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Hannover plant Stadtdialog 2030 mit breiter Bürgerbeteiligung

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Die Landeshauptstadt Hannover will die Ziele und Strategien für die Stadtentwicklung in den nächsten eineinhalb Jahrzehnten in einem breiten öffentlichen Dialog erarbeiten. Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbaurat Uwe Bodemann stellten heute (Dienstag) den Fraktionsvorsitzenden im Rat die Pläne für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept "Hannover 2030" vor. Wie soll der Alltag in Hannover im Jahr 2030 aussehen? Welche Veränderungen sind zu bewältigen, damit die Stadt auch künftig lebenswert bleibt? Wie müssen dafür die Weichen in der Stadtentwicklung gestellt werden? Diese Kernfragen sollen für alle Handlungsfelder der künftigen Stadtstrategie Hannovers in einem gut zweijährigen Prozess diskutiert werden. Vorgesehen sind dabei vielfältige Beteiligungsformen für die Bevölkerung.

Offener Prozess – Klares Ziel
"Es geht um einen breiten, integrierten Stadtdialog von Verwaltung, Politik und der Bevölkerung. Wir wollen eine neue Qualität der Diskussion über die Entwicklung unserer Stadt", umreißt Oberbürgermeister Schostok das Konzept. "Wir gehen ganz bewusst in einen offenen Prozess, der neue Perspektiven und Ideen zulässt. Wir haben ein klares Ziel: Die Leitlinien für unsere Stadt in den kommenden 15 Jahren diskutieren und entwickeln."
Hannover stützt sich dabei auf vielfältige Erfahrungen bei der integrierten Stadtentwicklung. Dazu zählt insbesondere das vor wenigen Jahren unter starker öffentlicher Beteiligung unter Federführung von Stadtbaurat Bodemann entwickelte Konzept für die Innenstadt City 2020+. Bodemann: "Wir fangen nicht bei null an. Hannover hat bundesweit beim Thema Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung einen guten Ruf und wird gern als Beispiel genannt. Es gibt seitens der Verwaltung viele gute Konzepte wie den Masterplan Mobilität, das Wohnkonzept und viele andere mehr. Daran wollen wir anknüpfen und eine Stadtstrategie für 2030 entwickeln."

Ausgangslage
Die Landeshauptstadt Hannover ist eine wachsende Stadt. Dieses Wachstum stellt neben dem demografischen und sozialen Wandel der Stadtgesellschaft, der Globalisierung und einem immer stärkeren Bewusstsein für den ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt immer neue Anforderungen an die Gestaltungs- und Steuerungsfähigkeit der Stadt. Hinzu kommt der wachsende Anspruch der Einwohnerinnen und Einwohner, die Zukunft ihrer Stadt aktiv und auf unterschiedlichen Zugangswegen mitzugestalten. Dies setzt einen integrierten und dialogisch orientierten Stadtentwicklungsprozess voraus.

Handlungsfelder
Die Verwaltung beabsichtigt deshalb, ein integriertes, nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept Hannover 2030 zu erarbeiten, das alle ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Dimensionen einer nachhaltigen Stadt für das Jahr 2030 in den Blick nimmt.

Im Zentrum stehen fünf Handlungsfelder:

  • Bildung und Kultur
  • Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt
  • Leben, Wohnen und Versorgung
  • Integration und Teilhabe
  • Finanzen.

Diese Handlungsfelder werden mit Blick auf fünf Querschnittsthemen diskutiert:

  • Demografischer Wandel
  • Gesellschaftlicher Wandel
  • Innovation
  • Nachhaltigkeit
  • Neue Kooperationen (Internationalität, Europa, Metropolregion, Region).

Breite Beteiligung
Das Konzept für den Stadtdialog soll in diesem Frühjahr vom Rat beschlossen werden, der mit einer eigenen Kommission den Diskussionsprozess begleitet. Bis Jahresmitte erarbeitet die Verwaltung Status Quo-Berichte über die Ausgangssituation und vorliegende Konzepte. Im Herbst startet der Dialog mit zwei öffentlichen Auftaktveranstaltungen. Hieran schließen sich verteilt über das Jahr 2015 viele größere und kleinere Veranstaltungen, Foren und Expertenrunden zu einzelnen Themenfeldern an. Geplant sind außerdem begleitende Online-Foren und repräsentative Befragungen des bereits bestehenden Online-Panels. 

Neben dem Dialog mit der Stadtgesellschaft gibt es ebenso einen intensiven Austausch mit ExpertInnen, Initiativen, VertreterInnen der Wirtschaft und der Verbände. In der Ratskommission sind auch Mitglieder der Stadtbezirksräte vertreten. Ebenso werden die Beschäftigten der Landeshauptstadt Hannover aktiv an dem Stadtdialog beteiligt. Die Vorarbeiten für den Stadtdialog erfolgten bereits in dezernatsübergreifenden Beratungen der Führungskräfte aller Fachbereiche.

2016 Entscheidung über Stadtstrategie 
Alle Ergebnisse fließen dann in einen bis Ende 2015/Anfang 2016 zu entwickelnden Entwurf eines Gesamtkonzeptes "Stadtentwicklung Hannover 2030" ein. Dieser steht dann erneut öffentlich zur Diskussion. Anschließend wird dem Rat der Stadt bis Mitte 2016 das überarbeitete Gesamtkonzept zur Entscheidung vorgelegt.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Politik

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