Nazigewalt stoppen - Nach Naziangriff in Laatzen rufen Grüne zur Demonstration auf
Nach einem gezielten und massiven Angriff von 30 bis 40 Neonazis auf eine S-Bahn im Bahnhof Laatzen zeigt sich Friederike Kämpfe, Vorsitzende der Grünen in der Stadt Hannover, schockiert: "Dieser Angriff auf die Menschen in der Bahn, die auf dem Rückweg von der großen Demonstration gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim waren, zeigt einmal mehr die extreme Gewaltbereitschaft und Gefährlichkeit der Neonazis". Andreas Quasten, Sprecher der Laatzener Grünen, ist "empört, dass Laatzen wiederholt Schauplatz rechtsextremer Attacken ist."
Brigitte Deyda, Vorsitzende des Grünen Regionsverbands ergänzt:
"Die vielen Todesopfer rechter Gewalt sprechen für sich und sollten
Grund genug sein mit aller Härte gegen Neonazis vorzugehen. In den
letzten Jahren werden immer öfter auch JournalistInnen,
GegendemonstrantInnen oder demokratische Parteien angegriffen. Dieser
Angriff, bei dem wahllos auf Reisende eingeschlagen wurde, weckt
Erinnerungen an Einschüchterungsversuche von politisch Andersdenkenden
im Dritten Reich." Der Angriff sei gezielt geplant gewesen. Die
Neonazi-Gruppe sei extra zu dem Bahnhof dirigiert worden, da die starke
Polizeipräsenz im Hauptbahnhof einen solchen Angriff unmöglich gemacht
hätte.
"Als Grüne in Hannover werden wir uns weiterhin intensiv gegen
Rassismus, Antisemitismus und Neonazis engagieren." so Friederike
Kämpfe.
Die Grünen rufen dazu auf, sich an der Demonstration "Naziangriff in Laatzen - Wir schweigen nicht" am morgigen Dienstag (08.06.2010) um 18 Uhr am Steintorplatz in Hannover zu beteiligen.
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