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Nachrüstung des Rußpartikelfilters

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Umweltzone Hannover nur für Fahrzeuge mit grüner Plakette erlaubt

Umweltzone Hannover – Nur für
mit grüner Plakette erlaubt

Dieselfahrzeuge erfreuen sich einer großen Beliebtheit, knapp die Hälfte aller neu zugelassenen Pkws fährt mit Dieselkraftstoff. Die ausgeprägte Vorliebe deutscher Kraftfahrer für Dieselfahrzeuge ist in erster Linie dem Kraftstoffverbrauch geschuldet, welcher schlichtweg geringer ausfällt und somit einen Vorteil bei den Unterhaltskosten verspricht.

Allerdings bringt das Fahren mit Dieselkraftstoff nicht nur Vorteile mit sich. Die Belastung bei der Kfz-Steuer ist höher als bei Benzinern und zugleich kann es Schwierigkeiten beim Befahren von Umweltzonen geben. Zumindest ist dies ein Problem, das etliche Fahrzeuge betrifft, die vor dem Jahr 2000 gefertigt wurden. Seinerzeit war der Rußpartikelfilter eine große Ausnahme, weshalb viele alte Dieselfahrzeuge nur über eine rote Umweltplakette verfügen oder keine Plakette erteilt bekommen. Zumal die Umweltzone in Hannover als besonders streng gilt, denn seit diesem Oktober wird nur noch Fahrzeugen mit grüner Plakette die Zufahrt erlaubt.

Nutzung älterer Fahrzeuge ist dennoch möglich

Ältere Pkws, die aufgrund eines fehlenden Partikelfilters nicht in Umweltzonen bewegt werden dürfen, müssen deshalb aber nicht gleich aussortiert werden. In zahlreichen Fällen besteht die Möglichkeit der Nachrüstung. Auf diesem Wege bietet sich die Chance, den Ausstoß an Feinstaub deutlich zu reduzieren und somit eine bessere Einstufung bei der Umweltplakette zu erhalten. In Abhängigkeit vom jeweiligen Fahrzeug ist es durchaus möglich, dass eine gelbe oder gar grüne Plakette zugeteilt wird.

Aus einer Nachrüstung ergeben sich zwei Vorteile. Da wäre zunächst die Option, wieder in Umweltzonen fahren zu dürfen und somit einen Gewinn an Mobilität zu erzielen. Des Weiteren verspricht der verringerte Ausstoß an Schadstoffen eine bessere Einstufung bei der Kfz-Steuer. Die Steuerlast wird gesenkt, wodurch sich die Kosten der Nachrüstung relativieren. Je nach Höhe von Einbaukosten und Steuervorteil dauert es ungefähr vier Jahre, bis sich die Nachrüstung amortisiert hat.

Mit welchen Kosten die Nachrüstung zu Buche schlägt, hängt vom Fahrzeugmodell sowie der Wahl der Kfz-Werkstatt ab. Generell empfiehlt es sich, regionale Angebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Eine Hilfestellung hierzu bietet die Plattform im Netz von Autoscout24/Autowerkstatt. Die Kosten liegen bei etwa 600 bis 1.000 Euro.

Funktionsweise des Partikelfilters

Bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff werden vor allem Ruß und Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Einige der Rußpartikel verbrennen jedoch nicht, was dem hohen Anteil Stickstoffmonoxid im Abgas geschuldet ist. Der Partikelfilter löst dieses Problem: Es findet eine nachgelagerte Verbrennung statt, welche den Ausstoß signifikant reduziert. Wenn die Betriebstemperatur erreicht ist (der Filter muss sich stellenweise auf mindestens 200 Grad Celsius erhitzen), lässt sich der Ausstoß an Rußpartikeln um bis zu 99 Prozent verringern.

Im Wesentlichen findet im Innern des Filters eine mechanische Filterung statt. Die herausgefilterten Rußpartikel gelangen in ein Kreislaufsystem und können somit nicht mehr entkommen, sie werden vollständig verbrannt. Experten sprechen auch von der so genannten Selbstreinigung, die eine lange Nutzung gestattet. Rußpartikelfilter müssen erst alle 120.000 Kilometer gewechselt werden, sofern das Fahrzeug überwiegend auf der Langstrecke gefahren wird, ist sogar eine Nutzung bis 150.000 Kilometern möglich. Wenn Rußflecken am Auspuff entstehen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass der Filter gewechselt werden muss.

Kategorie: Wirtschaft
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