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Interaktives Angebot der Verbraucherzentrale zur Förderung der Konsumkompetenz macht Halt an der LWS
Wie bringt man junge Leute dazu, über ihr Kauf- und Essverhalten nachzudenken, Werbebotschaften zu durchschauen und Lebensmittel kritischer zu beurteilen? Mit der Ess-Kult-Tour für Schulen hat die Verbraucherzentrale ein interaktives Lernangebot entwickelt, das auch an der Ludwig-Windthorst-Schule Station macht.
Die Ess-Kult-Tour ist eine interaktive und erlebnisorientierte Ausstellung, die Konsumkompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Lebensmittelbereich fördern will.
Ob als Snackchecker, Selbsterkenner oder Werbeprofi - an jeder der insgesamt fünf Stationen können sich die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Windhorst-Schule kritisch mit der Welt der Lebensmittel auseinandersetzen.
Interaktiv entdecken sie die bunte Welt der Lebensmittel und finden Antworten auf Fragen wie etwa: Was sind Zusatzstoffe und wie erkennt man sie im Zutatenverzeichnis? Oder welche Lebensmittel enthalten welche Nährstoffe und wie bewertet man Nährwertangaben auf Verpackungen? Gleichzeitig wird jeder einzelne motiviert, sein Einkaufs- und Essverhalten kritisch zu reflektieren - mit der Möglichkeit, zukunftsfähige Konsumkonsequenzen für sich zu entwickeln.
Das Tour-Konzept:
Der Snackchecker findet Nährstoffe in Lebensmitteln und deren Tagesbedarf je nach Alter, Geschlecht und Beruf.
Der Spurensucher wandelt auf den Spuren von Zusatzstoffen in Lebensmitteln.
Der Selbsterkenner findet heraus, welcher Esstyp er ist und reflektiert sein eigenes Essverhalten.
Der Werbeprofi setzt sich kritisch mit Werbung auseinander und entwickelt ein eigenes Werbeplakat.
Beim Ampelcheck können fett- und zuckerhaltige Lebensmittel enttarnt werden.
Das Projekt wird vom 10.10.10. - 12.10. in unterschiedlichen Wahlpflichtkursen gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen durchgeführt.
Verantwortlich für diesen Text: Siegfried Heinemann; verantwortlich für das Projekt: Frau Funke. Weitere Informationen unter www.ludwig-windthorst-schule.de
Das Interesse ist riesig und hat nun eine
herausragende Marke erreicht: Im Rahmen des
Schulpartnerschaftsprojekts "96 macht Schule" - eines der zahlreichen
Jugend- und Sozialprojekte des Klubs - hat der Bundesligist nun in
Niedersachsen die 96. Kooperation geschlossen. Mit der
Paul-Gerhardt-Schule aus Dassel sowie den Grundschulen aus Bockenem,
Eilvese und Arpke, die neu aufgenommen wurden, sind es nun insgesamt
96 Partnerschulen.
"Diese Zahl ist beeindruckend und unterstreicht die Markenkraft von Hannover 96. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist 96 angesagt und hat in ihrem Alltag eine hohe emotionale Bedeutung", erklärt Geschäftsführer Martin Kind. "Wir wollen sie sehr früh als Fans für 96 begeistern und gewinnen. Für einen Klub entscheidet man sich nur einmal im Leben."
Das Kooperationsprogramm wurde 2007 mit damals acht interessierten Pilot-Schulen ins Leben gerufen. Seitdem haben sich 96 Schulen mit circa 60.000 Schülern aus allen Schulformen kreativ um eine Aufnahme in das Projekt beworben und auch eine Zusage erhalten. Das Netz der Partnerschulen verteilt sich geographisch gesehen circa 150 Kilometer rund um Hannover. Beinahe in jedem Landkreis außerhalb der Region Hannover befindet sich eine 96-Partnerschule. Die nördlichste Partnerschule ist in Wittmund in Ostfriesland, eine weitere gibt es an der holländischen Grenze in Bad Bentheim.
Die Strahlkraft des Vereins sowie die Vorbildfunktion der 96-Fußballer spielen bei dem Projekt ein große Rolle. In Zusammenarbeit mit offiziellen Förderern und Kooperationspartnern werden Themen rund um den Fußball und Hannover 96 angesprochen, die die Vermittlung von sozialen Kompetenzen zum Ziel haben. Im Fokus stehen hier Schwerpunkte wie Gesundheit und bewusste Ernährung, Berufsorientierung, Integration sowie Sucht- und Gewaltprävention. Die Schulen können bei der Behandlung der Themen im Rahmen von Projekttagen o. ä. kostenfrei auf die Kooperationspartner zurückgreifen. Gerade im Profisport sind die genannten Themenkomplexe tagtäglich gelebte Realität, wodurch Hannover 96 einen besonderen Vorbildcharakter erhält.
Jede Partnerschule erhält von Hannover 96 neben einem Willkommenspaket auch Freikarten und vergünstigte Tickets für den Schülerblock in der AWD-Arena, kostenlose Stadionführungen oder Fanartikel für Schul-Tombolas. Die 96-Profis stehen zudem regelmäßig bei Schüler-Pressekonferenzen für Fragen und Autogramme zur Verfügung.
Mit vielen Schulen pflegt Hannover 96 seit einigen Jahren einen intensiven Austausch, wodurch sich einige spezifische Formen der Kooperation entwickelt haben: Im Rahmen nachhaltiger Schülerfirmen betreiben drei Partnerschulen eine offizielle Vorverkaufsstelle in ihren Schulen. Ebenso konnten einige Schüler getreu dem Motto "von Schülern für Schüler" erstmals bei der Gestaltung von Schulartikeln für das 96-Fanartikel-Sortiment aktiv mitwirken. Neben sozialen Schlüsselqualifikationen können die Schüler durch diese Projekte frühzeitig ökonomische Prozesse erlernen. Eine weitere Partnerschule interviewt regelmäßig die 96-Mitarbeiter für eine lokale Radiosendung und stellt das Interview als Podcast für die Homepage von Hannover 96 zur Verfügung.
Da sich das Partnerschaftsprogramm weiterhin sehr großer Beliebtheit erfreut, hat sich Hannover 96 dazu entschieden, weitere Schulkooperationen zu schließen - auch um den vielen Anfragen gerecht zu werden. Die Anzahl der Partnerschulen soll zunächst auf 115, also das Alter unseres 1896 gegründeten Klubs, erweitert werden. Jedes Jahr wird anschließend eine weitere Schule in den Kreis aufgenommen. Interessierte Schulen haben die Möglichkeit, sich unter der Nutzung des Bewerbungsformulars auf www.hannover96.de zu bewerben.
Das Schulbiologiezentrum im Botanischen Schulgarten Burg, Vinnhorster Weg 2, lädt am 9. Oktober zu einer Sonntagmorgen-Veranstaltung unter dem Motto "Naturerlebnisse für Eltern und Kinder" ein. Die Veranstaltung beginnt um 10:30 Uhr vor dem alten Schulgebäude und dauert bis 12 Uhr.
Das Programm:
Zusätzlich bereits ab 8 Uhr: Pilz-Exkursion für Fortgeschrittene im Brelinger Wald für maximal 20 Erwachsene und Kinder ab acht Jahren. Anmeldung unter der Telefonnummer 168 - 4 76 65.
Es wird jeweils ein Mädchen- und ein Jungenkurs (Alter 6 - 11 Jahre) angeboten.
Ziel ist es,
das Selbstbewusstsein der Mädchen und Jungen zu stärken,
die Wahrnehmung zu schulen, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen
die eigenen Möglichkeiten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung weiter zu entwickeln
Kursbeginn jeweils samstags, 29. Oktober 2011
Mädchen 14.00 - 15.00 Uhr, Jungen 15.00 - 16.00 Uhr - 8 x.
Nähere Informationen unter Tel.: 0511-168-42942
Freizeitheim Stöcken
Sie finden uns: Eichsfelder Straße 101, 30419 Hannover - Das Freizeitheim ist mit der Stadtbahnlinie 5 - Haltestelle Weizenfeldstraße - zu erreichen
v.l.n.r.: Dirk von der Osten, Gudrun von Alten, Gisela von Auer (Projektleiterin Diesterweg-Stipendium), Dr. Roland Kaehlbrandt, Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Diesterweg-Stipendium" unterstützt Grundschulkinder mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen oder geringem finanziellen Hintergrund und gutem Leistungspotenzial beim Übergang in weiterführende Schulen - Förderung für Kinder und Eltern
Sprachliche oder familiäre Gründe machen es Eltern - vor allem Zugewanderten - oft schwer, ihre Kinder so zu unterstützen, wie sie es eigentlich wollen. Das kann dazu führen, dass Kinder ihre schulischen Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Das neuartige Diesterweg-Stipendium möchte diese Kinder und ihre Eltern auf dem Bildungsweg von der Grundschule in die weiterführende Schule unterstützen. Es soll Kindern mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen oder anderen Hemmnissen, aber gutem Leistungspotenzial, helfen, den Weg in die weiterführende Schule zu schaffen, sich dort zurechtzufinden und den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu gehen. Gleichzeitig soll das Stipendium die Eltern stärken, damit sie den Bildungsweg ihrer Kinder aktiv begleiten können und sich im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld engagieren.
Die Auswahl der ersten Stipendiaten-Generation erfolgte durch einen eigens eingesetzten Beirat, der sich aus Vorständen der kooperierenden Stiftungen und Akteuren aus dem Kultusbereich zusammensetzt am 13.09.2011. Vorgeschlagen wurden die Stipendiaten von hannoverschen Grundschulen, die sich vor allem in den Stadtbezirken Kleefeld-Buchholz, Misburg-Anderten und Kirchrode-Bemerode-Wülferode befinden.
Bis Juli 2013 können zunächst rund10 hannoversche Grundschulkinder der Klasse vier mit ihren Eltern für die Dauer von zwei Jahren (Klassen vier und fünf) in das Stipendienprogramm aufgenommen werden. Zu den 10 Stipendiaten kommen 17 Erwachsene und 19 Geschwisterkinder hinzu.
Die Schülerinnen und Schüler stammen von der IGS Roderbruch/Primarbereich, GS Lüneburger Damm, GS an der Feldbuschwende, GS Kurt-Schumacher-Straße, Pestalozzischule-Grundschule und GS Mengendamm.
Durchgeführt wird das Projekt von der Familienbildung der AWO Region Hannover e.V..
Für die Bildungsbegleitung des Diesterweg-Stipendiums wurde Gudrun von Alten gewonnen. Sie bringt langjährige Erfahrungen als Diplom Sozialpädagogin in einer Jugendwerkstatt der AWO für vornehmlich Jugendliche mit Migrationshintergrund mit.
Das Stipendium umfasst 12 Kinderakademien an Sonnabenden zu den Themen Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Technik, Theater, Kunst und Musik. Es umfasst ferner parallel veranstaltete Elternakademien zur Erziehungspraxis und Bildungsbegleitung, zum deutschen Bildungs- und Schulsystem sowie zu Mitwirkungsmöglichkeiten im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld. Das Akademie-Programm wird an zentralen Lernorten in Hannover und Umgebung durchgeführt. Außerdem werden den Kindern und ihren Eltern Exkursionen in Hannover und in die nähere niedersächsische Umgebung geboten. Schließlich umfasst das Stipendium einen Bildungsfonds, aus dem pro Stipendium einkommensabhängig jeweils bis zu 1.250 € in zwei Jahren für Bildungsanschaffungen und -maßnahmen beantragt werden können.
Das Stipendium ist nach dem deutschen Aufklärer, Pädagogen und Wegbereiter der Volksschule Adolph Diesterweg benannt, der im Jahre 1816 zu den Gründern der Polytechnischen Gesellschaft gehörte. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main hat dieses Projekt unter maßgeblicher Mitwirkung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Roland Kaehlbrandt entwickelt und erstmals 2008 durchgeführt.
Die Schirmherrschaft über das Projekt hat der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stephan Weil übernommen und macht damit deutlich, wie wichtig der Stadt Integration in die Stadtgesellschaft durch Bildung ist.
Die Stiftung Soziale Zukunft und weitere kooperierende Stiftungen, wie die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und die TUI-Stiftung, tragen die Kosten des Projektes zunächst im ersten Jahr. Darüber hinaus erhofft sich die Stiftung Soziale Zukunft, dass weitere Partner, Institutionen und Einzelspender dieses Projekt mit unterstützen und zum Gelingen beitragen.
Am 23.09.2011 wurden die Stipendiaten und ihre Familie in einer feierlichen Auftaktveranstaltung in der Grundschule Feldbuschwende in das Diesterweg-Stipendium aufgenommen. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu einem hohen Bildungsabschluss, der ihren Wünschen und Fähigkeiten entspricht, zu bewegen" sagte dazu der Vorstand der Stiftung, Dirk von der Osten. „Kinder aus einkommensschwachen Familien oder mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen, wollen wir ihren Fähigkeiten entsprechend fördern. Die soziale Herkunft darf ihren späteren Bildungsweg nicht verbauen. Wir wollen sie in den Akademietagen reizen, mehr wissen und lernen zu wollen. Wir geben Ihnen dabei Hilfestellungen. Besonders wichtig ist es uns deshalb, dass die Eltern Anteil am Schulalltag und an Freizeitaktivitäten ihrer Kinder, die diese Lernsituationen schaffen, nehmen und sie nach Kräften unterstützen."
Um es SchülerInnen zu ermöglichen, "Musik hautnah" zu erleben, bietet das Kulturbüro der Stadt alljährlich das Schulkonzert-Programm an. LehrerInnen wählen aus dem umfangreichen Programm einzelne Workshops beziehungsweise Konzerte für ihre SchülerInnen aus und buchen sie über das Kulturbüro. Das Programm ist breit gefächert und bietet unterschiedlichste Musikangebote für nahezu alle Altersstufen und Schulformen.
Hinter dem Programm "Musik hautnah" steckt die Idee, SchülerInnen "lebendige" Musik zu vermitteln und an sie heranzuführen. Sie bekommen die Möglichkeit, Musik zu erfahren, die über die Unterrichtsinhalte des Musikunterrichts hinausgehen. Dabei steht im Mittelpunkt, MusikerInnen und Musik live zu erleben, unterschiedliche Erscheinungsformen zu präsentieren und die SchülerInnen in Workshops in künstlerische Schaffensvorgänge einzubeziehen. Die MusikerInnen haben die Gelegenheit, ihr Wissen, ihr Können und ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Das Programm, in dem einzelne Angebote zusammengefasst sind, wird schuljahresweise neu erstellt. Das Programm wird zum Ende der Sommerferien an die Schulen verschickt. Die Workshops finden meist in den Schulgebäuden statt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro pro SchülerIn, für FörderschülerInnen 1,50 Euro, Hannover-Aktiv-PassbesitzerInnen nehmen kostenlos teil. Der Anmeldeschluss für dieses Jahr ist am 7. Oktober.
Die Anfänge der Schulkonzerte reichen bis in die 1940er Jahre zurück. Seit 1956 organisiert das Kulturbüro dieses Angebot. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich der Charakter der Konzerte verändert: Waren anfangs fast ausschließlich Konzerte in großen Sälen vor einem zahlreichen Publikum im Angebot, so werden heute überwiegend Workshops vor einer kleinen SchülerInnenzahl angeboten, in denen das Mitmachen und Erleben im Vordergrund steht.
35 Schulen haben sich im Schuljahr 2010/11 angemeldet. 4.528 SchülerInnen haben "Musik hautnah" in 149 Veranstaltungen erlebt. 2009 haben insgesamt 135 Schulveranstaltungen stattgefunden, an denen 4.680 SchülerInnen teilgenommen haben.
Die Stadtverwaltung überprüft im Rahmen der Diskussion um eine zentrale Anmeldestelle für Kinderbetreuungsplätze in Hannover das bisherige Vergabeverfahren. Bereits vor den Sommerferien hat die Verwaltung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das derzeitige Verfahren anhand mehrerer Kriterien untersucht.
"Es gilt dabei mehrere zentrale Punkte zu berücksichtigen", betont Sozial- und Jugenddezernent Thomas Walter anlässlich der Anhörung zum Thema "Zentrale Anmeldestelle für Kinderbetreuungsplätze in Hannover" am (heutigen) Montag im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt. "Wir wollen die Autonomie der Träger aufrechterhalten und ebenso den Elternwillen bei der Platzvermittlung berücksichtigen. Wichtig sind zudem die Beibehaltung des persönlichen Kontaktes zwischen Eltern und Einrichtung sowie die Platzvergabe vor Ort durch die Einrichtung selbst." Bei der gesamten Diskussion müsse klar unterschieden werden zwischen der Anmeldung im Verfahren Information), der Vermittlung (Kontaktaufnahme)und der Vergabe eines Platzes (rechtlicher Vertrag) in einer Kindertageseinrichtung.
Die Anhörung geht auf Initiativen der Ratspolitik zurück, um Meinungen von Betroffenen und Trägern zum derzeitigen Anmeldeverfahren in Hannover einzuholen und Informationen über die Verfahren in anderen Städten (Düsseldorf, Bremen, Lüneburg und Leipzig) zu erhalten.
Über die zentrale Onlinebörse der Landeshauptstadt besteht heute schon die Möglichkeit der zentralen Platzsuche. Dort werden freie Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und bei Tagespflegepersonen ausgewiesen und zentrale Informationen über alle Betreuungsangebote bereitgestellt.
"Anders als in anderen Städten arbeiten wir in Hannover mit über 150 verschiedenen Trägern zusammen, mit denen gemeinsam ein für alle Beteiligten gängiges System entwickelt werden muss", erläutet Walter im Hinblick auf mögliche Veränderungen des Anmeldeverfahrens. Dazu sei zunächst die Bereitschaft der Träger von Bedeutung, einen gewissen Teil ihrer Souveränität abzugeben.
Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass ein solches "gängiges System" viel Konsens erfordert und dass es Zeit zur Entwicklung und zur Einführung braucht. Auch mit nicht unerheblichem Mitteleinsatz sei ggf. zu rechnen. Die Arbeitsgruppe der Stadt Hannover wird deshalb auch abwägen, was kurzfristig im bestehenden System verbessert werden kann und was in eine Gesamterneuerung einfließen kann, wie zum Beispiel die Verständigung auf ein einheitliches Aufnahmeverfahren, inkl. entsprechender Kriterien.
Die Anregungen und Erfahrungen aus der Anhörung werden in die Überlegungen der Arbeitsgruppe einbezogen. Die Verwaltung wird dem Jugendhilfeausschuss zum Sachstand regelmäßig informieren.
Kinderbetreuung in der LHH in Zahlen:
Ein schriftlicher Beratungsbeitrag des Kita-Stadtelternrates für die Arbeit des Jugendhilfeausschusses zu seiner Sitzung am 26.9.2011 und für Folgesitzungen des Jugendhilfe-Ausschusses sowie weiteren Gremien in Politik und Verwaltung, in denen über das Anmeldeverfahren für Kita-Plätze verhandelt wird.
Aufgrund von Rückmeldungen aus der Elternschaft, eigenen Erfahrungen, aber auch aufgrund von Erfahrungen mit der Suche nach einem Kita-Platz über die Eltern bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen zum Thema Kitas berichtet haben, fordert der Kita-Stadtelternrat eine Verbesserung des Anmeldeverfahrens für Kita-Plätze.
Das sind Krippenplätze für die 0-3jährigen, Kindergartenplätze und Hortplätze für die Kinder, die die Grundschule besuchen.
Aktuelle Situation:
Die begründete Befürchtung, bei der Vergabe von Kita-Plätzen leer auszugehen, zwingt die Eltern in Hannover dazu, ihr Kind, dem sie den Kita-Besuch ermöglichen wollen, in 20 und mehr Kitas gleichzeitig anzumelden. Dass Kitas in der Regel erwarten, dass die Eltern dort persönlich vorstellig werden, bedeutet dass viele Eltern einen wahren Kita-Anmelde-Marathon zu absolvieren haben. Darüber hinaus erwarten manche Kitas von den Eltern außerdem, dass sie im zum Teil zweiwöchigen Rhythmus zumindest telefonisch in der Kita auf ihren dringenden Bedarf nach einem Kita-Platz für ihr Kind hinzuweisen haben, andernfalls wird der Name des Kindes von der Anmeldeliste gestrichen.
Trotzdem ist damit keineswegs der Kita-Platz gesichert. Und der Eindruck „Letztlich ruckelt sich dann doch alles zurecht", der bei einer Podiumsdiskussion im Kommunalwahlkampf zum Thema Familie von einer Politikerin der Regierungskoalition in Hannover geäußert wurde, mag vielleicht aus Sicht der Kitas zutreffen, denn diese kriegen ihre freie Plätze stets alle besetzt, aber für die Eltern und ihre Kinder, die leer ausgehen, „ruckelt" sich nichts zurecht.
Der Kita-Stadtelternrat Hannover formuliert in seiner Sitzung am 21.9.2011 folgende Anforderungen an ein zentrales Anmeldeverfahren für Kita-Plätze und stellt seine Überlegungen in Form dieses Vorschlages vor:
1. Das Verfahren muss transparent bleiben und effizient arbeiten.
Begründung: Ein Verfahren, das bei den Eltern den Eindruck erweckt, das gute Beziehungen oder finanzielle Zuwendungen die Chance auf einen Kita-Platz erhöhen wird keine Akzeptanz finden. Und das Verfahren, muss so effizient gestaltet werden, dass die Eltern i. d. R. ihrem Kind den Kita-Platz ermöglichen können, den Sie für Ihr Kind wünschen.
2. Alle Kitas beteiligen sich an dem Verfahren.
Begründung: Ein zentrales Anmeldeverfahren ist unsinnig, wenn sich nicht alle Kitas daran beteiligen würden, weil dann das Prinzip der sehr hohen Zahl an Mehrfachanmeldungen mehr oder weniger unverändert beibehalten werden würde.
3. Die Eltern haben die Möglichkeit, drei Wunsch-Kita-Plätze anzugeben. Der erste, zweite und dritte Wunsch können Plätze in drei verschiedenen Einrichtungen sein, oder drei Plätze in derselben Einrichtung, jedoch mit unterschiedlichen Betreuungszeiten, z.B. Ganztags-, Dreiviertel-, Halbtagsplatz in derselben Kita oder eine Kombination daraus.
Begründung: Damit ist gewährleistet, dass einerseits die Eltern, bei der Erkundung möglicher Kita-Plätze sich auf drei Einrichtungen konzentrieren können und ein „Ablaufen" von 20 und mehr verschiedenen Kitas erspart bleibt. Zudem wächst die Wahrscheinlichkeit, dass ein möglichst wohnortnaher Platz dem Kind ermöglicht wird.
4. Die Anmeldungen werden zentral, z. B. im Familienservice-Büro gesammelt. Der Anmeldebogen kann mit den Angaben zum Erst-, Zweit- und Drittwunsch direkt in eine der drei ausgewählten Kitas abgegeben werden, die den Bogen dann an das Familienservicebüro weiterleiten, oder direkt beim Familienservicebüro. Vorstellbar ist auch die Option einer „Online-Anmeldung".
Im Familienservice-Büro werden per EDV Mehrfachbewerbungen ausgeschlossen. Die zentrale Anmeldestelle meldet jetzt an die Kitas zurück, wie viele und welche Eltern sich bei den jeweils angegebenen Kitas mit Erstwunsch angemeldet haben. In dieser Phase ist der Zweitwunsch noch völlig irrelevant und darf nicht als Kriterium für eine Platzvergabe dienen. Die Kitas sollen deshalb die Zweitwunsch- und Drittwunsch-Angabe auch gar nicht zu sehen bekommen. Die Kitas, bei denen sich ja die Eltern persönlich angemeldet haben vergeben jetzt in einer ersten Runde Plätze.
Begründung: Die Eltern müssen sich sicher sein, dass ihr Erstwunsch in vollem Umfange gültig ist und nicht etwa dadurch entwertet wird, dass eine Kita die Aufnahme ablehnt, weil die Kita vermutet, dass der Zweitwunsch ja sehr aussichtsreich sei.
5. Eltern, die bei der Platzvergabe nicht berücksichtigt wurden, werden von den Kitas zurückgemeldet an die zentrale Anmeldestelle. Es wiederholt sich das unter 4 beschriebene Verfahren. Ebenso wird eine dritte Runde durchgeführt, um bei den Eltern und Kindern, die bislang noch nicht zum Zug gekommen sind, wenigstens die Chance auf die Erfüllung des Drittwunsches zu wahren. Erst dann, wenn auch der Drittwunsch nicht erfüllt werden kann, werden die Eltern über noch freie Kitaplätze informiert, um den Kindern auf diesem Weg einen Kita-Platz zu ermöglichen. Innerhalb einer bestimmten Frist müssen sich die Eltern dann für einen der angebotenen Plätze entscheiden. Die Kita meldet zurück, wenn auf diesem Weg eine Aufnahme erfolgt.
Begründung: Auf diese Weise wird erreicht, dass unnötige Laufereien für betroffene Eltern entfallen.
6. Das Verfahren gilt für Krippenplätze, Kindergartenplätze und Hortplätze. Bestehende bewährte Regelungen, wie z. B. die Geschwisterkindregelung, oder der Verbleib in derselben Einrichtung beim Wechsel von Krippe zu Kindergarten, bzw. von Kindergarten zu Hort, werden beibehalten.
Begründung: Die Geschwisterkindregelung, die vorsieht, dass Geschwisterkinder Vorrang bei der Aufnahme haben, ist für Eltern mit mehreren Kindern enorm wichtig, denn es kann ihnen nicht zugemutet werden, dass sie gleichzeitig mit mehreren verschiedenen Kitas den Kontakt halten müssen, weil ihre Kinder entsprechend „verteilt" wurden. Für vollzeitberufstätige Eltern ist dies fast unmöglich, sofern der Arbeitsplatz nicht gleich in der Nähe der Kita's ist. Auch muss es den Kindern möglich sein, das jeweilige Kita-Folgeangebot in ein und derselben Einrichtung zu besuchen.
7. In dieses Verfahren ist auch die Vergabe von Kita-Plätzen für Kinder mit Behinderungen zu integrieren.
Begründung: Eltern von Kindern mit Behinderungen, auf deren Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Kita-Platz der Kita-Stadtelternrat schon mehrfach hingewiesen hat, sind in diesem Verfahren so zu integrieren, dass auch sie ihrem Kind einen Kita-Platz ermöglichen können.
8. Es ist absehbar, dass in Anbetracht des Mangels an Kita-Plätzen auch nach Abschluss des oben beschriebenen Verfahrens noch Kinder unversorgt bleiben werden. An dieser Stelle steht die Stadt Hannover in der Pflicht, noch stärker als bisher den Ausbau der Kita-Plätze voranzutreiben.
Begründung: Es kann nicht hingenommen werden, dass Kinder denen die Eltern einen Kita-Platz ermöglichen wollen, aufgrund der bestehenden Mangelsituation davon ausgeschlossen werden. Denn es bedeutet für die Kinder in der Regel den Ausschluss davon, mit Gleichaltrigen unter Begleitung bzw. Anleitung durch qualifizierte pädagogische Mitarbeiter der Kitas gemeinschaftlich zu spielen, spielend zu lernen und Erfahrungen von Gemeinschaft zu erleben. (Bildungs- und Erziehungsauftrag der Kitas!) Wie Untersuchungen hinlänglich belegen, bedeutet es eine Benachteiligung beim frühkindlichen Bildungserwerb, wenn Kinder keine Kita besuchen.
9. Trotz der aktuell zu niedrigen Versorgungsquote mit Kita-Plätzen, sind die Kitas durch entsprechende Regelungen dazu in die Lage zu versetzen, dass sie nicht alle Kita-Plätze gleich zu Beginn des Kita-Jahres vergeben, sondern dass auch Plätze freigehalten werden, um z. B. Kindern, die erst im November oder Dezember drei Jahre alt werden, im laufenden Kindergartenjahr noch in den Kindergarten aufnehmen zu können.
Begründung: Kinder, die z. B. „reif" sind für den Kindergarten sollen nicht noch ein halbes Jahr oder noch länger auf die Aufnahme in den Kindergarten warten müssen. Letztlich wirkt sich der Start des Kita-Jahres in etwas kleineren Gruppen auch deshalb positiv aus, weil so das extrem angespannte zahlenmäßige Verhältnis von zu wenig ErzieherInnen und Erziehern für zu große Kita-Gruppen wenigstens ein Stück weit entspannt wird. Für die Eltern wiederum steht nicht selten die berufliche Existenz zur Disposition, wenn es ihnen nicht gelingt, einen Kita-Platz für ihr Kind zu „ergattern".
(Anforderungen des Kita-Stadtelternrates an ein Zentrales Anmeldeverfahren für Kitas, formuliert als Entwurf, erarbeitet in der Kita-Stadtelternrat-Sitzung am 21.9.2011, Georg Weil, Sprecher)