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Nehmen die Fahrraddiebstähle immer mehr zu?

In den sozialen Netzwerken findet man beinahe täglich wieder einen Post „Mein Fahrrad wurde geklaut“. Für die Region Hannover hat sich sogar schon eine eigene Gruppe auf Facebook gegründet. Auf der Fahrradklau-Pinnwand Hannover kann jeder sein verloren gegangenes Rad posten und um Hilfe bei der Wiederbeschaffung bitten.

In der Regel bleibt dies aber erfolglos. 340.000 Fahrraddiebstähle wurden 2014 in Deutschland von den Behörden erfasst. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Diebstähle dürfte noch weit höher liegen. Allen die schiere Zahl der Taten lässt auch die Polizei weitestgehend kapitulieren.

Jedes vierte gestohlene Fahrrad sagen die Statistiken war ungesichert abgestellt. Diese nicht abgeschlossenen Räder sind natürlich leichte Beute für die Langfinger. Aber auch Billigschlösser bieten nur unzureichend Schutz. Außerdem sollte das Fahrrad immer an einem festen Gegenstand angeschlossen werden.

Bei einer Aufklärungsquote von durchschnittlich nur ca. 10% aller Fälle also eine gute Idee mal in ein brauchbares Fahrradschloss zu investieren. Auch hier gilt die Devise Vorbeugen.

Doch welches Schloss soll man kaufen? Bügelschloss, Spiralkabel oder Panzerkabel? Die meisten Schlösser sind leider sehr leicht zu knacken. Testberichte helfen hier weiter. Auf der Webseite http://fahrradschlosstest.eu/ finden Sie übersichtlich geordnet die aktuellsten Testberichte.

Den besten Ruf, was die Diebstahlsicherheit angeht haben die Bügelschlösser. Sie wiegen schon mal über 1,5 Kilo, sind so dick das ein Bolzenschneider ihnen nichts anhaben kann und auch der Trick mit dem Kältespray funktioniert bei den Markenschlössern nicht mehr.

Wem das Bügelschloss zu unflexibel ist, der kann auf ein sogenanntes Faltschloss setzen. Diese bestehen aus mehreren Teilen die, wie beim Zollstock miteinander verbunden sind. Diese Schlösser können mit den klassischen Bügelschlössern inzwischen problemlos mithalten.

Die Kabel-, Panzerkabel- und Kettenschlösser können bei besonders hochwertigen Räder als Ergänzung zum Einsatz kommen. Als alleiniger Schutz reichen sie in den meisten Fällen nicht aus.

Billigste Spiralschlösser oder das Speichenschloss sind nicht viel mehr als ein Keil, den man vor das Auto mit laufendem Motor legt. Diebe lassen sich davon nicht abschrecken!

Die Stiftung Warentest hat es probiert: Keine 3 Sekunden und das Rad hat einen neuen Besitzer

Investieren Sie also lieber in ein Markenschloss als sich auf ein Geschenkband für Diebe zu verlassen, wie einfache Spiralschlösser im Fachjargon auch schon mal genannt werden.

Darüber hinaus bieten die örtlichen Polizeidienststellen oder auch der ADFC immer wieder Fahrradcodierungen an. Damit kann das Rad ohne Eigentumsnachweis nur noch sehr schwer an den Mann gebracht werden.

Als letzter Ausweg bleibt noch der Versicherungsschutz. Die meisten Hausratversicherungen lassen sich um den Diebstahlschutz für Fahrräder erweitern. Spezielle Fahrradversicherungen lohnen sich eher für sehr teure Räder.

Kategorie: Polizeipresse
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