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List

Markuskirche

Markuskirche

Die List erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung vom Eulenkamp bis zur Celler Straße, zum anderen in Ost-West-Richtung von der Wedekindstr./Walderseestr. (an der Eilenriede) bis zur Isernhagener Straße/Lister Kirchweg. Straßenmäßig beherrschend ist die Podbielskistraße, die als Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum größtenteils vierspurig in Richtung Nord-Osten führt. Der Stadtteil ist durch Bürgerhäuser aus der Gründerzeit mit teilweise sehr aufwendigen Ornamenten an Fassaden und Balkonen sowie gartenarchitektonischen Arrangements aus Grün- und Mehrzweckflächen des späten 19. Jahrhunderts geprägt. Größere Grün- bzw. Waldflächen des Stadtteils sind der Welfenplatz und der Stadtwald Eilenriede.

Durch den Stadtteil verläuft ein kleiner Teil der beliebten Fußgängerzone und Einkaufsstraße Lister Meile (der Großteil verläuft jedoch in der Oststadt). Am Lister Platz schließt sich an die Lister Meile die Podbielskistraße als längste Straße des Stadtbezirks an. Sie ist ebenfalls von zahlreichen Geschäften gesäumt und stellte die Hauptverkehrsader der List dar. Im Jahre 2004 feierte die List ihr 700jähriges Bestehen und das alljährliche Lister-Meilen-Fest stand unter diesem Motto. Das älteste noch vorhandene Fachwerkhaus ist eine frühere Einsiedlerkate in der Waldstraße, die stellvertretend für das ehemalige Dorf steht.

Durch die wachsende Attraktivität großer und aufwändig gestalteter Altbauwohnungen seit den 1980er Jahren hat sich die Sozialstruktur des Stadtteils in den vergangenen Jahren sehr verändert. War die List vor zwei bis drei Jahrzehnten für ihre zahlreichen häufig studentischen Wohngemeinschaften bekannt, so ist sie heute bei gutsituierten Akademikern beliebt, darunter vielen Lehreren, Geistes- und Sozialwissenschaftlern, was dem Stadtteil den Spitznamen " Pädagogenghetto " eingebracht hat. 

Karte der List von 1771

Karte der List von 1771

Das Dorf List wurde 1304 erstmals urkundlich erwähnt, als Herzog Otto der Strenge zu Braunschweig und Lüneburg 12 Morgen Ackerland einem Stift in Hannover schenkte. Der heutige Stadtteil List war ein bereits im Mittelalter bestehendes Bauerndorf. Seine anfänglich 4 Gehöfte lagen nahe dem damals noch unbedeutenden Hannover. Später entstand die Siedlung List als Haufendorf auf einer Fläche von 500 x 500 m zwischen der heutigen Höfe-, Wöhler-, Wald- und Liebigstraße. Der Ortsname List beruht vermutlich auf seiner Lage nahe dem heutigen hannoverschen Stadtwald Eilenriede. Früher stand im norddeutschen Raum der Begriff List für einen Ort am Waldrand.

Da die Bodengüte nicht hoch war, herrschten im Dorf List eher ärmliche Verhältnisse vor. Einzelne frühere Bauernhäuser sind noch heute vorhanden. 1689 hatte das Dorf List 180 Bewohner. Bei der Kurhannoverschen Landesaufnahme, einer Landvermessung von 1780, gab es 26 Hofstellen unterschiedlicher Größe.

Ende des 19. Jahrhunderts rückte die Großstadt Hannover mit ihrer Wohnbebauung und neuen Fabriken immer näher an das Dorf. Wegen Grundstücksverkäufen gelangten einige Bauernfamilien (Kollenrodt und Kokemüller) zu Wohlstand und errichtete Villen. Begonnen hatte die städtische Besiedlung mit dem Bau der Kasernen um den Welfenplatz um 1860. An bedeutenden Unternehmen siedelten sich die Chemische Fabrik de Haën, die Keksfabrik Bahlsen, die Werkzeugmaschinenfabrik Wohlenberg und die Pelikan-Schreibgerätewerke an. Das dörfliche Leben ging damit zu Ende. Im Zweiten Weltkrieg wurden einige der letzten Bauernhäuser des Dorfes List bei Bombenangriffen zerstört.

Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte 1891. Zu dieser Zeit setzte der Wohnbau in großem Stil ein. In Abhängigkeit zur damaligen hannoverschen Städtebauförderung, die besonders Stuck und Ornamente mit günstigen Krediten und Zuschüssen förderte, entstanden vier bis fünfgeschossige Bauten und Villen mit prunkvollen Fassaden im wilhelminischen Stil.

Bekannt ist der Stadtteil über die Grenzen von Hannover hinaus durch den Sportverein Germania List (www.scg-rugby.de).

Lister Meile

Die Lister Meile ist eine beliebte Einkaufstraße in Hannover. Sie wurde in den 1970er Jahren eingerichtet und ist 1300 m lang, verkehrsberuhigt und zu einem bedeutenden Teil als Fußgängerzone ausgewiesen. Der Straßenzug liegt in den Stadtbezirken Mitte und Vahrenwald-List.

Lister Meile

Lister Meile

Lister Meile

Lister Meile

Häufig wird die Lister Meile mit dem Stadtteil List gleichgesetzt. Jedoch nur ein kleiner Straßenteil gehört zur List, während der größte Bereich in der Oststadt liegt. Die Lister Meile beginnt an der Hamburger Allee und verläuft von dort in nordöstliche Richtung. Dabei passiert sie im Stadtteil Oststadt den Weißekreuzplatz und führt nahe am Welfenplatz vorbei. Sie endet am Lister Platz im Stadtteil List. Großräumlich gesehen knüpft sie an die aus der City kommende Fußgängerzone, die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade (vor 2002: Passerelle), an und bildet ihre Fortsetzung. Dadurch ist ein durchgängiger Fußgängerbereich mitten durch die City von Hannover entstanden, der auf einer Länge von rund 2500 m das Leineufer im Süden mit dem Lister Platz im Nord-Osten verbindet. 

Weißekreuzplatz um 1905

Weißekreuzplatz um 1905

Der Weißekreuzplatz ist vermutlich nach einem etwa aus dem 17. Jahrhundert stammenden "Wirtshaus zum weißen Kreuze" benannt worden. Möglicherweise beruht die Namensgebung des Wirtshauses auf der Aufstellung eines weißen Kreuzes an dieser Stelle, das als Sühnestein für den 1653 hingerichteten Raubmörder Jaspar Hanebuth diente. Heute steht wieder ein weißer Kreuzstein auf dem Platz. Außerdem findet sich hier ein Teil der Berliner Mauer als Mahnmal und ein Stück daneben liegt seit 1979 der Gorleben-Stein. Er erinnert an den Gorleben-Treck der 100.000 nach Hannover. Er soll den damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) zur Aussage "Gorleben ist nicht durchsetzbar" bewogen haben.

Anfang bis Mitte der 1970er Jahre wurde der Platz beim Bau der ersten unterirdisch verlaufenen Stadtbahnstrecke in Hannovers zur heutige Form umgestaltet. Dabei wurde eine auf fast den gesamten Platz ausgedehnte Grünfläche angelegt, die von Arkaden aus Metall umgeben ist. 

Gorlebenstein

Gorlebenstein

Mauer Mahnmal

Mauer Mahnmal

Weißekreuzplatz

Weißekreuzplatz

Im Pavillon finden seit 1977 jährlich ca. 350 öffentliche Kultur-Veranstaltungen statt. Er ist ein offenes Haus der unterschiedlichen Kulturen und organisiert beispielsweise Konzerte, Theater-, Kabarett- und Comedy-Veranstaltungen, Lesungen, Projekte, politische Debatten, Ausstellungen, Kongresse, Discos, Partys, Tanz, Filme, Seminare, Basare und Vorträge. In den letzten Jahren wurde er besonders durch das renommierte Weltmusik-Festival MASALA über die Stadt hinaus bekannt. Es entwickelte sich aus den Dritte Welt-Tagen (1981) und den Afrikanischen Nächten (1985) und fand erstmals im Jahr 1995 statt.

Im 2000 zur EXPO 2000 entstand der Solar-Pavillon. Auf dem Dach wurde eine weit sichtbare Solarstromanlage mit 400 m² Fläche installiert. 

Raschplatz Pavillion

Raschplatz Pavillion

Das Gebäude wurde in den frühen 70er Jahren als Ausweichquartier für das damalige Deutsches Familien Kaufhaus (DeFaKa) errichtet, um während des Neubaus in der Innenstadt (Kaufhof) den Verkauf weiterzuführen. Ursprünglich sollte das 5000 m² große Provisorium dann wieder abgerissen werden. Der Flachdachbau wurde in Hannover bald nur noch als "Pavillon" bezeichnet. Die hannoverschen Bürger wollten die später ungenutzten Räumlichkeiten für kulturelle und Bildungsaufgaben nutzen und gründeten 1975 die Bürgerinitiative Raschplatz e. V. Am 1. Oktober 1977 überließ die Stadt der Bürgerinitiative das Gebäude mit einem einjährigen Nutzungsvertrag, der mittlerweile bis Ende 2010 läuft. (www.pavillon-hannover.de)

An der Lister Meile reiht sich nahezu auf gesamter Länge Geschäft an Geschäft. Sie ist eine beliebte Einkaufs-, Bummel- und Flaniermeile. Dazu tragen Straßenläden von Gemüse- und Blumenhändlern, Bäume, rotfarbenes Straßenpflaster, Vitrinen sowie im Sommer fließende Brunnen bei. Im Süden-Westen der Lister Meile zieht besonders der Weißekreuzplatz mit dem Pavillon und etlichen Kneipen das Nachtleben an. Auch in den Seitenstraßen der List haben sich viele kleine Inhabergeführte Geschäfte angesiedelt. (www.listerliebling.de

Körtingbrunnen

Körtingbrunnen

Auf Höhe der Körtingstraße befindet sich der auch sogenannte Körtingbrunnen, der aus einem ausgeschriebenen Wettbewerb entstand. Geschaffen hat ihn Gerhard Bünemann. Auf abgestuften Zieglsteinrosetten erheben sich mehrere Figuren die man als "Wasserhähne" bezeichnen könnte.

Die Seitenstraßen der „Meile“ sind beliebte Wohnquartiere, in denen sich seit den 1970er Jahren in Gründerzeit-Altbauten viele junge Familien ansiedelten. Trotz der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt wirkt die Gegend um die Lister Meile wie ein Mikrokosmos. Die Nähe zur Eilenriede bietet zudem Möglichkeiten zur Naherholung. Am östlichen Ende der Lister Meile beginnt die Podbielskistr., hier sind direkt östlich des Lister Platzes einige typische Jugenstilfassaden erhalten geblieben.

  • Wochenmarkt am Donnerstag
  • Lister Meilen-Fest an einem Wochenende im Juni oder Juli
  • Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in der Adventszeit zeichnet sich gegenüber der Veranstaltung in der Innenstadt durch weniger Imbissstände und mehr Handwerkerstände aus.

Entstehung der Lister Meile

Nach dem Baubeginn 1970 konnte der erste, etwa 750 m lange Bauabschnitt zwischen Hamburger Allee und Wedekindstraße am 16. November 1972 mit einem Straßenfest eingeweiht werden. Ganz fertiggestellt war die „Meile“ am 18. November 1975. Der neue Straßenname fand sich in einem Wettbewerb, den die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ unter ihren Lesern ausgeschrieben hatte.

Die heutige Lister Meile war ursprünglich ein Teil der alten Landstraße von Hannover nach Celle. Seit 1775 hieß sie Alte Celler Poststraße, ab 1845 zwischen Lister Platz und Wedekindstraße Celler Straße und weiter Richtung Bahnhof Alte Celler Heerstraße. Sie war als Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum immer stark frequentiert. Ab 1880 verkehrte eine Pferdebahn aus der Innenstadt bis zum Lister Platz, die 1887 durch eine elektrifizierte Straßenbahn ersetzt wurde. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges zerstörten viele Gebäude an der Straße, so etwa 1943 die Leibnizschule am Weißekreuzplatz. Hier lag auch das in den 1960er Jahren abgerissene Gerichtsgefängnis (am heutigen Standort des Pavillons), in dem u. a. der kommunistische Arbeiterführer Ernst Thälmann während der Nazizeit inhaftiert war. 

 

U-Bahn Sedanstraße

U-Bahn Sedanstraße

Die neue Straße entstand zu etwa 50 % als Fußgängerzone, und der verbliebene Straßenbereich wurde stark verkehrsberuhigt. Die Straßenbahn wurde auf gesamter Länge unter die Erde als Stadtbahnlinie verlegt. Anfänglich gab es gegen die Umgestaltung erhebliche Widerstände durch Anwohner und Geschäftsleute, die sogar eine Bürgerinitiative (Verein der U-Bahn-Anlieger) gründeten. Die Proteste verstummten aber nach der günstigen Entwicklung, und im Nachhinein hat die Lister Meile wesentlich dazu beigetragen, dass sich die an ihr liegenden Stadtbereiche zu begehrten, citynahen Wohn- und Geschäftsvierteln entwickelt haben.

Als „Neuordnung hinter dem Bahnhof bis Lister Platz“ entstand nach den Plänen von Stadtbaurat Hanns Adrian die Lister Meile in den 1970er Jahren. Der Bau der U-Bahn-Linie A im Verlauf der Celler Straße und ihrer Fortsetzung, der Alten Celler Heerstraße, machte die oberirdische Neugestaltung notwendig. Die Fußgängerzone sollte auch die Oststadt an die City anbinden, denn dieser Stadtteil lag immer hinter dem Bahnhof und vom Zentrum abgeschnitten. Die Notwendigkeit zu einer städtebaulichen und verkehrstechnischen Änderung ergab sich auch aus der hohen Verkehrsbelastung dieses am dichtesten besiedelten Wohngebietes in Hannover. Bis in die 1950er Jahre führt der Fernverkehr zwischen Hamburg und Frankfurt über den Lister Platz. Die Neugestaltung mit der grundsätzlichen Verbannung des Pkw-Verkehrs beruhigte die anliegenden Stadtbereiche erheblich.

Welfenplatz

 

Welfenplatz 1901

Welfenplatz 1901

Der 200 × 300 m große Welfenplatz ist heute eine grüne Oase zwischen der Celler Straße und der Straße Am Welfenplatz. Durch die Seite zur Celler Straße liegt er an einer vielbefahrenen Ausfallstraße, die nach Nord-Osten aus dem Stadtzentrum führt. Mit Rasenflächen, einem Bolzplatz, Tischtennisplatten, Bäumen, Sitzecken, einem Kinderspielplatz sowie einer Rollschuh- und Skatebahn lädt der Platz zum Spielen und Verweilen ein. Bebaut ist er mit einer Schule, einem Kindergarten, einer Tankstelle, einem graffiti-verzierten Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie einem bunten Containerdorf für jugendliche Obdachlose. Das gegenwärtige Aussehen erhielt der Platz erst nach 1945, nachdem seine militärische Nutzung beendet war.

Der Welfenplatz entstand im 19. Jahrhundert auf freiem Feld vor den Toren Hannovers als Exerzierplatz. Eine ähnlich militärisch bedingte Entstehungsweise ist in Hannover beim Waterlooplatz und dem Königsworther Platz der Fall. Um 1850 kaufte das Hannoversche Kriegsministerium Bauern des Dorfes List eine größere Weidefläche auf sandigem, unfruchtbarem Boden ab. 1857 begann der Bau von drei Kasernen an der Nordseite des 200 × 300 m großen Platzes für Soldaten des Königreichs Hannover. 1867 ließ der preußische Staat, der ein Jahr zuvor das Königreich Hannover übernommen hatte, an der Ostseite des Platzes zwei weitere Kasernen errichten. Alle Kasernenbauten wurden in rotem Backstein auf einem hellen Sandsteinsockel errichtet.

Ende des 19. Jahrhunderts war der Bereich um den Welfenplatz ein Militärviertel. Seine Kasernen für Infanterie- und berittene Artillerieeinheiten beherbergten:

  • 2.000 Soldaten
  • 500 Pferde
  • 50 Feldgeschütze
Welfenplatz Nordseite

Welfenplatz Nordseite

Welfenplatz Ostseite

Welfenplatz Ostseite

Die Kasernengebäude hatten mit jeweils 100 m Straßenfront und bis zu 30 m Gebäudehöhe in der damaligen Zeit enorme Ausmaße. Für die Soldaten herrschte im Inneren drangvolle Enge, da bis zu 28 Mann in einem 40 m² großen Raum untergebracht waren. Den Pferden in den weitläufigen Stallungen stand mehr Platz zur Verfügung.

Während des Zweiten Weltkrieges entstand auf dem Welfenplatz ein Hochbunker gegen feindliche Luftangriffe. Sein schräges, ziegelgedecktes Dach war nur Attrappe, um angreifenden Bombern ein Wohngebäude vorzutäuschen.

Bei den britischen und amerikanischen Luftangriffen vom 25. sowie 28. März 1945 mit je 600 Bombern wurden die östlichen hannoverschen Stadtteile schwer getroffen. Drei der fünf Kasernen am Welfenplatz wurden so stark beschädigt, dass nur ein Abriss infrage kam. Nach dem Krieg nutzte die niedersächsische Polizei die früheren Kasernenflächen. In der weitgehend unbeschädigt gebliebenen Kaserne (Infanteriekaserne IV) an der Nordseite des Platzes wurde ein Polizeirevier eingerichtet. In den Stallungen der intakt gebliebenen Artilleriekaserne XI an der Ostseite residiert seither die berittene Polizei. Auf den Trümmergrundstücken der zerstörten Kasernen entstanden als Neubauten eine Schule und das Landeskriminalamt Niedersachsen.

Welfenplatz Bauplan

Welfenplatz Bauplan

Ein Kalkstein-Obelisk an der Ostseite des Welfenplatzes erinnert an die gefallenen Soldaten, die einst in den Kasernen stationiert waren. Sie gehörten zum Feldartillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10, zum 6. Artillerie-Regiment der Reichswehr und zum Artillerie-Regiment 19 der Wehrmacht.

Eilenriede

 

Statue Waldersee

Statue Waldersee

Die Eilenriede ist der 650 ha große Stadtwald wird auch als ihre "Grüne Lunge" der Landeshauptstadt bezeichnet. Das Waldgebiet gehört zu den größten zusammenhängenden Stadtwäldern Europas. Der erste Teil des Names Eilenriede (Eilen) leitet sich ab von den dort früher hauptsächlich vorkommenden Erlen (Ellern). Der zweite Teil des Namens (Riede) (siehe auch: Ried) ist eine alte Bezeichnung für sumpfigen Boden. Es wird vermutet, das die Eilenriede einst der westliche Teil des Nordwaldes war. Dieses große, zusammenhängende Waldgebiet bedeckte bis ins späte Mittelalter große Teile Niedersachsens zwischen Braunschweig und Hannover. Ab 1241 erhielt die Stadt Hannover ein Mitbenutzungsrecht an den Waldungen der Eilenriede. 1371 wurde sie den Bürgern Hannovers von den Herzögen Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen geschenkt als Dank für die Unterstützung in einem Erbfolgekrieg. Dies gab den Bürgerinnen und Bürgern das Recht, das Waldgebiet als ihr Eigentum zu nutzen und zu pflegen. Gleichzeitig bestand die Verpflichtung, das Waldgebiet zu erweitern.

Um 1900 wurde die stadtnahe Vordere Eilenriede in einen Waldpark für die Bürger der aufstrebenden Großstadt umgewandelt, in der Wasserläufe, Lichtungen und Skulpturen entstanden. Der Sonnenspielplatz und der Spielpark WAKITU (Waldkindertummelplatz) waren 1895 die ersten öffentlichen Spielplätze der Stadt. Heute lockt der Wakitu mit einem Hochseilgarten, Bogenschießen und vielem mehr. (www.erlebnishof-wakitu.de)


Dieser Artikel ist aus einer Zusammenstellung von Artikeln aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit eigenen Ergänzungen entstanden und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In den aufgelisteten Wikipedia Artikeln ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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