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Hannover-Aktiv-Pass – Sozialdezernent Walter zieht positive Zwischenbilanz

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Seit September 2009 ermöglicht der Hannover-Aktiv-Pass (HAP) EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung einschließlich der Familienangehörigen sowie AsylbewerberInnen, ohne bürokratischen Aufwand Sportvereine und Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu günstigen Bedingungen zu nutzen.

"Der Blick auf die Zahlen der Jahre 2010 bis 2012 zeigt, dass der Hannover-Aktiv-Pass mit unserem niedrigschwelligen Vergabemodus zu einem ausgesprochenen Erfolgsmodell geworden ist. Als ‚Türöffner‘ für geringverdienende Menschen zu Sport, Freizeit und Kultur ist er bei der Zielgruppe angekommen", fasste Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (9. April) als Bilanz zusammen.

Insgesamt wurde der Pass seit seiner ersten Auflage am 1. September 2009 145.818 mal genutzt – davon im Jahr 2012 (66.500 mal) fast doppelt so viel wie 2010 (34.400). Die Stadt Hannover hat in diesem Zeitraum öffentlichen oder gemeinnützigen Anbietern durch Vergünstigungen entstehende Einnahmeausfälle in Höhe von insgesamt rund 1.065.250 Euro erstattet (2010: 265.000 Euro; 2011: 361.750 Euro; 2012: 438.000 Euro).

Ausgestellt wurden insgesamt 261.607 Pässe (2010: 87.200; 2011: 86.101; 2012: 88.306).

"Besonders erfreulich ist, dass ein hervorragender Aspekt, der mit der Einführung des Passes beabsichtigt war, so großen Erfolg hat – nämlich Kindern und Jugendlichen durch Mitgliedschaft in einem Sportverein Bewegung und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen", hebt Walter hervor. 2012 waren 1.802 junge SportlerInnen in ihren Vereinen beitragsfrei. Dafür hat die Stadt 192.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen übernommen, 77 Prozent mehr als 2010 (108.000 Euro; 2011: 187.000 Euro).

Auch der Besuch städtischer oder städtisch geförderter Bäder erfreut sich großer Beliebtheit bei InhaberInnen des HAP: 2012 gingen 19.100 schwimmen, 50 Prozent mehr als 2010 (12.700). Die Stadt hat 2012 dafür 16.800 Euro aufgewendet.

Ähnlich nachgefragt waren die Angebote der Bildungseinrichtungen wie Volkshochschule, Bildungsverein, Musikschule, Bibliotheken. 11.784 NutzerInnen hatten 2012 einen HAP, 2010 waren es 6.176. Erstattungen durch die Stadt 2012 68.110 Euro.

Unter den Kulturangeboten verzeichneten die Theater und das Kommunale Kino mit 60 Prozent die größte Steigerung bei den Nutzungen von 2010 (rund 4.800) bis 2012 (rund 7.700). Städtische Aufwendungen 2012: 27.000 Euro.

Museen, Kunstverein und kestnergesellschaft sowie Herrenhäuser Gärten besuchten 2012 3.640 PassinhaberInnen, 47 Prozent mehr als 2010 (1.500). Bei den Veranstaltungen und Kursen der Stadtteil- und Soziokultur waren es 2012 (gut 4.000) 28 Prozent mehr als 2010 (rund 2.900).

7.817 Kinder mit HAP haben 2012 Kurse, Lesungen, Kinderkulturangebote oder die Feriencard genutzt (2010: 2.100). Städtische Mittel 2012: 39.551 Euro. Bei den Ferien und Freizeiten des städtischen Jugend-Ferien-Services und der Jugendverbände waren es 426 (2010: 380). Städtische Mittel 2012: 33.500 Euro.

Bemerkenswert ist auch die Nachfrage bei zwei privaten Anbietern, die seit 2011 Sonderbedingungen für KundInnen mit HAP gewähren. 2012 nutzten 9.101 von ihnen das Fairkaufhaus (2011: 2.527). Und Sealife in Herrenhausen besuchten 1.096 InhaberInnen (2011: 432).

"Der Hannover-Aktiv-Pass wird immer bekannter – und er eröffnet so einer immer größer werdenden Zahl an Menschen in unserer Stadt Möglichkeiten, die sie sonst aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht hätten. Dass davon besonders Kinder- und Jugendliche profitieren, wie ihre Gesamtzahl 2012 von knapp über 10.000 gegenüber rund 3.600 in 2010 zeigt, beweist, wie wichtig die Funktion des Passes für Bildung und Teilhabe ist", unterstreicht der Dezernent.

"Nicht zuletzt deswegen freut uns sehr, dass wir mit zwei Neuerungen in die nächste Auflage des Passes gehen können," kündigt Walter an: "Einerseits erhalten zum 1. September mit den EmpfängerInnen von Wohngeld und ihren Angehörigen 15.000 weitere Berechtigte den Pass zugeschickt, sodass dann bei mehr als 100.000 ausgestellten Pässen der größte Teil aller geringverdienenden Menschen in Hannover vom HAP profitieren kann. Andererseits können wir umsetzen, was sich der Rat der Stadt besonders gewünscht hat: InhaberInnen des HAP sollen zu besonderen Konditionen auch erstklassige Sportveranstaltungen besuchen können. Wir freuen uns darüber, dass sich nunmehr auch Hannover 96 bereit erklärt hat, ab der kommenden Bundesliga-Saison für die Fußballspiele in der AWD-Arena ein begrenztes Kontingent vergünstigter Karten für HAP-NutzerInnen bereitzustellen. Für dieses Engagement danken wir Hannover 96 sehr – wie auch allen anderen Anbietern, die den Hannover-Aktiv-Pass unterstützen."

Im Haushalt 2013 stehen für den HAP 584.500 Euro zur Verfügung.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Politik

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