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Donnerstag, 29. Juli 2010 |
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Alljährlich gibt es Gedenktage in Hannover und
der Region, um an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
und der Kriege zu erinnern. Heute (29. Juli) haben Julia Berlit vom
Netzwerk Erinnerung und Zukunft, Hans-Dieter Schmid vom Förderverein der
Gedenkstätte Ahlem, Stefanie Burmeister von der Region Hannover und
Dieter Wuttig, Leiter des Fachbereiches Bildung und Qualifizierung der
Landeshauptstadt Hannover, das Veranstaltungsprogramm von August bis
Dezember im Neuen Rathaus vorgestellt. Alle Veranstaltungen des
Netzwerkes Erinnerung und Zukunft sind in dem Flyer "Gedenken und
Erinnern - Bewahren und Vermitteln" zusammengefasst. Der
Veranstaltungskalender ist auch im Internet auf der Seite des Netzwerkes
unter www.erinnerungundzukunft.de zu finden.
Im Netzwerk Erinnerung und Zukunft arbeiten fast
40 Initiativen mit. Unter den Mitgliedern sind der Förderverein der
Gedenkstätte Ahlem e.V., die Region und die Landeshauptstadt Hannover.
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Mittwoch, 21. Juli 2010 |
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Da die bevorstehenden Planungen in
Bezug auf den ersten Bebauungsplan für das frühere Conti-Gelände auch den Bereich
des ehemaligen KZ-Geländes tangieren, halten wir es jetzt für erforderlich, mit
dem öffentlichen Dialog über die Art und Form eines würdigen und angemessenen
Gedenkens zu beginnen und rechtzeitig vor den Beratungen des Bebauungsplans
Ergebnisse präsentieren zu können.
Rainer-Jörg Grube stellt
zum derzeitigen Stand verärgert fest:
„Es kann nicht sein das sich in
den letzten fast 70 Jahren weder die Stadt Hannover noch die Continental AG ihrer
Verantwortung gestellt haben. Es muss eine ernsthaftere und würdigere Erinnerung
an das Frauen KZ in Limmer geben als einen versteckten Stein an dem sich gelegentlich
die Hunde erleichtern." „Wir hoffen auf den Idenreichtum des
Stadtteils um den jetzigen Missstand zu ändern und ein angemessenes Gedenken zu
erreichen!"
Aufruf zur Ideensuche (pdf)
Flyer Arbeitskreis KZ-Limmer
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Dienstag, 29. Juni 2010 |
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Stadtverband verurteilt das Verteilen von
nationalistischer Propaganda beim Public- Viewing in Hannover
Als "äußerst gefährlich" bezeichnet Friederike Kämpfe, Vorsitzende
des Grünen Stadtverbandes Hannover, die Tatsache, dass nationalistische
Gruppen die Fußballweltmeisterschaft durch das Verteilen von
Nazi-Parolen für sich instrumentalisieren. "Es ist unglaublich, mit
welcher Selbstverständlichkeit die Nazis auf Hannovers Fan-Festen
scheinbar ungestört versuchen, Anknüpfungspunkte für die Verbreitung
ihrer nationalistischen Propaganda zu finden. Besorgniserregend finden
wir Grüne dies vor allem vor dem Hintergrund der Heitmeyer-Studie, die
in einer umfassenden Untersuchung herausstellte, dass Personen nach der
WM 2006 nationalistischer eingestellt waren als vorher Befragte. Der auf
dieser Grundlage ermittelte gefährliche Zusammenhang von
Partypatriotismus und Fremdenfeindlichkeit ist dabei besonders
bedenklich", so Kämpfe.
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Dienstag, 22. Juni 2010 |
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Oberbürgermeister
Stephan Weil hat die Angriffe von Jugendlichen auf eine jüdische
Tanzgruppe bei einem Stadtteilfest in Hannover scharf verurteilt. "Wir
nehmen den Vorfall sehr ernst. So etwas hat es unseres Wissens in
Hannover noch nicht gegeben. Wir werden deshalb Strafanzeige erstatten.
Eine derartige Störung eines solchen Festes werden wir nicht
tolerieren", sagte Weil am Dienstag.
Bei einem Fest zum "5.
Internationalen Tag" des städtischen Kulturtreffs im Stadtteil Sahlkamp
mit Künstlern zahlreicher Kulturgruppen am vorigen Samstag (19. Juni)
wurde der Auftritt einer Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde
plötzlich gestört. Weit über hundert Erwachsene, Kinder und Jugendliche
aus unterschiedlichen Nationen hatten die Aufführungen bis dahin
begeistert gefeiert.
Beim Auftritt der jüdischen Tanzgruppe riefen
einige Kinder und Jugendliche zunächst judenfeindliche Ausdrücke. Der
Veranstaltungsleiter stellte sie daraufhin zur Rede. Von einigen
anderen Jugendlichen wurden dennoch größere Kieselsteine Richtung Bühne
geworfen. Die Steine hatten sie sich offensichtlich von einer nahe
gelegenen Baustelle mitgebracht. Ein Stein traf eine Tänzerin am Bein.
Die jüdische Tanzgruppe brach ihr Programm daraufhin ab. Bei den
Störern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Verantwortlichen
des Kulturtreffs um Kinder aus libanesischen, iranischen und
palästinensischen Familien.
Die städtischen Kultur- und
Jugendbehörden werden den Vorfall im Stadtteil Sahlkamp aufarbeiten und
die bereits bestehende Integrationsarbeit verstärken. "Wir wollen zu
diesem Vorgang Gespräche mit den Betroffenen, Vertretern des Stadtteils
und der Gruppen unterschiedlicher Kulturen und Religionen führen, damit
solche Vorgänge nicht wieder passieren", sagte Weil.
"Wir bedauern den Vorfall umso mehr, als von
Hannover wichtige Signale der Versöhnung ausgegangen sind. Gerade
zwischen den jüdischen und palästinensischen Gemeinden in Hannover hat
es eine bundesweit einmalige Annäherung gegeben", sagte Weil. Vertreter
beider Seiten beteiligten sich am 1. Mai vorigen Jahres in Hannover
gemeinsam an einer Großdemonstration gegen Ausländerfeindlichkeit und
Rassismus. "Im Geiste dieses Dialogs sollen jetzt auch die Gespräche im
Stadtteil Sahlkamp geführt werden", sagte Weil.
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Samstag, 19. Juni 2010 |
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Der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult empfiehlt den
bezirksansässigen Vereinen, folgenden Passus in die jeweilige
Vereinssatzung aufzunehmen:
„Mit der Mitgliedschaft in diesem Verein sind nicht
vereinbar:
Äußerungen im Sinne des § 130 StGB (z.B.
Holocaustleugnung).
Menschenverachtende Äußerungen, insbesondere solche,
die Grundrechte des GG nach den Artikeln 1 bis 19 in Frage stellen.
Äußerungen, die ausländerfeindlich und rassistisch
sind oder die das NS-Regime verherrlichen
Die Benutzung ausländerfeindlicher, rassistischer
oder nationalsozialistischer Zeichen, Symbole oder Kürzel.“
Der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult fordert die anderen
Bezirksräte und den Rat der Landeshauptstadt Hannover auf,
vergleichbare Resolutionen zu verabschieden.
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Donnerstag, 17. Juni 2010 |
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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Musik: www.igskronsberg.de
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Montag, 7. Juni 2010 |
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Nach einem gezielten und massiven Angriff von 30 bis 40 Neonazis auf
eine S-Bahn im Bahnhof Laatzen zeigt sich Friederike Kämpfe, Vorsitzende
der Grünen in der Stadt Hannover, schockiert: "Dieser Angriff auf die
Menschen in der Bahn, die auf dem Rückweg von der großen Demonstration
gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim waren, zeigt einmal mehr die
extreme Gewaltbereitschaft und Gefährlichkeit der Neonazis". Andreas
Quasten, Sprecher der Laatzener Grünen, ist "empört, dass Laatzen
wiederholt Schauplatz rechtsextremer Attacken ist."
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Freitag, 4. Juni 2010 |
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Durch die für den heutigen Abend in Hannover angemeldeten Demonstrationen droht nach Auffassung des Gerichts eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, die das Verbot der Versammlung auch unter Berücksichtigung der Bedeutung der in Art. 8 Abs. 1 des Grundgesetzes gewährleisteten Versammlungsfreiheit rechtfertigt, um gleichwertige Rechtsgüter zu schützen.
Die Kammer hat es offen gelassen, ob Gefahren auch von den Versammlungen der Antragsteller selbst ausgehen. Jedenfalls sei anzunehmen, dass sich militante Teilnehmer unter beide Demonstrationen mischen werden, die gewalttätige Auseinandersetzungen suchen und Versammlungsteilnehmer, Polizisten und unbeteiligte Passanten erheblich gefährden Sie hält deshalb das Verbot unter den Voraussetzungen des polizeilichen Notstands für gerechtfertigt. Sie folgt damit dem Vorbringen der Antragsgegnerin, dass ausreichende Polizeikräfte zur Abwehr von Gefahren nicht zur Verfügung stehen.
Ausweislich der Lagebeurteilung gibt es im Raum Hannover (Aufstiegsspiel Regionalliga Nord, Expo-Plaza Fest, Maschpark Flash-Mob Abiparty, Gerichtstermin Firma Böhringer und verstärkter Personen- und Objektschutz für den Ministerpräsidenten wegen seiner Kandidatur zum Amt des Bundespräsidenten) erheblichen anderweitigen Personalbedarf der Polizei. Auch für die übrigen Bereiche der anderen Polizeidirektionen in Niedersachsen trifft dies zu. Insbesondere werden in Gorleben 1200 Einsatzkräfte benötigt und es bedarf morgen früh bis zu 1600 Beamte in Hildesheim. Auch ist hinsichtlich des Einsatzes in Hildesheim sei nachvollziehbar, dass die dort benötigten Beamten nicht am Abend vorher sämtlich in Hannover zur Verfügung stehen. Außer den notwendigen Ruhezeiten ist auch zu berücksichtigen, dass nicht sämtliche Kräfte erst morgen früh nach Hildesheim aufbrechen werden. Unterstützungsersuchen an andere Bundesländer sind ohne Erfolg geblieben.
Gegen den Beschluss ist die Beschwerde an das Niedersächsische Oberverwaltungsge-richt zulässig
- 10 B 2575/10 - und - 10 B 2571/10 -
PM: Verwaltungsgericht Hannover
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