Freitag, 21. Januar 2011

Europas größten Naziaufmarsch verhindern!
Info- und Mobilisierungsveranstaltung am 24. Januar 2011, 17.30 Uhr im Pavillon Hannover

Im Februar 2010 haben mehrere tausend Menschen erstmalig Europas größten Naziaufmarsch in Dresden durch Massenblockaden verhindert. An diesen Erfolg will ein breites hannoversches Bündnis aus Avanti-Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Aktion Hannover (AAH), Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, ver.di-Jugend und DGB-Jugend anknüpfen und wird hierfür auch in diesem Jahr wieder mehrere Busse aus Hannover organisieren.

Auf einer großen Mobilisierungsveranstaltung am 24. Januar im Pavillon Hannover informieren die beteiligten Organisationen über die Hintergründe des alljährlich als Trauermarsch inszenierten Nazi-Aufmarsches, die Bedeutung Dresdens für die Naziszene, die Möglichkeiten, den Aufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern und über die Rolle der in diesem Zusammenhang immer wieder aufkommenden Extremismusdebatte.

Die am hannoverschen Buskonvoi-Bündnis beteiligten Organisationen sowie die TeilnehmerInnen des Podiums: Sven-Christian Kindler (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Heidrun Dittrich (MdB, Die Linke) und VertreterInnen von Avanti-Projekt undogmatische Linke und der Antifaschistischen Aktion (AAH) verdeutlichen die Grundlage des Erfolgs im letzten Jahr – die spektrenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden.

Die OrganisatorInnen hoffen, mit dieser Veranstaltung wieder mehrere hundert Menschen aus Hannover dafür zu mobilisieren, sich am 19. Februar den Nazis mit Massenblockaden entgegen zu stellen. Auf der Veranstaltung wird es auch die Möglichkeit geben, Busfahrkarten zu erwerben, um an dem bunten, lautstarken, kreativen und entschlossenen Protest in Dresden teilzunehmen.

www.sven-kindler.de


Donnerstag, 13. Januar 2011
Peter Longerich (Foto: Leonie Lallemand)

Peter Longerich

(Foto: Leonie Lallemand)

Der deutsche Zeithistoriker Peter Longerich hat im letzten Jahr die erste ausführliche Biografie über Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels vorgelegt.

Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem wird Longerich, Professor an der Universität London und Holocaust-Spezialist, am Donnerstag, 17. Februar 2011, 19.00 Uhr, im Haus der Region, Raum N001, Eingang Hildesheimer Str. 18, sein vieldiskutiertes Buch vorstellen.

Joseph Goebbels (1897-1945) war ein radikaler Antisemit und Gewaltfanatiker, der sich in der Rolle des Schöngeists gefiel und zugleich eine entscheidende Rolle bei den beispiellosen Verbrechen des "Dritten Reichs" spielte. Mit seiner Biografie „Goebbels" (Siedler Verlag) erzählt Peter Longerich die politische wie die private Lebensgeschichte von Hitlers Chefpropagandisten und wirft zugleich ein neues Licht auf Öffentlichkeit und Herrschaft im Nationalsozialismus.


Freitag, 3. Dezember 2010

Veranstaltungsankündigung in Hannover-Linden: Dresden 2011: Sie kommen wieder nicht durch! Naziaufmarsch verhindern!

Am 13. Februar 2010 ist der über Jahre hinweg zum größten Nazi-Treffen Europas gewordener Aufmarsch in
Dresden erstmalig durch Massenblockaden verhindert worden. Den ganzen Tag besetzten in Dresden über 12.000 Menschen bei klirrender Kälte Straßen und Plätze, um den geplanten Naziaufmarsch zu blockieren, unter ihnen waren auch viele Hannoveraner/innen. In der Folge wurde das „Modell Dresden“ exportiert und eine Reihe weiterer regionaler Nazi-Aufmärsche konnten komplett oder teilweise verhindert werden wie in Lübeck, Berlin, Dortmund und anderen Städten.


Montag, 22. November 2010

Helge Limburg, MdL, referiert zu Strategien und Handlungsoptionen

Dienstag, 23.11., 19:30 Uhr in der Kapelle im Haus der Religionen (Böhmerstraße 8)

Bündnis 90/Die Grünen in der Südstadt wenden sich mit einer öffentlichen Veranstaltung gegen zunehmende Aktivitäten von Rechtsextremisten im Stadtteil. Dazu haben sie Helge Limburg, in der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zuständig für Antirassismus, Recht und Verfassung, eingeladen, um über Strategien und Handlungsoptionen gegen Rechtsextremismus zu referieren und mit den Gästen zu diskutieren.

Hinweis:

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen.


Samstag, 20. November 2010
Demo für die Opfer der Reichsbahn

Seit Monaten veranstaltet die Deutsche Bahn AG (DB AG) sogenannte Bahnhofsfeste. Mit „Events“ und „Tombola“ werden 175 Jahre deutsches Eisenbahnwesen gefeiert. Nationaler Höhepunkt ist ein Festakt des Bahnvorstands und der Bundeskanzlerin Anfang Dezember in Nürnberg. Mehreren hunderttausend Menschen, die das deutsche Eisenbahnwesen zwischen 1933 und 1945 auf tragische Weise kennen lernen mussten, ist nach Feiern nicht zumute. Sie sind Überlebende der Massendeportationen mit dem Unternehmensvorgänger der DB AG („Deutsche Reichsbahn“). Europaweit verschleppte die „Reichsbahn“ NS-Opfer in Zwangs- und Vernichtungslager.

Anfang Dezember wollen die Bundeskanzlerin und die DB AG in Nürnberg einen Festakt begehen: 175 Jahre deutsches Eisenbahnwesen. Drei Tage wird die Nürnberger Innenstadt rund um das DB-Museum gesperrt sein, damit 500 Gäste aus Wirtschaft und Politik einen historischen und kulinarischen Rundgang unter Ausschluss der Öffentlichkeit erleben können. Die Feierlichkeiten lassen sich Deutsche Bahn AG und ihr Eigentümer (die Bundesregierung) fast 2 Millionen Euro kosten.

Weniger großzügig zeigen sich DB AG und Bundesregierung, wenn es um die Deportationsopfer des DB-Vorgängers geht: 3 Millionen Menschen fuhr die "Deutsche Reichsbahn" in den Tod. Jedwede Restitution der Überlebenden lehnen Bundesregierung und DB AG ab. Alle Versuche, anlässlich des Bahnjubiläums eine angemessene Ehrung der Überlebenden zu erreichen, sind gescheitert. Laut DB-Angebot sollen auf die etwa 200 Tausend "Reichsbahn"-Opfer in Osteuropa maximal 25 Euro pro Person entfallen. Dieser Bettelbetrag sei unannehmbar, antworten die Überlebenden in der Ukraine, in Rußland und Weißrußland.

Deutsche und ausländische Organisationen rufen zu Protesten am 4. Dezember in Nürnberg auf.

pdf Infoflyer Demonstration (pdf) 

Am Mittwoch, 24.11.10, um 17:00 Uhr findet im Gewerkschaftshaus, Otto-Brenner-Straße 1, Hannover, Sitzungssaal 1, 1. Etage dazu eine Info-Veranstaltung statt.

Über den Konflikt informiert der Vorstandssprecher des "Zug der Erinnerung", Hans- Rüdiger Minow.

www.zug-der-erinnerung.eu

 

 

 


Donnerstag, 18. November 2010

Nach der »Öffentlichen Ideensuche« möchten wir vorstellen, welche Vorschläge für ein angemessenes Gedenken an das ehemalige Frauen-Konzentrationslager der Conti in Limmer bisher entwickelt wurden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Di, 23.11.2010 | 19:30 Uhr
Gemeindehaus Sackmannstraße, Hannover-Limmer
WWW.KZ-LIMMER.DE


Donnerstag, 18. November 2010

Am Totensonntag, 21. November 2010, bietet die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover einen Fachvortrag mit anschließender Führung an. Prof. Dr. Herbert Obenaus, Emeritus des Historischen Seminars der Leibniz-Universität Hannover, spricht zum Thema „Die ehemalige Gartenbauschule Ahlem als Sammelstelle für Deportationen 1941-1944".

Veranstaltungsort: Gedenkstätte Ahlem, Martin-Gerson-Raum, Heisterbergallee 8, 30453 Hannover

Der Vortrag beginnt um 15.00 Uhr im Martin-Gerson-Raum der Gedenkstätte Ahlem. Vorher besteht ab 14.00 Uhr die Möglichkeit, die Dauerausstellung in den Kellerräumen der Gedenkstätte zu besichtigen. An den Vortrag schließt sich eine Führung über das Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule an, sie endet im einstigen Mädchenhaus mit einem Rundgang und abschließenden Kaffeetrinken. Die Teilnahme ist kostenlos.

 Zwischen Dezember 1941 und Januar 1944 verließen sieben Transporte mit jüdischen Frauen, Männern und Kindern das Gelände der Gartenbauschule - insgesamt fast 2.200 Menschen aus dem südlichen Niedersachsen. Der Vortrag schildert die Stationen der Registrierung, der letzten Ausplünderung, des Wartens in vollkommen überfüllten Räumen und in Gewächshäusern auf dem Schulgelände. Von Ahlem aus ging der Abtransport über den Lindener Bahnhof Fischerhof in die Ghettos, Arbeits- und Vernichtungslager Osteuropas. Wenige überlebten sie.

 

 



Samstag, 6. November 2010

die-gruenenGRÜNE fordern Verwaltung zu Maßnahmen und Sanktionen auf

Die Bezirksratsgrünen haben die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover aufgefordert, gegen nationalsozialistische Inhalte mit Bezug auf Hannover im Internet vorzugehen. Der Fraktionsvorsitzende, Stephan Beins, sagte: "In unserem Stadtbezirk fanden sich in den letzten Monaten gehäuft Aufkleber und Plakate mit nationalsozialistischen Parolen und Hinweisen auf die Internetseite "Besseres Hannover", über die ebenfalls nationalsozialistische Inhalte bereit gestellt werden. Auf dieser Internetseite ist entgegen § 5 Absatz 1 Nrn. 1 und 2 Telemediengesetz weder ein Impressum noch eine E-Mail-Adresse angegeben." In § 16 Telemediengesetz ist für einen solchen Verstoß eine Geldbuße von bis zu fünfzigtausend Euro vorgesehen.

Die Grünen-Fraktion hat eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um die rechtlichen Möglichkeiten der Stadt als Ordnungsbehörde auszuloten und geeignete Maßnahmen und Sanktionen anzustoßen. Beins sagte: "Um auf das Problem nationalsozialistischer Umtriebe im Stadtbezirk aufmerksam zu machen und ein Bündnis gegen die Rechtsextremen zu schmieden, werden wir zudem in nächster Zeit eine Veranstaltung mit Fachleuten im Stadtbezirk organisieren, zu der wir noch gesondert öffentlich einladen werden."