Politik
Schreibe einen Kommentar

Vollversammlung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten am 19. Juni 2008 in Hannover

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Aus ganz Niedersachsen kamen heute (19. Juni) etwa 60 Gleichstellungsbeauftragte aus den Kommunen angereist, um aktuelle frauenpolitische Themen zu besprechen.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Aussagen der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann zum gleichstellungspolitischen Kurs der Landesregierung in Niedersachsen. Sie betonte dabei ausdrücklich die Notwendigkeit der Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten für die Umsetzung der frauenpolitischen Programme des Landes. Dabei erwähnte sie insbesondere das Aktionsprogramm "Migrantinnen in Niedersachsen – Integration gestalten!", das unter maßgeblicher Beteiligung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten für die Jahre 2008 bis 2010 entwickelt wurde.

Als weiteren Schwerpunkt nannte sie die Gemeinschaftsinitiative "Weiblich. Sportlich – gut drauf!" zur Förderung von Bewegungs- und Sportangeboten für Mädchen und junge Frauen. Das auf fünf Jahre angelegte Programm soll der Zielgruppe einen niedrigschwelligen, nachhaltigen Zugang zum Breitensport eröffnen. Auch in diesem Zusammenhang lobte die Ministerin ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Zum Schwerpunktthema Integration stellte die Integrationsbeauftragte des Landes Honey Deihimi die frauenpolitischen Aspekte der Integration in den Mittelpunkt. Wenngleich Integration ein Thema für alle sei, wies Deihimi auf die besondere Rolle der Frauen bei Integration hin. In der folgenden Diskussion ging es unter anderem um die Frage "Wie kann verhindert werden, dass Männer zu ’Bremsklötzen’ der Integration von Frauen werden?" Als ein besonderes Problem wurde auch benannt, dass im nichteuropäischen Ausland erworbene Qualifikationen keinen Eingang in entsprechende Berufe in der Bundesrepublik ermöglichen. Daher fordern die Gleichstellungsbeauftragten: Erfolgreiche Integration bedeutet, dass auch Frauen mit Migrationshintergrund die gesellschaftspolitische Teilhabe und eine Integration in die Berufswelt ermöglicht wird.
Die Konferenzteilnehmerinnen beschlossen außerdem einen Antrag für die anstehende Bundeskonferenz kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Frankfurt am Main zur Förderung der beruflichen Wiedereingliederung von Frauen in Gesundheitsberufen wie Altenpflege oder Ergotherapie.

Weitere Informationen zur Vollversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsen erteilen die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover Dr. Brigitte Vollmer-Schubert sowie die Vernetzungsstelle für kommunale Frauenbüros, Email: kontakt@vernetzungsstelle.de

PM: Presseserver Hannover

Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.