Allgemeine Nachrichten
Schreibe einen Kommentar

Zwölf weitere, neue Stolpersteine in der Ohestraße und in der Langen Laube

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Am Dienstag (12. November) werden auf Initiative von Oberkantor Benjamin Z. Maissner (Toronto), Neffe des Oberkantors Israel Alter, der von 1925 an in Hannover tätig war und 1935 rechtzeitig emigrieren konnte, in der Ohestraße und in der Langen Laube erneut Stolpersteine verlegt. Oberkantor Maissner und weitere Nachfahren der Familie sowie Bürgermeister Bernd Strauch werden an beiden Verlegungen teilnehmen. Erstmals und ausnahmsweise wird nicht der Künstler Gunter Demnig die Steine verlegen, sondern SchülerInnen der BBS 3 (Berufe rund um den Straßenbau).

Die ersten Stolpersteine werden um 11 Uhr für sieben Mitglieder der Familie von Kantor Israel Alter und seiner Frau Anna, geborene Brenner, an ihrem früheren Wohnort in der Ohestraße verlegt. Sie wohnten in den Häusern der jüdischen Gemeinde, die im September 1941 zu Ghetto-Häusern erklärt wurden. An diesen so genannten "Judenhäusern" erinnert ein Mahnmal. Die Steine werden an diesem Mahnmal auf dem heutigen Schulgelände der Berufsschule verlegt. Im Anschluss daran werden noch weitere fünf Stolpersteine für Familienmitglieder Maissners verlegt. Im Haus Lange Laube 1 wohnte die Familie von Bernhard Maissner und seiner Frau Regina Rivka, geborene Richter. Bernhard Maissner wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im besetzten Polen ermordet. Den übrigen Angehörigen gelang die Emigration.

In Hannover erinnern Stolpersteine an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind. Die Steine werden am letzten selbst gewählten Wohn- oder Arbeitsort der Verfolgten in den Fußweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift "Hier wohnte…" den Namen, den Geburtsjahrgang sowie die Umstände des Todes.

Seit 2007 wurden in Hannover 270 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Das vom Kölner Künstler Gunter Demnig initiierte Projekt wird durch den städtischen Fachbereich Bildung und Qualifizierung/Projekt Erinnerungskultur und die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. realisiert. Mit den neuen Steinen erinnern in Hannover dann insgesamt 282 Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus.

Stolperstein-Verlegung am 12. November

11 Uhr Ohestraße 6, Mahnmal 7 Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Alter / Brenner Verfolgtengruppe: Juden/Jüdinnen

11.45 Uhr, Lange Laube 1 5 Stolpersteine für die Familie Maissner Verfolgtengruppe: Juden/Jüdinnen

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.