Mittwoch, 6. Juli 2011

Sollte es im September zu einem Aufmarsch der NPD oder anderer rechtsextremer Gruppierungen in Hannover kommen, erwartet der Ratsvorsitzende der Landeshauptstadt Hannover, Bürgermeister Bernd Strauch, wieder ein breites Bündnis der Stadtgesellschaft gegen rechts. Strauch erinnert an die Kampagnen "Hannover steht auf - gegen rechts" und "Bunt statt braun" zum 1. Mai 2009.

"Die Stadt Hannover lehnt jede Form von Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit ab und ist auch gegen entsprechende Aufmärsche. Wer solche Demonstration plant, kann damit rechnen, dass sich Rat und Verwaltung mit klarer Position in ein Netzwerk gegen rechts einbringen werden", unterstreicht Strauch. "Ich bin mir sicher, dass ich damit auch für den im September neu zu wählenden Rat der Stadt spreche", ist der Bürgermeister überzeugt.

Mit Blick auf die Kommunalwahl appelliert der Ratsvorsitzende an alle BürgerInnen, mit einer hohen Wahlbeteiligung für die demokratischen Kräfte und damit gegen Extremismus zu votieren.

Mit den Vorbereitungen der Veranstaltung der IGS Kronsberg "Rock gegen rechts" am 17. September ist Strauch persönlich befasst. Er wünscht sich eine breite Unterstützung für die Schule: "Die NPD soll keine Chance bekommen, das Vorhaben der SchülerInnen zu stören."


Donnerstag, 23. Juni 2011

Ein temporäres Denkmal erinnert seit dem 12. Mai und noch bis zum 30. Juni auf dem Ballhofplatz in Hannover an das Schicksal des hannoverschen Boxers Johann "Rukeli" Trollmann, dem 1933 aufgrund seiner sinti-deutschen Herkunft der Meisterschaftstitel im Halbschwergewicht aberkannt und der von den Nationalsozialisten verfolgt und im Konzentrationslager ermordet wurde. 

Zum Abschluss des umfangreichen Begleitprogramms lädt das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover am Freitag, 24. Juni, von 17:15 bis 21 Uhr zu einem großen Musik-Festival auf dem Ballhofplatz ein. Alle sind herzlich eingeladen, die Vielfalt der Musik gespielt von Sinti und Roma kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern. Es spielen die Gypsy Diamonds feat. Cynthia, Katjusha Kozubek feat. Romano Swing und LALO - The Gypsy Rumberos mit der spanischen Gitano-Tänzerin Melanie Delgado. Der Eintritt ist frei. 

Zur Begrüßung sprechen Manuel Trollmann, Familienangehöriger von Johann Trollmann, Kathrin Kühling vom Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover und Julia Berlit-Jackstien vom städtischen Projekt Erinnerungskultur. Als Ehrengast ist Rita Vowe anwesend, die Tochter Johann Trollmanns.

Die Skulptur "9841 - Temporäres Denkmal für Johann Trollmann" ist ein Werk der Künstler "Bewegung NURR" gemeinsam mit Florian Göpfert. 

Veranstalter sind das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Projekt Erinnerungskultur. Kooperationspartner sind das Junge Schauspiel Hannover, das Historische Museum Hannover und der Niedersächsische Verband Deutscher Sinti e.V. Das Projekt wird gefördert von: Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten, Amadeu Antonio Stiftung, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und Stiftung Gedenken und Frieden.

Freitag, 13. Mai 2011

Aus Anlass des Jahrestages der Bücherverbrennung (10. Mai 1933) präsentiert die Stadtbibliothek Hannover seit Anfang Mai die Lesereihe "Verbrannt, verboten, nicht vergessen". Die Lesereihe lässt eine reiche deutschsprachige Literatur wieder erstehen, die nach 1933 verboten war und deren AutorInnen ins Exil gegangen oder umgekommen sind. Einige SchriftstellerInnen sind heute vergessen und ihr Werk wartet auf eine Neuentdeckung, von anderen ist nicht bekannt, dass sie auch Leichtes, Humorvolles geschrieben haben.

An zwei Abenden stellte die literarische Komponistin Marie Dettmer bereits Werke der sogenannten "verbrannten Dichter" an unterschiedlichen Orten in der Stadt vor. In der letzten Lesung am Montag, 16. Mai, um 19:30 Uhr in den Räumen der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Fuhsestraße 6, geht es um verlorene und wiedergefundene literarische Schätze. Titel: "Polgar, Roda Roda, Horváth & Co.: Wiedergefunden!".

Den Einführungsvortrag zur Bücherverbrennung und ihren Folgen hält Dr. Carola Schelle-Wolff, Direktorin der Stadtbibliothek Hannover. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt vier Euro. Mehr Informationen gibt es in der Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 168 - 4 21 69.


Sonntag, 8. Mai 2011

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Am heutigen Sonntag, 8. Mai  um 17 Uhr - Premiere des Dokumentarfilms „Geister der Vergangenheit. Zwangsarbeit in Hannover im Nationalsozialismus“ von Franziska Wenzel und Sören Köpkeim FAUST Warenannahme, Linden, Zur Bettfedernfabrik 

Hannover - eine "ganz normale" deutsche Großstadt Anfang der 1940er Jahre. Was weist heute noch darauf hin, dass allein hier in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs Zehntausende von Menschen unter unwürdigen Umständen zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden? An diese "Geister der Vergangenheit" zu erinnern, ist Ziel des Dokumentarfilms von Franziska Wenzel und Sören Köpke. Der Film sucht nach den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen und fragt nach den Opfern. Am Ende steht die Frage, wie Erinnerungskultur in einer Stadt wie Hannover in Zukunft gestaltet werden soll.Franziska Wenzel und Sören Köpke haben in einer Entstehungszeit von über zwei Jahren für den Film Originalschauplätze aufgesucht, mit HistorikerInnen gesprochen, Zeitzeugenvideos gesichtet und Archivfotos zusammengesucht, um ein umfassendes Bild von dem verbrecherischen Phänomen „Zwangsarbeit“ auf lokaler Ebene zu zeichnen. Der Film richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger Hannovers, aber auch an SchülerInnen, die auf diese Weise ein Stück lokaler Geschichte kennen lernen können. Eine Veranstaltung des Stadtjugendring Hannover e.V. in Zusammenarbeit mit h1 - Fernsehen aus Hannover und FAUST e.V.


Dienstag, 3. Mai 2011

 

Denkmal für die Opfer der T4 Aktion (Foto: Farnsworth)

Denkmal für die Opfer der
T4 Aktion (Foto: Farnsworth)

Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover wird Dr. Raimond Reiter am Donnerstag, 23. Juni 2011, 19.00 Uhr im Haus der Region, Raum N003, Eingang Hildesheimer Str. 18, über das Schicksal von Irmgard Bartels berichten: eines von vielen Opfern der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen in der Region Hannover. Zusammen mit Prof. Andreas Spengler, dem früheren Ärztlichen Direktor des Landeskrankenhauses Wunstorf sowie PD Dr. Georg Lilienthal, Leiter der Gedenkstätte Hadamar, wird der Historiker und Autor das mörderische System der NS-Psychiatrie erläutern.

„Aktion T4" ist das heute gebräuchliche Kürzel für die Euthanasiemorde an über 70.000 Psychiatrie-Patienten und Menschen mit Behinderungen in der NS-Zeit. Zu den „T4"- Opfern in der Region Hannover gehört Irmgard Bartels. Ursprünglich in Langenhagen eingeliefert, wurde Irmgard Bartels über die Anstalt Hildesheim nach Hadamar verlegt und dort schließlich getötet.

Ihre Tochter hat im vergangenen Jahr erstmals ihr Schweigen gebrochen und in Gesprächen über das Schicksal Ihrer Mutter berichtet. Ihre Erzählung dokumentiert eindrucksvoll, wie Stigmatisierung und Aussonderung auch vor 1933 und nach 1945 das Bild der Psychiatrie prägten. Die Region Hannover hat diese Erinnerungen im Band 9 der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem festgehalten.

 


Montag, 2. Mai 2011
Fössefeldfriedhof

Fössefeldfriedhof

Die Otto Brenner Akademie führt zum Thema „Befreiung vom Faschismus - Ende des 2. Weltkrieges" anlässlich des 8. Mai mehrere Veranstaltungen durch, in deren Zentrum die Wehrmachtsdeserteure auf dem Fössefeldfriedhof stehen:
  1. 8.5.2011 (Sonntag) 16 Uhr:
    Gedenken an die Wehrmachtsdeserteure auf dem Fössefeldfriedhof in Limmer,
    Friedhofstraße 3, 30453 Hannover:
    mit Beiträgen von Egon Kuhn (Otto Brenner Akademie), Jonny Peter (Otto Brenner Akademie), Hartmut Tölle (DGB-Vorsitzender Niedersachsen/Bremen/ Sachsen-Anhalt) und SJD Die Falken Hannover

  • 10.5.2011 (Dienstag) um 19 Uhr: „Wehrmachtsdeserteure auf dem Fössefeldfriedhof"
    Vortrag von Jonny Peter
    (Otto Brenner Akademie) im Rahmen der Reihe „Politik satt".
    Ort: SJD Die Falken Hannover, Allerweg 3-7, 30449 Hannover (Linden-Süd)

  • 11.5.2011 (Mittwoch) um 18 Uhr
    „Der Vollzug der Todesstrafe in der Wehrmacht 1940 - 1945 in Hannover"
    Vortrag von Werner Trolp.
    Ort: Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden der Otto Brenner Akademie, Fred Grube Platz 1, 30451 Hannover (Linden-Nord)

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden der Otto Brenner Akademie in Zusammenarbeit mit SJD Die Falken Hannover, Arbeitskreis Erich Lindstaedt

www.sakobrenner.de

 


Dienstag, 26. April 2011
Geister der Vergangenheit

Premiere des Dokumentarfilms „Geister der Vergangenheit. Zwangsarbeit in Hannover im Nationalsozialismus" von Franziska Wenzel und Sören Köpke

8. Mai 2011, 17:00 Uhr in der Fasut Warenannahme

Hannover - eine "ganz normale" deutsche Großstadt. Was weist heute noch darauf hin, dass allein hier in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs Zehntausende von Menschen unter unwürdigen Umständen zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden? An diese "Geister der Vergangenheit" zu erinnern, ist Ziel des Dokumentarfilms von Franziska Wenzel und Sören Köpke. Der Film sucht nach den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen und fragt nach den Opfern. Am Ende steht die Frage, wie Erinnerungskultur in einer Stadt wie Hannover in Zukunft gestaltet werden soll.

Franziska Wenzel und Sören Köpke haben in einer Entstehungszeit von über zwei Jahren für den Film Originalschauplätze aufgesucht, mit Historikerinnen und Historikern gesprochen, Zeitzeugenvideos gesichtet und Archivfotos zusammengesucht, um ein umfassendes Bild von dem verbrecherischen Phänomen „Zwangsarbeit" auf lokaler Ebene zu zeichnen.

Der Film richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger Hannovers, aber auch an Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise ein Stück lokaler Geschichte kennen lernen können.

Eine Veranstaltung des Stadtjugendring Hannover e.V. in Zusammenarbeit mit hl - Fernsehen aus Hannover. Gefördert vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.


Dienstag, 26. April 2011

Aus Anlass des Jahrestages der Bücherverbrennung (10. Mai 1933) präsentiert die Stadtbibliothek Hannover die Lesereihe "Verbrannt, verboten, nicht vergessen". An drei Abenden stellt die literarische Komponistin Marie Dettmer Werke der sogenannten "verbrannten Dichter" an unterschiedlichen Orten in der Stadt vor. Die Lesereihe lässt eine reiche deutschsprachige Literatur wieder erstehen, die nach 1933 verboten war und deren AutorInnen ins Exil gegangen oder umgekommen sind. Einige SchriftstellerInnen sind heute vergessen und ihr Werk wartet auf eine Neuentdeckung, von anderen ist nicht bekannt, dass sie auch Leichtes, Humorvolles geschrieben haben.

Marie Dettmer hat sich auf Spurensuche begeben und literarische Schätze gehoben. Sie liest Gedichte und Geschichten einer untergegangenen literarischen Welt. Texte zum Schmunzeln und Nachdenken, Hintergründiges und Abgründiges werden für jeden Veranstaltungsort neu ausgewählt und zusammengestellt:

Am 3. Mai 2011 (Dienstag), um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, geht es um Theodor Lessings Betrachtungen zu Hannover und der Natur. Titel: "Wer die Lebenstrunkenheit nicht kennt, wird dich nie kennen...". Prof. Dr. Peter Gorny, Enkel von Theodor Lessing, wird ein Grußwort sprechen.

Am 4. Mai 2011 (Mittwoch), 19.30 Uhr, im SofaLoft, Jordanstraße 26, stehen überraschende Texte von Schriftstellerinnen wie Mascha Kaleko und Irmgard Keun im Mittelpunkt. Titel: "Keun, Kaleko und Co: Überraschend Humor!".

Am 16. Mai 2011 (Montag), 19.30 Uhr, in den Räumen der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Fuhsestraße 6, werden verlorene und wiedergefundene literarische Schätze vorgestellt. Titel: "Polgar, Roda Roda, Horváth & Co.: Wiedergefunden!".

Den Einführungsvortrag zur Bücherverbrennung und ihren Folgen hält jeweils Dr. Carola Schelle-Wolff, Direktorin der Stadtbibliothek Hannover. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt vier Euro für jede Veranstaltung. Mehr Informationen gibt es in der Stadtbibliothek unter der Telefonnummer 168-42169.