Politik
Schreibe einen Kommentar

Freier Rechtsabbieger entfällt: Unfallschwerpunkt am Königsworther Platz wird entschärft

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Noch vor den Sommerferien wird die Stadt mit einem weitgehenden Umbau des Königsworther Platzes beginnen, der den Unfallschwerpunkt dort entschärfen soll und bis Ende August dauern wird. Im Verlauf der Bauarbeiten wird der Platz in den Sommerferien (August) für eine Woche voll gesperrt. Auch während der einzelnen Bauphasen wird es durch Reduzierung und Veränderung von Fahrspuren zu massiven Verkehrseinschränkungen kommen. Bis auf die Vollsperrung werden während der Bauarbeiten jedoch alle Fahrbeziehungen aufrechterhalten.

Der städtische Fachbereich Tiefbau rechnet mit Gesamtkosten von rund 270.000 Euro, davon allein 190.000 Euro für den Umbau des so genannten "freien Rechtsabbiegers" in die Schloßwender Straße zur signalgeregelten Abbiegespur. Mit 80.000 Euro wird die Sanierung der Fahrbahndecken im Kreuzungsbereich des Platzes kalkuliert.

In der Vergangenheit ist es im Einmündungsbereich Königsworther Platz/
Schloß#wender Straße immer wieder zu Unfällen und kritischen Situationen zwischen Autoverkehr, querenden FußgängerInnen und RadfahrerInnen besonders am "freien Rechtsabbieger" gekommen. So registriert die Polizei dort jährlich mehr als 20 Verkehrsunfälle – jeweils durchschnittlich ein Viertel aller Unfälle am Königsworther Platz.

Mit einem signaltechnisch gesicherten Abbieger wird künftig eine ungeschützte Fahrbahnquerung für RadfahrerInnen und FußgängerInnen entfallen. Gleichzeitig wird die Schutzinsel Schloßwender Straße im Bereich der Wartefläche für den Radverkehr auf drei Meter verbreitert. Darüber hinaus erhalten die Lichtsignalanlagen eine behindertengerechte Ausstattung.

Schließlich werden im Rahmen dieses Umbaus die Fahrbahndecken des nordwestlichen Kreuzungsbereichs sowie eines Teils des Bremer Dammes stadtauswärts saniert.

Die einzelnen Bauphasen

  • Ende Juni bis 10. Juli:

In den Bauphasen I und II werden Pflasterarbeiten für die Geh-/
Radwegeführung sowie der Einbau von Blindenleitflächen durchgeführt.

Begonnen wird mit der Nebenfläche Bremer Damm/Ecke Königsworther Platz. Dazu erfolgt eine Einengung der Fahrtrichtung Brühlstraße von zwei auf eine Spur.

Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Nebenanlage Schloßwender/Ecke Nienburger Straße. Dafür sind Fahrspurreduzierungen im Bereich Schloßwender Straße (einspurig Richtung Bremer Damm) sowie im Bereich Nienburger Straße (zwei statt drei Fahrspuren) erforderlich. Der Verkehr in Richtung Nienburger Straße wird links am Fahrbahnteiler vorbeigeführt.

  • 10. Juli bis Ende August:

In den Bauphasen III und IV erfolgt der Rückbau des "freien Rechtsabbiegers", einschließlich der erforderlichen Leitungsbauarbeiten. 

Damit das Rechtsabbiegen in die Schloßwender Straße möglich bleibt, wird dieser Verkehr neben der Baustelle links vom Fahrbahnteiler Schloßwender Straße vorbeigeführt. Statt vier Fahrspuren stehen dann nur zwei in Richtung Königsworther Platz zur Verfügung.

Gleichzeitig wird auch der Verkehr aus Richtung Bremer Damm in die Schloßwender Straße auf eine Spur reduziert.

Der gesamte stadtauswärtige Verkehr auf dem Königsworther Platz wird auf zwei Fahrspuren eingeengt; für einige Tage steht für den Verkehr stadtauswärts nur eine Fahrspur zur Verfügung.

  • 11. bis 17. August

Für die Asphaltierungsarbeiten muss der Königsworther Platz in Bauphase V für eine Woche voll gesperrt werden. Nur die Fahrbeziehung vom Bremer Damm in die Innenstadt bleibt zweispurig bestehen.

Während der Vollsperrung werden alle anderen Fahrtrichtungen umgeleitet. Dazu werden an den verschiedenen Kreuzungs-punkten Wegweiser und elektronische Informationsanzeiger an Leibnizufer sowie Hamburger Allee aufgestellt:

  • Aus Richtung Friedrichswall in Richtung Westschnellweg wird der Verkehr über Goethe-, Braun- und Fössestraße umgeleitet;
  • aus Richtung Friedrichswall in Richtung Nordstadt über Otto-Brenner- und Herschelstraße sowie Weidendamm;
  • aus Richtung Hamburger Allee in Richtung Autobahn über die Vahrenwalder Straße;
  • aus Richtung Hamburger Allee in Richtung Nordstadt über Weidendamm;
  • aus Richtung Nienburger Straße in Richtung Nordstadt/City über Herrenhäuser Kirchweg und Haltenhoffstraße.
  • Busverkehr Linie 100 und 200

Während der Bauphasen I bis III bleibt die Fahrroute bestehen. Ab Phase III wird die Haltestelle Königsworther Platz/
Richtung Engelbosteler Damm in die Schloßwender Straße verlegt.

Ab Phase IV wird die in Richtung Nordstadt fahrende Buslinie nicht mehr den Königsworther Platz anfahren, sondern über Goethestraße, Goseriede, Am Klagesmarkt zum Engelbosteler Damm umgeleitet.

Während der Vollsperrung in Phase V werden die Haltestellen am Königsworther Platz nicht angefahren. Die Umleitung beider Fahrtrichtungen erfolgt über Klagesmarkt.

Die Verkehrsbedeutung und die auch während der Baumaßnahme absehbare Verkehrsbelastung des Königsworther Platzes ist für Baufirma wie für VerkehrsteilnehmerInnen eine große Herausforderung. Während der Bauzeit ist mit umfangreichen Behinderungen zu rechnen. Ortskundige VerkehrsteilnehmerInnen werden deshalb gebeten, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen bzw. den Königsworther Platz großräumig zu umfahren.

Trotz der umfangreichen Bau- und Verkehrsvorbereitungen bittet die Verwaltung schon jetzt um Verständnis für Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauarbeiten.

PM: Presseserver Hannover

Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.