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Samstag, 23. Januar 2010 |
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Gegen die Kriminalisierung des Bündnisses "Dresden - nazifrei".
Mit Unverständnis und
Empörung reagierte die Bundestagsabgeordnete aus Hannover, Heidrun Dittrich (DIE
LINKE.), auf die Hausdurchsuchungen in Dresden und Berlin.
In beiden
Städten hatten am Dienstag Mittag Polizisten Aufrufe zu den Massenblockaden am
13. Februar beschlagnahmt, aber auch Computer mitgenommen. Die Aktion richtete
sich gegen das Vorhaben des Bündnisses, am 13. Februar in Dresden den jährlichen
Großaufmarsch der Neonazi-Szene durch Blockaden zu stoppen. Zu der Aktion ruft
ein breites Bündnis aus Initiativen, Parteien, Jugendverbänden, Gewerkschaften
wie ver.di, IG Metall, NGG und antifaschistischen Gruppen aus Dresden und der
ganzen Bundesrepublik auf. Unter den Unterstützern finden sich auch prominente
Künstler wie Konstantin Wecker und Bela B. von den Ärzten.
"Bei den
letzten Wahlen hat die NPD zwar eine Niederlage erlitten, auf der Straße jedoch
ist die militante Nazibewegung auf dem Vormarsch. Auch hier in Niedersachsen. In
Dresden gelang es den Nazis letztes Jahr rund 7.000 Anhänger zu mobilisieren.
Sie missbrauchen den 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens, um die Verbrechen
des Nazi-Regimes zu leugnen und Nazi-Deutschland zum Opfer des 2. Weltkrieges
umzudeuten. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nazis mit ihren
nationalistischen, geschichtsrevisionistischen und mörderischen Parolen durch
Dresden marschieren.
Ich bin empört über den Versuch, ein breites
zivilgesellschaftliches Bündnis gegen den Naziaufmarsch im Vorfeld der
Demonstration kriminalisieren zu wollen. Diese Aktion diskreditiert alle
Bürgerinnen und Bürger, die aktiv gegen Rassismus, Rechtsextremismus und für
Demokratie und Frieden eintreten. Das ist nicht hinnehmbar! Als Lehre aus der
Geschichte wissen wir, Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! DIE
LINKE. wird in Hannover daran festhalten, gemeinsam mit vielen anderen nach
Dresden zu fahren. Mehrere Busse sind bereits gechartert und ich werde ebenfalls
an Bord sein.
Heidrun
Dittrich, MdB
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Mittwoch, 20. Januar 2010 |
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Am 13. Februar werden die Nazis wieder versuchen durch Dresden zu
marschieren, um zum Jahrestag der alliierten Bombardierung der Stadt die
deutsche Kriegsschuld zu relativieren, die Verbrechen des Nazi-Regimes
zu leugnen und das mörderische Nazi-Deutschland als Opfer des Zweiten
Weltkrieges darzustellen.
Aus Hannover werden sich am 13. Februar insgesamt 4 Busse, davon 1 Bus
organisiert vom grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler, in
den norddeutschen Buskonvoi einreihen, um den größten Nazisaufmarsch
Europas in Dresden zu blockieren und zu verhindern, dass die Nazis
Dresden als Ort für die Verdrehung der Geschichte und für ihre
faschistische Propaganda missbrauchen.
Zur Vorbereitung veranstaltet der hannoversche Bundestagsabgeordnete
Sven-Christian Kindler am 3.2.2010 um 19.00. Uhr eine öffentliche
Informations- und Mobilisierungsveranstaltung in der Faust Warenannahme
mit dem Titel: "Dem Geschichtsrevisionismus entgegentreten!" Unter
seiner Moderation werden die eingeladenen ExpertInnen André Aden
(Recherche Nord), Monika Lazar (grüne Bundestagsabgeordnete aus Sachsen
und Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus) und das Publikum
über die Bedeutung Dresdens für die rechtsextreme Szene diskutieren. Aus
den Erfahrungen, besonders aus dem letzten Jahr in Dresden, wo 7.000
Nazis weitestgehend ungehindert durch die Stadt marschieren konnten,
werden außerdem Lehren und mögliche Strategien diskutiert, Europas
größten Naziaufmarsch in diesem Jahr erfolgreich zu verhindern.
Mehr Infos zur Veranstaltung und zur Busfahrt nach Dresden gibt es unter www.sven-kindler.de .
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Donnerstag, 14. Januar 2010 |
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Anlässlich des angekündigten Nazi-Aufmarsches in Dresden am 13.2. tut sich in Sachen Gegenmobilisierung auch in Hannover viel.
Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler aus Linden organisiert nicht nur einen Bus nach Dresden, um sich den Nazis auf der Straße in den Weg zu stellen, sondern er veranstaltet am 3.2. um 19.00 Uhr in der Faust Warenannahme auch ein öffentliches Informationsgespräch. In der für das Publikum offenen Podiumsdiskussion soll unter der Moderation von Sven-Christian Kindler aus xpertInnensicht herausgestellt werden, welche Bedeutung Dresden für die rechtsextreme Szene in Europa hat. Aus den Erfahrungen, besonders aus dem letzten Jahr, in welchem 7.000 Nazis weitestgehend ungehindert durch Dresden marschieren konnten, werden außerdem Lehren und mögliche Strategien für 2010 diskutiert. Außerdem soll erörtert werden, welche Gegenbündnisse und Programme in Dresden gegen Rechtsextremismus bisher gegründet wurden, wie sich der politische Widerstand von der anfänglichen Ignoranz bis heute entwickelte und welche Möglichkeiten bestehen, Europas größten Naziaufmarsch in diesem Jahr erfolgreich zu verhindern.
Eingeladene ReferentInnen: Monika Lazar (grüne Bundestagsabgeordnete aus Sachsen; zuständig für Strategien gegen Rechtsextremismus) und André Aden (Recherche Nord).
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Sonntag, 29. November 2009 |
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Freitag, 20. November 2009 |
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Donnerstag, 12. November 2009 |
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Einladung zur Info- und Diskussionsveranstaltung des
Grünen Stadtverbandes Hannover am Donnerstag, den 26. November, um
19:30 Uhr im Bürgerhaus Misburg
Übergriffe auf links-alternative Jugendliche und zahlreiche weitere
Vorfälle zeigen, dass gerade in Misburg Handlungsbedarf gegen Nazis
besteht. Der Grüne Stadtverband möchte die aktuelle Situation im
Nord-Osten Hannovers beleuchten und diskutieren, was engagierte
Bürgerinnen und Bürger tun können, um rechtsextremen Aktivitäten
entgegen zu wirken.
Dazu laden wir am Donnerstag, den 26.
November, um 19:30 Uhr zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung ins
Bürgerhaus Misburg ein (Seckbruchstraße 20, Hannover).
Gäste:
Sebastian Wertmüller (DGB Region Nds.-Mitte),
Helge Limburg (MdL, Bündnis 90/Die Grünen)
Hinweis:
Personen,
die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige
menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von
der Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen.
www.gruene-hannover.de
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Montag, 9. November 2009 |
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"Diese
rechtsextremen Gruppierungen machen vor nichts halt! Jetzt spielen sie
sich als die großen Sozialpolitiker/innen auf und wollen Kinder und
Jugendliche vor den Schulen mit kostenlosem Obst einfangen, " empört
sich Regine Kramarek, schulpolitische Sprecherin der grünen
Ratsfraktion. Sie bezieht sich auf eine Pressemitteilung, die die
Grünen am Wochenende erhalten haben. Darin künden die jungen
Nationalisten das Verteilen von kostenlosem Obst nur an deutsche Kinder
und Jugendliche vor den Schulen an.
"Die Schulen sollten da
unbedingt ein Auge drauf haben und die Schüler/innen aufklären, damit
sie die Essen-Angebote nicht in Anspruch nehmen. Diese Kumpeltour
könnte von vielen Kindern falsch verstanden werden, so dass sie die
eigentliche menschenverachtende Haltung und Ausländerfeindlichkeit
dahinter nicht erkennen." sagt Kramarek.
www.gruene-hannover.de
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Sonntag, 8. November 2009 |
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Bombenangriff
Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust. Illustrierter Vortrag von Hubert
Brieden
Vor 70 Jahren begann mit dem
Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Wesentlichen Anteil am Erfolg dieses
ersten "Blitzkrieges" hatte die deutsche Luftwaffe, die ihr
Handwerk unter Kriegsbedingungen während des Spanischen Bürgerkrieges
perfektioniert hatte. Auch Bomberbesatzungen des Kampfgeschwaders Boelcke aus
der Region Hannover, von den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen, hatten
als Bestandteil der Legion Condor Luftangriffe gegen republikanische Städte
auf der iberischen Halbinsel geflogen, darunter den auf die baskische
Ortschaft Guernica.
Am 1. September 1939 starteten die Flieger zum Angriff auf Ziele in Polen.
Anders als bis heute vor allem in der regionalen Geschichtsschreibung
behauptet, wurden neben militärischen Zielen auch Wohnviertel bombardiert. Doch
nicht nur das: Am 13. September 1939 flogen deutsche Bombereinheiten einen
Angriff gegen das große jüdische Viertel in Warschau. Die Besatzungen
orientierten sich an Luftbildern, auf denen die jüdischen Wohngebiete
besonders markiert waren. Nach dem Abwurf von rund 7.000 Brandbomben und
eigens präparierten Brandtanks standen ganze Straßenzüge des jüdischen
Viertels in Flammen und waren tagelang nicht zu löschen. Der Luftangriff auf
das jüdische Viertel in Warschau war kein Einzelfall. Und auch das Kampfgeschwader
27 Boelcke war an weiteren solchen Angriffen beteiligt.
Der Historiker Hubert Brieden stellt die aktuellen Forschungen des
Arbeitskreises Regionalgeschichte zu einem bis heute verschwiegenen Kapitel
der deutschen Militärgeschichte dar: der Beteiligung der deutschen Luftwaffe
am Vernichtungskrieg gegen die polnischen Juden.
Faust Café Siesta 18.11.2009
EINLASS: 19:00 Uhr / BEGINN: 20:00 Uhr
EINTRITT: frei
www.faustev.de
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