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Treffpunkt Garten“: Jury kürt fünf GewinnerInnen im Wettbewerb „GartenLust“

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Der zum zweiten Mal ausgelobte Wettbewerb "GartenLust" ist entschieden. Karin van Schwartzenberg, Leiterin des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, hat heute (17. September) die GewinnerInnen in den fünf verschiedenen Kategorien bekannt gegeben. Gewonnen haben das Bürgergartenprojekt PalettenGartenLindenNord (PaGaLiNo), die Wohneigentümergemeinschaft Küchengartenstraße 2a/b, Heiko Timm (Niebüller Weg 13), das Projekt Geibelhof der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr e.G. sowie das „Biergärtchen“ alten Bahnhof in Anderten.

Das Thema des zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerbs hieß "Treffpunkt Garten". Aus insgesamt 36 Beiträgen wurden in diesem Jahr die GewinnerInnen ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach den Kriterien Gestaltung und Nutzung, soziale Wirkung, ökologischer Wert und Mottobezug. Dank vieler SponsorInnen können Geldprämien in Höhe von insgesamt 6.050 Euro ausgeschüttet werden.

Mit "GartenLust", dem 2012 erfolgreich neu gestarteten Wettbewerb für schöne Gärten, setzt Hannover die Tradition fort, Verschönerungen auf Hinterhöfen, an Wohnungen, in Vorgärten und auf Dächern zur Verbesserung der Gartenqualität der Stadt zu fördern. Angesprochen waren erneut alle, die in der Stadt einen Garten an Haus oder Wohnung haben und ihre Freude an diesem Stück Grün mit anderen Menschen teilen oder anderen vermitteln möchten. Am jährlich stattfindenden Wettbewerb können Einzelpersonen, Hausgemeinschaften, Wohnungsgesellschaften, Firmen und soziale Einrichtungen mit gestaltetem Garten teilnehmen. Ausgenommen sind Kleingärten, für die alle zwei Jahre ein eigener Wettbewerb stattfindet („Bunte Gärten“). Bei der offiziellen Preisübergabe am 8. November im Neuen Rathaus erhalten alle TeilnehmerInnen eine Anerkennung für ihr Engagement.

Der Wettbewerb "GartenLust" wird gefördert vom Deutschen Mieterbund, von Haus & Grundeigentum Hannover e.V., von der Norddeutschen Landesbausparkasse Berlin–Hannover (LBS), der Wohnungsgenossenschaften Gartenheim eG, der Heimkehr-Hannover eG und der GBH. Darüber hinaus engagieren sich die Hannoversche Allgemeine Zeitung und NDR 1 Niedersachsen als Medienpartner und beteiligen sich mit kompetenten JurorInnen für die Bewertung der Wettbewerbsbeiträge.

Die "GartenLust"-GewinnerInnen 2013:

Gewonnen in der Kategorie "Soziale Einrichtungen" hat das Bürgergartenprojekt PalettenGartenLindenNord (PaGaLiNo). Seit April 2012 hat der "Ableger" des KüGäLi (Küchengärten Limmer) in der Grünanlage neben dem Lindener Freizeitheim in der Windheimstraße (Linden-Nord) seine bunten Kisten aufgebaut. Unterstützt durch die Energiewende-Initiative „Transition Town Hannover“ e.V. wird dort gesät, geackert und geerntet, was die Kiste hergibt. Alle, die Spaß am Gärtnern haben und sich in Gemeinschaft austauschen möchten, sind willkommen und bekommen eine eigene Kiste. Mittwochs gibt es Gruppenbetreuung, sonnabends wird gemeinsam gewerkelt, geerntet und gekocht. Eine Abgrenzung nach außen gibt es nicht: Interessierte BesucherInnen sind eingeladen, sich umzuschauen, zu verweilen oder etwa beim anstehenden Ernte-Dank-Fest mitzufeiern. Zu den Projekten der Gruppe gehören auch ein Bio-Alchimistengarten mit "Terra-Preta-Kultur" und eine Heilkräutergruppe.

Mitten in Linden auf einer grünen Obstbaumwiese bolzen? – Beim Gewinnerprojekt in der Kategorie "Mieter-/Gemeinschaftsgärten", einem Garten der Wohneigentümergemeinschaft Küchengartenstraße 2a/b (Linden-Mitte) geht das: Hier haben 15 Kinder bewusst viel Raum für Bewegung, Sport und Spiel. Auch die Großen aus den insgesamt 18 Wohneinheiten finden sonnige Plätzchen im Grünen, um Feste zu feiern, sich zu treffen und zu klönen oder einfach nur die Erholung zu genießen. Ein Sandbuddelplatz für die Kleinsten und ein Gemeinschaftshaus ergänzen das urbane Idyll. Über der Tiefgarage liegen leicht erhöht die Erdgeschoss-Gärten. Stauden, Kletterpflanzen, Blütensträucher und Bambus bilden den grünen Rahmen.

Sieger in der Kategorie "Privatgärten" ist Heiko Timm, Niebüller Weg 13 (Vahrenwald). Am Eingang mit Storchenschnabel, Glockenblumen, Taglilien, Fingerhut und Bambus seitlich vorbei, erwartet die BesucherInnen hinten ein kleines Raumwunder: Auf 70 Quadratmetern sind hier seit 2008 in Eigenleistung zwei abgestufte Wasserbecken mit Überlauf, eine Holzterrasse, ein üppig berankter Rosenbogen, Stauden, eine Kirsche und ein Apfelbaum sowie eine kleine Rasenfläche entstanden. Auf kleinstem Raum schaffen unterschiedliche Höhen und Materialien eine reizvolle Gliederung. Auf die Abgrenzung zu den NachbarInnen wurde verzichtet, spontaner Besuch ist gerne willkommen. Das Regenwasser der Dachflächen wird offen versickert. Durch Dachbegrünung entsteht eine weitere grüne Ebene. Zudem finden auch noch Kompost und Nisthilfen Platz.

In der Kategorie "Wohnungsunternehmen" gewann das Projekt Geibelhof der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr e.G. in der Geibelstraße 3 (Südstadt) den ersten Preis. Zwei große, tagsüber offene Tordurchgänge erschließen das etwa 7000 Quadratmeter große Areal. Relikte alter Schienen zeugen von der Zeit, als noch mit Kohle das zentral gelegene Waschhaus beliefert wurde. Frisch saniert, steht es allen Anwohnern seit Februar 2013 als zentraler Ort für Begegnung, Feiern, gemeinsame Aktionen zur Verfügung – und nach wie vor auch zum Wäschewaschen. Ein großes Holzdeck mit Sitzpodesten, Sitzbänke, Staudenbeete, ein Pergolasitzplatz, die gestalterische Einbindung von Fahrradstellplätzen und Müllcontainern sowie neue Spielgeräte und eine neue Beleuchtung schaffen im Außenbereich eine hohe Aufenthaltsqualität für Alt und Jung.

Einen Sonderpreis vergab die zehnköpfige Jury in der Kategorie "Firmengärten" an das "Biergärtchen" der Gaststätte "Alter Bahnhof" Anderten (An der Bahn 2). Mit dem Pflanzen einer Birke im Jahr 2009 fing bei diesem Projekt alles an. Es entstand auf einer 400 Quadratmeter großen Brache allmählich ein Biergarten der besonderen Art: Unter dem lauschigen Blätterdach von Birken und Weiden gedeihen Stauden, Rosen, Hortensien, Sommerblumen, Zypressen und Palmen inmitten von individuell gestalteten Sitznischen mit rund 200 Sitzplätzen. Ein Teich mit Fischturm sowie allerlei Kunstvolles runden das außergewöhnliche Gesamtbild ab. Gästen steht ab nachmittags das besondere Flair der Anlage offen. Vormittags nutzen die Pächter mit Familie, Freunden und Angestellten den Garten für sich.

Die Jury setzte sich aus VertreterInnen des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung und der Politik zusammen. Darüber hinaus waren die SponsorInnen vertreten sowie FachgruppenvertreterInnen der "Grünen Branche".

Die Jury vergab folgende Preise:

– Kategorie "Soziale Einrichtungen"
Erster Preis: 1000 Euro
Zweiter Preis: 800 Euro
zwei Dritte Preise à 500 Euro

– Kategorie "Mieter-/Gemeinschaftsgärten"
Erster Preis: 500 Euro
Zweiter Preis: 400 Euro
drei Dritte Preise à 300 Euro

– Kategorie "Privatgärten"
Erster Preis: 500 Euro
Zweiter Preis: 300 Euro
Dritter Preis: 200 Euro

– Kategorie "Wohnungsunternehmen"
Je ein Erster, Zweiter sowie zwei Dritte Preise. Drei Preisträger, die gleichzeitig Sponsoren des Wettbewerbs sind, verzichteten zugunsten der übrigen GewinnerInnen auf ein Preisgeld, ein Dritter Preisträger (Nicht-Sponsor) erhält 250 Euro.

– Kategorie "Firmengärten"
Sonderpreis in Höhe von 200 Euro als besondere Anerkennung.

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