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Oberbürgermeister zeichnet Energiespar-Schulen aus

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26 hannoversche Schulen dürfen sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt belohnt ihr Engagement in Sachen Energiesparen und Klimaschutz mit einer "Leistungsprämie" in Höhe von 750 bis 3.000 Euro. Die Grundschule Beuthener Straße, die Realschule Misburg, das Schulzentrum Bothfeld und die Schillerschule belegen die ersten vier Plätze im erstmals durchgeführten Wettbewerb. Einen Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro erhält die IGS Mühlenberg für ihr langjähriges schulübergreifendes Engagement.

Die Leistungsprämie wird im Rahmen des Projekts "Gruppe schulinternes Energiemanagement (GSE) – Hannovers Schulen sparen Energie" vergeben, das in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert. Die Idee: SchülerInnen, Lehrkräfte und Schulhausmeister setzen sich, unterstützt von Energiefachleuten, gemeinsam für einen effizienten Umgang mit Energie ein. Rund 90 Prozent der Schulen nehmen an dem Projekt des Gebäudemanagements teil. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Pro Jahr sparen sie 650.000 Euro Energiekosten und vermeiden 2.300 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß. Die Stadt dankt es mit einem "Basis-Bonus" von zwei Euro pro SchülerIn und Jahr. "Die Schulen sind wichtiger Teil unseres städtischen Lebens und damit auch der Klima-Allianz Hannover. Ihr Beitrag zum Erreichen unserer Klimaschutzziele ist beachtlich! Und er wirkt vorbildlich, über die reinen Zahlen hinaus, in die Stadtgesellschaft hinein", betonte Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Mit der zusätzlichen Leistungsprämie werden auch in den kommenden Jahren Schulen ausgezeichnet, die sich über das klimabewusste Alltagsverhalten hinaus engagieren oder das Energiesparen besonders konsequent im Schulalltag verankert haben. In diesem Jahr überzeugte die Grundschule Beuthener Straße durch die vielseitige Vermittlung des Themas und die Eigeninitiative der SchülerInnen, die mit Flugblättern und Plakaten auch außerhalb der Schule fürs Energiesparen warben. Die Realschule Misburg punktete durch die besonders gelungene Interaktion aller Schulgruppen und ?gremien. Das Schulzentrum Bothfeld wusste durch die sehr konkrete, bodenständige Zusammenarbeit mit den SchülerInnen zu überzeugen, während die Schillerschule mit der konsequenten Ausrichtung ihrer Curricula an den Prinzipien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie einem Europaprojekt zum Thema "weniger Energie verbrauchen" beeindruckte. Bei den eingesandten Wettbewerbsbeiträgen hatte das Preisgericht die Qual der Wahl: "Wir mussten uns zwischen einer Vielzahl hervorragender Bewerbungen entscheiden, die qualitativ sehr eng nebeneinander lagen. Von daher haben alle 34 Teilnehmer große Anerkennung verdient", fasste Jury-Mitglied Anne Huse von proKlima die Situation zusammen.

Wer diesmal leer ausging, hat bald eine neue Chance: Die Leistungsprämie wird künftig jedes Jahr verliehen. Prinzipiell können alle am GSE-Projekt teilnehmenden Schulen einen Wettbewerbsbeitrag einreichen. Angesichts der je nach Schulform sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen und der vielen guten Beispiele setzt die Stadtverwaltung bewusst auf eine breite Streuung der Prämien. Deshalb wurden nicht nur vier Hauptpreise in Höhe von 3.000, 2.500, 2.000 und 1.500 Euro vergeben, sondern noch 21 weitere Preisträger mit jeweils 750 Euro belohnt. Insgesamt hatten sich 34 Schulen beworben.

Jury:

  • Dr. Regine Leo, Leiterin des Schulbiologiezentrums Hannover;
  • Prof. Dr. Gerd Michelsen, Leuphana Universität Lüneburg;
  • Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover;
  • Anne Huse, proKlima enercity-Fonds;
  • Udo Büsing, Nachhaltigkeitsmanagement und -bildung im städtischen Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro;
  • Regine Bethke-Wittke, Energiemanagement im städtischen Fachbereich Gebäudemanagement.

Liste der prämierten Schulen mit Jurybewertungen

Hauptpreise

1. Platz: Grundschule Beuthener Straße
An der Grundschule Beuthener Straße gehört das Energiesparen seit 1995 zum Schulalltag. Im Jahr 2013 haben „die kleinen KlimaschützerInnen“ der 3. und 4. Klasse das Thema mit viel Elan im gesamten Unterricht behandelt und nicht nur viel gelernt, sondern den Bildern nach viel Spaß dabei gehabt: Auf Exkursionen zu Wasser- und Windanlagen und durch naturkundliche Experimente sind die SchülerInnen der Frage nachgegangen, wie Energie erzeugt wird. Auch das eigene Schulgebäude wurde daraufhin untersucht, wo Energie herkommt und wie viel Energie durch einzelne Geräte verbraucht wird. Aus ihren Erkenntnissen haben sie eine Energie-Ausstellung für die eigene Schule entwickelt, um ihre MitschülerInnen von der Wichtigkeit des Energiesparens zu überzeugen. Besonders beeindruckt hat die Jury: Nachdem die Ausstellung in der eigenen Schule erfolgreich war, haben die SchülerInnen beschlossen, auch andere Menschen in ihrer Umgebung zu informieren. Dazu haben sie Plakate gemalt, Aufkleber gestaltet und einen Flyer mit Stromspartipps geschrieben, den sie vor einem Supermarkt verteilt haben – im Winter bei Schnee und Eis.

2. Platz: Realschule Misburg
Ausschlaggebend für den 2. Preis ist die konstante und – mit Blick auf die kleineren und größeren Mängel im Schulgebäude – besonders „hartnäckige“ Durchführung des Energiesparprojekts. Das Projekt wird in einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft mit dem Kurt-Schwitters-Gymnasium durchgeführt. Besonders gewürdigt wird die gelungene Einbeziehung der gesamten Realschule: Die Aktivitäten der AG werden über alle Schulgremien kommuniziert. Dazu gehören auch die „guten informellen Kanäle innerhalb der Schülerschaft“. Es gibt eine gute regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Schulhausmeister und auch die Schulleitung besucht regelmäßig Veranstaltungen der AG.

3. Platz: Schulzentrum Bothfeld (HS Ada-Lessing/RS Lotte-Kestner)
Das eigene Fazit der Lehrkräfte zum Projekt lautet: „Zu beobachten ist, dass die Schülerinnen und Schüler das Projekt nicht belächeln und ihm ablehnend gegenüber stehen, sondern weitgehend tatkräftig unterstützen und sensibilisiert sind. Zu verdanken ist dies u.a. der Arbeit der EnergiemanagerInnen und den sich aktiv einsetzenden Lehrkräften, die alle eine Multiplikatorfunktion wahrnehmen.“ Hinter dieser nüchternen Beschreibung steckt eine Menge Engagement und eine sehr konkrete, bodenständige Zusammenarbeit mit den SchülerInnen; in einem Umfeld, das nicht von vornherein dem Thema „Energiesparen“ aufgeschlossen ist.

4. Platz: Gymnasium Schillerschule
Die Schillerschule engagiert sich seit den 90er Jahren im Energiesparprojekt mit zahlreichen vorbildlichen Projekten. Ausschlaggebend für die Preisvergabe sind die Einbindung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Curricula der ganzen Schule im Sekundärbereich 1 und die aktuelle Durchführung des Comenius-Projekts zum Thema „Reduce energy consumption“ im Jahrgang 9.

Sonderpreis für die IGS Mühlenberg
Die IGS Mühlenberg ist allen Energiesparschulen in Hannover und darüber hinaus bestens bekannt. Das liegt daran, dass sie nicht nur das Energiesparprojekt seit 1995 vorbildlich durchführt, sondern auch andere Schulen mit dem Schul-LAB tatkräftig dabei unterstützt. Ausgehend von der Energienutzung im eigenen Schulgebäude haben die „MühlenbergerInnen“ mit viel Engagement hier eine Einrichtung geschaffen, in der auch SchülerInnen anderer Schulen zu allen Energiethemen Experimente durchführen können. Ganz viele Energiesparschulen nutzen dieses Angebot und erhalten wichtige Impulse für die eigene Projektgestaltung. Auch die Landeshauptstadt ist mit ihren Veranstaltungen zum Energiesparprojekt regelmäßig im Schul-LAB der IGS Mühlenberg zu Gast. Kurz: Durch die besonderen Leistungen des Schul-LAB lässt sich der Wettbewerbsbeitrag der IGS Mühlenberg nicht ohne Weiteres mit den anderen Schulen vergleichen. Um die herausragenden Verdienste für das GSE-Projekt zu würdigen, passend zu dessen 20- jährigem Jubiläum, erhält die IGS Mühlenberg einen Sonderpreis in Höhe des 1. Preises.

Preise 5 bis 25

1) Gruppe langjähriger Energiesparschulen – kontinuierliches und konsequentes Engagement

An diesen Schulen ist das Projekt seit vielen Jahren fest im Schulalltag verankert durch: Energiedetektive (Energiespürnasen, etc…), Energiemanager in allen Klassen, Thematisierung des Energiesparens auf Elternabenden.

Grundschule Am Sandberge
Das Energiesparen ist seit Jahren ein fester Bestandteil im Schulalltag. Besonders intensiv hat sich dieses Mal die vierte Klasse über vier Wochen mit dem Thema auseinandergesetzt und unter anderem Spartipps erarbeitet, die in der ganzen Schule ausgehängt wurden. Grundschule An der Feldbuschwende Die Schule führt das Projekt kontinuierlich durch und informiert auch regelmäßig auf Elternabenden. Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung durch den Schulhausmeister, der auch darauf achtet, externe NutzerInnen wie Sportvereine zum Energiesparen anzuhalten.

Grundschule Suthwiesenstraße
Die GS Suthwiesen gehört zu den ganz „starken“ Energiesparschulen, in denen das Thema fest im Alltag integriert ist. Regelmäßig werden u.a. in mindestens einer Klasse EnergieberaterInnen ausgebildet, die ihr Wissen an die nächste Klasse weitergeben.

Grundschule Tegelweg
Energiesparen, Umwelt- und Klimaschutz sind seit über 15 Jahren in den täglichen Schulalltag der Schule fest eingebunden. Auch der Schulkindergarten wird einbezogen. An dem langfristig konstant hohen Engagement hat auch der Wechsel innerhalb der Lehrerschaft und des Schulhausmeisters vor einigen Jahren nichts geändert. Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule Die Schule ist seit den 90er Jahren eine Energiesparschule, in der „Energiespürnasen“ einen gelebten „Energiespar-Alltag“ garantieren.

Herschelschule Hannover (Gy)
Die Herschelschule zeichnet sich durch ein kontinuierliches Engagement aus. Zwei EnergiewächterInnen pro Klasse achten auf die Umsetzung und die Informationsweitergabe in der Schule.

Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule (GS)
EnergiemanagerInnen in allen Klassen sorgen dafür, dass im Alltag Energie gespart wird.

Johanna-Friesen-Schule (GS)
Diese Grundschule hat kontinuierlich seit 1995 einen vorbildlichen Standard für die Einbindung des Themas in den Schulalltag entwickelt, angefangen bei der Wahl und Schulung der EnergieexpertInnen für jede Klasse, der Verpflichtung für alle KlassenlehrerInnen, ihre Klassen jährlich zu informieren, bis hin zu Elterninformationen.

Martin-Luther-King-Schule (FÖS)
SchülerInnen und Schulhausmeister haben in 2013 gemeinsam die einfachverglasten Fenster ihrer Turnhalle gedämmt und durch diese praktische Maßnahme wirkungsvoll den Energieverbrauch ihrer Schule gesenkt.

2) Gruppe langjähriger Energiesparschulen mit anspruchsvoller Projektarbeit

Schulen, die das GSE-Projekt seit vielen Jahren beispielhaft durchführen, sich darüber hinaus mit den Themen Energie und Klimaschutz regelmäßig in eigenen Projekten auseinandersetzen und ihre Curricula an den Prinzipien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ausrichten.

Glockseeschule (Gesamtschule mit besonderem Profil)
Die Glockseeschule gehört zu den ersten Energiesparschulen und zeichnet sich durch die ganzheitliche Einbindung des Themas in den Schulalltag aus. Als kleine Gesamtschule mit jahrgangsübergreifendem Lernen werden viele Projekte zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und im Engagement für die eine Welt (Agenda 21) umgesetzt, in denen „Groß und Klein“ zusammenarbeiten.

Goetheschule Hannover (Gy)
Die Goetheschule beteiligt sich seit über 15 Jahren mit hohem Engagement am Energiesparprojekt und hat ein vorbildliches Curriculum Klimaschutz und Nachhaltigkeit erstellt.

IGS Linden
Die IGS Linden gehört zu den Gründerschulen des GSEProjekts. Es ist nach wie vor beeindruckend, wie die GSE-Gruppe das Energiesparprojekt durchführt: Angefangen über die Schulung der jüngeren SchülerInnen bis zur Projektverankerung im 9. und 10. Jahrgang. Besonders hervorzuheben sind die aus dem Energiesparprojekt entstandenen Projekte zur Solarenergienutzung, die von einem eigenen Förderverein betrieben werden.

IGS Roderbruch
Die IGS Roderbruch gehört von Anfang an zu den Energiesparschulen. Das Thema ist fest im Schulalltag verankert. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ durchzieht das Schulprogramm. In der Umsetzung ist die IGS Roderbruch nicht nur hannoverweit, sondern auch international ein Vorbild. Wer für den eigenen Unterricht Anregungen sucht, findet sie in der sogenannten „Straße der Nachhaltigkeit“, einem Schulflur, auf dem viele Projekte vorgestellt werden.

Käthe-Kollwitz-Schule (Gy)
Die Käthe-Kollwitz-Schule ist seit zwanzig Jahren dabei. Das Energiesparprojekt ist fest im Curriculum verankert. Es gelingt der Schule immer wieder, das abstrakte Thema „Klimaschutz“ mit handlungsorientierten Projekten aufzugreifen und so SchülerInnen Erfahrungsräume zu erschließen, um eine eigene Position zu globalen Fragen zu finden. Ganz wichtig ist in diesem Hinsicht das langjährige Austauschprogramm mit Indigenen in Ecuador. Beim letzten Besuch im Jahr 2013 haben SchülerInnen einen sehenswerten Film gedreht zu der Frage: „Was bedeutet ein ‚gutes Leben‘?“.

Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg
Das Kurt-Schwitters-Gymnasium führt das Energiesparprojekt seit 2008 engagiert und aktiv in einer gemeinsamen AG mit der Realschule Misburg durch.

Maximilian-Kolbe-Schule (FÖS)
Durch die Einbindung in den Schulkanon stellt die FÖS Maximilian-Kolbe sicher, dass das Projekt konstant weitergeführt wird. Hervorzuheben ist der ganzheitliche Ansatz, mit dem konkrete Maßnahmen durchgeführt werden. Aus der Frage „Wie kann ich in meiner Schule Energie sparen?“ folgte eine Auseinandersetzung mit der globalen Situation. Im Jahr 2013 wurde eine Pfandsammelaktion als Spendenaktion für Kamerun durchgeführt und eine Patenschaft gegründet.

Tellkampfschule Hannover (Gy)
Für die Tellkampfschule gehört die intensive Einbeziehung der Schülervertretung zum festen Programm. Dadurch erreicht die Schule bei der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen eine breite tragende Basis.

3) Gruppe besonders engagierter Wiedereinsteiger

Schulen, die nach einer längeren Pause (z.B. nach dem Ausscheiden einer engagierten Schlüsselperson wie Lehrkraft oder Schulhausmeister oder aufgrund interner Umstrukturierungen) mit besonders viel Schwung, Eigeninitiative und guten Ideen wieder eingestiegen sind.

Albert-Schweitzer-Schule (GS)
Auch nach dem Umzug in das neue Gebäude in der Liepmannstraße führt die Albert-Schweitzer-Schule das Energiesparprojekt voller Elan weiter.

Grundschule Brüder Grimm
Die Brüder-Grimm-Schule hat in diesem Schuljahr mit dem Projekt begonnen und gleich eine sehr aktive Gruppe von Energiedetektiven gebildet. Diese haben sofort losgelegt und mit kräftiger Unterstützung durch den Schulhausmeister mit Energiesparmaßnahmen in der ganzen Schule begonnen.

Leibnizschule (Gy)
Die Leibnizschule hat nach längerer Pause im vergangenen Schuljahr neu mit dem Projekt begonnen und ist gleich voller Elan durchgestartet. Sie hat dabei auch SchülerInnen der GS Mengendamm in die Energie-AG aufgenommen und sozusagen die künftigen LeibnizschülerInnen schon vorweg zu EnergiesparerInnen geschult.

Peter-Ustinov-Schule (HS)
Im Jahr 2013 hat die 6. Klasse die Projektdurchführung übernommen und für die Peter- Ustinov-Schule Plakate mit den wichtigsten Energiespartipps erstellt und durch Rundgänge in allen Klassen dazu informiert.

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