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„Kleine Herzen" und „Kinderherz" übergeben sechs Eltern-Kind-Zimmer auf der MHH-Kinderherzstation Hannover,
Fragende Kinderaugen empfingen die Besucher am letzten Dienstag auf der Kinderherzstation der Medizinischen Hochschule Hannover. An diesem Tag feierten die beiden Vereine „Kleine Herzen Hannover" und „Kinderherz Hannover" die Fertigstellung von sechs umgebauten Eltern-Kind-Zimmern. Es wurde noch einmal richtig eng in dem Patientenzimmer, das künftig viel Raum bieten soll: Wo jetzt noch vier Betten stehen, sollen künftig in der Regel nur zwei Kinder untergebracht werden. Und eine Mutter oder ein Vater. Ein bequemes Bett für sie lässt sich aus einem Schrank klappen. Überall helles Holz, eine komplett neue Einrichtung, frische Farben. An der Zimmerdecke ein buntes, fröhliches Gemälde. Über den Betten moderne Untersuchungsleuchten. Etwa 200.000 Euro haben die beiden Vereine „Kleine Herzen Hannover" und „Kinderherz Hannover" beigesteuert, um die kinderkardiologische Station der MHH umzugestalten.
„Das ist ja etwas, das wir in Deutschland so nicht kennen: diese Kooperation zwischen privater Initiative und einer Institution. Das ist hier perfekt gelungen", sagte MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg auf der Pressekonferenz. „Und jetzt müssen wir weitermachen!" - Die nächsten Projektschritte stehen schon fest: 2012 soll mit dem Umbau der benachbarten Station begonnen werden, die dann zur Kinderkardiologie gehören wird; die Stationsküche wird in der Weihnachtszeit modernisiert; der Flur soll ebenfalls hell und freundlich werden; neben der schon privat finanzierten Psychologin soll sich auch eine Sozialarbeiterin um die Patientenfamilien kümmern. „Wir sehen uns nicht nur als Geldbeschaffer, sondern auch als Ideenschmiede", betonte Ira Thorsting, Stellvertretende Vorsitzende der „Kleinen Herzen". Ein Anspruch, dem auch Hanns Werner Staude von „Kinderherz Hannover" zustimmte.
Bürgermeister Bernd Strauch nahm heute, 25. November, stolze 7.135 von Grundschülern gesammelte Klimameilen im Mosaiksaal des Neuen Rathauses entgegen. Jede Meile steht für einen umweltfreundlich zurückgelegten Schulweg, eine regional erzeugte Mahlzeit oder eine Energiesparaktion. Die Grundschüler setzen damit ein Zeichen - in Hannover und weltweit. Die Meilen ebnen symbolisch den Weg zur nächsten Klimakonferenz, die vom 28. November bis 9. Dezember in der südafrikanischen Stadt Durban stattfindet, die exakt 7.135 Meilen von Hannover entfernt liegt.
Vier hannoversche Grundschulen mit insgesamt 24 Klassen haben in den letzten Monaten Meilen gesammelt: Die Glockseeschule, die Henning-von-Tresckow-Grundschule, die Kurt-Schumacher-Schule und die Grundschule Meterstraße. Damit unterstützen sie die Kindermeilen-Kampagne, die seit zehn Jahren vom Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. für Kindertagesstätten und Schulen bis zur 6. Klasse ausgerichtet wird.
"Es soll mehr Klimaschützer geben", hat die achtjährige Franziska auf einen kleinen roten Pappfuß geschrieben. Sie hat während der Projektwoche an der Glockseeschule viel darüber gelernt, was ihr Schulweg und das Pausenbrot mit dem Klima zu tun haben. Und gemeinsam mit vielen anderen Kindern hat sie gezielt darauf geachtet, umweltbewusst zu Fuß, mit Rad, Roller oder öffentlichem Nahverkehr in die Schule zu kommen.
Damit Franziskas Wunsch nach mehr Klimaschützern in Hannover wahr wird, hat auch das Agenda 21-Büro der Landeshauptstadt die Kindermeilen-Aktion unterstützt. Gemeinsam mit Bernd Strauch freut sich Silvia Hesse, Leiterin des Agenda 21-Büros, über das Engagement der Grundschüler: "Klimaschutz beginnt früh, und er beginnt im Alltag. Mit den Kindermeilen lernen Kinder spielerisch, wie sie mit kleinen Aktionen das Klima aktiv schützen können."
Da der Weg nach Südafrika weit ist, haben die jungen Hannoveraner ihre Meilen nicht allein gesammelt. In Deutschland und in ganz Europa waren weitere Kindergärten und Schulen an der Kindermeilen-Aktion beteiligt. In wenigen Tagen reisen schließlich die Aktionsmeilen vieler tausend Kinder zur UN-Klimakonferenz in Durban. Dort werden sie unter den Augen der Weltöffentlichkeit an die Politiker übergeben.
Unter dem Motto "Gemeinsam in Hannover - Wir sind die Zukunft!" veranstalten die TUI Stiftung und die Landeshauptstadt Hannover am 30. November 2011 (Mittwoch) von 15 bis 19 Uhr im Haus der Jugend das zweite Forum Kinder- und Jugendprojekte. Bereits 2009 war die öffentliche Veranstaltung, die von beiden Einrichtungen als Kooperation ins Leben gerufen wurde, ein voller Erfolg.
In diesem Jahr präsentieren 25 Aussteller in der Maschstraße 22-24 ihre Projekte rund um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Veranstaltung soll insbesondere Organisationen, Vereine und Multiplikatoren miteinander ins Gespräch bringen. Neben der Ausstellung gibt es zwei Workshops sowie einen Einführungsvortrag zum Thema "Desintegrationsbedrohtes Aufwachsen. Folgen von Anerkennungsdefiziten" von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Leiter des Institutes für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.
Anmeldungen für das Forum sind noch möglich, per Mail an elke.hlawatschek@tui-stiftung.de oder per Fax an 0511 - 5 66 19 96.
Bürgermeister Bernd Strauch nahm heute, 25. November, stolze 7.135 von Grundschülern gesammelte Klimameilen im Mosaiksaal des Neuen Rathauses entgegen. Jede Meile steht für einen umweltfreundlich zurückgelegten Schulweg, eine regional erzeugte Mahlzeit oder eine Energiesparaktion. Die Grundschüler setzen damit ein Zeichen - in Hannover und weltweit. Die Meilen ebnen symbolisch den Weg zur nächsten Klimakonferenz, die vom 28. November bis 9. Dezember in der südafrikanischen Stadt Durban stattfindet, die exakt 7.135 Meilen von Hannover entfernt liegt.
Vier hannoversche Grundschulen mit insgesamt 24 Klassen haben in den letzten Monaten Meilen gesammelt: Die Glockseeschule, die Henning-von-Tresckow-Grundschule, die Kurt-Schumacher-Schule und die Grundschule Meterstraße. Damit unterstützen sie die Kindermeilen-Kampagne, die seit zehn Jahren vom Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. für Kindertagesstätten und Schulen bis zur 6. Klasse ausgerichtet wird.
"Es soll mehr Klimaschützer geben", hat die achtjährige Franziska auf einen kleinen roten Pappfuß geschrieben. Sie hat während der Projektwoche an der Glockseeschule viel darüber gelernt, was ihr Schulweg und das Pausenbrot mit dem Klima zu tun haben. Und gemeinsam mit vielen anderen Kindern hat sie gezielt darauf geachtet, umweltbewusst zu Fuß, mit Rad, Roller oder öffentlichem Nahverkehr in die Schule zu kommen.
Damit Franziskas Wunsch nach mehr Klimaschützern in Hannover wahr wird, hat auch das Agenda 21-Büro der Landeshauptstadt die Kindermeilen-Aktion unterstützt. Gemeinsam mit Bernd Strauch freut sich Silvia Hesse, Leiterin des Agenda 21-Büros, über das Engagement der Grundschüler: "Klimaschutz beginnt früh, und er beginnt im Alltag. Mit den Kindermeilen lernen Kinder spielerisch, wie sie mit kleinen Aktionen das Klima aktiv schützen können."
Da der Weg nach Südafrika weit ist, haben die jungen Hannoveraner ihre Meilen nicht allein gesammelt. In Deutschland und in ganz Europa waren weitere Kindergärten und Schulen an der Kindermeilen-Aktion beteiligt. In wenigen Tagen reisen schließlich die Aktionsmeilen vieler tausend Kinder zur UN-Klimakonferenz in Durban. Dort werden sie unter den Augen der Weltöffentlichkeit an die Politiker übergeben.
Allen SchulabgängerInnen in Hannover den Zugang zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu ermöglichen, ist das Ziel des von der Stadt vorgelegten Konzeptes "Übergangsmanagement Schule/Beruf in Hannover", das im Oktober des vergangenen Jahres von der Politik beschlossen wurde. Die Umsetzung des Konzeptes wird begleitet von einer Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz von Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann. Mitglieder sind: Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK), Bundesagentur für Arbeit, Landesschulbehörde, Region Hannover, DGB, SchulformsprecherInnen, berufsbildende Schulen, Verbände und freie Träger der Jugendberufshilfe und schulergänzende Sozialarbeit. Heute (23. November) hat die Dezernentin gemeinsam mit VertreterInnen der Steuerungsgruppe den Sachstand zur Umsetzung vorgestellt.
"Wir wollen in Kooperation mit den Schulen
erreichen, dass für die SchülerInnen der Start in die Berufswelt
verbessert wird und ihre individuellen Kompetenzen für den Übergang von
der Schule in den Beruf gestärkt werden", so Drevermann.
Drei
ProjektbegleiterInnen haben gemeinsam mit den SchulformsprecherInnen das
Verfahren zur Umsetzung des Konzeptes abgestimmt. Für alle 54
allgemeinbildenden weiterführenden Schulen soll ein passgenaues,
bedarfsgerechtes Handlungskonzept erarbeitet werden. Das Konzept stellt
den aktuellen Stand dar, analysiert diesen, ermittelt den
Handlungsbedarf und legt die sich daraus ergebenden Handlungsfelder
fest.
Die Handlungskonzepte sind ein Mittel, um zu erkennen, wo für SchülerInnen einer Schule Hindernisse bestehen - ob individuell oder grundsätzlich, die ihrer Ausbildungsreife oder ihrer Integration in die Berufswelt im Wege stehen und zeigen Lösungen auf. Von Januar bis Oktober 2011 wurden bereits mit 20 Schulen Handlungskonzepte erstellt.
Zur Bestandsaufnahme haben zunächst alle Schulen einen umfangreichen Fragebogen zum Thema Berufsorientierung erhalten. "Hier lag der Rücklauf bei erfreulichen 85 Prozent, so dass eine aussagefähige Bewertung möglich war", so Drevermann.
Es gab mehrere grundsätzliche Fragestellungen: Dokumentation der Berufsorientierung, Elternbeteiligung, Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen und Vernetzung mit Einrichtungen im Stadtteil. Bei der Dokumentation der Berufsorientierung, die für alle Schulformen außer dem Gymnasium verbindlich ist, liegt die Quote bei 85 Prozent, davon nutzen 41 Prozent der Schulen den Berufswahlpass. Bei der Elternbeteiligung liegen Realschulen und Integrierte Gesamtschulen über dem Durchschnitt. 22 Prozent der Schulen arbeiten mit Migrantenorganisationen zusammen, am intensivsten ist diese Zusammenarbeit an den Realschulen. Die Vernetzung mit Einrichtungen im Stadtteil ist an den Förderschulen am stärksten.
Für die Bedarfsermittlung und -analyse wurden die Schulen gebeten, Problemfelder und Bedarfe zu nennen. Die Antworten waren vielfältig, wiederholt genannt wurden:
In den Handlungsfeldern unterstützen die ProjekbegleiterInnen die Schulen auf Grundlage der ermittelten Bedarfe bei der Auswahl von Angeboten. Um einen Überblick über die Maßnahmen zu erhalten, wurde ein Katalog initiiert, der bereits die städtischen Projekte enthält und um die Maßnahmen für Schulen aller bekannten Bildungsakteure laufend erweitert wird, darunter auch Landesprogramme.
Beispiele für Handlungsfelder sind ein Kommunikationstraining für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die Vermittlung von Kontakten zu IHK und HWK, die Entwicklung von individuellen Angeboten zur Berufsorientierung mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit, Hilfe bei der Einführung des Berufswahlpasses zur Dokumentation der Berufsorientierung sowie die Unterstützung bei der Entwicklung von Kooperationsmodellen mit den berufsbildenden Schulen. Wenn eine Maßnahme beendet ist, wird sie zwischen Projektbegleitung und Schule hinsichtlich ihrer Wirksamkeit ausgewertet.
Neben der Bearbeitung der individuellen Bedarfe der einzelnen Schulen sollen auch grundsätzliche Themen aufgegriffen werden.
Eine umfassende Auswertung aller Handlungskonzepte soll zum Schuljahr 2013/2014 erfolgen. Die Ergebnisse werden dann den Ratsgremien vorgestellt. Eine Begleitung durch die Leibniz Universität Hannover wird zurzeit geprüft.
"Familien leben in Hannover" umschreibt das umfassende Paket der Rahmenbedingungen, die mit dazubetragen, dass sich immer mehr Menschen in Hannover für Kinder entscheiden - und mit ihnen in der Stadt leben wollen.
Um diese Bedingungen mit Hilfe begründeter Entscheidungen durch Politik und Verwaltung weiter zu verbessern, startet Hannover jetzt eine in den kommenden Jahren weiter zu entwickelnde dialogorientierte Familienpolitik. Erster von drei Bausteinen der dafür grundlegenden Berichterstattung ist eine umfangreiche Datensammlung: das "Familienmonitoring". Eine Familienstrukturanalyse und eine Repräsentativbefragung werden in den kommenden beiden Jahren folgen. Ein qualifizierend bewertender Austausch in Familienkonferenzen und Familienforen soll sich anschließen.
"Wir wollen wissen, wie Familien in ihrer
Vielfalt eigentlich genau aussehen, was ihre Lebensumstände sind, was
sie von der Stadt insgesamt und ihrem Lebensumfeld im Stadtteil
erwarten. Das soll im Dialog mit ihnen, den Experten, in Zukunft
erfahren werden - ausgehend von der Basis 'harter' statistischer
Fakten", erläuterte Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (23.
November).
"Mit dem 'Familienmonitoring' nehmen wir erstmals das
Phänomen Familie mit Hilfe statistischer Methoden und Daten umfassend
und kleinräumig in den Blick. Entstanden ist ein Bild
gesamthannoverscher Eigenheiten mit stadtteilspezifischen Ausprägungen,
mit dem wir zu weiteren Fragestellungen in konstruktivem Fachdiskurs in
Gremien und mit den Familien anregen wollen", umschreibt Walter das Ziel
des Monitorings.
Aufbau und Ergebnisse des Familienmonitorings
Das Familienmonitoring betrachtet in zwölf Kapiteln die Lebenslagen hannoverscher Familien. Die zeitliche Entwicklung von Familienbiografien wird ebenso berücksichtigt wie die Situation in den Stadtteilen.
Das Familienmonitoring hat einen umfassenden Berichtscharakter. Die verwendeten Indikatoren können dazu dienen, künftig in regelmäßigem Turnus die Lebenslagen von Familien systematisch und kleinräumig zu beobachten (Monitoring).
Begriff "Familie"
Unter Familie wird eine Gemeinschaft verstanden, in der mehrere Generationen füreinander Verantwortung tragen, auch wenn sie nicht gemeinsam unter einem Dach leben. Da sich dieser Familienbegriff statistisch nicht abbilden lässt, beschränkt sich die Analyse auf Haushalte, in denen Kinder gemeinsam mit Eltern oder einer weiteren Generation zusammen leben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ehepaare mit Kindern, nichteheliche Lebensgemeinschaften, allein Erziehende, Patchwork-, oder Regenbogenfamilien handelt. Maßgeblich ist, dass ein Kind im Haushalt wohnt.
In rund 48.000 Familienhaushalten in Hannover leben Minderjährige mit ihren Eltern. Familie endet aber nicht mit der Volljährigkeit der Kinder und in vielen Fällen leben erwachsene Kinder während der Ausbildung noch bei den Eltern. In Hannover ist das in 12.000 Familien der Fall. Der Anteil der Familien nach diesem erweiterten statistischen Familienbegriff beträgt 21,2 Prozent.
Herkommen
Erstmals konnten die Haushaltsdaten nach dem nationalen Hintergrund der Familien ausgewertet werden: Mehr als 40 Prozent haben einen Migrationshintergrund.
Lebensformen
Die weitaus meisten Familien (68 Prozent) leben auch heute noch in der traditionellen Form als Ehepaare mit Kind oder Kindern zusammen. Andererseits hat ein Drittel der Familien eine andere Lebensform gewählt - allein erziehend, nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft.
Phase der Elternschaft
Auch in Hannover ist eine Entwicklung hin zu später Elternschaft zu beobachten. Bei etwa einem Viertel der Geburten war die Mutter bereits 35 Jahre oder älter. Das bedeutet, dass sich die Phase der potentiellen Elternschaft mittlerweile sehr geweitet hat: "Junge" Mütter können sowohl unter 20 Jahre als auch um die 40 Jahre alt sein.
Anzahl der Kinder
Über die Hälfte der Familien sind Einkind-Familien. Das bedeutet aber nicht, dass ein Großteil der Kinder als Einzelkinder aufwächst. Nur 35 Prozent der Kinder leben ohne weitere Geschwister, 65 Prozent wachsen mit mindestens einem weiteren Kind in einem Haushalt auf.
Die durchschnittliche Kinderzahl hannoverscher Familien liegt bei 1,6 je Familie, wobei die Anzahl der Kinder in Abhängigkeit vom Familientyp variiert. Die Spanne reicht von durchschnittlich 1,3 Kindern bei allein erziehenden Vätern bis zu 1,7 Kindern in Familien mit Migrationshintergrund. Mi-grantInnen der zweiten Generation gleichen sich dem generativen Muster von Frauen ohne Migrationshintergrund an.
Elterngeld
Knapp ein Viertel der 6.200 bewilligten Anträge auf Elterngeld wurden im Jahr 2010 von Vätern gestellt. Drei Viertel der Väter nutzen nur genau die zwei Partnermonate, deren Anspruch ansonsten verfällt.
Kinderbetreuung
Verlässliche Kinderbetreuung ist für Familien eine der wichtigsten Rahmenbedingungen, wenn es um die Vereinbarkeit von Kind und Erwerbstätigkeit, frühkindliche Bildung oder auch um Entlastung im Familienalltag geht. Hannover wurde daher das Angebot der Kleinkindbetreuung im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Die Betreuungsquote stieg - trotz anwachsender Kinderzahlen von 13,1 Prozent im Jahr 2000 auf 28,7 Prozent im Jahr 2010 (das entspricht 42,8 Prozent der Kinder im rechtsanspruchsrelevanten Alter). Gleichzeitig wurde das Angebot an Ganztagsbetreuungsplätzen im Kindergarten auf 84 Prozent erhöht.
"Sandwich-Familien"
Ein besonderes Augenmerk legt das Monitoring auf Familien der mittleren Generation, die Kinder, Pflege und Beruf zu vereinbaren hat. In Anlehnung an gesamtdeutsche Zahlen wird geschätzt, dass drei bis maximal sechs Prozent der hannoverschen Familien dreifach belastete "Sandwich-Familien" mit sehr hoher zeitlicher, körperlicher und emotionaler Belastung sind.
Armutsrisiko
Von Armut betroffen ist rund ein Viertel der Familien, allein Erziehende doppelt so häufig wie andere. Das Armutsrisiko erhöht sich mit Anzahl der Kinder. Bei über einem Drittel der Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II ("Hartz IV") beziehen, zählen die Erwachsenen zu den so genannten "working-poor", das heißt, ihr Erwerbseineinkommen liegt unterhalb des Existenzminimums. Hannover bewegt sich mit dieser Quote im Bundesdurchschnitt.
Kleinräumige Betrachtung - Situation in den Stadtteilen
Armutsquote von Familien
Ende Dezember 2008 reichte die Spanne von 1,6 Prozent (Isernhagen-Süd) bis 55,7 Prozent (Mühlenberg). Überdurchschnittlich von Armut betroffen (38 Prozent und mehr) sind Familien in Vahrenheide, Sahlkamp, Hainholz und sowie Linden-Süd und Bornum. In den Stadtteilen Lahe, Isernhagen-Süd, Waldhausen, Waldheim, Zoo und Seelhorst spielt der Armutsanteil unter Familien eine geringe Rolle (unter sechs Prozent).
Anzahl von Familien und Kindern
In den einwohnerstärksten Stadtteilen (List,
Südstadt) leben absolut die meisten Familien, überdurchschnittlich
viele in Stadtteilen mit hohem Anteil an Neubaugebieten (z. B.
Seelhorst, Bemerode, Lahe), und in Stadtteilen mit besonderem sozialem
Handlungsbedarf (Mühlenberg, Sahlkamp).
Die Wohnorte allein Erziehender konzentrieren sich in Stadtteilen mit eher preisgünstigen Wohnungen im Altbaubestand.
Die absolut meisten der 4.700 Säuglinge, die Anfang 2011 in Hannover lebten, wurden in die einwohnerstarken, familienreichen und innenstadtnahen Stadtteile "hineingeboren". In den Stadtteilen Mühlenberg, Bornum und Waldhausen gibt es überdurchschnittlich viele Säuglinge (sechs Prozent und mehr), in Mitte, Nordstadt, Heideviertel und Döhren sind Babys mit einem Anteil von unter 3,5 Prozent seltener zu finden.
In Stadtteilen, in denen ein hoher Anteil an Familien mit drei und mehr Kindern lebt, werden zwei prinzipiell unterschiedliche Sozialstrukturen sichtbar: Großfamilien mit drei und mehr Kindern leben sowohl in gut situierten Stadtteilen wie Waldhausen oder Lahe, als auch in sozial prekären Quartieren innerhalb von Stadtteilen wie dem Mühlenberg, Hainholz oder Sahlkamp.
Wohnen im Familienverbund mit bereits erwachsenen Kindern (bis 26 Jahre) ist sowohl eine Platz- als auch eine Kostenfrage. Einerseits sind es die Stadtteile mit hohen Ein- und Zweifamilienhausanteilen in Stadtrandlage (wie Wettbergen, Davenstedt, Wülferode oder Lahe), die ein räumlich entspanntes familiäres Zusammenwohnen mit erwachsenen Kindern ermöglichen. Andererseits finden sich auch in Mittelfeld, Sahlkamp und Mühlenberg überdurchschnittlich viele Familien mit jungen Erwachsenen. Hier ziehen trotz relativ engen räumlichen Verhältnissen junge Erwachsene aus finanziellen Gründen später aus.
Kontakt
Ansprechpartnerinnen für das Familienmonitoring sind in der Koordinationsstelle Sozialplanung des Jugend- und Sozialdezernates Dr. Silke Mardorf, Telefon 168-46966 und Elke Sauermann, Telefon 168-46459.
Die Gesamtversion des Familienmonitorings 2011 steht als pdf im Internet zur Verfügung unter www.hannover.de Stichwort "Familienmonitoring 2011".Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes hat der Bund Sondermittel für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Sie werden über das Land Niedersachsenn und die Region Hannover an die Landeshauptstadt Hannover weitergeleitet. Entsprechend der Schülerzahlen erhält Hannover 5,4 Millionen EURO. Die Mittel sind bis 2013 befristet.
Die konkrete Umsetzung der Schulsozialarbeit ist Aufgabe der Kommunen. Deshalb legt die Verwaltung jetzt den Ratsgremien ein Programm zur Entscheidung vor. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Angeboten an Bildung und außerschulischer Teilhabe zu erschließen.
"Bildung und Teilhabe insbesondere für junge Menschen aus ökonomisch benachteiligten Familien zu ermöglichen, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft und Teil qualitativer Stadtentwicklung", unterstrich Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (22. November) den Anspruch des Programms.
Mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln kann an 35 Schulen im Stadtgebiet Schulsozialarbeit eingerichtet werden.
Angesetzt wird dort, wo SchülerInnen der Zugang zu Bildung besonders erschwert ist. Dementsprechend erhalten ab dem Schuljahr 2012/2013 18 Grundschulen, sieben Förderschulen Lernen, acht Hauptschulen und zwei Integrierten Gesamtschulen Schulsozialar-beitInnen.
Geschaffen werden 35 Stellen, die 924 Wochenarbeitsstunden entsprechen. Zusätzliche Stellen werden innerhalb der zuständigen Fachverwaltungen zur Steuerung, Koordination und fachlichen Beratung eingerichtet.
Darüber hinaus werden die SchulsozialarbeiterInnen ein eigenständiges Budget auf der Grundlage der Schülerzahlen der Schule erhalten, um eigenständige Maßnahmen und Projekte durchführen zu können.
Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann schlägt den Bogen vom kommunalen Bildungsplan 2009 zu dem neuen Programm: "LehrerInnen müssen in ihrer Bildungsarbeit unterstützt werden. Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um ein ganzheitliches Bildungskonzept. Auf diesem Gedanken fußt schon unser bestehendes Konzept des Bildungsplans. Mit der Schulsozialarbeit können wir einen weiteren wichtigen Baustein hinzufügen, und so die Verbindung von Bildung, Betreuung und Erziehung und die sich daraus ergebenen Teilhabechancen für Kinder weiter verbessern."
Um mit dem Programm Schulsozialarbeit die Kinder zu erreichen, die besonders profitieren sollen, hat die Stadt sich an Sozial- und Bildungsdaten wie zum Beispiel Transferleistungsquoten, an Schullaufbahnempfehlungen und Schulabschlüssen in Weiterführenden Schulen orientiert.
"Im Rahmen der Zielsetzungen des Bildungs- und Teilhabepaketes soll die Schulsozialarbeit Teil einer präventiven Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik sein, Kinder und Jugendliche individuell unterstützen und somit mehr Chancengleichheit ermöglichen" erläutert Walter.
Drevermann betont: "Den Schwerpunkt der Schulsozialarbeit legen wir auf die Grundschulen, um dem präventiven Gedanken der Bildung und Teilhabe frühzeitig Rechnung zu tragen."
Auf dieser Grundlage wurden bei den ausgewählten Schulen folgende Leitgedanken zugrunde gelegt:
Das Programm Schulsozialarbeit wird begleitend evaluiert und dokumentiert.
Der neu gestaltete Kinderspielplatz am Eintrachtweg wurde am Montag, 14. November, offiziell von Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann, eröffnet.
Der Spielplatz, bisher eine einfache Spielwiese ohne Spielgeräte, liegt etwas versteckt in dem eher kleinen Wohnquartier östlich des Bischhofsholer Damms. Das Studentenwerk Hannover betreibt dort ein Studentenwohnhaus mit rund 230 Plätzen. In den Wohnungen und Appartements leben auch Familien und bis zu 50 Kinder. Vor allem für sie gab es bisher keine attraktiven öffentlichen Spielmöglichkeiten. Deshalb entschloss sich das Studentenwerk im Herbst 2009 dazu, den Ausbau des Spielplatzes finanziell zu unterstützen. Im Rahmen einer gemeinsamen öffentlichen Kinderbeteiligung konnten sich die Kinder aus der Umgebung an der Spielplatzplanung beteiligen. Ihre wesentlichen Wünsche, wie z.B. nach einem großzügigen Sandspielbereich, wurden in die Planung übernommen.
Im März wurde in einem ersten Bauabschnitt eine Kletter-Rutschkombination auf der zentralen Rasenfläche aufgestellt. Eine Bank-Tischgruppe und liegende Eichenstämme zum Sitzen und Balancieren, die um kleine Gehölzinseln angeordnet sind, gliedern die Fläche unter den vorhandenen Bäumen.
Im zweiten Bauabschnitt im Sommer 2011 wurde dann das südliche, tiefer liegende Gelände gestaltet. Hier ist eine rd. 45 Zentimeter hohe Spielmauer aus alten Straßenbausteinen entstanden, die den tiefer liegenden Sandspielbereich zur Rasenfläche begrenzt. Eine Schaukel mit rundem Sitzteller, eine kleine drehbare Sitzschale und ein Holzpodest mit einem Sandeimerkran ergänzen das Angebot. Entlang der Straße Eintrachtweg begrenzt ein neuer 80 Zentimeter hoher Gitterzaun mit zwei Eingängen den Spielplatz.
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Spielplatzes betrugen rd. 51.000 Euro. Das Studentenwerk Hannover beteiligte sich mit 20.000 Euro für die zentrale Kletterspielanlage und das Sandwerk an der Finanzierung.