Kunst & Kultur
Schreibe einen Kommentar

Wo sie ruhen: Hörspaziergang über den Gartenfriedhof

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Die neue "Friedhofs-App" "Wo sie ruhen" vor Ort kennenlernen: VertreterInnen des Softwareunternehmens Hortec, der Gemeindenkirchengemeinde, des Vereins Renaissance Gartenfriedhof sowie des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün stellen die neue Smartphone-Anwendung am kommenden Sonnabend (15. November) um 14 Uhr allen Interessierten bei einem Hörspaziergang über den Gartenfriedhof, Marienstraße 35, vor. Anschließßend wird die Möglichkeit geboten, mit ausleihbaren Audiogeräten dieses Denkmal der Kultur- und Stadtgeschichte zu erkunden.

Die Website www.wo-sie-ruhen.de, die Anfang November freigeschaltet wurde, bietet ausführliche Informationen über den Gartenfriedhof und die dort begrabenen berühmten Persönlichkeiten an, etwa Goethes Lotte, Caroline Herschel (Astronomin) oder Christian Heinrich Tramm (Architekt des Welfenschlosses und des Henriettenstifts). Der Gartenfriedhof ist im Rahmen dieses deutschlandweiten Projekts einer von 37 ausgesuchten Friedhöfen. Das Projekt wurde von der Stiftung historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg initiiert und vom Büro Hortec realisiert. Die Finanzierung erfolgte mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Hintergrundinformationen zum Gartenfriedhof:

Der wurde 1741 vor dem Aegidientor angelegt. Die dazu gehörige Gartenkirche wurde 1749 fertiggestellt und 1891 durch einen Neubau des Architekten Rudolph Eberhard Hillebrand ersetzt. Die Namen Gartenkirche und -friedhof leiten sich von den Bauern ab, den sogenannten "Gartenleuten". Diese lebten und arbeiteten hier und versorgten die Stadt.
 
Der Friedhof, der noch heute eine Vielzahl klassizistischer Grabdenkmäler beherbergt, wurde 1864 geschlossen. Es sind heute – 150 Jahre nach Auflassung des Friedhofs – noch rund 400 Grabstellen vorhanden. Die Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen und auch zu manchem Verlust geführt. Nicht zuletzt deshalb unterstütz die Wengerstiftung für Denkmalpflege den Erhalt der Grabmale. Der Verein Renaissance Gartenfriedhof e.V. gibt Anregungen und unterstützt die Arbeit der Stadt auch durch Grabmalpatenschaften.

Pressemitteilung: Stadt Hannover

Kategorie: Kunst & Kultur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.