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Gib mir Acht! – Woche der Verkehrssicherheit vom 3. bis 7 Juni

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Gib mir Acht (Quelle: Bernd Schwabe - Wikipedia)

Gib mir Acht

Unter dem Motto "Gib mir Acht" wird Anfang Juni die Kampagne zur Verkehrssicherheit fortgesetzt: Vom 3. bis 7. Juni wollen die Landeshauptstadt und ihre Kooperationspartner mit zahlreichen Aktionen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr werben. So wird die Polizei von Montag bis Mittwoch (3. bis 5. Juni) verstärkt den Verkehr vor Schulen hinsichtlich Geschwindigkeitsbeschränkungen und Anschnallpflicht überwachen. Zusammen mit weiteren Kooperationspartnern führen die Beamten zudem vielfältige Präventionsaktionen an Schulen durch, um SchülerInnen für ihre sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren. Außerdem kann am Donnerstag und Freitag (6./7. Juni)auf dem Platz am Markte (an der Marktkirche) das richtige Verhalten in ausgewählten Verkehrssituationen geübt werden. Neben den bereits angemeldeten Schulgruppen an den beiden Vormittagen mit insgesamt 650 Kindern der ersten bis sechsten Klassen gibt es am Donnerstagnachmittag auch für Kinder und deren Eltern die Möglichkeit, sich einzeln und unangemeldet zu beteiligen.

"Nachdem die Kinderunfallzahlen in den vergangenen zehn Jahren meistens gesunken sind, mussten wir 2012 leider wieder einen Anstieg verzeichnen. Das zeigt uns, dass wir nicht lockerlassen dürfen und unermüdlich und kontinuierlich den begonnen Weg weitergehen müssen. Wir danken unseren sehr engagierten Partnern, die uns auch in diesem Jahr maßgeblich geholfen haben, ein gutes Programm für die Woche der Verkehrssicherheit zusammenzustellen", sagte Stadtbaurat Bodemann bei der heutigen (29. Mai) Präsentation.

"Wir müssen Kindern Raum und Hilfestellung geben, sich im Straßenverkehr zurecht zu finden. Gerade sie sind dabei besonderen Gefahren ausgesetzt und bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit und Unterstützung aller. Jeder von uns kann mit gutem Beispiel vorangehen und einen wertvollen Beitrag dazu leisten. Aktionen, wie die ‚Woche der Verkehrssicherheit‘ bieten dafür einen tollen ergänzenden Rahmen", betonte Polizeipräsident Volker Kluwe.

Aktionstage an der Marktkirche Am 6. und 7. Juni an der Marktkirche üben SchülerInnen, Geschwindigkeiten von Autos einzuschätzen, und sie trainieren sicheres Radfahren. Auch die Bedeutung des "toten Winkels" sowie das Verhalten an Bushaltestellen und in Bussen sind ein Thema. Ein Fahrradsimulator hilft beim Trainieren des richtigen Verhaltens auf zwei Rädern. Neu in diesem Jahr ist das Exponat "Lass dich sehen", das Kindern die Bedeutung heller und reflektierender Kleidung veranschaulicht.

Broschüren und Plakate Zur dritten Woche der Verkehrssicherheit sind die Broschüren, die alle VerkehrsteilnehmerInnen über Gefahren und richtiges Verhalten im Straßenverkehr informieren, überarbeitet worden. Die Broschüren liegen in den Bürgerämtern und in der Stadtverwaltung aus und stehen zum Herunterladen im Internet bereit.

Sichtbar wird die Kampagne auch auf Plakaten im Stadtgebiet sowie auf den Heckflächen von Bussen. Auf den Plakaten werden Fragen aufgeworfen, die die VerkehrsteilnehmerInnen zum Nachdenken anregen sollen. Ebenfalls überarbeitet wurden die Kinderstadtpläne, die im Internet unter www.gib-mir-acht.de zum Herunterladen bereitstehen und zudem zu Beginn des neuen Schuljahres in gedruckter Form an die ErstklässlerInnen verteilt werden.

Hintergrund Die Woche der Verkehrssicherheit ist ein Baustein im Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern, das die Stadtverwaltung Ende 2009 vorgestellt hat. Weitere Bestandteile sind verkehrsregelnde und bauliche Maßnahmen, Verkehrserziehung von Kindern und Kfz-FahrerInnen (Kinderstadtpläne, Broschüren), Geschwindigkeitsüberwachung und Öffentlichkeitsarbeit. Bislang sind rund 60 Stellen im Straßenraum verändert worden, um das Überqueren von Straßen insbesondere für Kinder einfacher und sicherer zu machen.

In den Jahren 2008 und 2009 verletzten sich in Hannover 197 beziehungsweise 201 Kinder bei Unfällen. Während sich diese Zahl im Jahr 2010 auf 201 und 2012 auf 188 verringerte, stieg sie im Jahr 2012 wieder auf 225 an. Die differenzierte Betrachtung der Unfälle nach Art der Verkehrsteilnahme zeigt für 2012 eine Veränderung in der Verteilung der Unfallarten: In 91 von 225 Fällen verunglückten Kinder als MitfahrerInnen im Kraftfahrzeug. Das entspricht einem Anteil von rund 40 Prozent (2011: 33,5 Prozent). Ebenfalls absolut und in Relation angestiegen ist die Zahl der Ereignisse, in denen Kinder als FußgängerInnen verunglückten: von 49 auf 70 Fälle (von 26 auf 31 Prozent). Von 76 auf 64 verringert hat sich die Zahl der Kinderunfälle, in denen Kinder als RadfahrerInnen unterwegs waren. Das ist nun ein Anteil von 28 Prozent (2011: 40 Prozent).

Informationen zur Kampagne Ausführliche Informationen zur Verkehrssicherheitskampagne sind im Internet unter www.gib-mir-acht.de zu finden. Die Kampagne ist eine Aktion der Landeshauptstadt Hannover in enger Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Hannover, dem ADAC, der Verkehrswacht Hannover-Stadt, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUVH), der Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN), der üstra und der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Pressemitteilung: Stadt Hannover
Bildquelle: Bernd Schwabe – Wikipedia

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