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Kinder & Jugend

Mittwoch, 23. November 2011

Allen SchulabgängerInnen in Hannover den Zugang zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu ermöglichen, ist das Ziel des von der Stadt vorgelegten Konzeptes "Übergangsmanagement Schule/Beruf in Hannover", das im Oktober des vergangenen Jahres von der Politik beschlossen wurde. Die Umsetzung des Konzeptes wird begleitet von einer Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz von Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann. Mitglieder sind: Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK), Bundesagentur für Arbeit, Landesschulbehörde, Region Hannover, DGB, SchulformsprecherInnen, berufsbildende Schulen, Verbände und freie Träger der Jugendberufshilfe und schulergänzende Sozialarbeit. Heute (23. November) hat die Dezernentin gemeinsam mit VertreterInnen der Steuerungsgruppe den Sachstand zur Umsetzung vorgestellt.

"Wir wollen in Kooperation mit den Schulen erreichen, dass für die SchülerInnen der Start in die Berufswelt verbessert wird und ihre individuellen Kompetenzen für den Übergang von der Schule in den Beruf gestärkt werden", so Drevermann. 
Drei ProjektbegleiterInnen haben gemeinsam mit den SchulformsprecherInnen das Verfahren zur Umsetzung des Konzeptes abgestimmt. Für alle 54 allgemeinbildenden weiterführenden Schulen soll ein passgenaues, bedarfsgerechtes Handlungskonzept erarbeitet werden. Das Konzept stellt den aktuellen Stand dar, analysiert diesen, ermittelt den Handlungsbedarf und legt die sich daraus ergebenden Handlungsfelder fest.

Die Handlungskonzepte sind ein Mittel, um zu erkennen, wo für SchülerInnen einer Schule Hindernisse bestehen - ob individuell oder grundsätzlich, die ihrer Ausbildungsreife oder ihrer Integration in die Berufswelt im Wege stehen und zeigen Lösungen auf. Von Januar bis Oktober 2011 wurden bereits mit 20 Schulen Handlungskonzepte erstellt.

Zur Bestandsaufnahme haben zunächst alle Schulen einen umfangreichen Fragebogen zum Thema Berufsorientierung erhalten. "Hier lag der Rücklauf bei erfreulichen 85 Prozent, so dass eine aussagefähige Bewertung möglich war", so Drevermann.

Es gab mehrere grundsätzliche Fragestellungen: Dokumentation der Berufsorientierung, Elternbeteiligung, Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen und Vernetzung mit Einrichtungen im Stadtteil. Bei der Dokumentation der Berufsorientierung, die für alle Schulformen außer dem Gymnasium verbindlich ist, liegt die Quote bei 85 Prozent, davon nutzen 41 Prozent der Schulen den Berufswahlpass. Bei der Elternbeteiligung liegen Realschulen und Integrierte Gesamtschulen über dem Durchschnitt. 22 Prozent der Schulen arbeiten mit Migrantenorganisationen zusammen, am intensivsten ist diese Zusammenarbeit an den Realschulen. Die Vernetzung mit Einrichtungen im Stadtteil ist an den Förderschulen am stärksten.

Für die Bedarfsermittlung und -analyse wurden die Schulen gebeten, Problemfelder und Bedarfe zu nennen. Die Antworten waren vielfältig, wiederholt genannt wurden:

  • die Verbesserung der Schlüsselkompetenzen der SchülerInnen,
  • eine Ausweitung der Einzelfallhilfe,
  • Maßnahmen für Gruppen mit besonderem Bedarf unter Gender-Gesichtspunkten, zum Beispiel ein Kommunikationstraining ausschließlich für männliche Schüler,
  • familienbezogene Unterstützung mit einer stärkeren Einbindung der Eltern,
  • intensivere Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen,
  • nachhaltige Patenschaften mit Betrieben und adäquate Praktikumsplätze,
  • regelmäßige Austauschrunden aller mit Berufsorientierung befassten Personen mit Workshops zu aktuellen Themen und
  • Unterstützung der Schulen bei ihrer Forderung nach einfacheren Antragsverfahren.

In den Handlungsfeldern unterstützen die ProjekbegleiterInnen die Schulen auf Grundlage der ermittelten Bedarfe bei der Auswahl von Angeboten. Um einen Überblick über die Maßnahmen zu erhalten, wurde ein Katalog initiiert, der bereits die städtischen Projekte enthält und um die Maßnahmen für Schulen aller bekannten Bildungsakteure laufend erweitert wird, darunter auch Landesprogramme.

Beispiele für Handlungsfelder sind ein Kommunikationstraining für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die Vermittlung von Kontakten zu IHK und HWK, die Entwicklung von individuellen Angeboten zur Berufsorientierung mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit, Hilfe bei der Einführung des Berufswahlpasses zur Dokumentation der Berufsorientierung sowie die Unterstützung bei der Entwicklung von Kooperationsmodellen mit den berufsbildenden Schulen. Wenn eine Maßnahme beendet ist, wird sie zwischen Projektbegleitung und Schule hinsichtlich ihrer Wirksamkeit ausgewertet.

Neben der Bearbeitung der individuellen Bedarfe der einzelnen Schulen sollen auch grundsätzliche Themen aufgegriffen werden.

Eine umfassende Auswertung aller Handlungskonzepte soll zum Schuljahr 2013/2014 erfolgen. Die Ergebnisse werden dann den Ratsgremien vorgestellt. Eine Begleitung durch die Leibniz Universität Hannover wird zurzeit geprüft.


Mittwoch, 23. November 2011

"Familien leben in Hannover" umschreibt das umfassende Paket der Rahmenbedingungen, die mit dazubetragen, dass sich immer mehr Menschen in Hannover für Kinder entscheiden - und mit ihnen in der Stadt leben wollen.

Um diese Bedingungen mit Hilfe begründeter Entscheidungen durch Politik und Verwaltung weiter zu verbessern, startet Hannover jetzt eine in den kommenden Jahren weiter zu entwickelnde dialogorientierte Familienpolitik. Erster von drei Bausteinen der dafür grundlegenden  Berichterstattung ist eine umfangreiche Datensammlung: das "Familienmonitoring". Eine Familienstrukturanalyse und eine Repräsentativbefragung werden in den kommenden beiden Jahren folgen. Ein qualifizierend bewertender Austausch in Familienkonferenzen und Familienforen soll sich anschließen.

"Wir wollen wissen, wie Familien in ihrer Vielfalt eigentlich genau aussehen, was ihre Lebensumstände sind, was sie von der Stadt insgesamt und ihrem Lebensumfeld im Stadtteil erwarten. Das soll im Dialog mit ihnen, den Experten, in Zukunft erfahren werden - ausgehend von der Basis 'harter' statistischer Fakten", erläuterte Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (23. November).
"Mit dem 'Familienmonitoring' nehmen wir erstmals das Phänomen Familie mit Hilfe statistischer Methoden und Daten umfassend und kleinräumig in den Blick. Entstanden ist ein Bild gesamthannoverscher Eigenheiten mit stadtteilspezifischen Ausprägungen, mit dem wir zu weiteren Fragestellungen in konstruktivem Fachdiskurs in Gremien und mit den Familien anregen wollen", umschreibt Walter das Ziel des Monitorings.


Aufbau und Ergebnisse des Familienmonitorings

Das Familienmonitoring betrachtet in zwölf Kapiteln die Lebenslagen hannoverscher Familien. Die zeitliche Entwicklung von Familienbiografien wird ebenso berücksichtigt wie die Situation in den Stadtteilen.

Das Familienmonitoring hat einen umfassenden Berichtscharakter. Die verwendeten Indikatoren können dazu dienen, künftig in regelmäßigem Turnus die Lebenslagen von Familien systematisch und kleinräumig zu beobachten (Monitoring).

Begriff "Familie"

Unter Familie wird eine Gemeinschaft verstanden, in der mehrere Generationen füreinander Verantwortung tragen, auch wenn sie nicht gemeinsam unter einem Dach leben. Da sich dieser Familienbegriff statistisch nicht abbilden lässt, beschränkt sich die Analyse auf Haushalte, in denen Kinder gemeinsam mit Eltern oder einer weiteren Generation zusammen leben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ehepaare mit Kindern, nichteheliche Lebensgemeinschaften, allein Erziehende, Patchwork-, oder Regenbogenfamilien handelt. Maßgeblich ist, dass ein Kind im Haushalt wohnt.

In rund 48.000 Familienhaushalten in Hannover leben Minderjährige mit ihren Eltern. Familie endet aber nicht mit der Volljährigkeit der Kinder und in vielen Fällen leben erwachsene Kinder während der Ausbildung noch bei den Eltern. In Hannover ist das in 12.000 Familien der Fall. Der Anteil der Familien nach diesem erweiterten statistischen Familienbegriff beträgt 21,2 Prozent.

Herkommen

Erstmals konnten die Haushaltsdaten nach dem nationalen Hintergrund der Familien ausgewertet werden: Mehr als 40 Prozent haben einen Migrationshintergrund.

Lebensformen

Die weitaus meisten Familien (68 Prozent) leben auch heute noch in der traditionellen Form als Ehepaare mit Kind oder Kindern zusammen. Andererseits hat ein Drittel der Familien eine andere Lebensform gewählt - allein erziehend, nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft.

Phase der Elternschaft

Auch in Hannover ist eine Entwicklung hin zu später Elternschaft zu beobachten. Bei etwa einem Viertel der Geburten war die Mutter bereits 35 Jahre oder älter. Das bedeutet, dass sich die Phase der potentiellen Elternschaft mittlerweile sehr geweitet hat: "Junge" Mütter können sowohl unter 20 Jahre als auch um die 40 Jahre alt sein.

Anzahl der Kinder

Über die Hälfte der Familien sind Einkind-Familien. Das bedeutet aber nicht, dass ein Großteil der Kinder als Einzelkinder aufwächst. Nur 35 Prozent der Kinder leben ohne weitere Geschwister, 65 Prozent wachsen mit mindestens einem weiteren Kind in einem Haushalt auf.

Die durchschnittliche Kinderzahl hannoverscher Familien liegt bei 1,6 je Familie, wobei die Anzahl der Kinder in Abhängigkeit vom Familientyp variiert. Die Spanne reicht von durchschnittlich 1,3 Kindern bei allein erziehenden Vätern bis zu 1,7 Kindern in Familien mit Migrationshintergrund. Mi-grantInnen der zweiten Generation gleichen sich dem generativen Muster von Frauen ohne Migrationshintergrund an.

Elterngeld

Knapp ein Viertel der 6.200 bewilligten Anträge auf Elterngeld wurden im Jahr 2010 von Vätern gestellt. Drei Viertel der Väter nutzen nur genau die zwei Partnermonate, deren Anspruch ansonsten verfällt.

Kinderbetreuung

Verlässliche Kinderbetreuung ist für Familien eine der wichtigsten Rahmenbedingungen, wenn es um die Vereinbarkeit von Kind und Erwerbstätigkeit, frühkindliche Bildung oder auch um Entlastung im Familienalltag geht. Hannover wurde daher das Angebot der Kleinkindbetreuung im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Die Betreuungsquote stieg - trotz anwachsender Kinderzahlen von 13,1 Prozent im Jahr 2000 auf 28,7 Prozent im Jahr 2010 (das entspricht 42,8 Prozent der Kinder im rechtsanspruchsrelevanten Alter). Gleichzeitig wurde das Angebot an Ganztagsbetreuungsplätzen im Kindergarten auf 84 Prozent erhöht.

"Sandwich-Familien"

Ein besonderes Augenmerk legt das Monitoring auf Familien der mittleren Generation, die Kinder, Pflege und Beruf zu vereinbaren hat. In Anlehnung an gesamtdeutsche Zahlen wird geschätzt, dass drei bis maximal sechs Prozent der hannoverschen Familien dreifach belastete "Sandwich-Familien" mit sehr hoher zeitlicher, körperlicher und emotionaler Belastung sind.

Armutsrisiko

Von Armut betroffen ist rund ein Viertel der Familien, allein Erziehende doppelt so häufig wie andere. Das Armutsrisiko erhöht sich mit Anzahl der Kinder. Bei über einem Drittel der Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II ("Hartz IV") beziehen, zählen die Erwachsenen zu den so genannten "working-poor", das heißt, ihr Erwerbseineinkommen liegt unterhalb des Existenzminimums. Hannover bewegt sich mit dieser Quote im Bundesdurchschnitt.


Kleinräumige Betrachtung - Situation in den Stadtteilen

Armutsquote von Familien

Ende Dezember 2008 reichte die Spanne von 1,6 Prozent (Isernhagen-Süd) bis 55,7 Prozent (Mühlenberg). Überdurchschnittlich von Armut betroffen (38 Prozent und mehr) sind Familien in Vahrenheide, Sahlkamp, Hainholz und sowie Linden-Süd und Bornum. In den Stadtteilen Lahe, Isernhagen-Süd, Waldhausen, Waldheim, Zoo und Seelhorst spielt der Armutsanteil unter Familien eine geringe Rolle (unter sechs Prozent).

Anzahl von Familien und Kindern

In den einwohnerstärksten Stadtteilen (List, Südstadt) leben absolut die meisten Familien, überdurchschnittlich viele in Stadtteilen mit hohem Anteil an Neubaugebieten (z. B. Seelhorst, Bemerode, Lahe), und in Stadtteilen mit besonderem sozialem Handlungsbedarf (Mühlenberg, Sahlkamp).
Die Wohnorte allein Erziehender konzentrieren sich in Stadtteilen mit eher preisgünstigen Wohnungen im Altbaubestand.

Die absolut meisten der 4.700 Säuglinge, die Anfang 2011 in Hannover lebten, wurden in die einwohnerstarken, familienreichen und innenstadtnahen Stadtteile "hineingeboren". In den Stadtteilen Mühlenberg, Bornum und Waldhausen gibt es überdurchschnittlich viele Säuglinge (sechs Prozent und mehr), in Mitte, Nordstadt, Heideviertel und Döhren sind Babys mit einem Anteil von unter 3,5 Prozent seltener zu finden.

In Stadtteilen, in denen ein hoher Anteil an Familien mit drei und mehr Kindern lebt, werden zwei prinzipiell unterschiedliche Sozialstrukturen sichtbar: Großfamilien mit drei und mehr Kindern leben sowohl in gut situierten Stadtteilen wie Waldhausen oder Lahe, als auch in sozial prekären Quartieren innerhalb von Stadtteilen wie dem Mühlenberg, Hainholz oder Sahlkamp.

Wohnen im Familienverbund mit bereits erwachsenen Kindern (bis 26 Jahre) ist sowohl eine Platz- als auch eine Kostenfrage. Einerseits sind es die Stadtteile mit hohen Ein- und Zweifamilienhausanteilen in Stadtrandlage (wie Wettbergen, Davenstedt, Wülferode oder Lahe), die ein räumlich entspanntes familiäres Zusammenwohnen mit erwachsenen Kindern ermöglichen. Andererseits finden sich auch in Mittelfeld, Sahlkamp und Mühlenberg überdurchschnittlich viele Familien mit jungen Erwachsenen. Hier ziehen trotz relativ engen räumlichen Verhältnissen junge Erwachsene aus finanziellen Gründen später aus.


Kontakt

Ansprechpartnerinnen für das Familienmonitoring sind in der Koordinationsstelle Sozialplanung des Jugend- und Sozialdezernates Dr. Silke Mardorf, Telefon 168-46966 und Elke Sauermann, Telefon 168-46459.

Die Gesamtversion des Familienmonitorings 2011 steht als pdf im Internet zur Verfügung unter www.hannover.de  Stichwort "Familienmonitoring 2011".

Dienstag, 22. November 2011

Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes hat der Bund Sondermittel für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Sie werden über das Land Niedersachsenn und die Region Hannover an die Landeshauptstadt Hannover weitergeleitet. Entsprechend der Schülerzahlen erhält Hannover 5,4 Millionen EURO. Die Mittel sind bis 2013 befristet.

Die konkrete Umsetzung der Schulsozialarbeit ist Aufgabe der Kommunen. Deshalb legt die Verwaltung jetzt den Ratsgremien ein Programm zur Entscheidung vor. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Angeboten an Bildung und außerschulischer Teilhabe zu erschließen. 

"Bildung und Teilhabe insbesondere für junge Menschen aus ökonomisch benachteiligten Familien zu ermöglichen, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft und Teil qualitativer Stadtentwicklung", unterstrich Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (22. November) den Anspruch des Programms.

Mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln kann an 35 Schulen im Stadtgebiet Schulsozialarbeit eingerichtet werden.

Angesetzt wird dort, wo SchülerInnen der Zugang zu Bildung besonders erschwert ist. Dementsprechend erhalten ab dem Schuljahr 2012/2013 18 Grundschulen, sieben Förderschulen Lernen, acht Hauptschulen und zwei Integrierten Gesamtschulen Schulsozialar-beitInnen.

Geschaffen werden 35 Stellen, die 924 Wochenarbeitsstunden entsprechen. Zusätzliche Stellen werden innerhalb der zuständigen Fachverwaltungen zur Steuerung, Koordination und fachlichen Beratung eingerichtet.

Darüber hinaus werden die SchulsozialarbeiterInnen ein eigenständiges Budget auf der Grundlage der Schülerzahlen der Schule erhalten, um eigenständige Maßnahmen und Projekte durchführen zu können.

Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann schlägt den Bogen vom kommunalen Bildungsplan 2009 zu dem neuen Programm: "LehrerInnen müssen in ihrer Bildungsarbeit unterstützt werden. Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um ein ganzheitliches Bildungskonzept. Auf diesem Gedanken fußt schon unser bestehendes Konzept des Bildungsplans. Mit der Schulsozialarbeit können wir einen weiteren wichtigen Baustein hinzufügen, und so die Verbindung von Bildung, Betreuung und Erziehung und die sich daraus ergebenen Teilhabechancen für Kinder weiter verbessern."

Um mit dem Programm Schulsozialarbeit die Kinder zu erreichen, die besonders profitieren sollen, hat die Stadt sich an Sozial- und Bildungsdaten wie zum Beispiel Transferleistungsquoten, an Schullaufbahnempfehlungen und Schulabschlüssen in Weiterführenden Schulen orientiert.

"Im Rahmen der Zielsetzungen des Bildungs- und Teilhabepaketes soll die Schulsozialarbeit Teil einer präventiven Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik sein, Kinder und Jugendliche individuell unterstützen und somit mehr Chancengleichheit ermöglichen" erläutert Walter.

Drevermann betont: "Den Schwerpunkt der Schulsozialarbeit legen wir auf die Grundschulen, um dem präventiven Gedanken der Bildung und Teilhabe frühzeitig Rechnung zu tragen."

Auf dieser Grundlage wurden bei den ausgewählten Schulen folgende Leitgedanken zugrunde gelegt:

  • Der präventive Ansatz und entsprechende Hilfe- und Unterstützungssysteme sollen so früh wie möglich greifen, um mittel- und längerfristige Folgen von Bildungs- und Teilhabearmut zu vermeiden.
  • Eine wirkungsvolle und nachhaltige Unterstützung ist nur im "Gesamtsystem Familie" zu erzielen. Je jünger die Kinder sind, umso höher ist die Chance Eltern zu erreichen und zu beteiligen.
  • Teilhabechancen sollen dort verbessert werden, wo sie anhand von Bildungs- und/ oder Sozialindikatoren nachweislich gemindert sind.
  • Die Schulen, die bereits vom Land finanzierte SchulsozialarbeiterInnen beschäftigen erhalten grundsätzlich keine zusätzlichen Stellen.

Das Programm Schulsozialarbeit wird begleitend evaluiert und dokumentiert.


Dienstag, 15. November 2011

Der neu gestaltete Kinderspielplatz am Eintrachtweg wurde am Montag, 14. November, offiziell von  Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann, eröffnet.

Der Spielplatz, bisher eine einfache Spielwiese ohne Spielgeräte, liegt etwas versteckt in dem eher kleinen Wohnquartier östlich des Bischhofsholer Damms. Das Studentenwerk Hannover betreibt dort ein Studentenwohnhaus mit rund 230 Plätzen. In den Wohnungen und Appartements leben auch Familien und bis zu 50 Kinder. Vor allem für sie gab es bisher keine attraktiven öffentlichen Spielmöglichkeiten. Deshalb entschloss sich das Studentenwerk im Herbst 2009 dazu, den Ausbau des Spielplatzes finanziell zu unterstützen. Im Rahmen einer gemeinsamen öffentlichen Kinderbeteiligung konnten sich die Kinder aus der Umgebung an der Spielplatzplanung beteiligen. Ihre wesentlichen Wünsche, wie z.B. nach einem großzügigen Sandspielbereich, wurden in die Planung übernommen.

Im März wurde in einem ersten Bauabschnitt eine Kletter-Rutschkombination auf der zentralen Rasenfläche aufgestellt. Eine Bank-Tischgruppe und liegende Eichenstämme zum Sitzen und Balancieren, die um kleine Gehölzinseln angeordnet sind, gliedern die Fläche unter den vorhandenen Bäumen.

Im zweiten Bauabschnitt im Sommer 2011 wurde dann das südliche, tiefer liegende Gelände gestaltet. Hier ist eine rd. 45 Zentimeter hohe Spielmauer aus alten Straßenbausteinen entstanden, die den tiefer liegenden Sandspielbereich zur Rasenfläche begrenzt. Eine Schaukel mit rundem Sitzteller, eine kleine drehbare Sitzschale und ein Holzpodest mit einem Sandeimerkran ergänzen das Angebot. Entlang der Straße Eintrachtweg begrenzt ein neuer 80 Zentimeter hoher Gitterzaun mit zwei Eingängen den Spielplatz.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Spielplatzes betrugen rd. 51.000 Euro. Das Studentenwerk Hannover beteiligte sich mit 20.000 Euro für die zentrale Kletterspielanlage und das Sandwerk an der Finanzierung.


Montag, 14. November 2011

Schülerinnen der 9. Klasse lesen in ehemaliger Grundschule vor

Beim bundesweiten Lesefest 2011 sind auch Schülerinnen der Klasse 9 der Ludwig-Windthorst.-Schule dabei. Sie lesen Texte in ihrer ehemaligen Grundschule vor.

Bereits 2010 beteiligten sich mehr als 9.000 Vorleserinnen und Vorleser, darunter rund 900 Politiker/innen und 150 prominente Persönlichkeiten aus Medien, Sport, Gesellschaft und Kultur, am Bundesweiten Vorlesetag mit einer eigenen Aktion. Auch damals waren wie schon in den Jahren zuvor Schüler und Schülerinnen der Ludwig-Windthorst-Schule beteiligt.

In diesem Jahr nun wollen sie nun am Freitag, den 18.11., in ihrer ehemaligen Grundschule, der Bonifatiusschule, vorlesen. Zwei Leseteams werden in drei ersten, einer zweiten und einer dritten Klasse ihre Texte vortragen. Quasi nebenbei freuen sie sich auch, ihre „alte Schüle" besuchen zu können. „Besonders frühe ich mich auch darauf, meine ehemalige Klassenlehrerin wieder zu sehen", sagt eine Neuntklässlerin. „Vielleicht hört ja auch meine kleine Schwester zu, die hier in die Schule geht".

Der Aktionstag „Große für Kleine" ist Teil einer Initiative, die von der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Stiftung Lesen, die im Jahre 2004 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen zu wecken. Nur noch in einem Viertel aller Haushalte mit Kindern im Alter von 0 - 10 Jahren spielt das Vorlesen eine Rolle. Ein Viertel aller Jugendlichen in Deutschland kann nicht richtig lesen, fast die Hälfte nimmt nie ein Buch zum Vergnügen in die Hand.

Dem wollen die Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule entgegenwirken, indem sie in der Grundschule vorlesen und so die Begeisterung der Kinder für das Lesen erwecken wollen.

Weitere Infos unter www.ludwig-windthorst-schule.de

Text: Siegfried Heinemann


Freitag, 11. November 2011

Das städtische Schulbiologiezentrum veranstaltet am Montag, 14. November, von 9 bis 16 Uhr die erste von drei Lehrerfortbildungen im Rahmen des EU-Projektes INQUIRE zum Thema "Biodiversität und Klimawandel".

INQUIRE oder auch Inquiry Based Science Education (IBSE) bedeutet wissenschaftlich-forschendes Lernen. Die Lehrerfortbildung schafft die Grundlage für einen entsprechenden Unterricht. Im Rahmen von IBSE handeln SchülerInnen wie forschende Wissenschaft-lerInnen. Sie lernen, wie Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden gelöst werden können, stellen im Team eigenen Hypothesen auf, entwickeln Lösungsvorschläge und führen Experimente durch, die sie möglichst selbst konzipieren. Dazu gehört auch die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse. IBSE will die Lücke schließen zwischen angewandter Wissenschaft und Lehre und europaweite Standards zur Evaluierung entwickeln.

Das Schulbiologiezentrum wurde als Partnerinstitution zur Teilnahme am Projekt ausgewählt. Als außerschulischer Lernort der Umweltbildung entwickelt es seit Jahrzehnten Unterrichtsmethoden, mit denen SchülerInnen in das naturwissenschaftlich-forschende Lernen aktiv eingebunden werden. Dabei setzt das Schulbiologiezentrum auf ein Mosaik von Biotopen, Experimentier- und Forschungsmaterial sowie im Bildungskonzept "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (UN-Dekade 2005-2014) geschulte PädagogInnen.

Das Projekt INQUIRE wird von einem 17 Institutionen umfassenden Konsortium aus botanischen Gärten, Naturkundemuseen und Universitäten erarbeitet.


Freitag, 11. November 2011

Ute Krause schreibt und illustriert seit zwanzig Jahren Kinderbücher. Ihre Werke wurden weltweit übersetzt, für das Fernsehen verfilmt und vielfach ausgezeichnet.

Am 24. November (Donnerstag) liest sie um 15:30 Uhr in der Jugend- und Stadtbibliothek List, Lister Straße 11, für Kinder ab acht Jahren aus ihren Geschichten "Osman. Der Dschinn in der Klemme" und "Der Dschinn in geheimer Mission". Als Anton die staubige Flasche entkorkt, die er in einem kleinen Laden entdeckt hat, ahnt er nicht, welche Abenteuer auf ihn warten...

Der Eintritt kostet drei Euro. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 168 - 4 35 70 wird gebeten.


Mittwoch, 9. November 2011

Das Schulbiologiezentrum im Botanischen Schulgarten Burg, Vinnhorster Weg 2, lädt am 13. November zu einer Sonntagmorgen-Veranstaltung unter dem Motto "Naturerlebnisse für Eltern und Kinder" ein. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr vor dem alten Schulgebäude und dauert bis 12 Uhr. Das Programm:

  • Gartenrundgang mit besonderem Blick auf Giftpflanzen für Erwachsene und Kinder ab acht Jahren,
  • Das richtige Pflanzen von Obst- und Ziergehölzen für Erwachsene,
  • Winterschnitt von Bäumen und Sträuchern für Erwachsene, 
  • "Gewürze: Spezereien der Ferne - nicht nur zur Weihnachtszeit" (bitte Schraubglas mitbringen) für Kinder ab neun Jahren,
  • "Wir basteln ein Adventsgesteck" (bitte eine Stumpenkerze mit vier bis fünf Zentimetern Durchmesser mitbringen) für Kinder ab neun Jahren,   
  • "Mein Regenwald im Gurkenglas" (bitte ein großes Glas mit Deckel mitbringen) für Kinder ab fünf Jahren und
  • "Lernen, wie Hunde sprechen" für Kinder ab vier Jahren. 
Mehr Informationen zu den Aktionen gibt es im Schulbiologiezentrum unter der Telefonnummer 168 - 4 76 65.

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