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| Reichtum, der arm macht: Erdölboom im Tschad |
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| Dienstag, 2. März 2010 | |
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Unternehmensethik und staatliche Verantwortung für Menschenrechte, Frieden und Entwicklung
5. März, 18.00 – 20.00 Uhr, Neues Rathaus, Gobelinsaal, Trammplatz 2
Seit 2003 fördert der Tschad Erdöl. Das schwarze Gold soll dem Staat in Zentralafrika, unterstützt mit Geldern der Weltbank, Entwicklung bringen. Das Bruttoinlandsprodukt steigt rasant an. Doch die Erdölförderung bringt der Bevölkerung keine Entwicklung. Es gibt noch mehr Armut und Korruption, soziale Probleme und gravierende Umweltschäden. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Die Einnahmen dienen nicht der Armutsbekämpfung, der ländlichen Entwicklung, der Infrastruktur. Die Landwirtschaft als Lebensgrundlage der meisten Menschen wird geschwächt. Immer mehr Menschen ziehen in die Erdölregionen, die Konflikte um Land häufen sich. Krankheiten durch Luft- und Wasserverschmutzung breiten sich aus, durch unkontrollierte Zuwanderung von Fremden auch Aids und Alkoholismus. Noch immer gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt. 80 Prozent der Bevölkerung leben in absoluter Armut. MISEREOR unterstützt ein Netzwerk aus tschadischen Nichtregierungsorganisationen, die Commission Permanent Pétrole de N'Djaména (CPPN). Die NGO tritt dafür ein, dass die Bevölkerung aus der Erdölförderung Nutzen zieht. Sie fordert mehr Transparenz und Informationen über die Erdöleinnahmen und dass diese Gelder nachhaltig für die Entwicklung des Landes und zur Armutsbekämpfung verwendet werden. Im Rahmen der MISEREOR-Fastenaktion 2010 sind in Deutschland zu Gast:
Pater Antoine Dathol Bérilengar, Direktor des CEFOD in N'Djaména, Tschad.
Arnaud Ngarmian Ngarédjimti, Leiter des BELACD in Doba, Tschad. Claudia Frank, AG-Tschad, Berlin, führt in das Thema ein. Michael Hippler, MISEREOR, (Abt.Ltr. Afrika/ Naher Osten), stellt die Gäste vor. Mit den Gästen diskutieren Dr. Christian Jacobs, Nieders. Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, Lena Guesnet, Internationales Konversionszentrum (BICC)Bonn (angefragt) und Michael Hippler.
Weitere Infos unter:
Briefaktion an ExxonMobil: |
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