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„Hannovers Städtepartnerschaften sind sehr lebendig“

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„Die gemeinsamen Aktivitäten Hannovers und seiner Partnerstädte sind vielfältig, lebendig und auch an konkreten Projekten und Plänen für die Zukunft mangelt es nicht“, reagiert Hannovers Kulturdezernent Harald Härke auf die Vorwürfe aus der Politik, die Ziele der Städtepartnerschaften müssten neu überdacht und mit Leben gefüllt werden. Natürlich sei alles ausbau- und entwicklungsfähig: „Internationalität und Städtepartnerschaften werden zu meinen Schwerpunktthemen gehören. Eine noch stärkere Bündelung der Aktivitäten wird ab nächstem Jahr in einem eigenen Sachgebiet für Internationale Kulturarbeit intensiviert“, so Härke.

Wie umfangreich und vielfältig auf den unterschiedlichsten Ebenen die Städtepartnerschaften funktionieren, ist bereits mit einem Blick auf den alle zwei Monate erscheinenden Städtepartnerschafts-Newsletter oder auf der englischsprachigen facebook-Seite „Twin Cities Hannover“ zu sehen.

Die Newsletter sind im Internet abrufbar unter www.hannover.de/staedtepartnerschaften-lhh und können außerdem per Email an staedtepartnerschaften-newsletter@hannover-stadt.de abonniert werden.

Die Städtepartnerschaften leisten zahlreiche, oft langfristig angelegte, qualitativ wertvolle Beiträge für die Internationalisierung Hannovers. Sie dienen unter anderem der Förderung von jungen KünstlerInnen und Kulturschaffenden, indem sie einen ersten Zugang zu internationalen Netzwerken und Bühnen sowie den Aufbau von langfristigen Projektpartnerschaften ermöglichen. In den Kooperationen zum Beispiel mit dem Blantyre Art Festival in Malawi, mit der HipHop Community Rouen, zwischen dem Fuchsbaufestival und dem Kolektyw 1a aus Poznan, zwischen Chören, Komponisten, freien Theatern und Ensembles oder bei den intensiven Proben junger Bands für die Bühne der Städtepartnerschaften auf der Fête de la Musique geht es aber auch ganz besonders um inspirierende und nachhaltige persönliche Begegnungen zwischen den verschiedenen Kulturen.

Neben dem bewusst gewählten Schwerpunkt Kultur suchen die Partnerstädte immer wieder aktiv den Austausch miteinander zu gesellschaftlichen Themen, die die Stadtgesellschaft aktuell bewegen. So besuchte die Stadtverwaltung Poznan erst Ende Oktober 2015 das FamilienServiceBüro in Hannover, um von der international renommierten Praxis in Hannover für die Konzeption einer eigenen Einrichtung zu lernen. Dies passiert regelmäßig auch auf anderen Ebenen, zum Beispiel zwischen der Hochschule Hannover und den Hochschulen in Rouen, Hiroshima, Perpignan und Poznan, durch die Kontakte von hannover impuls zur Wirtschaftsförderung in Bristol, durch den Besuch der Feuerwehr aus Poznan zur Interschutz 2015 in Hannover sowie in der Jugendarbeit und im Sport. So möchte Rouen etwa von der guten Anti-Rassismus- und Präventionsarbeit des Fanprojekts von Hannover 96 lernen. Ein gemeinsames Projekt für 2016 ist bereits in Planung.

Gelebt werden Hannovers Städtepartnerschaften außerdem sowohl aus der Zivilgesellschaft heraus. Sowohl durch die aktiven Städtepartnerschaftsvereine und Schulpartnerschaften als auch durch die Stadtspitze: Zuletzt besuchte Oberbürgermeister Stefan Schostok im August 2015 Hannovers japanische Partnerstadt zum Gedenken an 70 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und im Oktober 2015 besuchte Bürgermeister Thomas Hermann Bristol, die European Green Capital 2015, um auf dem Bristol Leadership Summit über Hannovers Stadtdialog 2030 zu berichten.

Nicht zuletzt sind die Städtepartnerschaften auch im Bereich Entwicklungszusammenarbeit aktiv. So arbeiten derzeit im Rahmen eines ASA-Kommunal-Projekts zwei Studentinnen der Landschaftsarchitektur zum Thema städtische Grünflächen und Klimaschutz in der Stadtverwaltung Blantyre. Die Ausstellung ihrer Ergebnisse „Urban profil Blantyre“ ist im März nächsten Jahres in der neuen VHS in Hannover geplant.

„Ich könnte die Liste noch beliebig fortführen, aber ich denke, für einen ersten Eindruck ist die Vielseitigkeit schon einmal beeindruckend und zeigt, dass in Hannover der ursprüngliche Gedanke der Städtepartnerschaft als Solidarität zwischen Städten und Völkerverständigung von unten in sehr zeitgemäßer Form gelebt wird“, bilanziert Härke.

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