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„Stadtbibliothek aufgeschlossen“ zu den Wandmalereien der verschütteten Stadt Herculaneum

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In der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ stellt Dr. Anne Viola Siebert, Kuratorin der Antikensammlung des Museum August Kestner, am Montag (7. Dezember) um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, den siebten Band „Le Pitture antiche d’Ercolano e contorni incise con qualche spiegazione: tomo quinto, Napoli: Regia stamperia, 1779“ des Werkes „Antichia di Ercolano“ vor. Dabei handelt es sich um Informationen zur Ausgrabungsgeschichte Herculaneums.

Die Stadt Herculaneum wurde beim großen Vesuvausbruch im August 79 n. Chr. – im Gegensatz zu Pompeji – so stark verschüttet, dass sie gänzlich verschwand. Erst im späten 17. Jahrhundert wurde die Erinnerung an Herculaneum wieder wachgerufen, als bei Brunnenbohrungen in dem kleinen Ort Resina Reste des antiken Theaters ans Tageslicht kamen. Auf Veranlassung Karls III. von Bourbon, König beider Sizilien (1716 – 1788), begannen 1738 die systematischen Ausgrabungen im antiken Herculaneum.

Diese Phase der Ausgrabungsgeschichte Herculaneums gehört historisch betrachtet zu den herausragendsten. Wöchentlich verfasste kurze Grabungsberichte unterrichteten Laien und Forscher über den Fortgang der Arbeiten. Die Exklusivrechte an der Veröffentlichung der Ergebnisse erteilte Karl III. seiner eigens für die Erforschung des antiken Herculaneum 1755 gegründeten „Reale Accademia Ercolanense di Archeologia“. Durch das konsequente Publikationsrecht kamen zusammenhängende Ergebnisse zunächst nur sehr schleppend an die Öffentlichkeit. Gesicherte Informationen zu den Arbeiten in den Vesuvstädten waren bis zum Erscheinen der „Antichita di Ercolano“ kaum zu bekommen. Dieses Werk, das 1757 bis 1792 in acht Bänden erschien, enthielt als siebten Band „Le Pitture antiche d’Ercolano e contorni…: tomo quinto“, der sich ausschließlich mit der Wandmalerei beschäftigte. Diese Gattung eröffnete ein völlig neues Bild von der Antike.

Jeden ersten Montag im Monat stellt die Stadtbibliothek ein besonderes Buch vor. Der Eintritt zu dieser Veranstaltungsreihe ist frei.

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