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HANNAH ARENDT LECTURES beginnen mit „Warum man Lassie nicht essen soll“!

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"Warum man Lassie nicht essen soll" erläutert Prof. Dr. Bernd Ladwig, Freie Universität Berlin, am Mittwoch (7. Mai) um 18 Uhr im Mosaiksaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, bei freiem Eintritt. Der Vortrag ist der erste der diesjährigen HANNAH ARENDT LECTURES, die zur Diskussion um die "Tischgesellschaft der Zukunft" einladen.

In seinem Vortrag behandelt Ladwig die Frage, ob wir moralische Rechte von Tieren missachten, indem wir diese zu Zwecken der Fleischgewinnung züchten, (gefangen-)halten und umbringen. Er stellt zwei Begründungen vor, die jeweils eine negative Antwort nahe legen. Die eine Begründung stellt das Leiden der allermeisten "Nutztiere" in den Mittelpunkt, die andere bezieht sich auf die Tötung als Interessenverletzung eigener Art. Beide Begründungen laufen auf den Einwand hinaus, dass wir basale Interessen anderer Tiere verletzen, um vergleichsweise nichtige Interessen des Menschen befriedigen zu können: Wir können auch ohne tierische Produkte gut leben, während für die Tiere buchstäblich alles auf dem Spiel steht. Darum darf man nicht nur Lassie nicht essen, sondern normalerweise auch keine Schweine, Kühe, Hühner oder Fische.

Prof. Dr. Bernd Ladwig, geb. 1966, studierte Politische Wissenschaften am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Nach dem Erwerb des Diploms war er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zweier Interdisziplinärer Arbeitsgruppen an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. 2000 übernahm er eine Stelle als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Von 2005 bis Dezember 2010 bekleidete er eine Juniorprofessur für Moderne politische Theorie am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 2011 ist er dort Universitätsprofessor für Politische Theorie.

Die nächsten Termine:
Alle Vorträge finden im Mosaiksaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, statt und beginnen jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am 18. Juni referiert Prof. Dr. Corinna Mieth von der Ruhr-Universität Bochum über "Konsumentenethik in Bezug auf Ernährung: strategische und moralische Aspekte" und am 9. Juli geht Prof. Dr. Ingo Pies von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Frage nach: "Hunger bekämpfen! Aber wie? Wirtschaftsethische Perspektiven".

Die HANNAH ARENDT LECTURES finden im Rahmen des Projekts "Wissenschaft trifft Politik – Politik trifft Wissenschaft" der Leibniz Universität statt. Das Projekt wird durch die VolkswagenStiftung gefördert.
Wie gewohnt beleuchten auch in diesem Jahr namhafte WissenschaftlerInnen die politischen, ethischen und ökonomischen Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven. Die LECTURES werden vom Bereich Wissenschaftsstadt im Büro Oberbürgermeister organisiert.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

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