt zu einem intensiven Dialog getroffen. Zum Kongressabschluss verabschiedeten sie eine Erklärung, die Impulse für die deutsche Delegation des UN-Gipfels für Nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro 2012 geben soll.

Wohl zum ersten Mal in Deutschland ist es gelungen, 23 ganz verschiedene Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Umwelt- und Verbraucherschutz zu einem intensiven Dialog zusammen zu bringen, um wichtige Zukunftsfragen praxisnah auf lokaler Ebene zu diskutieren. In rund 30 Arbeitsgruppen haben rund 600 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, BürgermeisterInnen sowie Fachleute aus Kultur, Wissenschaft, Medien und Stadtverwaltungen - aber auch interessierte Laien - Fragen diskutiert wie: Gelingt es den Kommunen, ihre Finanzpolitik auf Nachhaltigkeit auszurichten? Wie werden sich unsere Städte zukunftsfähig entwickeln? Welche Rolle übernimmt die lokale Wirtschaft? Wie gelingt eine solidarische und gerechte Lebensweise? Wie können Städte klimaneutral werden?
Von Hannover gehen wichtige Impulse für die deutsche Delegation bei dem für Juni 2012 geplanten UN-Gipfel für Nachhaltige Entwicklung aus. Dafür wurde eine Erklärung verfasst.

Die wichtigsten Kernaussagen der Abschlusserklärung sind:

  1. Die Bedrohungen, die 1992 beim ersten Umweltgipfel in Rio noch am Horizont standen - Klimawandel, Artensterben, zunehmende Wüstenbildung - sind heute Realität, die entschlossenes Handeln erfordern.
  2. Auf nationaler Ebene sind in vielen Bereichen wichtige Maßnahmen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung eingeleitet worden, es mangelt jedoch an richtungsweisenden Regulierungen für eine flächendeckende nachhaltige Entwicklung für die Real- und für die Finanzwirtschaft.
  3. In unseren Städten und Gemeinden sind in den vergangenen 20 Jahren in vielen Bereichen wichtige Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung eingeleitet worden, doch überschreitet der so genannte "ökologische Fußabdruck" der Deutschen noch immer bei weitem die vorhandenen Biokapazitäten, sodass wir unsere Anstrengungen verstärken müssen.
  4. In den vergangenen Jahrzehnten haben innovative Kommunen, Unternehmen und Verbände sowie zahlreiche Agenda 21-Prozesse gezeigt, dass Nachhaltigkeit vor Ort machbar ist. Die Bevölkerung unserer Kommunen akzeptiert heute weitgehend das Leitbild einer nachhaltigen Stadt. Aufbauend auf den Erfahrungen erfolgreicher Modell- und Pilotprojekte geht es jetzt darum, umfassend und in messbaren Schritten den Umbau der Städte hin zu einer nachhaltigen Zukunft in Angriff zu nehmen - der Infrastruktur, der Bausubstanz, der Betriebe, der privaten Haushalte und öffentlichen Einrichtungen.
  5. Ziel ist die solidarische und lebenswerte Stadt mit sozialem Zusammenhalt, der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und eine Politik, die allen Bewohnerinnen und Bewohnern die Teilnahme am öffentlichen Leben und die Nutzung öffentlicher Güter garantiert - nachhaltige Maßnahmen z.B. die energetische Sanierung von Wohngebäuden müssen auch für Bezieher geringer Einkommen finanzierbar sein.
  6. Für eine zukunftsfähige Entwicklung müssen insbesondere die Kommunen finanziell ausreichend ausgestattet werden und es muss ein Gleichgewicht zwischen der Einnahme- und der Ausgabeseite geschaffen werden. Wir dürfen die Entwicklungsfähigkeit der nächsten Generationen nicht durch immer mehr Schulden einengen.
  7. Nachhaltigkeit bedeutet Beteiligung der Bevölkerung und kulturellen Wandel. Mehr Menschen für nachhaltige Lebensstile und eine Politik der Nachhaltigkeit zu begeistern, setzt voraus, Partizipation und Verantwortungsbewusstsein zu stärken und gesellschaftliches Engagement wertzuschätzen. Nachhaltigkeit muss als Prinzip in das Alltagshandeln eingebettet werden: in die Erzeugung, effiziente Nutzung und Einsparung von Energie, in das Mobilitätsverhalten sowie in den täglichen Konsum, in die Betreuungsaufgaben sowie in das Erwerbsleben. Die Kommunen müssen die Öffentlichkeit befähigen und ermuntern, sich mit ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Ideen in nachhaltig orientierte Projekte und Prozesse einzubringen. Es gilt, positive Bilder einer attraktiven, naturnahen, gesunden, klimaneutralen und sozial gerechten Stadt zu entwickeln und zu vermitteln.
  8. Wirtschaft und Umwelt, Ökonomie und Ökologie müssen näher zusammenrücken. Bedingung einer zukunftsfähigen sozialen Marktwirtschaft ist der ökologische Umbau der Wirtschaft hin zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz und geschlossenen Kreisläufen. Zahlreiche Unternehmen und ihre Beschäftigten sind schon heute entscheidende Schritte in diese Richtung gegangen. Die in den letzten Jahren propagierte 'Nachhaltige Wirtschaft' ('Green Economy') setzt für eine flächenhafte Umsetzung jedoch neben nationalen Maßgaben vor allem internationale Vereinbarungen und Standards sowie eine konsequente lokale Umsetzung z. B. bei der Vergabe von Infrastrukturmaßnahmen und öffentlichen Dienstleistungen voraus.
  9. Ein Schlüsselbereich der nachhaltigen Entwicklung ist eine zukunftsfähige Energieversorgung und eine klimafreundliche Mobilität. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist auf einem guten Wege. Eine atomstrom- und fossilfreie zukünftige Energieversorgung setzt jedoch eine erheblich deutlichere Energieeinsparung voraus als bisher eingeleitet. Im Bereich Mobilität gibt es noch massive Defizite auf dem Weg zu einer CO2-freien Zukunft; benötigt werden insbesondere eine Begrenzung des Kraftstoffverbrauchs unserer Autos und Maßnahmen gegen den wachsenden Güterverkehr auf der Straße. Ein Schlüssel zu klimafreundlicher Mobilität liegt im ambitionierten Ausbau des Fahrradverkehrs und des ÖPNV sowie der besseren Vernetzung der Verkehrsangebote.
  10. Große Veränderungen können nur gemeinsam gelingen. Einerseits sind internationale Strategien wie die Millennium-Ziele der Vereinten Nationen und nationale wie die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wichtige Orientierungen und Richtschnüre für das Handeln lokaler Akteure. Andererseits muss ein zentrales Anliegen der deutschen Regierungsdelegation bei der UN-Konferenz sein, den wegweisenden Entwicklungen, die von den lokalen Akteuren in den vergangenen beiden Jahrzehnten vorangetrieben wurden, mehr Anerkennung zu verleihen. Internationale Organisationen, die Europäische Union, die Bundesregierung und die Länder müssen die lokale Ebene als zentralen Partner in Nachhaltigkeitsprozessen von Anfang an einbeziehen. Auch müssen die EU, die Bundesregierung und die Bundesländer ihre eigene Politik stärker als bisher an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausrichten.

Die Erklärung steht als Download bereit:
http://www.rioplus20kongress.de/erklaerung.html

Weitere Informationen unter www.rioplus20kongress.de

Zitat
Christian Ude, Präsident des Deutschen Städtetages und Münchner Oberbürgermeister: "Mich freut, dass der Kongress mit der Erklärung "Rio+20 - nachhaltig vor Ort!" ein starkes Signal für den UN-Gipfel in Rio de Janeiro im kommenden Jahr setzt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Gewerkschaften, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Verwaltung gemeinsame Ziele formulieren. Doch beim Thema nachhaltige Entwicklung wird dies in Zukunft ein wesentlicher Faktor sein, wenn wir uns der Verantwortung stellen, eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder zu sichern."


Freitag, 2. Dezember 2011

Die Landeshauptstadt Hannover, die Stadtwerke Hannover AG (enercity), die Deutsche Messe AG und die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) - diese vierPartner erproben in den kommenden zwei Jahren zusammen mit Volkswagen Nutzfahrzeuge elektrisch angetriebene Stadtlieferwagen. Insgesamt sieben Elektro-Caddys werden in den Fuhrparks der Kooperationspartner eingesetzt.

"Elektrisch betriebene Stadtlieferwagen können schon bald eine sinnvolle Ergänzung für den städtischen Liefer- und Dienstleistungsverkehr sein", erklärte Dr. Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge, bei der heutigen Übergabe der Fahrzeuge vor dem hannoverschen Rathaus. "Der Elektroantrieb verspricht sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile im innerstädtischen Kurzstrecken-Lieferverkehr - vorrangig keine CO2-Emissionen und deutlich geringere Betriebskosten." Der Langzeittest der Elektro-Caddys im Geschäftsalltag soll Volkswagen Nutzfahrzeuge wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von gewerblich genutzten Elektro-Caddys liefern. Dabei sind besonders die unterschiedlichen
Einsatzzwecke bei täglich wechselnden Fahrtrouten interessant.

Gemeinsam ist allen Elektro-Caddys, dass sie abends auf den Betriebshöfen an der Steckdose wieder mit enercity UmweltStrom aufgeladen werden. Die zwei Caddys der Stadt Hannover kommen als Transporter bei der Ausbildungskolonne des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün und als Servicefahrzeug beim Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste zum Einsatz. "Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern den Flottentest mit Elektro-Caddys am traditionellen Automobilstandort Hannover starten können. Innovative Entwicklungen sind gefragt, um mit den einschneidenden Veränderungen für eine emissionsfreie Mobilität Schritt halten zu können. Mit der Erprobung der Fahrzeuge im täglichen Einsatz stellt sich die hannoversche Automobilbranche den Herausforderungen der Zukunft nach einer CO2-freien Mobilität und beweist, dass sie Elektromobilität aktiv entwickelt und vorantreibt", betonte Oberbürgermeister Stephan Weil.

enercity integriert drei Elektro-Caddys in den Stadtwerke-Fuhrpark, dort haben sie tagsüber stadtweite Einsätze. Dies sind das Zählermanagement, der Stromnetzbetrieb sowie die "Gasspeicher Hannover GmbH" in Ronnenberg-Empelde, von wo aus tägliche Fahrten zwischen dem Gasspeicher und dem Verwaltungssitz am enercity-Standort Ricklingen erfolgen. "Eine Stärke der  Mobilität sehen wir im städtischen Lieferverkehr, der durch viele Kurzstrecken und vergleichsweise hohen CO2 Ausstoß gekennzeichnet ist.
Aus diesem Grund beteiligen wir uns mit großem Interesse an diesem zweijährigen Test der E-Caddys. Wir werden hier wichtige Erfahrungen im Alltagseinsatz machen, zum Beispiel wie sich der Elektroantrieb und die Akkus im bevorstehenden Winter verhalten wird", so Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstands der Stadtwerke Hannover AG (enercity).

Bei der Deutschen Messe dient ein Caddy als Liefer- und Kurierwagen. "Wir hoffen, dass aus diesem Test, an dem sich die Deutsche Messe AG aktiv beteiligt, wichtige Erkenntnisse für die emissionsfreie Fahrzeugnutzung im Stadtverkehr gewonnen werden können - ein Thema, das wir zum Beispiel im Rahmen der HANNOVER MESSE aufgreifen. Für die Deutsche Messe AG ist die Partnerschaft vor Ort ein weiterer wichtiger Baustein in ihrer Rolle als prägender Faktor am Standort Hannover. Wir leisten gerne einen Beitrag dazu, die Stadt Hannover bundesweit im Spitzenfeld in der Anwendung und Erprobung nachhaltiger Umwelttechnologien zu positionieren", sagte Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG.

Auch die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) fährt künftig einen Elektro-Caddy: "Die GBH ist als kommunales Wohnungsunternehmen mit ihren Wohnungsbeständen im gesamten Stadtgebiet ein idealer Partner des Projekts. Der Umstieg von fossilen Energieträgern auf Elektrizität aus regenerativen Energiequellen ist die konsequente Fortsetzung unseres
Geschäftsmodells als nachhaltig und ökologisch orientiertes Unternehmen. Die GBH bezieht ihren gesamten Strombedarf über den UmweltStrom-Vertrag von enercity. Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist für uns eine Daueraufgabe, der wir uns täglich stellen", unterstrich Dieter Cordes, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH).

Die Elektro-Caddys von Volkswagen Nutzfahrzeuge werden von einem Elektromotor mit einer Leistung von 85 kW angetrieben und erreichen eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen eine Reichweite von bis zu 110 Kilometern, was für den Einsatz im Stadtbereich völlig ausreicht. Die Nutzlast des Elektro-Caddy beträgt trotz der
unter Flur verbauten Batterien 550 Kilogramm und das Ladevolumen von rund vier Kubikmetern bleibt voll erhalten.


Mittwoch, 30. November 2011

Einmal im Monat lädt der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) SeniorInnen zu der Reihe "Informationen am Mittwoch" ins Veranstaltungszentrum in der Ihmepassage 5, Eingang über Blumenauer Straße, ein. Hier haben SeniorInnen die Möglichkeit, Fachleute zu verschiedenen Themen zu befragen.

Am 7. Dezember, 15 bis etwa 17 Uhr, gibt es Informationen und Tipps, wie man Gegenständen, die man nicht mehr benutzen kann oder möchte, die aber zu schade sind, weggeworfen zu werden, mit Hilfe von fairKauf ein sinnvolles zweites Leben geben kann.

Gerade die ältere Generation leidet unter der Wegwerfmentalität der heutigen Zeit und ist froh, wenn Möbel, Hausrat, Kleider oder Bücher beim Umzug in ein Altenheim oder nach einem Todesfall nicht einfach vernichtet werden müssen. Die fairKauf Genossenschaft bietet die Alternative und verbessert zugleich durch Qualifizierungsmaßnahmen die Chancen für Langzeitarbeitslose am Arbeitsmarkt.

Reinhold Fahlbusch, Vorsitzender des Vorstandes von fairKauf eG, berichtet von dem bereits mehrfach ausgezeichneten Konzept, bei dem gespendete Alltagsgegenstände verkauft werden, um so ohne jegliche staatliche Hilfe erfolgreich den Qualifizierungsbetrieb zu finanzieren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 168 - 4 51 95.

 

Dienstag, 29. November 2011

Der "Solaratlas Hannover" geht am Montag, 28. November, unter www.solaratlas-hannover.de online. Das Portal bietet für alle Gebäude im Stadtgebiet eine schnelle Einschätzung, inwieweit ein Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Durch farbliche Kennzeichnung sind sehr gut geeignete Dachflächen "rot", gut geeignete "orange" und mit Einschränkungen geeignete Dachflächen "gelb" dargestellt. Ungeeignete Flächen sind "grau" gefärbt. Die Dachflächen werden aus der Vogelperspektive gezeigt.

Mit dem Solaratlas und einer begleitenden Solarkampagne soll der Anteil erneuerbarer Energien im Stadtgebiet kräftig erhöht und damit ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden. EigentümerInnen von Dachflächen unterstützt die Stadt in ihrer Entscheidung für eine Solaranlage durch kostenlose Beratungen eines neutralen Energieberaters, der das Gebäude vor Ort in Augenschein nimmt. Termine können ab Montag über die Klimaschutzagentur Region Hannover unter der Telefonnummer 0511 / 60 09 96 36 vereinbart werden.

Neben den Dächern von PrivateigentümerInnen stehen große Dachflächen von Industrie und Gewerbe im Fokus der Stadt. Hierfür wird die Stadt einen speziellen Beratungsdienst aufbauen und den Firmen im Jahr 2012 anbieten.

Wer unter anderem als EigentümerIn oder Erbbauberechtigte/r eines Hauses oder einer Wohnung nicht wünscht, dass das eigene Dach in der Karte dargestellt wird, kann der Veröffentlichung der solaren Eignung für die Dachfläche weiterhin widersprechen.

Ein entsprechendes Formular ist unter www.solaratlas-hannover.de verfügbar. Des Weiteren kann der Darstellung schriftlich bei der Klimaschutzleitstelle der Landeshauptstadt Hannover, Prinzenstraße 4, 30159 Hannover, widersprochen werden. Eine Begründung ist nicht erforderlich.


Dienstag, 29. November 2011

http://www.youtube.com/watch?v=w78IKonnzPU

Der 1. Advent läutet normalerweise eine Zeit der Besinnlichkeit ein. Nicht im Wendland, wo der Castortransport für Konflikte sorgt.

Ein Beitrag von Sören Köpke

www.h-eins.tv


Dienstag, 29. November 2011

City-Ladesäulen für Elektroautos im Parkhaus Andreaestraße, in der Georgstraße und am Neuen Rathaus

Pioniere der Elektromobilität genießen in Hannover ein Privileg. Inhaber von Elektroautos können für ihre Weihnachtseinkäufe inzwischen vier E-Ladeplätze in Hannovers Innenstadt nutzen. Bis Ende 2013 können sie an den E-Ladesäulen kostenlos enercity UmweltStrom zapfen. Auf den öffentlichen Parkflächen ist ebenso das Parken kostenfrei, im unionboden-Parkhaus Andreaestraße sind die üblichen Parktarife fällig.

Frisch hinzu gekommen ist nun die Ladestation am Neuen Rathaus, die einen Autoparkplatz bietet und deren zweiter Anschluss gleichzeitig von Zweirädern genutzt werden kann. Die erste der Ladestationen, im Parkhaus Andreaestraße (zwei Stellplätze), ging vor einen Jahr in Betrieb. Inzwischen gibt es stadtweit sechs Ladestationen mit enercity UmweltStrom.

Mit der E-Ladestation am Neuen Rathaus sind derzeit sechs öffentliche E-Ladestationen mit enercity UmweltStrom in Betrieb. Fünf davon sind für Elektroautos. Elektroroller und Segways können exklusiv vor dem KundenCenter von enercity direkt neben der Oper elektrisch tanken. Eine Übersicht zu den enercity-Ladestationen und deren Nutzungsbedingungen ist unter www.enercity.de/emobility zu finden.

Mit dem im September 2010 gestarteten und im November 2011 beendeten E-Roller-Langzeittest ist auch eine Förderprämie von enercity im Angebot, da Elektromobilität nur mit Ökostrom seine klimafreundliche Wirkung entfalten kann. Wer im enercity Versorgungsgebiet beim Kauf eines Elektrozweirads oder eines E-Autos einen enercity UmweltStrom-Vertrag abschließt, kommt in den Genuss einer Prämie von bis zu 150 Euro (weitere Informationen unter www.enercity.de/emobility in der Rubrik Förderprämie).

Neben rund 80 Elektro-Autos und LKW's, die zu drei Vierteln bei Firmen im Einsatz sind, sind fast 20 zwei- bzw. dreirädrige Leicht-Krafträder als Elektrofahrzeuge in der amtlichen Statistik identifizierbar. Darüber hinaus sind in und um Hannover bereits zahlreiche Pedelecs und einige E-Roller unterwegs. Sogar die exotischen Segways, die für Rundfahrten angeboten werden, bringen es derzeit auf rund 60 Fahrzeuge (einschließlich der zwölf im enercity-Werbelook). Nach den Vorstellungen der Bundesregierung sollen bis 2020 über eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Das würde für die Region Hannover rund 10.000 Fahrzeuge bedeuten.

Im eigenen Fuhrpark macht enercity direkte Erfahrungen zur E-Mobilität. Die interne Tischler- und Malerwerkstatt fährt den aus Wunstorf stammenden EcoCarrier. Ab Dezember 2011 werden die im April 2011 auf der Hannover Messe vorgestellten E-Caddys von VW-Nutzfahrzeuge hinzukommen. Alle großen Verwaltungsstandorte, wie auch das innerstädtische KundenCenter, sind mit zwei Elektrofahrrädern (Pedelecs) ausgestattet.


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