DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt fordert
den Oberbürgermeister auf, sich schnellstmöglich mit dem Künstler Gunter Demnig
zu einigen, der in Hannover bislang 150 Stolpersteine für Opfer des
Nationalsozialismus verlegt hat. „Die Erinnerungsarbeit in Hannover darf nicht
wegen eines kleinkarierten Streites zum erliegen kommen“, erklärte Ludwig List,
stellvertretender Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat. „Natürlich sind auch
die vielen Menschen, die von den Nazis mit menschenunwürdigen Methoden ins Exil
gezwungen wurden, Opfer des Nationalsozialismus. Es kann doch nicht sein, dass
es Opfer erster und zweiter Klasse gibt.“ Es gäbe viele Beispiele von Menschen,
die zwar den Nationalsozialismus überlebt hätten, aber sehr wohl Opfer des
Dritten Reiches seien. So zum Beispiel der jüdische Kommunist und
Widerstandskämpfer Leo Heinemann, der zwischen 1933 und 1945 in verschiedenen
Konzentrationslagern inhaftiert war. „Auch an diese Menschen muss erinnert
werden“, so List, der in der Vergangenheit, wie viele andere MandatsträgerInnen
der LINKEN, unter anderem einen Stolperstein für den Kommunisten Kurt Willkommen
gespendet hat.