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Umgestaltung der Altstadt nimmt Form an

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Der freiraum- und verkehrsplanerische Wettbewerb "Umgestaltung Schmiedestraße – Marstall – Altstadt" ist entschieden. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten aus Dortmund prämierte gestern (11. Dezember) die Arbeit des Büros "Atelier LOIDL" aus Berlin mit dem ersten Preis.

Das Berliner Büro wurde den freiraum- und verkehrsplanerischen Anforderungen dieses Projekts in gestalterischer und funktionaler Hinsicht am besten gerecht. Die Planer schlagen für die Umgestaltung des Marstalls einen baumbestandenen Platz für Aktivitäten unterschiedlicher Personengruppen vor, in dem Stellplätze im westlichen Bereich des Platzes straßenbegleitend konzentriert werden. Hierdurch, nicht zuletzt auch durch die beiden neu geplanten Gebäude an den Kopfenden, erhält der Marstall eine neue urbane Identität.

Die Schmiedestraße wird unter Wahrung ihrer verkehrlichen Leistungsfähigkeit als neu gestaltete, innerstädtische Straße mit beidseitig, unregelmäßig gesetzten Baumstellungen geplant. Positiv wurde bewertet, dass  die Schmiedestraße durch großzügige Aufpflasterungen an wichtigen Querungsstellen eine verbesserte Verknüpfung zwischen der Altstadt und der City ermöglicht. Für die übrigen öffentlichen Straßen in der Altstadt – bestehend aus der Knochenhauerstraße, Kramerstraße, Burgstraße, dem Corvinusweg und dem Bereich rund um die Marktkirche – sieht das Büro "Atelier LOIDL" eine Ableitung der Entwurfsprinzipien des Marstalls und der Schmiedestraße vor.

Stadtbaurat Uwe Bodemann hat die Arbeiten der drei Preisträger heute (12.Dezember) mit Jury-Mitglied Hanna Kreisel-Liebermann, Pastorin an der Marktkirche Hannover, vorgestellt. "Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Konzept des Ateliers LOIDL aus Berlin einen Entwurf prämiert haben, mit dem die Altstadt eine deutliche Aufwertung erfahren wird. Mit der Umgestaltung des Marstalls werden wir einen ersten Akzent setzen", so Bodemann über den gelungenen Entwurf.
Mit dem zweiten Preis wurde das Konzept des Landschaftsarchitekturbüros "NSP – Nagel Schonhoff Partner" aus Hannover bedacht und mit dem dritten Preis die Landschaftsarchitekten "WES & Partner" aus Hamburg. Alle 16 Arbeiten werden ab dem 4. Februar 2014 in der Bauverwaltung (Rudolf-Hillebrecht-Platz 1) ausgestellt.

Städtebaulicher Rahmen

Mit dem Konzept "Hannover City 2020+" hat die Landeshauptstadt Hannover die Herausforderung der Innenstadtentwicklung für die kommenden zehn bis fünfzehn Jahre angenommen. Das städtebauliche Ziel ist es, urbane Wohnformen zu schaffen, mit denen die steigende Nachfrage nach Wohnraum bedient werden kann. Zudem folgt das Konzept der Maßgabe, nicht nur die Aufenthaltsqualität zu steigern, sondern auch den Straßenverkehr für alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichermaßen zu optimieren. Im Rahmen dieses Konzepts wurden vier Standorte untersucht, deren Umgestaltung – beispielweise durch die Schaffung von Bauflächen auf städtischen Liegenschaften – eine positive Wirkung auf die unmittelbare Umgebung entfalten und die Innenstadt weiter stärken soll (Klagesmarkt, Marstall, Hohes Ufer/Leibnizufer, Köbelinger Markt). So auch am Marstall: Die Bebauung an den jeweiligen Kopfenden soll den Platz neu fassen. Zudem wird die historische Stadtkante entlang des Hohen Ufers geschlossen.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Politik

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