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Hochwasserschutz: Vorbereitungen der Ihme-Abgrabungen haben begonnen Werbung
Mit den erforderlichen Baumfällarbeiten haben heute morgen, 7. Februar, die Vorbereitungen für einen weiteren Bauabschnitt der Abgrabungen am Ihme-Ufer begonnen. Mit der Gesamtmaßnahme soll der Hochwasserschutz in der Landeshauptstadt verbessert werden. Im Vorfeld der im April beginnenden Erdarbeiten müssen rund 200 Bäume auf einem etwa 36.000 Quadratmeter großen Grundstück auf der Ostseite der Ihme zwischen dem Jugendzentrum Glocksee und Legionsbrücke weichen. Während der Fällarbeiten und bis zum Abtransport der Bäume bleibt das Gelände aus Sicherheitsgründen für einige Tage eingezäunt. Eine Umleitung für RadfahrerInnen und FußgängerInnen ist örtlich ausgeschildert.
Was die Stadt unter Vorbereitung versteht kann man sich hier ansehen.
Die nach Ostern beginnenden Vorlandabgrabungen kosten etwa 8,8 Millionen Euro und gehören zu einem Hochwasserschutzprogramm der Landeshauptstadt Hannover, das insgesamt mehr als 30 Millionen Euro umfasst. Bis Ende 2012 sollen auf dem genannten Gelände 1,50 bis 4 Meter Boden abgetragen werden, um das Abflussprofil der Ihme aufzuweiten und damit dem Wasser bei Hochwasser mehr Raum zu geben. Insgesamt werden rund 46.500 Kubikmeter Boden abgetragen. Der Großteil des Bodens soll über den Wasserweg abtransportiert werden, um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung zu reduzieren.
Nach Abschluss der Abgrabungen wird das Gelände mit mehreren großen Terrassen gestaltet. Ein Teil der aus naturschutzrechtlichen Gründen zu ersetzenden Bäume wird auf diesem Gelände gepflanzt. Der Rest der Ersatzpflanzungen erfolgt aus Hochwasserschutzgründen nicht am Ihme-Ufer, sondern in den Stadtbezirken Mitte und Linden sowie an mehreren Stellen der Mittleren Leineaue. Insgesamt werden rund 540 Bäume neu gepflanzt. Dem stehen Fällungen von rund 300 Gehölzen gegenüber. Bereits im November 2010 waren rund 100 Gehölze gefällt worden.
Ziel der Hochwasserschutzmaßnahmen ist, den Gefahren eines sogenannten HQ100 - dem höchsten Hochwasserstand, wie er statistisch einmal in 100 Jahren eintritt - vorzubeugen. Die Notwendigkeit, möglichst schnell für einen besseren Hochwasserschutz zu sorgen, wurde im Jahr 2003 deutlich, als der Pegelhöchststand der Ihme in Ricklingen nur noch wenige Zentimeter unter der Deichoberkante lag. Eine Überflutung würde mehrere Stadtteile Hannovers, insbesondere Ricklingen, Döhren, die Südstadt und den Stadtteil Mitte, unter Wasser setzen. Neben den Abgrabungen gehören auch der bereits erfolgte Neubau der Benno-Ohnesorg-Brücke und eine Deichverlängerung in Ricklingen (Baustart: voraussichtlich 2013).
Im vergangenen Jahr ist ein Teil des Ihmeufers bereits im Rahmen einer Flächensanierung abgegraben worden. Die notwendige Sanierung auf einem etwa 17.000 Quadratmeter großen Areal betraf den ehemaligen Gaswerkstandort Glocksee, auf dem gaswerktypische Schadstoffe in hohen Konzentrationen gefunden worden waren.
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