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v.l.n.r.: Dirk von der Osten, Gudrun von Alten, Gisela von Auer (Projektleiterin Diesterweg-Stipendium), Dr. Roland Kaehlbrandt, Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Diesterweg-Stipendium" unterstützt Grundschulkinder mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen oder geringem finanziellen Hintergrund und gutem Leistungspotenzial beim Übergang in weiterführende Schulen - Förderung für Kinder und Eltern
Sprachliche oder familiäre Gründe machen es Eltern - vor allem Zugewanderten - oft schwer, ihre Kinder so zu unterstützen, wie sie es eigentlich wollen. Das kann dazu führen, dass Kinder ihre schulischen Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Das neuartige Diesterweg-Stipendium möchte diese Kinder und ihre Eltern auf dem Bildungsweg von der Grundschule in die weiterführende Schule unterstützen. Es soll Kindern mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen oder anderen Hemmnissen, aber gutem Leistungspotenzial, helfen, den Weg in die weiterführende Schule zu schaffen, sich dort zurechtzufinden und den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu gehen. Gleichzeitig soll das Stipendium die Eltern stärken, damit sie den Bildungsweg ihrer Kinder aktiv begleiten können und sich im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld engagieren.
Die Auswahl der ersten Stipendiaten-Generation erfolgte durch einen eigens eingesetzten Beirat, der sich aus Vorständen der kooperierenden Stiftungen und Akteuren aus dem Kultusbereich zusammensetzt am 13.09.2011. Vorgeschlagen wurden die Stipendiaten von hannoverschen Grundschulen, die sich vor allem in den Stadtbezirken Kleefeld-Buchholz, Misburg-Anderten und Kirchrode-Bemerode-Wülferode befinden.
Bis Juli 2013 können zunächst rund10 hannoversche Grundschulkinder der Klasse vier mit ihren Eltern für die Dauer von zwei Jahren (Klassen vier und fünf) in das Stipendienprogramm aufgenommen werden. Zu den 10 Stipendiaten kommen 17 Erwachsene und 19 Geschwisterkinder hinzu.
Die Schülerinnen und Schüler stammen von der IGS Roderbruch/Primarbereich, GS Lüneburger Damm, GS an der Feldbuschwende, GS Kurt-Schumacher-Straße, Pestalozzischule-Grundschule und GS Mengendamm.
Durchgeführt wird das Projekt von der Familienbildung der AWO Region Hannover e.V..
Für die Bildungsbegleitung des Diesterweg-Stipendiums wurde Gudrun von Alten gewonnen. Sie bringt langjährige Erfahrungen als Diplom Sozialpädagogin in einer Jugendwerkstatt der AWO für vornehmlich Jugendliche mit Migrationshintergrund mit.
Das Stipendium umfasst 12 Kinderakademien an Sonnabenden zu den Themen Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Technik, Theater, Kunst und Musik. Es umfasst ferner parallel veranstaltete Elternakademien zur Erziehungspraxis und Bildungsbegleitung, zum deutschen Bildungs- und Schulsystem sowie zu Mitwirkungsmöglichkeiten im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld. Das Akademie-Programm wird an zentralen Lernorten in Hannover und Umgebung durchgeführt. Außerdem werden den Kindern und ihren Eltern Exkursionen in Hannover und in die nähere niedersächsische Umgebung geboten. Schließlich umfasst das Stipendium einen Bildungsfonds, aus dem pro Stipendium einkommensabhängig jeweils bis zu 1.250 € in zwei Jahren für Bildungsanschaffungen und -maßnahmen beantragt werden können.
Das Stipendium ist nach dem deutschen Aufklärer, Pädagogen und Wegbereiter der Volksschule Adolph Diesterweg benannt, der im Jahre 1816 zu den Gründern der Polytechnischen Gesellschaft gehörte. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main hat dieses Projekt unter maßgeblicher Mitwirkung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Roland Kaehlbrandt entwickelt und erstmals 2008 durchgeführt.
Die Schirmherrschaft über das Projekt hat der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stephan Weil übernommen und macht damit deutlich, wie wichtig der Stadt Integration in die Stadtgesellschaft durch Bildung ist.
Die Stiftung Soziale Zukunft und weitere kooperierende Stiftungen, wie die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und die TUI-Stiftung, tragen die Kosten des Projektes zunächst im ersten Jahr. Darüber hinaus erhofft sich die Stiftung Soziale Zukunft, dass weitere Partner, Institutionen und Einzelspender dieses Projekt mit unterstützen und zum Gelingen beitragen.
Am 23.09.2011 wurden die Stipendiaten und ihre Familie in einer feierlichen Auftaktveranstaltung in der Grundschule Feldbuschwende in das Diesterweg-Stipendium aufgenommen. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu einem hohen Bildungsabschluss, der ihren Wünschen und Fähigkeiten entspricht, zu bewegen" sagte dazu der Vorstand der Stiftung, Dirk von der Osten. „Kinder aus einkommensschwachen Familien oder mit förderbedürftigen Deutschkenntnissen, wollen wir ihren Fähigkeiten entsprechend fördern. Die soziale Herkunft darf ihren späteren Bildungsweg nicht verbauen. Wir wollen sie in den Akademietagen reizen, mehr wissen und lernen zu wollen. Wir geben Ihnen dabei Hilfestellungen. Besonders wichtig ist es uns deshalb, dass die Eltern Anteil am Schulalltag und an Freizeitaktivitäten ihrer Kinder, die diese Lernsituationen schaffen, nehmen und sie nach Kräften unterstützen."
Um es SchülerInnen zu ermöglichen, "Musik hautnah" zu erleben, bietet das Kulturbüro der Stadt alljährlich das Schulkonzert-Programm an. LehrerInnen wählen aus dem umfangreichen Programm einzelne Workshops beziehungsweise Konzerte für ihre SchülerInnen aus und buchen sie über das Kulturbüro. Das Programm ist breit gefächert und bietet unterschiedlichste Musikangebote für nahezu alle Altersstufen und Schulformen.
Hinter dem Programm "Musik hautnah" steckt die Idee, SchülerInnen "lebendige" Musik zu vermitteln und an sie heranzuführen. Sie bekommen die Möglichkeit, Musik zu erfahren, die über die Unterrichtsinhalte des Musikunterrichts hinausgehen. Dabei steht im Mittelpunkt, MusikerInnen und Musik live zu erleben, unterschiedliche Erscheinungsformen zu präsentieren und die SchülerInnen in Workshops in künstlerische Schaffensvorgänge einzubeziehen. Die MusikerInnen haben die Gelegenheit, ihr Wissen, ihr Können und ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Das Programm, in dem einzelne Angebote zusammengefasst sind, wird schuljahresweise neu erstellt. Das Programm wird zum Ende der Sommerferien an die Schulen verschickt. Die Workshops finden meist in den Schulgebäuden statt. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro pro SchülerIn, für FörderschülerInnen 1,50 Euro, Hannover-Aktiv-PassbesitzerInnen nehmen kostenlos teil. Der Anmeldeschluss für dieses Jahr ist am 7. Oktober.
Die Anfänge der Schulkonzerte reichen bis in die 1940er Jahre zurück. Seit 1956 organisiert das Kulturbüro dieses Angebot. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich der Charakter der Konzerte verändert: Waren anfangs fast ausschließlich Konzerte in großen Sälen vor einem zahlreichen Publikum im Angebot, so werden heute überwiegend Workshops vor einer kleinen SchülerInnenzahl angeboten, in denen das Mitmachen und Erleben im Vordergrund steht.
35 Schulen haben sich im Schuljahr 2010/11 angemeldet. 4.528 SchülerInnen haben "Musik hautnah" in 149 Veranstaltungen erlebt. 2009 haben insgesamt 135 Schulveranstaltungen stattgefunden, an denen 4.680 SchülerInnen teilgenommen haben.
Die Stadtverwaltung überprüft im Rahmen der Diskussion um eine zentrale Anmeldestelle für Kinderbetreuungsplätze in Hannover das bisherige Vergabeverfahren. Bereits vor den Sommerferien hat die Verwaltung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das derzeitige Verfahren anhand mehrerer Kriterien untersucht.
"Es gilt dabei mehrere zentrale Punkte zu berücksichtigen", betont Sozial- und Jugenddezernent Thomas Walter anlässlich der Anhörung zum Thema "Zentrale Anmeldestelle für Kinderbetreuungsplätze in Hannover" am (heutigen) Montag im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt. "Wir wollen die Autonomie der Träger aufrechterhalten und ebenso den Elternwillen bei der Platzvermittlung berücksichtigen. Wichtig sind zudem die Beibehaltung des persönlichen Kontaktes zwischen Eltern und Einrichtung sowie die Platzvergabe vor Ort durch die Einrichtung selbst." Bei der gesamten Diskussion müsse klar unterschieden werden zwischen der Anmeldung im Verfahren Information), der Vermittlung (Kontaktaufnahme)und der Vergabe eines Platzes (rechtlicher Vertrag) in einer Kindertageseinrichtung.
Die Anhörung geht auf Initiativen der Ratspolitik zurück, um Meinungen von Betroffenen und Trägern zum derzeitigen Anmeldeverfahren in Hannover einzuholen und Informationen über die Verfahren in anderen Städten (Düsseldorf, Bremen, Lüneburg und Leipzig) zu erhalten.
Über die zentrale Onlinebörse der Landeshauptstadt besteht heute schon die Möglichkeit der zentralen Platzsuche. Dort werden freie Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und bei Tagespflegepersonen ausgewiesen und zentrale Informationen über alle Betreuungsangebote bereitgestellt.
"Anders als in anderen Städten arbeiten wir in Hannover mit über 150 verschiedenen Trägern zusammen, mit denen gemeinsam ein für alle Beteiligten gängiges System entwickelt werden muss", erläutet Walter im Hinblick auf mögliche Veränderungen des Anmeldeverfahrens. Dazu sei zunächst die Bereitschaft der Träger von Bedeutung, einen gewissen Teil ihrer Souveränität abzugeben.
Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass ein solches "gängiges System" viel Konsens erfordert und dass es Zeit zur Entwicklung und zur Einführung braucht. Auch mit nicht unerheblichem Mitteleinsatz sei ggf. zu rechnen. Die Arbeitsgruppe der Stadt Hannover wird deshalb auch abwägen, was kurzfristig im bestehenden System verbessert werden kann und was in eine Gesamterneuerung einfließen kann, wie zum Beispiel die Verständigung auf ein einheitliches Aufnahmeverfahren, inkl. entsprechender Kriterien.
Die Anregungen und Erfahrungen aus der Anhörung werden in die Überlegungen der Arbeitsgruppe einbezogen. Die Verwaltung wird dem Jugendhilfeausschuss zum Sachstand regelmäßig informieren.
Kinderbetreuung in der LHH in Zahlen:
Ein schriftlicher Beratungsbeitrag des Kita-Stadtelternrates für die Arbeit des Jugendhilfeausschusses zu seiner Sitzung am 26.9.2011 und für Folgesitzungen des Jugendhilfe-Ausschusses sowie weiteren Gremien in Politik und Verwaltung, in denen über das Anmeldeverfahren für Kita-Plätze verhandelt wird.
Aufgrund von Rückmeldungen aus der Elternschaft, eigenen Erfahrungen, aber auch aufgrund von Erfahrungen mit der Suche nach einem Kita-Platz über die Eltern bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen zum Thema Kitas berichtet haben, fordert der Kita-Stadtelternrat eine Verbesserung des Anmeldeverfahrens für Kita-Plätze.
Das sind Krippenplätze für die 0-3jährigen, Kindergartenplätze und Hortplätze für die Kinder, die die Grundschule besuchen.
Aktuelle Situation:
Die begründete Befürchtung, bei der Vergabe von Kita-Plätzen leer auszugehen, zwingt die Eltern in Hannover dazu, ihr Kind, dem sie den Kita-Besuch ermöglichen wollen, in 20 und mehr Kitas gleichzeitig anzumelden. Dass Kitas in der Regel erwarten, dass die Eltern dort persönlich vorstellig werden, bedeutet dass viele Eltern einen wahren Kita-Anmelde-Marathon zu absolvieren haben. Darüber hinaus erwarten manche Kitas von den Eltern außerdem, dass sie im zum Teil zweiwöchigen Rhythmus zumindest telefonisch in der Kita auf ihren dringenden Bedarf nach einem Kita-Platz für ihr Kind hinzuweisen haben, andernfalls wird der Name des Kindes von der Anmeldeliste gestrichen.
Trotzdem ist damit keineswegs der Kita-Platz gesichert. Und der Eindruck „Letztlich ruckelt sich dann doch alles zurecht", der bei einer Podiumsdiskussion im Kommunalwahlkampf zum Thema Familie von einer Politikerin der Regierungskoalition in Hannover geäußert wurde, mag vielleicht aus Sicht der Kitas zutreffen, denn diese kriegen ihre freie Plätze stets alle besetzt, aber für die Eltern und ihre Kinder, die leer ausgehen, „ruckelt" sich nichts zurecht.
Der Kita-Stadtelternrat Hannover formuliert in seiner Sitzung am 21.9.2011 folgende Anforderungen an ein zentrales Anmeldeverfahren für Kita-Plätze und stellt seine Überlegungen in Form dieses Vorschlages vor:
1. Das Verfahren muss transparent bleiben und effizient arbeiten.
Begründung: Ein Verfahren, das bei den Eltern den Eindruck erweckt, das gute Beziehungen oder finanzielle Zuwendungen die Chance auf einen Kita-Platz erhöhen wird keine Akzeptanz finden. Und das Verfahren, muss so effizient gestaltet werden, dass die Eltern i. d. R. ihrem Kind den Kita-Platz ermöglichen können, den Sie für Ihr Kind wünschen.
2. Alle Kitas beteiligen sich an dem Verfahren.
Begründung: Ein zentrales Anmeldeverfahren ist unsinnig, wenn sich nicht alle Kitas daran beteiligen würden, weil dann das Prinzip der sehr hohen Zahl an Mehrfachanmeldungen mehr oder weniger unverändert beibehalten werden würde.
3. Die Eltern haben die Möglichkeit, drei Wunsch-Kita-Plätze anzugeben. Der erste, zweite und dritte Wunsch können Plätze in drei verschiedenen Einrichtungen sein, oder drei Plätze in derselben Einrichtung, jedoch mit unterschiedlichen Betreuungszeiten, z.B. Ganztags-, Dreiviertel-, Halbtagsplatz in derselben Kita oder eine Kombination daraus.
Begründung: Damit ist gewährleistet, dass einerseits die Eltern, bei der Erkundung möglicher Kita-Plätze sich auf drei Einrichtungen konzentrieren können und ein „Ablaufen" von 20 und mehr verschiedenen Kitas erspart bleibt. Zudem wächst die Wahrscheinlichkeit, dass ein möglichst wohnortnaher Platz dem Kind ermöglicht wird.
4. Die Anmeldungen werden zentral, z. B. im Familienservice-Büro gesammelt. Der Anmeldebogen kann mit den Angaben zum Erst-, Zweit- und Drittwunsch direkt in eine der drei ausgewählten Kitas abgegeben werden, die den Bogen dann an das Familienservicebüro weiterleiten, oder direkt beim Familienservicebüro. Vorstellbar ist auch die Option einer „Online-Anmeldung".
Im Familienservice-Büro werden per EDV Mehrfachbewerbungen ausgeschlossen. Die zentrale Anmeldestelle meldet jetzt an die Kitas zurück, wie viele und welche Eltern sich bei den jeweils angegebenen Kitas mit Erstwunsch angemeldet haben. In dieser Phase ist der Zweitwunsch noch völlig irrelevant und darf nicht als Kriterium für eine Platzvergabe dienen. Die Kitas sollen deshalb die Zweitwunsch- und Drittwunsch-Angabe auch gar nicht zu sehen bekommen. Die Kitas, bei denen sich ja die Eltern persönlich angemeldet haben vergeben jetzt in einer ersten Runde Plätze.
Begründung: Die Eltern müssen sich sicher sein, dass ihr Erstwunsch in vollem Umfange gültig ist und nicht etwa dadurch entwertet wird, dass eine Kita die Aufnahme ablehnt, weil die Kita vermutet, dass der Zweitwunsch ja sehr aussichtsreich sei.
5. Eltern, die bei der Platzvergabe nicht berücksichtigt wurden, werden von den Kitas zurückgemeldet an die zentrale Anmeldestelle. Es wiederholt sich das unter 4 beschriebene Verfahren. Ebenso wird eine dritte Runde durchgeführt, um bei den Eltern und Kindern, die bislang noch nicht zum Zug gekommen sind, wenigstens die Chance auf die Erfüllung des Drittwunsches zu wahren. Erst dann, wenn auch der Drittwunsch nicht erfüllt werden kann, werden die Eltern über noch freie Kitaplätze informiert, um den Kindern auf diesem Weg einen Kita-Platz zu ermöglichen. Innerhalb einer bestimmten Frist müssen sich die Eltern dann für einen der angebotenen Plätze entscheiden. Die Kita meldet zurück, wenn auf diesem Weg eine Aufnahme erfolgt.
Begründung: Auf diese Weise wird erreicht, dass unnötige Laufereien für betroffene Eltern entfallen.
6. Das Verfahren gilt für Krippenplätze, Kindergartenplätze und Hortplätze. Bestehende bewährte Regelungen, wie z. B. die Geschwisterkindregelung, oder der Verbleib in derselben Einrichtung beim Wechsel von Krippe zu Kindergarten, bzw. von Kindergarten zu Hort, werden beibehalten.
Begründung: Die Geschwisterkindregelung, die vorsieht, dass Geschwisterkinder Vorrang bei der Aufnahme haben, ist für Eltern mit mehreren Kindern enorm wichtig, denn es kann ihnen nicht zugemutet werden, dass sie gleichzeitig mit mehreren verschiedenen Kitas den Kontakt halten müssen, weil ihre Kinder entsprechend „verteilt" wurden. Für vollzeitberufstätige Eltern ist dies fast unmöglich, sofern der Arbeitsplatz nicht gleich in der Nähe der Kita's ist. Auch muss es den Kindern möglich sein, das jeweilige Kita-Folgeangebot in ein und derselben Einrichtung zu besuchen.
7. In dieses Verfahren ist auch die Vergabe von Kita-Plätzen für Kinder mit Behinderungen zu integrieren.
Begründung: Eltern von Kindern mit Behinderungen, auf deren Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Kita-Platz der Kita-Stadtelternrat schon mehrfach hingewiesen hat, sind in diesem Verfahren so zu integrieren, dass auch sie ihrem Kind einen Kita-Platz ermöglichen können.
8. Es ist absehbar, dass in Anbetracht des Mangels an Kita-Plätzen auch nach Abschluss des oben beschriebenen Verfahrens noch Kinder unversorgt bleiben werden. An dieser Stelle steht die Stadt Hannover in der Pflicht, noch stärker als bisher den Ausbau der Kita-Plätze voranzutreiben.
Begründung: Es kann nicht hingenommen werden, dass Kinder denen die Eltern einen Kita-Platz ermöglichen wollen, aufgrund der bestehenden Mangelsituation davon ausgeschlossen werden. Denn es bedeutet für die Kinder in der Regel den Ausschluss davon, mit Gleichaltrigen unter Begleitung bzw. Anleitung durch qualifizierte pädagogische Mitarbeiter der Kitas gemeinschaftlich zu spielen, spielend zu lernen und Erfahrungen von Gemeinschaft zu erleben. (Bildungs- und Erziehungsauftrag der Kitas!) Wie Untersuchungen hinlänglich belegen, bedeutet es eine Benachteiligung beim frühkindlichen Bildungserwerb, wenn Kinder keine Kita besuchen.
9. Trotz der aktuell zu niedrigen Versorgungsquote mit Kita-Plätzen, sind die Kitas durch entsprechende Regelungen dazu in die Lage zu versetzen, dass sie nicht alle Kita-Plätze gleich zu Beginn des Kita-Jahres vergeben, sondern dass auch Plätze freigehalten werden, um z. B. Kindern, die erst im November oder Dezember drei Jahre alt werden, im laufenden Kindergartenjahr noch in den Kindergarten aufnehmen zu können.
Begründung: Kinder, die z. B. „reif" sind für den Kindergarten sollen nicht noch ein halbes Jahr oder noch länger auf die Aufnahme in den Kindergarten warten müssen. Letztlich wirkt sich der Start des Kita-Jahres in etwas kleineren Gruppen auch deshalb positiv aus, weil so das extrem angespannte zahlenmäßige Verhältnis von zu wenig ErzieherInnen und Erziehern für zu große Kita-Gruppen wenigstens ein Stück weit entspannt wird. Für die Eltern wiederum steht nicht selten die berufliche Existenz zur Disposition, wenn es ihnen nicht gelingt, einen Kita-Platz für ihr Kind zu „ergattern".
(Anforderungen des Kita-Stadtelternrates an ein Zentrales Anmeldeverfahren für Kitas, formuliert als Entwurf, erarbeitet in der Kita-Stadtelternrat-Sitzung am 21.9.2011, Georg Weil, Sprecher)
04. Oktober, Dienstag
14.30 - 15.30 Uhr / Freizeitheim Ricklingen
(Jeden Dienstag)
Das Projekt „Internationaler Kinderchor Ricklingen" hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, die bereits in der Kita und in der Schule Interesse an Musik und besonders am Singen entwickelt haben, eine Chance auf musikalische Bildung zu geben und damit Musik persönlich und aktiv erlebbar zu machen. Die Eltern haben Gelegenheit, sich in gemütlicher Atmosphäre zu treffen und auszutauschen.
Leitung: Lydia Scheck. Dieses Projekt findet in Kooperation mit der Musikschule Hannover statt.
Auch in diesem Jahr können sich die rund 4.000 Mädchen und Jungen der ersten Klassen in Hannover wieder über ein ganz besonderes Buchgeschenk freuen. In den ersten Wochen des neuen Schuljahres bekommen sie Besuch von den MitarbeiterInnen der Stadtbibliothek Hannover, die das Erstlesebuch "Drei Abenteuer mit Erdmännchen Gustav" des hannoverschen Kinderbuchautors und -illustrators Ingo Siegner im Gepäck haben. Die Sonderausgabe ist mit ihrem lokalen Bezug - Gustav erlebt Abenteuer im Zoo, im Rathaus, am Bahnhof und im Stadion von Hannover 96 - besonders geeignet, Kindern Spaß am Lesen zu vermitteln.
Heute (Freitag) hat Ingo Siegner gemeinsam mit Angelika Brauns, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek Hannover, den
SchulanfängerInnen
der Grundschule Meterstraße ihre Erstlesebücher überreicht.
Partnerbibliothek der Schule ist die Kinder- und Jugendbibliothek
Südstadt.
Das Erstlesebuch entstand in Zusammenarbeit zwischen der Stadtbibliothek Hannover, Ingo Siegner und dem Verlag Leuenhagen & Paris.
Im Buch werden die Eltern auf der ersten Seite
persönlich angesprochen und zu einem Besuch in einer der
Stadtbibliotheken eingeladen. Unter "Mehr Leseabenteuer gibt es hier"
finden sich auf der Rückseite des Einbandes sämtliche Stadtbibliotheken
mit
Adressen und Telefonnummern.
Der Besuch bei den ErstklässlerInnen findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Alle Schulklassen erhalten für ihr Klassenzimmer zusätzlich einen Geburtstagskalender mit Motiven aus dem Buch und der Einladung in die Stadtbibliothek.
Die Erstklässleraktion ist ein Baustein im altersabgestuften Konzept zur Leseförderung der Stadtbibliothek Hannover. Erstmals erhalten auch LehrerInnen ein Buch und können didaktisches Material aus der Stadtteilbibliothek entleihen. Alle Aktionen verfolgen das Ziel, den Kindern in Hannover unabhängig von ihrer Herkunft gute Bildungschancen zu eröffnen.
Jugendliche leben insgesamt gerne in Niedersachsen - besonders hoch ist die Zufriedenheit der Jugendlichen mit ihrem Lebensumfeld in der Stadt Osnabrück und im Landkreis Vechta, am niedrigsten im Landkreis Helmstedt. Die nun vom Landesjugendring Niedersachsen e.V. veröffentlichten glüXkarten illustrieren anschaulich, wie junge Menschen in Niedersachsen die Lebensqualität ihres Wohnortes einschätzen. Fast 5.000 Jugendliche hatten in den vergangenen zwei Monaten ihren Wohnort bewertet - gefragt wurde insbesondere nach den Freizeitmöglichkeiten nach der Schul- und Ausbildungssituation und nach den Beteiligungsmöglichkeiten. Positiv beurteilt werden dabei vor allem die nichtkommerziellen Freizeitangebote der Jugendverbände und die Sportmöglichkeiten; diese werden im landesweiten Durchschnitt mit 2,9 bzw. 2,6 bewertet; deutlich schlechter werden hingegen die kommerziellen Freizeitangebote (Kino, Konzerte, Bistros,...) beurteilt.
Jugendliche heute weniger glücklich als 2006
Während andere Studien, wie z.B. der jüngst vorgestellte „Glücksatlas" zu dem Ergebnis kommt, dass die Lebensqualität in den vergangenen Jahren gestiegen ist, kommt der glüXtest für die Lebenssituation junger Menschen zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Beurteilungen aus dem Jahr 2011 sind im Landesdurchschnitt bei fast allen Fragen schlechter als 2006 - lediglich der ÖPNV und die Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation werden 2011 besser beurteilt als vor 5 Jahren.Auch für einige Landkreise ist der direkte Vergleich zwischen 2006 und 2011 möglich. Positiver als noch 2006 wurden 2011 die Städte Hannover und Braunschweig sowie die Landkreise Vechta, Göttingen, Osterode, Hildesheim und Wolfenbüttel bewertet. Deutlich schlechter beurteilt wird die Lebenssituation hingegen in den Landkreisen Helmstedt, Harburg, Gifhorn, Cloppenburg, Diepholz, Leer, im Heidekreis, in der Region Hannover und der Grafschaft Bentheim.
Familie und Freundschaften wichtiger Faktor zum Wohlfühlen
Deutlich wird bei den Ergebnissen des glüXtests aber auch: Auch wenn die Beurteilungen der Jugendlichen hinsichtlich der Freizeit- und Beteiligungsmöglichkeiten sowie der Schul- und Ausbildungssituation oftmals nur „befriedigend" sind, so leben die meisten doch gerne in ihrer Stadt. Ausschlaggebend dafür sind für die Jugendlichen offensichtlich auch weitere Faktoren, wie z.B. Familie und Freundeskreis, die maßgeblich dazu beitragen, dass sie gerne in ihrem jeweiligen Wohnort leben.
Interesse an Politik ist da - aber nicht die Möglichkeit, mitzuwirken
Besonders schlecht fallen die Noten für die jugendpolitischen Beteiligungsmöglichkeiten aus. Für die Frage „Wie beurteilst du die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen?" gaben die Jugendlichen die Note 3,7, bei der Frage, wie stark sie sich von Politiker-inne-n ernst genommen fühlen, gab es sogar nur eine 3,9. Diese Ergebnisse sind nach Ansicht des Landesjugendrings ein Warnsignal für die Politiker-innen: „Jugendliche müssen von Parteien besonders angesprochen und ihre Wünsche ernst genommen werden. Das große Interesse an der neXTvote-Kampagne hat gezeigt, dass Jugendliche sich für ihre Stadt interessieren und sich vor Ort engagieren wollen, wenn man sie nur lässt", so Susanne Martin vom LJR-Vorstand.
Ausbildungsplatz-Situation und Schulen „befriedigend"
Die Ausbildungs- und Arbeitsplatz-Situation bewerten die Jugendlichen durchschnittlich mit einer 3,2. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede: In den Regionen, die einen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen haben, gibt es von den Jugendlichen nur eine 3,4, in Regionen mit Zuwachs hingegen eine 3,0. Auch der bauliche Zustand der Schulen und deren Ausstattung wird in diesen Regionen positiver bewertet (2,8) als in den Landkreisen mit einem negativen Bevölkerungssaldo (3,1). Weniger zufrieden sind die Jugendlichen auch mit den Bemühungen der Kommunalpolitiker-innen, diese Situation zu verbessern - die Durchschnittsnote ist hier eine 3,6.
Das Online-Voting war Bestandteil der neXTvote-Kampagne des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. zur Kommunalwahl am 11.09.2011 und wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration gefördert. Detaillierte Ergebnisse, auch aus den einzelnen Landkreisen und Städten Niedersachsens, sind auf www.neXTvote.de veröffentlicht; dort sind die Ergebnisse für 38 Landkreise/kreisfreie Städte und 26 weitere Kommunen zu finden, in denen mindestens 20 Jugendliche am glüXtest teilgenommen haben.
Ab Montag, 26. September, nimmt der Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün wieder Kastanien und Eicheln für die Winterfütterung der Tiere im Tiergarten an. Annahmestellen sind der Wirtschaftsgebäude an der Tiergartenstraße 149 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr), der Forsthof, Am Pferdeturm 1 (montags bis donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr, freitags von 7 bis 12 Uhr), und der Betriebshof Mecklenheide (Zufahrt Kindertagesstätte), Schulenburger Landstraße 331 (montags bis donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr, freitags von 7 bis 12 Uhr). Bis zum 7. Oktober können dort Kastanien und Eicheln abgegeben werden (nicht an den Wochenenden).
Die gesammelten Baumfrüchte sollten nicht längere Zeit in Plastiktüten aufbewahrt werden, weil sie sonst schimmeln und für das Wild nicht mehr genießbar sind. Geeignete Sammel- und Lagerbehälter sind zum Beispiel Span- oder Drahtkörbe.
Bei der Abgabe erhalten Kinder wie in jedem Jahr eine gestaltete Baumscheibe, die als Eintrittskarte für das Tiergartenfest am Sonnabend, 8. Oktober (ab 13 Uhr), gilt. Darüber hinaus gibt es dafür ein kostenloses Getränk und ein Stück Kuchen während des Festes. Alle übrigen Interessierten können Eintrittskarten zum Tiergartenfest ausschließlich an der Tageskasse erwerben. Sie kosten für Erwachsene zwei Euro, für Kinder (bis 14 Jahre) ohne Baumscheiben einen Euro. Für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt zum Tiergartenfest frei.