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KUBUS präsentiert „Freie Radikale“

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Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover zeigt vom 8. bis zum 29. Juni in der Städtischen Galerie KUBUS die Ausstellung "Freie Radikale". Susanne Fleischhacker und Sabine Laidig vertreten zwei Paradigmen abstrakt-konkreter Kunst. Formal nicht unähnlich verdanken sich die Bilder radikal unterschiedlichen Konzepten.

Der Mäander ist eine universale ornamentale Form, die den Ausgangspunkt für die Arbeiten von Sabine Laidig bildet. Durch einfache mathematische Eingriffe dekonstruiert sie das Ornament und schafft so neue visuelle Zusammenhänge, die die Figur des Mäanders radikal verändern. Vielfach bezieht die Künstlerin ihre Arbeiten auf räumliche und soziale Kontexte. Im Umgang mit den architektonischen Bedingungen und ihrer Nutzung entstehen neue und überraschende Situationen. Ist die Form des Mäanders an sich schon eine Abstraktion, wird sie bei Sabine Laidig noch radikaler verwendet. In Tusche getränktes Reispapier oder in Schichten aufgetragene Farbflächen, verbannen die künstlerische Handschrift auf die Ebene der Konzeption.

Susanne Fleischhacker destilliert ihre abstrakten Formen dagegen aus der Untersuchung politischer Zusammenhänge. Den strengen Wandarbeiten gehen Recherchearbeiten voran, werden Informationen notiert und in Zeichen übersetzt. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Wandzeichnungen um politische Karten, deren künstlerische Bearbeitung über die konkrete Inhaltlichkeit hinausweist. Bereits seit mehreren Jahren steht die Beschäftigung mit politischen Fragen in der abstrakten Kunst von Susanne Fleischhacker im Mittelpunkt. Dahinter steht der Wunsch, die formal ästhetischen Fragestellungen durch weitere Komposition der Zeichnung beeinflussende Elemente zu ergänzen. Die Kunst von Susanne Fleischhacker zeigt, dass es möglich ist, sich mit politischen Ereignissen in der Kunst zu beschäftigen, ohne dabei zu belehren oder die Formen der politischen Auseinandersetzung zu zitieren.

PM: Presseserver Hannover

Kategorie: Kunst & Kultur

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