Kunst & Kultur
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Wiederaufnahme Theaterstück „Als wenn wir Geister wären…“

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geister

"Als wenn wir Geister wären…" 15 Bewohner des GDA Wohnstifts erzählen von ihrem Leben, ihrer Kindheit und Jugend, der ersten Liebe von Schmerz und Freude, dem Gefühl des älter Werdens, von ihrem Alltag und von ihrer Vorstellung vom Tod. Sie berichten über Momente, die sie bewegt haben, die ihrem Leben eine entscheidende Wendung gegeben haben, Träume aus der Vergangenheit oder auch Wünsche für die Zukunft.

"Als wenn wir Geister wären" ist ein dokumentarisches Stück mit Erzählungen, die immer öfter keine Adressaten mehr finden: Weil selbst innerhalb der Familien oft die Zeit fehlt zuzuhören. Weil ein Altenheim ein Ort mit unzähligen Geschichten und nur wenigen Zuhörern ist. Weil die Geschwindigkeit des Alltags auch hier die Abläufe bestimmt. Und so bleiben die Bewohner meist stumm – zu oft sind sie mit dem Versuch sich mitzuteilen am Desinteresse ihrer Umwelt gescheitert. Die Geschichten sind nur in den Köpfen, sie werden nicht mehr ausgesprochen – bis der Mensch eines Tages nicht mehr lebt. Und seine Erinnerungen mit ihm verschwinden. Ein unermesslicher Verlust, gerade bei einer Generation, die so viel Irrungen und Wirkungen durchlebt hat, wie jene, die heute in den Altenheimen lebt. In dem Stück "Als wenn wir Geister wären…" sollen sich sowohl die oftmals vorhandene Einsamkeit im Altersheim, als auch der Reichtum der Geschichten, die an diesem Ort vorhanden sind wider spiegeln.

Die Geschichten laufen im Loop, das heißt es gibt keinen definierten Anfang und kein Ende. Der Zuschauer kommt an einem willkürlichen Moment dazu, so als würde er plötzlich in die Gedankenwelt eines Menschen eintauchen, dem er zufällig begegnet. Wie lange er jeweils den Geschichten lauscht bleibt ihm überlassen. Durch den Kopfhörer als Medium dieser Geschichten wird eine artifizielle Distanz geschaffen. Zuschauer und Bewohner treten nicht direkt miteinander in Kontakt. Darüber hinaus spielt das Stück auch mit dem voyeuristischem Gefühl einen anderen Menschen zu betrachten, ohne direkt mit ihm in Kontakt zu treten. Der Bewohner wird zur Kunstfigur, in der der Zuschauer sich spiegeln kann: Wie werde ich im Alter leben? Welche Geschichten werde ich erzählen können? Und wird es Menschen geben die mir zuhören? Produktion – Freie Theaterproduktionen – Iyabo Kaczmarek, Kozept, Autor und Regie – Sascha Schmidt

Spieltermine:
Samstag, den 09.,11., Mittwoch, 13.11., Donnerstag,14.11., Mittwoch, 20.11., Donnerstag, 21.11.2013, Beginn 19:30 Uhr

Kartenvorbestellung:
Telefonisch unter // 0511 – 353 964 97
Per Mail unter // iyabo@nabf.de
Vorverkaufskasse im Künstlerhaus, Sophienstr.2, 30159 Hannover www.vvk-kuenstlerhaus.de

Preis:
€ 15,00 (erm. € 10,00) // VVK € 13,00 (erm. 8,00)

Spielort:
GDA Wohnstift Hannover-Kleefeld, Osterfelddamm 12, 30627 Hannover

Kategorie: Kunst & Kultur

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