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Wirtschaft

Mittwoch, 15. Februar 2012

"Das VW-Gesetz hat in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, welche herausragende Bedeutung die Regelungen der erweiterten Mitbestimmung zur Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze bei Volkswagen haben." Das erklärten die Oberbürgermeister und Bürgermeister der VW-Standorte Wolfsburg, Hannover und Baunatal anlässlich eines Treffens mit EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier heute (Mittwoch) in Straßburg.

Die wiederholten Versuche der EU-Kommission zur Abschaffung des VW-Gesetzes seien nicht nur schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung von Volkswagen, sondern auch für die Wahrnehmung Europas in Deutschland, betonten  Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil und der Bürgermeister von Baunatal, Manfred Schaub, bei dem gut einstündigen Gespräch.

Die von der EU-Kommission angekündigte Klage sei der erneute Versuch, die Arbeitnehmerinteressen bei Volkswagen zu schwächen. Dies untergräbt nach Ansicht der drei Kommunalpolitiker auch die Akzeptanz der europäischen Einigung bei den Bürgern: "Wenn die Kapitalverkehrsfreiheit über den Interessen der Beschäftigten steht, wird der europäische Gedanke diskreditiert." Die Einigung Europas werde nur unterstützt, wenn man ihnen die Angst vor Arbeitsplatzverlust und Lohn- und Sozialdumping nehme. Eine erneute Klage gegen das VW-Gesetz werde die Skepsis der deutschen Bevölkerung gegenüber den europäischen Institutionen eher verstärken.

OB Weil: Standortpolitik bei VW nicht internationalen Finanzinvestoren überlassen
"Die Standortpolitik von VW darf nicht von internationalen Finanzinvestoren bestimmt werden. Daher ist der Erhalt des VW-Gesetzes von zentraler Bedeutung, nicht nur für die deutschen Werke", sagte Hannovers Oberbürgermeister Weil.

Das VW-Gesetz und die starke Mitbestimmung waren und sind aus Sicht der Kommunalpolitiker Erfolgsgaranten für den VW-Konzern. Die Erfahrungen der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrisen machten deutlich, dass die starke Mitbestimmung des VW-Gesetzes eher Vorbild auch für andere Unternehmen sein sollte.

Ein erneutes Vorgehen der EU-Kommission gegen das VW-Gesetz sei auch in der Sache falsch: Der Europäische Gerichtshof hat im Oktober 2007 nicht das VW-Gesetz in seiner Gesamtheit, sondern nur einzelne Regelungen für europarechtswidrig erklärt. Betroffen waren als Einzelregelung die besonderen Entsenderechte der Bundesrepublik und des Landes Niedersachsen in den Aufsichtsrat des Volkswagenkonzerns. Darüber hinaus rügten die Richter das Zusammenspiel der Stimmrechtsbeschränkung auf 20 Prozent und des Mehrheitserfordernisses von 80 Prozent plus 1 Aktie bei wichtigen Entscheidungen in der Hauptversammlung.

Die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat in der Neufassung des VW-Gesetzes  diese Punkte berücksichtigt, ohne das gesamte Gesetz in Frage stellen zu müssen. Das Mehrheitserfordernis von mehr als 80 Prozent konnte Bestandteil des VW-Gesetzes bleiben, weil dies nach dem Urteil des EuGH nur in Verbindung mit der Stimmrechtsbeschränkung europarechtswidrig gewesen sei. Damit wurden die Vorgaben des EuGH erfüllt und gleichzeitig wichtige Schutzfunktionen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Volkswagen erhalten.

Mohrs, Weil und Schaub erläuterten dem EU-Kommissar auch die zentrale Bedeutung der wirtschaftlichen Stabilität von Volkswagen für die jeweilige Region. Über die Beschäftigten bei VW hinaus (Wolfsburg 49.000, Hannover 12.500, Baunatal 13.500) ist das jeweils sechs- bis achtfache an Arbeitsplätzen im Umfeld direkt oder indirekt mit VW verbunden. Gerade deshalb müsste in einer Phase, in der in Europa genug Krisenherde zu bearbeiten sind, das Interesse der Europäischen Union groß sein, funktionierende Bereiche zu erhalten. EU-Kommissar Barnier zeigte in dem Gespräch einerseits Verständnis, verwies aber auf die rechtliche Position in der Kommission.
 
"Wir machen uns in Hannover große Sorgen um den Erhalt des VW-Gesetzes, weil VW Nutzfahrzeuge der mit Abstand größte Arbeitgeber in der Landeshauptstadt ist. Es geht nicht nur um die 12.500 Beschäftigten im Werk Hannover-Stöcken selbst, sondern auch um tausende Jobs bei den vielen Zulieferern aus der Region", sagte Weil. "Das Werk von VW Nutzfahrzeuge hängt maßgeblich von der Modellpolitik des Konzerns ab und ist dabei in der Vergangenheit stets sehr gut berücksichtigt worden."


Sonntag, 12. Februar 2012

Hannover hat 440 Hektar Gewerbeflächen in Reserve und damit genügend wirtschaftliches Entwicklungspotential. Die Stadt setzt bei der Flächennutzung konsequent auf wissensintensive Sparten und auf beschäftigungsintensive Firmenansiedlungen. Dies sind die Kernaussagen eines von Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff am Freitag, 10. Februar, im Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten vorgelegten Gewerbeflächenkonzepts für den Zeitraum bis 2020.

Ziel der Leitlinien für die Gewerbeflächenentwicklung ist es, Unternehmen im Stadtgebiet ausreichend Ansiedlungs- und Wachstumschancen zu bieten. Es liegt im besonderen städtischen Interesse, Gewerbebetriebe im Stadtgebiet anzusiedeln bzw. zu halten, da damit unter anderem Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten werden, Gewerbesteuereinnahmen steigen und die Infrastruktur wie der ÖPNV noch besser genutzt werden.

Der Flächennutzungsplan weist im Stadtgebiet 3.100 Hektar gewerblich nutzbare Flächen aus. Davon stehen heute 440 Hektar für eine Bebauung (180 Hektar kurzfristig und 260 Hektar mittelfristig nach Aufstellung entsprechender Bebauungspläne) zur Verfügung. Da in den vergangenen zehn Jahren im Mittel (ohne Logistik) ca. elf Hektar Gewerbefläche benötigt wurden, werden auf Flächennutzungsplan-Ebene in den nächsten Jahren bis auf sehr spezielle Sonderfälle keine neuen Flächen benötigt. Dies gilt auch für Bürostandorte, da es hier noch eine Vielzahl sehr qualifizierter Bauflächen gibt.

Zentrales Ziel ist es, in Hannover für wissens- und beschäftigungsintensive Unternehmen und Einrichtungen und entsprechende Neugründungen und Bestandsentwicklungen genügend Flächenpotential zu sichern. Hierfür stehen im Flächennutzungsplan 18 Hektar zusätzliche Flächen im Bereich der Medizinischen Hochschule für den Bereich Medizin/Life Science, die heute noch als Kleingärten genutzt werden sowie zehn Hektar für technologieorientierte wissenschaftsnahe Unternehmen im Technologie und Wissenschaftspark in Marienwerder zur Verfügung. Außerdem gibt es 5.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche mit Schwerpunkt Kulturwirtschaft auf dem ehemaligen Hanomaggelände und 30.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche mit den Schwerpunkten Design und IT im Bereich der Expo-Plaza. Im Bereich des ehemaligen Hauptgüterbahnhofes stehen acht Hektar für hochschulnahe gewerbliche Nutzungen und für Wohnungsbau zur Verfügung.

Das Gewerbeflächenkonzept behandelt eine Reihe weiterer Sonderthemen:

  • Die Flächenpotentiale in den klassischen Gewerbegebieten sollen dadurch optimiert werden, dass heute minder genutzte Flächen attraktiver gestaltet werden. In einem Modellprojekt im Bereich Lister Damm / Am Listholze soll aufgezeigt werden, wie durch eine Neuordnung des Gewerbegebietes z.B. durch Flächenzusammenlegung und Flächentausch zusätzlich vermarktbare Flächen gewonnen werden können.
  • Wie bisher sollen großflächige Ansiedlungen insbesondere im Logistikbereich entsprechend dem regionalen Flächenkonzept im Umland erschlossen werden. Ausnahme ist die zurzeit in der Diskussion befindliche 20 Hektar große Fläche im Bereich der Expo-Messeparkplätze, eine zehn Hektar große neue Gewerbefläche in Anderten und eventuell die Deurag-Nerag-Fläche in Misburg, wenn dort das Altlastenproblem gelöst werden kann.
  • Da der im Besitz der Stadt befindliche Gewerbeflächenvorrat wegen hoher Nachfrage in den vergangenen Jahren weitgehend erschöpft ist, soll der Ankauf von geeigneten Flächen verstärkt werden. Gezielt sollen - im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel - im Grundsatz jährlich potentielle Gewerbegrundstücke in dem Flächenumfang angekauft werden, wie auch Flächen verkauft werden.
  • Zur Entwicklung des südlichen Teils des Expo-Gewerbeparks soll dort bei entsprechenden Interessenten im Einzelfall geprüft werden, ob zukünftig auch nicht-zentrenrelevanter Handel möglich ist.
  • Damit ansiedlungsinteressierten Unternehmen ausreichend kurzfristig verfügbare Flächen angeboten werden können, sollen in Kürze "auf Vorrat" vier Bebauungspläne geändert und ein Angebots-Bebauungsplan aufgestellt werden.

Freitag, 20. Januar 2012

Zweijahresvertrag über Bezug von Gold Label-zertifiziertem Ökostrom von enercity abgeschlossen

Flughafen fördert den Ausbau erneuerbarer Energien

Der Flughafen Berlin Brandenburg wird bis Ende 2013 rund die Hälfte seines Bedarfs an Strom aus erneuerbaren Energien decken. Die Flughafengesellschaft hat einen Liefervertrag mit enercity aus Hannover unterzeichnet. Im Rahmen einer Ausschreibung konnte sich der ausschließlich in Wasserkraftanlagen erzeugte Strom durchsetzen. Der gelieferte Strom ist mit dem Gold-Standard des „Grünen Strom-Label e.V.“ zertifiziert. Die von Umwelt- und Verbraucherorganisationen getragene Zertifizierungsorganisation überwacht die Herkunft des Stroms und die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Mit dem Bezug des Stroms zahlt der Flughafen für jede Kilowattstunde einen festgesetzten Aufpreis, der dem Ausbau von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse zu Gute kommt. Kooperationspartner von enercity für die Zertifizierung und den Einsatz der Mittel ist die NATURSTROM AG aus Düsseldorf. Neben dem Bezug des zertifizierten Ökostroms sichert der Flughafen die andere Hälfte seiner Energieversorgung mittels einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung: gasbetriebene Blockheizkraftwerke auf dem Flughafengelände liefern gleichzeitig Strom, Wärme und Kälte.

„Mit dem Flughafen Berlin Brandenburg eröffnet der modernste Flughafen Europas. Diesen Anspruch haben wir auch im Hinblick auf Energieeffizienz und Klimaschutz. Da wir im neuen Terminal beispielsweise Erdwärme nutzen, war es nur konsequent, auch beim Zukauf von Strom auf erneuerbare Quellen zu setzen“, so Dr. Manfred A. Körtgen, Geschäftsführer Betrieb/BBI Flughafen Berlin Brandenburg.

„Wir freuen uns, mit enercity und der NATURSTROM AG erfahrene Partner im Bereich des Energievertriebs- und der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen gefunden zu haben, deren Produkt nach dem renommierten Grüner Strom Label Gold zertifiziert ist.“

Der Lieferumfang für das Jahr 2012 wird 71,9 Gigawattstunden betragen. Dies entspricht etwa dem Verbrauch einer Kleinstadt von 35.000 Einwohnern. Gegenüber der Strombelieferung mit dem bundesdeutschen Strommix werden rund 36.500 Tonnen Kohlendioxid und rund 50 Kilogramm Nuklearabfälle eingespart. „Wir freuen uns sehr, einen so bedeutenden Ökostromkunden in dieser Zukunftsbranche gewonnen zu haben. Der Flughafen Berlin Brandenburg setzt damit ein deutliches Zeichen für den nachhaltigen Umgang mit Energie“, sagte der Vorstandsvorsitzende von enercity, Michael G. Feist, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

„Auf eine gute Verkehrsinfrastruktur kann und will unsere Gesellschaft nicht verzichten. Insofern ist es vorbildlich, wenn der neue Flughafen ein besonderes Augenmerk auf Umweltschutz legt und sich nun auch für ein anspruchsvolles Ökostromprodukt entschieden hat“, so Dr. Thomas Banning, Vorstand der NATURSTROM AG. „Wir haben erst im letzten Jahr ein Büro in Berlin eröffnet, insofern ist es großartig, einen solch herausragenden Schritt zusammen mit enercity und der Flughafengesellschaft realisieren zu können.“

Hintergrund:

enercity verfügt über die langjährige Erfahrung eines etablierten Energieversorgungsunternehmens. Zur Versorgung des Flughafens Berlin Brandenburg mit Ökostrom kooperiert enercity mit der NATURSTROM AG, die sich auf die Errichtung regenerativer Energieerzeugungsanlagen spezialisiert hat. Die Unternehmen kooperieren bereits seit der Expo 2000 miteinander.

Der Flughafen Berlin Brandenburg am südlichen Stadtrand von Berlin ist das wichtigste Infrastruktur-Projekt im östlichen Teil Deutschlands. Der neue Flughafen verfügt über zwei parallel verlaufende Start- und Landebahnen und ein U-förmiges Abfertigungsgebäude mit insgesamt 25 Fluggastbrücken. Am 3. Juni 2012 geht der neue Flughafen mit einer Startkapazität von bis zu 27 Millionen Passagieren in Betrieb. Je nach Passagierentwicklung kann der Flughafen für bis zu 45 Millionen Passagiere ausgebaut werden. Derzeit sind etwa 5.500 Bauarbeiter mit der Fertigstellung des Flughafens beschäftigt. Mit der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg wird der gesamte Luftverkehr der Hauptstadtregion im Südosten Berlins konzentriert. Der Flughafen mit dem internationalen Code BER ersetzt die bisherigen Flughäfen Tegel und Schönefeld. Die Schließung des Flughafens Tegel erfolgt mit der Eröffnung des BER.

Mit der Konzentration des Luftverkehrs auf nur einen Standort bietet der BER sowohl beim Energieverbrauch als auch bei der Lärmbelastung eine positive Ökobilanz gegenüber dem zersplitterten Flughafensystem. Darüber hinaus setzt der Flughafen Berlin Brandenburg auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Neben der Versorgung mit Strom aus regenerativen Quellen wird für die Terminalbeheizung und -kühlung Erdwärme eingesetzt. Auch das neue Rechenzentrum des BER wurde bereits für seine hohe Energieeffizienz ausgezeichnet.


Freitag, 23. Dezember 2011

Zu dem Bauleitplanverfahren für ein Logistikzentrum nahe des hannoverschen Messegeländes hat Oberbürgermeister Stephan Weil heute (Donnerstag) den Verwaltungsausschuss über Änderungen beim Terminplan unterrichtet. Bisher war vorgesehen, schon sehr kurzfristig mit dem Bau des Logistikzentrums zu beginnen, damit der Betreiber dies für das Weihnachtsgeschäft 2012 in Betrieb nehmen kann. Im Einvernehmen mit dem Unternehmen wird der Terminplan jetzt geändert, da inzwischen eine Inbetriebnahme des Projektes erst im Jahr 2013 ausreichend ist. 

Voraussetzung für eine Entscheidung des Betreibers für den Standort Hannover ist, dass hierfür ein Baurecht besteht. Das Unternehmen wird auch dann erst seine endgültige Entscheidung fällen. Vorbereitende Maßnahmen für den Bau des Logistikzentrums werden ebenfalls erst nach Erteilung des Baurechtes eingeleitet.

Die Stadtverwaltung hat die Verfahren zur Änderungen im Flächennutzungsplan sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes bereits eingeleitet. Die entsprechenden Unterlagen, die im Internet unter www.stadtplanung-beteiligung.de einsehbar sind, lagen bereits im Rahmen des vorgeschriebenen Beteiligungsverfahrens aus.

Unabhängig vom geänderten Zeitplan des Unternehmens sind sechs Fachgutachten im Auftrag der Stadt erstellt worden. Sie betreffen die Bereiche Verkehrsbelastung, Luft, Lärm, Regenwasserbeseitigung/Grundwasser, Naturschutz und Altlasten. Die Verwaltung wird am 16. Januar 2012 den Ratsgremien sowie der Öffentlichkeit in einer Bürgerveranstaltung den Inhalt der Gutachten vorstellen und über den weiteren Fortgang des Verfahrens unterrichten.

Zum Hintergrund: Ein internationales Versandhandelsunternehmen sucht einen Standort für ein neues Logistikzentrum in Norddeutschland. In einer Halle mit einer Lagerfläche von rund 110.000 Quadratmetern sollen mindestens 1.000 Dauer- und bis zu 1.500 Saisonarbeitsplätze entstehen. Als möglicher Ort dafür kommt in Hannover eine etwa 30 Hektar Große Fläche zwischen Weltausstellungsallee, Emmy-Noether-Allee und Stockholmer Allee infrage, die bislang vorwiegend als Messeparkplatz genutzt wird. Entsprechend einer Vereinbarung mit dem Unternehmen wird der Name auf dessen Wunsch bis auf Weiteres nicht genannt.

Im Internet hat die Stadtverwaltung ein Diskussionsforum eingerichtet unter: www.hannover.de/logistikzentrum.


Samstag, 17. Dezember 2011

In der Sitzung des Kulturausschusses heute (16. Dezember) wurde unter anderem ein Überblick über das Projekt Museum im Schloss Herrenhausen gegeben.

Dabei wurden auch die Eckpunkte der Finanzierung des geplanten Museums im Schloss und die Gesamtkosten für die Fertigstellung der Räume, ihre Herrichtung als Museum und für die Gestaltung der Ausstellung erläutert.

Nach Vorliegen der derzeitigen Kostenpläne und unter Einbeziehung und Prüfung aller notwendigen Maßnahmen werden insgesamt bis zu rund 3,7 Millionen Euro benötigt. Hinzu kommen 1,25 Millionen Euro für den Bau des unterirdischen Verbindungsganges. Diese Summe ist bereits komplett durch die Förderung vom Verband der Metallindustriellen Niedersachsens e.V. gedeckt.

Die reinen Baukosten für Ost- und Westflügel betragen wie bekannt etwa 1,9 Millionen Euro. Etwa 1,2 Millionen Euro werden für die Gestaltung aller drei Museumsflügel und die Vermittlung der Start-Ausstellung 2013 veranschlagt.

Für die geplante Dauerausstellung, die erst nach der Landesausstellung im Herbst 2014 eingerichtet werden kann, werden weitere rund 600.000 Euro benötigt.

Derzeit sind knapp 2,5 Millionen Euro Investitionsmittel vorhanden - darunter 1 Million Euro vom Land Niedersachsen und rund 200.000 Euro von der Sparkassengruppe. Weitere 600.000 Euro sind als Spende für 2012 avisiert, so dass derzeit noch ein Restfinanzierungsbedarf von 600.000 Euro besteht. Diese Summe entspricht der für den Endausbau der Dauerausstellung benötigten Mittel. Sie ist abgedeckt über eine Option, die der Erbbaurechts- und Mietvertrag in Form eines Investitionsmietzuschlages vorsieht. Der dafür anfallende Mietzuschlag für die Museumsräume beläuft sich auf 30.000 Euro jährlich und ist bereits in der Gesamtaufwendungssumme einkalkuliert. Nach Inbetriebnahme des Museums sollen weiter intensiv Sponsorenmittel eingeworben werden. Aufgrund der breiten Unterstützung und des großen Interesses, dass das Schlossprojekt erfährt, ist die Landeshauptstadt zuversichtlich, weitere Unterstützer hierfür zu finden.

Eckpunkte zu Aufwendungen und Erträgen

Für das Museums im Schloss Herrenhausen werden folgende Öffnungszeiten vorgeschlagen: Während der Sommersaison (April bis Oktober) soll das Museum an sieben Tagen sieben Stunden von 11 bis 18 Uhr, geöffnet sein.

In der Wintersaison soll an vier Öffnungstagen (Donnerstag bis Sonntag) jeweils fünf Stunden von 11 bis 16 Uhr geöffnet sein.

Nach aktuellen Berechnungen der Nebenkosten, Gebäudereinigung, sonstigen Sach- und Personalkosten ergeben sich notwendige Aufwendungen für das Museum in Höhe von rund 668.000 Euro. Diese Aufwendungen können durch Erträge, überwiegend Eintrittsgeldeinnahmen, gedeckt werden. Die Einnahmen werden auf 675.000 Euro kalkuliert.

Der Prognose der Einnahmen liegt die Einführung einer Gesamtkarte für das Ensemble Herrenhausen zugrunde. Basis bildet die für 2010 ermittelte Anzahl der zahlenden BesucherInnen des Großen Gartens.

Gesamtkarte Herrenhausen - ein Preis für drei Orte

Mit der Gesamtkarte Herrenhausen wird den BesucherInnen das durch das Schloss ab 2013 komplettierte neue Gesamtensemble Herrenhausen mit Großem Garten, Berggarten und Museum zu einem moderaten Preis von acht Euro angeboten.

Bislang waren Einzeltickets für das Museum kalkuliert worden. Der jetzt unterbreitete Vorschlag, eine Gesamtkarte einzuführen, knüpft an das existierende Eintrittsgefüge mit einer Kombikarte für den Großen Garten und den Berggarten an. Die Gesamtkarte ermöglicht zu einem im nationalen Vergleich angemessenen Preis drei kultur- und gartenhistorisch herausragende Orte innerhalb einer Saison zu besuchen. Der Vorschlag ist Ergebnis eines sorgfältigen Abwägungsprozesses und berücksichtigt die Gesamtattraktivität Herrenhausens.

Für die BesucherInnen, die die Herrenhäuser Gärten mehrmals und regelmäßig besuchen möchten, wird es weiterhin eine Jahreskarte zum unveränderten Preis von 25 Euro geben. Ihnen wird ermöglicht, zu einem günstigen Entgelt in Höhe von 3,50 Euro auch das Museum zu besuchen.

Kulturdezernentin Marlis Drevermann erklärte: "Wir unterbreiten mit der Gesamtkarte ein Angebot, dass die Geschichte und Dokumentation Herrenhausens auf hohem Niveau mit dem Genuss des Gartens verbindet und das zu einem moderaten Preis. Dieser entspricht vergleichbaren Angeboten wie zum Beispiel Charlottenburg, Nymphenburg und Schloss Ludwigsburg."


Samstag, 17. Dezember 2011

Hohes Milliarden-Vermögen - Im Bundesvergleich starke Eigenkapitalausstattung

Die Landeshauptstadt Hannover hat erstmals Bilanz gezogen. Im Zuge der Einführung des neuen kaufmännischen Rechnungswesens ist die gesamte vielfältige Vermögensmasse bewertet worden. Das Ergebnis zeigt, dass Hannover eine vermögende Stadt ist und über eine Eigenkapitalausstattung verfügt, die sich im Bundesvergleich der Großstädte in der Spitzengruppe bewegt. Oberbürgermeister Stephan Weil und Finanzdezernent Dr. Marc Hansmann sehen mit der am Freitag (16. Dezember) vorgestellten Eröffnungsbilanz den bisherigen Kurs der Stadtpolitik bestätigt.

"Hannover ist sehr vermögend und alles andere als überschuldet", fassen OB und Stadtkämmerer die Bilanz zusammen. Das gesamte Sachvermögen und Finanzvermögen beträgt mehr als zehn Milliarden Euro und übersteigt die Verbindlichkeiten deutlich. Das Eigenkapital beläuft sich auf gut sieben Milliarden Euro. Damit liegt Hannover bundesweit in der Spitzengruppe. Die Eigenkapitalquote beträgt gut 70 Prozent.

"Dies ist das Ergebnis einer verantwortungsbewussten Finanzpolitik, die zum Teil in Jahrhunderten gewachsenes Vermögen gepflegt und vermehrt hat. Die mit einem hohen Arbeitsaufwand erstmalig aufgestellte Bilanz dokumentiert die sehr gut ausgebaute Infrastruktur Hannovers", betont Oberbürgermeister Weil. "Das bedeutet allerdings nicht, dass wir es uns bequem machen können und nicht weiter sparen müssen."

Für die Eröffnungsbilanz sind alle städtischen Grundstücke, Grünflächen, Gewässer, Straßen, Gebäude, Einrichtungen, Kunstgegenstände, Unternehmensbeteiligungen, Fahrzeuge etc. detailliert aufgelistet und finanziell bewertet worden. Allein 40 Prozent der Stadtfläche Hannover sind Eigentum der Landeshauptstadt.

"Niemand will allerdings den Maschsee verkaufen oder die Eilenriede und die Herrenhäuser Gärten in Bauland umwandeln", erläutert Stadtkämmerer Dr. Hansmann. Dass ein Großteil des Vermögens nicht zur kurzfristigen Deckung der Schulden zur Verfügung steht, ist dem Kämmerer zufolge nicht problematisch. "Unsere hohe Eigenkapitalausstattung ist sehr erfreulich. Entscheidend für die Zukunft wird sein, Eigenkapital und Vermögen zu erhalten und möglichst nicht von der Substanz zu leben", betont der Kämmerer. Die gute Vermögenssituation verschaffe Hannover auch eine vergleichsweise gute Position auf dem Finanzmarkt.

pdf Präsentation der Eröffnungsbilanz


Dienstag, 22. November 2011

Mit ihrer Initiative "Netzwerk grenzenlos" will Gründerinnen-Consult Hannover, Migrantinnen bei der Existenzgründung unterstützen, denn die wirtschaftliche Bedeutung und die öffentliche Wahrnehmung von Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund sind gegenwärtig noch gering.

Um das zu ändern, laden die Landeshauptstadt Hannover und Gründerinnen-Consult Hannover gründungsinteressierte Frauen, Unternehmerinnen und Unternehmer am 30. November 2011 ins Neue Rathaus Hannover zu einem kostenlosen Informationsabend zum Thema Existenzgründung und Unternehmenssicherung ein.

"Als regionales Forum fördern wir die vielfältigen Kompetenzen und das besonderes Potenzial, das Migrantinnen mitbringen. Wir möchten zeigen, wie die beruflichen Erfahrungen aus dem Heimatland beim Weg in die Selbstständigkeit genutzt werden können", sagt Necla Hasoglu, Bera-terin bei Gründerinnen-Consult Hannover.

Neben Impulsvorträgen zu Unterstützungsmöglichkeiten bietet das Forum an diesem Abend ein spannendes Interview mit Filiz Koc, Sky-Moderatorin und Unternehmerin, die neben ihren Tätigkeiten für Film und Fernsehen auch einen Wasch-Service für Autos und Motorräder in Garbsen betreibt. Außerdem wird der eigens für das Netzwerk produzierte Film "Erfolg ohne Grenzen - Unternehmerinnen und ihre Wege in die Selbstständigkeit" gezeigt. Einzelfragen zur Existenzgründung, zu Steuern, Recht, Finanzierung und interkulturellem Marketing können mit Experten und Expertinnen erläutert werden.

Das Forum "Netzwerk grenzenlos" wird am 30. November 2011 von 17:30 bis 20:30 Uhr im Neuen Rathaus Hannover (Mosaiksaal), Trammplatz 2, 30159 Hannover stattfinden. Alle weiteren Informationen und das ausführliche Programm gibt es unter www.gruenderinnenconsult.de.

Anmeldungen sind unter der Telefonnummer (0511) 92400-120 oder  info@gruenderinnenconsult.de möglich.


Mittwoch, 16. November 2011
Sky Moderatorin Filiz Koc (Bild: Sky)

Sky Moderatorin Filiz Koc (Bild: Sky)

Am 30. November 2011 zu Gast im Neuen Rathaus Hannover: Filiz Koc, Sky-Moderatorin und Unternehmerin

Hannover, 16. November 2011 – „Netzwerk grenzenlos" ist eine Initiative von Gründerinnen-Consult Hannover mit dem Ziel, Migrantinnen bei der Existenzgründung zu unterstützen, denn die wirtschaftliche Bedeutung und die öffentliche Wahrnehmung von Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund sind gegenwärtig noch gering. Um das zu ändern, laden die Landeshauptstadt Hannover und Gründerinnen-Consult Hannover gründungsinteressierte Frauen, Unternehmerinnen und Unternehmer am 30. November 2011 ins Neue Rathaus Hannover zu einem kostenlosen Informationsabend zum Thema Existenzgründung und Unternehmenssicherung ein. „Als regionales Forum fördern wir die vielfältigen Kompetenzen und das besonderes Potenzial, das Migrantinnen mitbringen. Wir möchten zeigen, wie die beruflichen Erfahrungen aus dem Heimatland beim Weg in die Selbstständigkeit genutzt werden können“, sagt Necla Hasoglu, Beraterin bei Gründerinnen-Consult Hannover.

Neben Impulsvorträgen zu Unterstützungsmöglichkeiten bietet das Forum an diesem Abend ein spannendes Interview mit Filiz Koc, Sky-Moderatorin und Unternehmerin, die neben ihren Tätigkeiten für Film und Fernsehen auch einen Wasch-Service für Autos und Motorräder in Garbsen betreibt. Außerdem wird der eigens für das Netzwerk produzierte Film "Erfolg ohne Grenzen - Unternehmerinnen und ihre Wege in die Selbstständigkeit" gezeigt. Einzelfragen zur Existenzgründung, zu Steuern, Recht, Finanzierung und interkulturellem Marketing können mit Experten und Expertinnen erläutert werden.

Das Forum „Netzwerk grenzenlos“ findet am 30. November 2011 von 17.30-20.30 Uhr im Neuen Rathaus Hannover (Mosaiksaal), Trammplatz 2, 30159 Hannover statt.

Alle weiteren Informationen und das ausführliche Programm finden Sie unter www.gruenderinnenconsult.de. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer (0511) 92400-120 oder info@gruenderinnenconsult.de möglich.

 

 


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Hannover Impuls

  • Halle 96 - Zentrum für Kreative: Jetzt Besichtigungstermin vereinbaren Ab April geht's los: Die Halle 96 bietet Büro- und Arbeitsflächen für Kreative Unternehmen und Ideen.auf dem historischen Hanomag-Gelände  Angeboten werden zudem die klassischen Leistungen eines Gründungszentrums wie gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur etc. Die ersten Besichtigungstermine stehen bereits fest: hannoverimpuls lädt alle Interessierten sehr herzlich zur "offenen Tür" ein. Erleben Sie das Musterbüro bei einer ungezwungenen Besichtigung – und genießen Sie Ihr (vielleicht) neues Büro bei Kaffee und Kuchen. Wann? Am 29.02.2012 & 01.03.2012 in der Zeit von 15.00 Uhr bis...
  • Termininfo: German Venture Days 08.03.12, 13:00 - 08.03.12, 19:00, Fraunhofer-inHaus-Zentrum, Forsthausweg 1, 47057 Duisburg
  • Termininfo: India Days Hannover Germany+India: Infinte Opportunities08.05.12 - 12.05.12, Diverse
  • Intelligente Förderung für schlaues Produkt Fünf innovative Unternehmen aus der Region Hannover freuen sich über 280.000 Euro Zuschuss zu geplanten Investitionen und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Der Müller-electronic GmbH aus Wennigsen öffnet sich durch die Förderung aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)“ die Tür zu völlig neuen Märkten.
  • 1.000 gute Geschäftsideen für Hannover - Noch zwei Wochen Chancen auf 80.000 Euro Preisgeld bei StartUp-Impuls Hannover steht Kopf für gute Geschäftsideen: Die Yogawerkstatt Hannover hat das 1.000. Geschäftskonzept beim Gründungswettbewerb „StartUp-Impuls“ von hannoverimpuls und Sparkasse Hannover angemeldet. Jungunternehmerin Simone Kuhrt zählt auf die Unterstützung durch die Gründungsexperten und geht ins Rennen um Preisgelder in Höhe von 80.000 Euro. Noch bis zum 2. Januar 2012 können sich alle bei hannoverimpuls bewerben, die mit ihrer Gründungsidee den Markt erobern wollen.