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Sehenswürdigkeiten

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Bauwerke

Das Neue Rathaus mit Maschteich
Das Neue Rathaus mit Maschteich

Im Zentrum der Altstadt befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Marktkirche mit dem Marktplatz nebst Marktbrunnen. Zusammen mit dem Alten Rathaus ist sie Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Die Kreuzkirche im gleichnamigen Viertel besitzt ein wertvolles Altargemälde von Lucas Cranach d. Ä. In der Nähe steht in der Burgstraße 12 das älteste erhaltene Fachwerkhaus Hannovers von 1564/1566 (Foto siehe Gründung und erste Blüte). Der in den Jahren 1649–1664 errichtete Ballhof war lange Zeit der größte Veranstaltungssaal der Stadt und ist heute Spielstätte des Schauspielhauses. Am Holzmarkt mit dem Oskar-Winter-Brunnen steht neben dem kurz vor 1900 errichteten Nolte-Haus das im Jahre 1499 an anderer Stelle im Stil der Renaissance erbaute, im Krieg zerstörte und 1983 rekonstruierte Leibnizhaus. Nicht weit entfernt befindet sich das Marstalltor von Louis Remy de la Fosse.

Von den mittelalterlichen Stadtverteidigungstürmen ist lediglich der Beginenturm am Historischen Museum vollständig erhalten, außerdem in Rudimenten der Borgentrickturm im Foyer der Volkshochschule Hannover. Von den Türmen der Hannoverschen Landwehr stehen noch der Döhrener Turm, der Pferdeturm und der Turm auf dem Lindener Berg. Der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissene Lister Turm war 1895 durch eine romantisierende Nachbildung ersetzt worden.

In der Calenberger Neustadt befinden sich die barocke Neustädter Kirche und die Basilika St. Clemens, der erste Neubau einer katholischen Kirche in Hannover nach der Reformation. Die Glocken der benachbarten Evangelisch-Reformierten Kirche wurden von Königin Victoria von England gestiftet. In der Nähe liegt das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv. Davor auf dem Mittelstreifen des Leibnizufers befindet sich der Duve-Brunnen.

Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts prägte der Architekt und Stadtplaner Georg Ludwig Friedrich Laves Hannover im Stil des Klassizismus. Bedeutende Bauwerke von ihm sind das Opernhaus, die Waterloosäule, das Wangenheimpalais und das Laveshaus gegenüber dem Neuen Rathaus. Das Leineschloss (heute Sitz des Niedersächsischen Landtages) baute er um und erweiterte es u.a. mit dem Portikus in der Leinstraße.

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde der hannoversche Rundbogenstil geschaffen, u.a. durch den Gründer und wichtigsten Vertreter der Hannoverschen Architekturschule Conrad Wilhelm Hase. Beispiel für diese Richtung ist das 1855 fertiggestellte Künstlerhaus in der Sophienstraße.

Neogotische Kirchen sind die Gartenkirche St. Marien mit dem Gartenfriedhof in der Marienstraße, die Christuskirche am Klagesmarkt, die Lutherkirche in der Nordstadt und die Erlöserkirche in Linden-Süd.

Das im Stil des Eklektizismus erbaute und 1913 eröffnete Neue Rathaus liegt zwischen Altstadt und Maschpark. Die in der Kuppel in einer Höhe von fast 100 Metern befindliche Aussichtsplattform kann (außer im Winter) in dem einzigartigen Kuppelaufzug mit einem bogenförmigen Fahrverlauf von Besuchern erreicht werden. In der Empfangshalle des Rathauses befinden sich vier Stadtmodelle, die die Stadt in den Jahren 1689, 1939, 1945 und der Gegenwart zeigen.

Zu gleicher Zeit aber in völlig anderem Baustil wurde von 1911 bis 1914 die Stadthalle mit dem Kuppelsaal errichtet. Deren Architekten waren Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer.

Im Gebäude des 1905 erbauten und 1982 stillgelegten Goseriede-Bades befindet sich heute die Kestnergesellschaft. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Mitteltrakt wurde durch einen Neubau ersetzt. Gegenüber an der Goseriede liegt der Tiedthof, ein Beispiel für die Revitalisierung alter Bausubstanz.

Der Backsteinexpressionismus der 1920er und 1930er Jahre wird vor allem repräsentiert durch das Anzeiger-Hochhaus am Steintor von Fritz Höger, das Gebäude der Stadtbibliothek Hannover in der Hildesheimer Straße und das Capitol-Hochhaus am Schwarzen Bären in Linden. Zahlreiche im gleichen Baustil erbaute Wohnhäuser befinden sich auch in der Südstadt, der List, Kleefeld und Ricklingen.

Die Architektur der Nachkriegszeit bestimmte auch Dieter Oesterlen mit Bauten wie dem Historischen Museum und dem Funkhaus des NDR am Maschsee. Er entwarf auch den Neubau der Kirche St. Martin in Linden-Mitte, von der nur der Kirchturm den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte. An ihrer Außenwand befindet sich ein modernes Relief des Heiligen Martin von dem Bildhauer Kurt Lehmann.

In den 1970er Jahren prägte der Brutalismus mit Bauwerken wie dem Kröpcke-Center, dem Bredero-Hochhaus und dem Ihme-Zentrum die Stadt.

Beispiele für die Architektur der Gegenwart sind der gläserne Verwaltungsbau der NORD/LB am Aegidientorplatz und das gläserne Torhaus am Aegi sowie der Gehry-Tower des Architekten Frank O. Gehry.

36 Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind durch den Roten Faden miteinander verbunden. Diese 4,2 Kilometer lange, auf das Pflaster gemalte rote Linie führt in Form eines Rundganges von der Tourist-Information durch die Innenstadt und zurück zum Hauptbahnhof.

Am Stadtrand am Rande des Kronsbergs liegt der Gewerbepark Expo Park Hannover. In ihm sind aus Zeiten der Expo 2000 unter anderem der Planet M, der Deutsche Pavillon, der Expowal und die weitläufige EXPO-Plaza erhalten geblieben. Über die monumentale Fußgängerbrücke Exponale erreicht man das Messegelände Hannover. Schon von weitem erkennt man im Zentrum des Geländes das größte freitragende Holzdach der Welt (EXPO-Dach), den Mannesmannturm und den 88,8 Meter hohen Hermesturm, der auf einer Höhe von 65 Metern eine Aussichtsplattform hat.

Im Stadtteil Groß-Buchholz steht mit dem Telemax der höchste Funkturm Niedersachsens, der gleichzeitig das höchste Bauwerk des Bundeslandes darstellt. Der alte Fernsehturm am Hauptbahnhof wird heute als VW-Tower bezeichnet und dient nur noch Werbezwecken.

Eine umfassende Übersicht über wichtige Bauwerke in Hannover, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden oder aus anderen Gründen wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind, findet sich in der Liste der verschwundenen Bauwerke des alten Hannover.

Denkmäler und Straßenkunst

Nanas am Leineufer
Nanas am Leineufer

In den 1970er Jahren startete die Stadt ein ambitioniertes Straßenkunstprogramm. Bekanntestes und damals äußerst umstrittenes Objekt sind die 1974 aufgestellten Nanas von Niki de Saint Phalle. Im Lauf der Zeit wurde zwischen dem Leineufer und dem Königsworther Platz mit sieben weiteren Objekten auf 1,2 km Länge die Skulpturenmeile geschaffen.

In den 1990er Jahren entstanden mit dem Projekt Busstops zehn von internationalen Designern entworfene Bus- und Stadtbahnhaltestellen. Diese befinden sich beispielsweise am Steintor (Designer Alessandro Mendini), am Königsworther Platz (Ettore Sottsass), am Maschsee / Sprengel-Museum (Heike Mühlhaus) und am Braunschweiger Platz (Frank O. Gehry).

Nahe dem Niedersächsischen Landtag im Leineschloss befindet sich die Skulpturengruppe der Göttinger Sieben, welche an den Protest von sieben Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Landesverfassung durch König Ernst August I. im Jahre 1837 erinnert.

Zu Ehren dieses Königs war im Jahr 1861 das Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof errichtet worden. Es ist heute ein beliebter Treffpunkt (man trifft sich Unterm Schwanz).

Weitere Denkmäler, Skulpturen, Kunstwerke sind in der Liste der Denkmäler in Hannover aufgeführt.

Grünflächen und Naherholung

Zoo, Tiergarten

? Hauptartikel: Zoo Hannover

Der Zoo Hannover hat sich seit seiner Mitte der 1990er Jahre begonnenen grundlegenden Umgestaltung zu einem modernen Erlebnis-Zoo gewandelt. Mehrere landschaftlich unterschiedlich gestaltete Themenbereiche mit Namen wie Sambesi, Dschungelpalast und Gorillaberg sollen den Besuchern die Tiere der Welt in möglichst authentischer und zugleich artgerechter Umgebung näherbringen. Über 220 Tierarten mit über 1.800 Tieren leben auf einer Fläche von circa 22 Hektar und werden von jährlich 1,2 Millionen Besuchern betrachtet.

Der Tiergarten im Stadtteil Kirchrode, ehemals ein fürstliches Jagdrevier, beherbergt heimische Tier- und Pflanzenarten.

Herrenhäuser Gärten

Großer Brunnen in den Herrenhäuser Gärten
Großer Brunnen in den Herrenhäuser Gärten

? Hauptartikel: Herrenhäuser Gärten

Eine der bekanntesten hannoverschen Sehenswürdigkeiten sind die Herrenhäuser Gärten. Der Große Garten ist ein bedeutender europäischer Barockgarten. Die dortige große Fontäne erreicht eine Scheitelhöhe von bis zu 80 Metern. Im Großen Garten befinden sich noch die Grotte von Niki de Saint-Phalle, zwei Eckpavillons von Louis Remy de la Fosse sowie das Galeriegebäude und die Orangerie, während das Herrenhäuser Schloss im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Im Berggarten befindet sich, neben den Schauhäusern mit exotischen Pflanzen und dem Welfenmausoleum, im Regenwaldhaus das 2007 eröffnete Sea Life Centre mit über 5.000 tropischen Süß-und Salzwasserfischen. Der Georgengarten ist in der Art eines englischen Landschaftspark angelegt. In ihm liegen die knapp zwei Kilometer lange Herrenhäuser Allee, der Leibniz-Tempel und das Georgenpalais. Im Welfengarten befindet sich das Welfenschloss - heute das Hauptgebäude der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover - und davor als Skulptur das Niedersachsenross, das Wappentier Niedersachsens.

Stadtwälder und Stadtparks

Die Eilenriede ist der 650 Hektar große Stadtwald Hannovers und wird als die "Grüne Lunge" der Stadt bezeichnet. Das Waldgebiet gehört zu den größten zusammenhängenden Stadtwäldern Europas. Es ist fast doppelt so groß wie der in New Yorker Central Park (340 Hektar).

Weitere große Stadtwälder sind die Seelhorst im Süden der Eilenriede, sowie die kleineren Wälder Fasanenkruger Wald im Stadtteil Bothfeld, Misburger Holz im Stadtteil Misburg und das Bornumer Holz.

Zu den städtischen Parks zählen der neben der Stadthalle gelegene Stadtpark mit dem Rosarium und dem Japanischen Teegarten, der zwischen Eilenriede und Tiergarten gelegene Hermann-Löns-Park in Kleefeld, der Maschpark am Neuen Rathaus, der Botanische Schulgarten im Stadtteil Burg, der Hinübersche Garten beim Kloster Marienwerder und der Willy-Spahn-Park in Ahlem. Im Von-Alten-Garten in Linden sind Relikte (Torhäuser, Gartenterrasse) des 1945 kriegszerstörten Schlosses der Adelsfamilie von Alten zu finden. Der Vahrenwalder Park mit der Königlichen Reithalle entstand 1986 als Stadtteilpark auf dem früheren Militärgelände der Königlichen Reitschule.

Die Expo-Gärten wurden im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 als Gärten im Wandel von dem Landschaftsarchitekten Camel Louafi entworfen. Mit dem Expo-Park-Süd und dem Parc Agricole verbinden sie sich mit dem Landschaftsraum des zur Weltausstellung neu geschaffenen Stadtteils Kronsberg.

Weitere stadtnahe Erholungsgebiete sind die Uferpromenaden entlang der Leine, Ihme und des Mittellandkanals. Hier wird auch Fahrgastschifffahrt betrieben.

Maschsee und andere Seen

Maschsee
Maschsee

Südlich des Stadtzentrums liegt der 1936 angelegte Maschsee. Mit 78 Hektar ist er das größte Gewässer der Stadt. Er hat keinen natürlichen Zu- und Ablauf und wird durch ein Pumpwerk mit Wasser aus den nahe gelegenen Ricklinger Kiesteichen versorgt. Zwei Segelschulen und mehrere Vereine ermöglichen das Rudern und Segeln auf dem See. Die üstra betreibt in den Sommermonaten mit vier Schiffen Fahrgastschifffahrt auf einem Rundkurs. Am Südufer befindet sich das Strandbad. Weitere Freibademöglichkeiten bieten der Altwarmbüchener See, der Sonnensee in Misburg und die Ricklinger Kiesteiche.

Friedhöfe

Scilla-Blüte auf dem Lindener Berg-Friedhof
Scilla-Blüte auf dem Lindener Berg-Friedhof

Zu Hannovers großen Friedhöfen zählen der Stadtfriedhof Engesohde (als ältester Friedhof mit vielen Mausoleen und plastisch gestalteten Grabdenkmälern), der Stadtfriedhof Ricklingen, der Stadtfriedhof Seelhorst (mit 63 Hektar als größter), der Stadtfriedhof Stöcken und der 1968 angelegte und damit jüngste Stadtfriedhof Lahe. Der Gartenfriedhof, der St.-Nikolai-Friedhof (hier befindet sich mit der Ruine der Nikolaikapelle eines der ältesten Gebäude der Stadt), der Neustädter Friedhof, der Alte Jüdische Friedhof an der Oberstraße und der Jüdische Friedhof an der Strangriede sind außer Betrieb genommen und dienen als Parks. Dies gilt ebenfalls für den Lindener Berg-Friedhof, der im Frühjahr eine botanische Besonderheit bietet. Dann blüht auf ihm flächendeckend die leuchtend-blaue Scilla-Blüte als das blaue Wunder von Linden.

Grüner Ring

Auf dem Grünen Ring, einem seit 1995 eingerichteten Rundwander- und Fahrradweg, kann man entlang der Stadtgrenze die Stadt Hannover umrunden und so die verschiedenen Stadtlandschaften, gerade in den Übergängen von Stadtteil zu Stadtrand und Umland, kennenlernen. Der Grüne Ring besteht aus einem Basisring von 80 Kilometer Länge sowie drei Umlandschleifen und zwei Innenschleifen.

Die Basisschleife führt, im Norden Hannovers angefangen, durch die Stadtteile (sowie eigenständigen Gemeinden oder Städte) Langenhagen, Isernhagen-Süd, Lahe, Misburg, Anderten, Kronsberg, Laatzen, Hemmingen, Arnum, Devese, Wettbergen, Empelde, Velber, Ahlem, Letter, Marienwerder, Garbsen, Vinnhorst und Godshorn.

Panoramabild

Panoramablick von der Aussichtsplattform im Neuen Rathaus
Panoramablick von der Aussichtsplattform im Neuen Rathaus

 




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