Dienstag, 10. August 2010
„Betreute
Wohngemeinschaften sind das Modell der Zukunft“, so Edelgard Bulmahn,
Bundesministerin a.D., nach einem Besuch in der ambulant betreuten
Wohngemeinschaft „Dorothea“, einem Gemeinschaftsprojekt der Johanniter mit der
OSTLAND Wohnungsgenossenschaft im GILDE CARRÉ Hannover-Linden.Auch Marco
Brunotte, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Bereich Wohnungs- und Baupolitik und
SPD-Landtagsmitglied und Ratsherr Stefan Politze informierten sich am 5. August
direkt vor Ort, wie der Alltag in einer ambulant betreuten WG
aussieht.
Anlass des Besuches war die Entwurfsvorlage der
Niedersächsischen Landesregierung für ein Gesetz zum Schutze von
Heimbewohnern
(HeimbewSchutzG), das in der geplanten Form gravierende Auswirkungen bei
ambulant betreuten Wohngemeinschaften haben könnte.
„Eine
betreute
Wohngemeinschaft (WG) bietet Menschen mit Behinderungen oder
altersbedingten
Erkrankungen wie beispielsweise Demenz die Gelegenheit, in einem festen
sozialen
Gefüge zu leben und den jeweiligen Möglichkeiten entsprechend aktiv am
WG-Alltag
teilzuhaben. So lange wie möglich selbstbestimmt leben, zusammen die
vielen
Dinge im Tagesablauf bewältigen und auch die Freizeit gemeinsam
gestalten: Eine
Wohngemeinschaft steht für die meisten Menschen ganz oben auf der
Wunschliste,
wenn sie sich mit dem Gedanken an andere Wohnformen im Falle notwendig
werdender
Unterstützung beschäftigen müssen“, erläuterte Silvana Radicione,
Landesvorstand
der Johanniter in Niedersachsen/Bremen.