Ahlem - Badenstedt - Davenstedt, Bildung, Kunst & Kultur, Soziales
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Programm der Gedenkstätte Ahlem im April

„Moshes zweites Leben“

Eine Theaterproduktion von Martin G. Kunze über einen Todesmarsch von Hannover nach Bergen-Belsen.

Termin: Sonntag, 3. April 2016, 16 Uhr
Ort: Café Jerusalem im Haus der Hoffnung, Neues Land e.V., Wunstorfer Landstr. 5, 30453 Hannover
Veranstalter: Neues Land e.V. in Kooperation mit der Gedenkstätte Ahlem
Eintritt: frei

Vor 71 Jahren wurde das KZ Bergen-Belsen von der britischen Armee befreit. Den Soldaten offenbarte sich Unvorstellbares: Leichenberge, Seuchenopfer, Überlebende und Tote kaum zu unterscheiden. Noch kurz vor der Befreiung hatte sich ein besonders grausames Ereignis zugetragen. Jüdische Häftlinge, alle Zwangsarbeiter bei der Hanomag, waren aus dem KZ-Außenlager Hannover-Mühlenberg nach Bergen-Belsen getrieben worden. Zu Fuß, bis zur totalen Erschöpfung. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde erschossen. In dem Theaterstück „Moshes zweites Leben“ geht es um die Geschichte der Überlebenden Moshe Oster (gespielt von Andreas Daniel Müller) und Josef Dreilinger (Gerrit Neuhaus). Thematisiert wird nicht nur der Leidensweg der KZ-Häftlinge, sondern auch ihr jugendlicher Überlebenswille, ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit. Neue Menschlichkeit bringt eine britische Krankenschwester (Hanna Legatis) ins Spiel. Einfühlsam versucht sie, das Vertrauen der Beiden zu gewinnen. Dabei muss sie erkennen, dass sie die Dimensionen der Traumata, die die ehemaligen Häftlinge erlitten haben, kaum ausloten kann. Dennoch macht sie sich daran, ihre Patienten auf die Welt außerhalb des Krankenzimmers und außerhalb des Konzentrationslagers vorzubereiten.

Jahrestag der Befreiung Hannovers

„Die Stunde Null“ –Film zum Kriegsende 1945 und Zeitzeugengespräch

Termin: Sonntag, 10. April 2016, 11.30 Uhr
Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover
Eintritt: frei

Ende des Zweiten Weltkrieges in Linden: Am 10. April 1945 fahren Panzer durch die Limmerstraße. Amerikanische Soldaten befreien Hannovers Stadtteil Linden vom Faschismus. Am Straßenrand winkende Menschen. Nur noch wenige Zeitzeuginnnen

und Zeitzeugen leben und können ihre Erinnerungen an den Tag der Befreiung schildern. Im Film „Die Stunde Null“ berichten sie von ihren Erlebnissen mit der NS- Gewaltherrschaft, vom Kriegsende und wie es danach weiterging – gab es einen Neuanfang? Im Anschluss an den Film von Hans-Jürgen und Shaun Hermel

stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf dem Podium für ein Gespräch zur Verfügung.

„Entartete Musik“ – verfemte Kunst im Nationalsozialismus

Konzert mit Elena Kondraschowa (Violine) und Stella Perevalova (Klavier)

Termin: Sonntag, 17. April 2016, 15 Uhr
Ort:  Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover
Eintritt: frei

Um die Jahreswende 1937/38 wurde die musikalische Vielfalt im Dritten Reich „zum Schutz des Deutschen Kulturlebens“ in starkem Maße eingeschränkt. Die Reichsmusikkammer unter Goebbels bezeichnete die von der offiziellen Linie abweichende oder von jüdischen Komponisten komponierte Musik als „entartet“. Sie galt als „artfremd, undeutsch, dekadent, und als Nigger- und Zigeunermusik“. Interpreten und Komponisten dieser Musik wurden verfolgt. Elena Kondraschowa (Violine) und Stella Perevalova (Klavier) haben sich dieser zu großen Teilen vergessenen Musik  angenommen und ein Programm zusammengestellt, das einerseits während der NS-Zeit verfemte Stücke einschließt und andererseits Werke nach 1945 behandelt, die unter dem Nazi-Regime noch als „entartete Musik“ verbannt worden wären.

Hagar Levy

Hagar Levy

Konzert mit Hagar Levy

Neue Reihe der Gedenkstätte „Musik aus Israel“

Termin: Sonntag, 10. April 2016, 20 Uhr
Ort: Café Glocksee, Glockseestraße 35, 30169 Hannover

Einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt setzt die Gedenkstätte Ahlem in Kooperation mit Radio leinehertz 106.5 in diesem Jahr mit der Ausrichtung von Konzerten junger aufstrebender Künstlerinnen und Künstler aus Israel –zum einen in der leinehertz-Lounge in intimer Atmosphäre, zum anderen als Club-Konzert.

In Israel geboren, zog Hagar Levy im Alter von einem Jahr nach Antwerpen, wo sie die ersten 15 Jahre ihres Lebens verbrachte. Mit dem Blick von außen nach innen war Musik im allgemeinen und das Klavier in speziellen immer ein Weg für sie, Erlösung, eine authentische Identität und Stimme zu finden. Hagars Texte, Melodien und Harmonien sind beeinflusst von Rock- und R’n’B-Singer-Songwritern wie Fiona Apple, Tori Amos, PJ Harvey, Erykah Badu und Sade.

Am Montag, 11. April, gibt’s Hagar Levy noch einmal: In intimer Atmosphäre in der radio leinehertz-Lounge, Hildesheimer Straße 29, 30169 Hannover. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Radio leinehertz 106,5 und die Gedenkstätte Ahlem vergeben die 40 Gästelistenplätze im Vorfeld. Einfach Radio leinehertz 106,5 einschalten oder in der Gedenkstätte Ahlem anrufen!

Bildquellen

  • Hagar Levy: Region Hannover
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