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Ferienzeit gleich Arbeitszeit:

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Ferienjob: IG BAU Tipp-Liste für Schüler aus der Region Hannover

Ab 15 darf dazuverdient werden.

Baustelle statt Badesee: Für viele Schüler in der Region Hannover ist der Ferienbeginn der Startschuss, um das Taschengeldkonto aufzufüllen. Wer seinen 15. Geburtstag hinter sich hat, darf die „Ferienkohle“ einfahren – allerdings gibt es Auflagen. „Große Hitze, Kälte oder Nässe sind tabu. In Kühlräumen haben Jugendliche beispielsweise nichts verloren“, sagt Werner Giesemann, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Niedersachsen-Mitte. Auch auf Arbeitsstellen, an denen mit gefährlichen Substanzen hantiert werde, seien Jugendliche unter 18 Jahren fehl am Platz.

Zudem gelte für die U18-Jährigen ein „Arbeitszeitlimit“. „Vierzig Stunden in der Woche, dann ist Schluss“, sagt Giesemann. Jeder Arbeitstag dürfe in der Regel höchstens zehn, in Ausnahmefällen wie in der Landwirtschaft elf Stunden dauern. „Regelmäßige Pausen sind natürlich Pflicht“, so der Gewerkschafter. Die Wochenenden sind übrigens auch in den Ferien „malochefreie Zone“: „Da gibt es zwar ein paar wenige Ausnahmen – aber ganz auf den Badesee verzichten sollen die Jugendlichen schließlich auch nicht.“

Damit das sauer verdiente Geld nicht gleich beim Finanzamt landet, müssen Jugendliche einige Regeln beachten. Nur bis zu einem Monatsverdienst von 899 Euro ist der Ferienjob steuerfrei. Wenn mehr Geld auf dem Konto landet, müssen die Jugendlichen Lohnsteuer zahlen – die sie in der Regel durch den Lohnsteuerjahresausgleich aber zurück bekommen. „Sozialversicherungsbeiträge fallen beim Ferienjob nicht an. Die müssen erst ab dem 51. Arbeitstag im Jahr abgeführt werden“, erklärt Werner Giesemann. Übrigens: Wenn den jungen Ferienjobbern etwas passiert, stehen sie nicht im Regen. „Ferienjobs sind über den Arbeitgeber angemeldet“, so Giesemann. Soweit sollte es aber eigentlich nicht kommen: „Jugendliche haben auf gefährlichen Arbeitsplätzen nichts verloren. Da sollten auch die Eltern ein Auge drauf haben.“

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