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Vortragsreihe „Das Ohr zur Welt“: Renommierte Expertin und Experten sprechen über das Hören

Das Ohr zur Welt: Wer gut hören kann, hat mehr vom Leben. (Foto: Region Hannover)

Das Ohr zur Welt: Wer gut hören kann, hat mehr vom Leben. (Foto: Region Hannover)

Vortragsreihe der Hörregion beginnt am 11. Mai – Fünf Termine bis Dezember

Unter dem Titel „Das Ohr zur Welt – die Welt im Ohr“ lädt die Hörregion in diesem Jahr zu fünf hochkarätigen Vorträgen im Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, in Hannover ein. Zu Gast sind eine Professorin und Professoren aus Hannover, deren Renommee bundesweit oder sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus reicht. Auf anschauliche und spannende Weise stellen sie die verschiedenen Facetten des Hörens aus Sicht der Biologie, Musikwissenschaft, Neurologie, Medizin, Sportwissenschaft und Physik vor. Die Vorträge richten sich an das allgemein interessierte Publikum und finden jeweils mittwochs um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt macht Prof. Dr. Elke Zimmermann vom Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover am Mittwoch, 11. Mai 2016, 19 Uhr, mit dem Vortrag „Die Evolution des Hören – Was uns Tiere über unser Ohr zur Welt verraten“. Sie vermittelt – auch anhand von Bild-, Ton- und Videobeispielen – einzigartige Einblicke in die Welt des Hörens bei Tieren und schlägt dabei den Bogen zu aktuellen Forschungsergebnissen aus der vergleichenden Hör- und Kommunikationsforschung. Dahinter steckt die große Frage: Wozu hat die Evolution den Hörsinn entwickelt?

„Hörwunder im Alltag – Was unser Ohr und Gehirn beim Musikhören leisten!“ hat

Prof. Dr. Eckart Altenmüller vom Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover seinen Vortrag am Mittwoch, 8. Juni, 19 Uhr, überschrieben. Musik ist neben der Sprache ein zweites, nur den Menschen eigenes Kommunikationssystem. Sie erzeugt mächtige Emotionen, vertieft und organisiert soziale Bindungen. Wie wir Musik erfassen und welche Wirkung Musik hat, hängt auch von Lernprozessen in unserem Kopf ab. Und wer selbst Musik macht, lernt als junger Menschen leichter Sprachen. Wie Lernen und Musik einander bedingen – dazu gibt Prof. Dr. Altenmüller einen Einblick.

Welche Folgen es hat, nicht hören zu können, ist Thema des Vortrags von Prof. Dr. Thomas Lenarz vom Deutschen HörZentrum der HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover. „Hören und Schwerhörigkeit – Wie unser Ohr funktioniert“ lautet der Titel des Abends am Mittwoch, 7. September, 19 Uhr. Schwerhörigkeit isoliert von den Menschen, von der Gesellschaft und der Kultur. Deswegen ist es wichtig, Schwerhörigkeit offen anzusprechen, um ihr aktiv durch Information, rechtzeitige Diagnostik und Therapie zu begegnen. Entscheidend ist die frühe Erkennung von Schäden, zum Beispiel durch Neugeborenen-Hörscreening bei Kindern, in der Schule oder am Arbeitsplatz, um ein weiteres Fortschreiten der Schwerhörigkeit durch Gegenmaßnahmen zu verhindern. Denn Hörsinneszellen, die einmal zerstört sind, können nicht wieder gebildet werden.

Wie lassen sich akustische Signale und Bewegung zusammenbringen? Darüber spricht Prof. Dr. Alfred  Effenberg vom Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, in seinem Vortrag „KlangKörper – Artifizielle Bewegungsakustiken für den Sport und die motorische Rehabilitation“. Im Kern geht es darum, die visuelle und die akustisch-musikalische Wahrnehmung im Verbund zu nutzen, um das Erlernen bestimmter Bewegungsabläufe effizienter zu unterstützen. Bewegungen schneller und genauer lernen zu können, wäre für den Sport, aber auch für die motorische Rehabilitation von Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung. Anhand verschiedener Klangbeispiele macht Prof. Dr. Alfred  Effenberg das innovative Thema Bewegungsakustik erlebbar.

Der Nachweis von Gravitationswellen durch Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik hat in diesem Jahr weltweit für Schlagzeiten gesorgt. Über den „Klang des Universums“ berichtet Prof. Dr. Karsten Danzmann vom Max-Planck-Institut in Hannover am Mittwoch, 7. Dezember, 19 Uhr. Seit Tausenden von Jahren konnten wir das Universum nur sehen, aber nicht hören. Immer bessere Teleskope haben die Menschen gebaut, um alle Teile des elektromagnetischen Spektrums zu beobachten. Von Radiowellen, über sichtbares Licht bis zu Röntgen- und Gammastrahlen ist uns heute Licht jeder Frequenz zugänglich. Einstein hat die Existenz von Gravitationswellen als Konsequenz seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vor 100 Jahren vorhergesagt, aber selbst nicht daran geglaubt, dass sie jemals nachweisbar sein würden. In diesem letzten Punkt irrte er. Das Max-Planck-Institut hat nicht nur das Ohr zur Welt geöffnet, sondern ins Universum.

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis entwickelt die Region Hannover die neue Marke und das neue Netzwerk Hörregion, mit der Absicht, auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam zu machen, für gutes Hören zu werben und den Standort Region Hannover zu stärken.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannvoer.de

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