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Dächer und Fassaden sollen grüner werden

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Grün statt grau: BUND und Landeshauptstadt Hannover fördern die Begrünung von Dächern und Fassaden mit bis zu 10.000 Euro. Unter dem Titel: "Mehr Natur in der Stadt: Dach- und Fassadengrün in Hannover" sollen sich künftig stadtweit möglichst viele kahle Hauswände und triste graue Dächer in bunte städtische Oasen verwandeln. Den Anreiz dazu soll das Förderprogramm schaffen, das Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisgruppe Region Hannover, und der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover initiiert haben. "Die Stadt der Zukunft ist kein eintöniges und naturfeindliches Häusermeer, sondern grün und artenreich", sagt Gerd Wach, Vorstandsmitglied im BUND, Kreisgruppe Region Hannover. "Denn begrünte Häuser bieten zahlreichen Tieren Nahrung, Nistplatz und Lebensraum."

Hannovers amtierender Verwaltungschef und Umweltdezernent Hans Mönninghoff betont die positiven Effekte begrünter Gebäude auf das Stadtklima, das sich allen Prognosen zufolge in den kommenden Jahren weiter aufheizen wird. "Mit kaum einer Maßnahme lassen sich so viele gute und nachhaltige Effekte für das Stadtklima erzielen wie mit Gründächern", sagt Mönninghoff, der gemeinsam mit dem BUND alle EinwohnerInnen ermutigen möchte, ihre Dächer und Fassaden zu begrünen.

Gründächer speichern das Regenwasser und geben es über die Verdunstung langsam an die Atmosphäre zurück. Sie wirken deshalb temperaturausgleichend und verhindern das sommerliche Aufheizen der Gebäude. "Um einen messbaren Abkühlungseffekt für die ganze Stadt zu erzielen, reichen aber ein paar grüne Dächer nicht aus", sagt Mönninghoff. Von insgesamt rund 32 Millionen Quadratmetern Dachflächen im Stadtgebiet Hannovers sind bisher erst eine Million Quadratmeter bepflanzt. "Dadurch gelangen aber schon jetzt jährlich 250.000 Kubikmeter Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern verdunsten", erläutert der Umweltdezernent. Das wirke sich nicht nur positiv auf die städtischen Temperaturen, sondern auch auf den Wasserhaushalt aus.

Mindestens ebenso groß ist der Nutzen begrünter Häuser auch für die EinwohnerInnen. Denn der Anblick üppig begrünter Gebäude wird von den meisten Menschen als wohltuend und schön empfunden und steigert die Lebensqualität. "Grüne und farbenfrohe Dächer sind Oasen im Häusermeer", sagt Wach, "das Fleckchen Natur am Haus macht einfach glücklicher."

Ab 2. Mai können alle Haus- und GrundeigentümerInnen, Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften beim BUND einen Zuschuss für Dach- und Fassadenbegrünungen beantragen. "Wir hoffen, dass sich das Angebot in Hannover herumspricht und möglichst viele die Förderung in Anspruch nehmen", sagt BUND-Biologin und Projektleiterin Jana Lübbert. Der Frühling sei nun endlich da und der Zeitpunkt, eine Begrünung am Haus in Angriff zu nehmen, günstig. "Wir bieten Interessenten im Rahmen der Förderung eine Beratung und einen attraktiven finanziellen Zuschuss an."

Für Fassadenbegrünungen werden bis zu 350 Euro gezahlt, für Dachbegrünungen je nach Größe bis zu 10.000 Euro. Förderfähig sind auch Maßnahmen an kleinen Gebäuden wie Garagen oder Carports und an gewerblich genutzten Gebäuden wie Büros, Fabrik- und Lagerhallen. Möglich ist diese Förderung dank der finanziellen Unterstützung durch die Landeshauptstadt Hannover, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Anheuser-Busch InBev.

Interessierte EinwohnerInnen können sich mit Fragen und Anträgen ab 2. Mai an das Projektteam des BUND wenden: Grotestraße 19, 30451 Hannover, Telefon (05 11) 70 03 82 47, E-Mail: begruenteshannover@nds.bund.net. Zudem bietet das Internet unter www.begruenteshannover.deweitere Informationen an. Am 4. und 5. Mai wird der BUND auf den 15. Hannoverschen Pflanzentagen und am 26. Mai beim Autofreien Sonntag in Hannovers Innenstadt über das Thema "Dach und Fassadengrün in Hannover" informieren.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

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