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Kunst umgehen“ 2014 – Vermittlungsprogramm für Kunst im öffentlichen Raum

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Die Nanas - das bekannteste Beispiel für Kunst im öffentliche Raum

Die Nanas – das bekannteste Beispiel
für Kunst im öffentliche Raum

"Kunst umgehen", "High Noon", "Sprechstunde" und "Sculpture Transfer" und "Guerillapicknicks" ? mit einem ebenso unkonventionellen wie ungewöhnlichen Programm präsentiert das Kulturbüro der Stadt die Kunst im öffentlichen Raum in Hannover.

Nach erfolgreichem Auftakt im vergangenen Jahr wird das Kunstvermittlungsprogramm "Kunst umgehen" auch im Jahr 2014 mit unterschiedlichsten Formaten an das Thema der Kunst im öffentlichen Raum heranführen. Die Künstlerinnen Anna Grunemann und Christiane Oppermann konzipierten gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle als erfahrenes Kunstvermittlungs-Team ein Jahresprogramm mit konkreten Terminen und buchbaren Veranstaltungen.

Den Auftakt des Programms macht eine Veranstaltung aus der Reihe "High Noon ? 12.30 Uhr mittags", die am Montag (5. Mai) zwischen 12.30 und 13 Uhr – also in der Mittagspause – die Arbeit "Bogside ’69" von Hans-Jürgen Breuste (Ecke Osterstraße/Kleine Packhofstraße) vorstellt und erläutert. Die Teilnahme kostet drei, ermäßigt zwei Euro, mit HannoverAktivPass freie Teilnahme.

"High Noon ? 12.30 Uhr mittags" ist eins von vier Formaten des Vermittlungsprogramms, die sich jeweils monatlich wiederholen. Bei "High Noon" steht an jedem ersten Montag im Monat in der Mittagspause jeweils eine künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum Hannovers im Mittelpunkt. Da "High Noon" jedes Mal ein anderes Objekt ins Visier nimmt, bewegen sich Fans des Formats ? quasi in Zeitlupe ? mit der Kunstvermittlung durch das Jahr, die Stadt und die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum.

Das zweite Format ist "Kunst umgehen": Einmal im Monat sonnabends wird in Führungen ein Überblick zur Kunst im öffentlichen Raum in Hannover gegeben. Es geht um deren historische Entwicklung und Status Quo, um Fragen nach Zusammenhängen, Räumen, Zwecken, Bedeutungen, Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten. Kompakte Spaziergänge durch jeweils kurz diskutierte Facetten des Themas auf drei unterschiedlichen Routen.

Das dritte Format nennt sich "Sprechstunde" und "Sculpture Transfer", die jeweils einen Sonnabend im Monat angeboten werden und sich monatlich abwechseln. Bei der "Sprechstunde" führt das Kulturbüro jeweils gemeinsam mit einem besonderen Gast durch den öffentlichen Raum Hannovers, der bestimmte Aspekte der Kunst aus seiner individuellen Expertenperspektive zeigt und erläutert. "Sculpture Transfer" ist ein alternatives Vermittlungsformat für neugierige EntdeckerInnen aller Altersstufen. Diese Kunsttour lädt ein, alle Sinne zu aktivieren, Wahrnehmung zu prüfen und zu schulen. Der künstlerisch initiierte Transfer verspricht ungewöhnliche Zugangsweisen und überraschende Annäherungen an die Kunst im öffentlichen Raum.

"Guerillapicknicks" sind das vierte Format zur Kunstvermittlung: Hier wird sich vor Ort an einem Objekt oder Ensemble im öffentlichen Raum Hannovers intensiv mit der jeweiligen Kunst, ihrer Geschichte, ihrer Wirkung vor Ort und ihren Kontexten auseinandergesetzt. Im Zentrum stehen moderierte Gespräche mit ExpertInnen wie zum Beispiel KünstlerInnen, StadtplanerInnen oder HistorikerInnen.

Alle vier Formate finden im Jahr 2014 monatlich zwischen Mai und Oktober statt. Die aktuellen Termine und Orte werden in regelmäßig erscheinenden Programmflyern, der Tagespresse sowie auf www.kunst-umgehen.de veröffentlicht.

Für Gruppen werden eine Vielzahl zusätzlicher Formate angeboten. Sie sind zu individuell vereinbarten Terminen buchbar. Ansprechpartner im Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover ist Frithjof Peters, telefonisch erreichbar unter 168-44042.

Alle Termine im Mai:

5. Mai, 12.30 bis 13 Uhr: "High Noon ? 12.30 mittags"
Gespräch über "Bogside `69" von Hans-Jürgen Breuste.
Treffpunkt: Ecke Osterstraße/Kleine Packhofstraße. Teilnahme kostet drei, ermäßigt zwei Euro, mit HannoverAktivPass freie Teilnahme.
Das Objekt "Bogside ’69" von Hans-Jürgen Breuste entstand anlässlich des 20-jährigen Bestehens von Amnesty International. Die in Eisenbändern gefangene Granitfaust stammt aus einem Steinbruch, in dem Arno Breker während des Nationalsozialismus mit seinen Schülern an ideologischen Großskulpturen arbeitete. Die assoziative Verbindung von historischem Fundstück und eigenem künstlerischen Schaffen ist dabei so gut gelungen, dass Betrachtende die Herkunft der Faust gar nicht zu kennen brauchen, um zu spüren, was die Arbeit mit den Zielen und Idealen von Amnesty International zu tun hat.

10. Mai, 17 bis 18.30 Uhr: "Sprechstunde"
Unterwegs mit Philipp von Zitzewitz, Graffiti-Künstler.
Treffpunkt: Ecke Glockseestraße/Calenberger Straße. Teilnahme kostet acht, ermäßigt vier Euro, mit HannoverAktivPass einen Euro.

18. Mai, 11 bis 13 Uhr: "Guerillapicknick"
Vor Ort mit einem Gast. Heute: Drehbare Schrauben mit HAWOLI.
Treffpunkt: Georgsplatz, neben dem Kiosk, Teilnahme: frei.

24. Mai, 17 bis 18.30 Uhr: Überblicksführung mit Christiane Oppermann.
Treffpunkt: Sophienstraße, unter dem Kronleuchter. Teilnahme kostet acht, ermäßigt vier Euro, mit HannoverAktivPass einen Euro.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Kunst & Kultur

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