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Neun HannoveranerInnen werden mit Stadtplakette ausgezeichnet

Auf Beschluss des Verwaltungsausschusses der Landeshauptstadt erhalten in diesem Jahr neun verdiente Hannoveranerinnen und Hannoveraner die Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover.

Oberbürgermeister Stefan Schostok hat heute (16. Juni) Volker Brehm, Professor Andor Izsák, Reinhard Kramer, Doris Meier-Bruhn und Michaela Porrmann, Simin Nassiri, Reinhard Scheibe, Irene Wegener sowie Erich Ziemert mit der Auszeichnung geehrt.

Die Begründungen für die hohe Auszeichnung der Landeshauptstadt nachfolgend:

Volker Brehm: Baute ehrenamtlich die Schuldnerberatung an der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hannover auf und setzt sich seit Jahren für die Belange von Strafgefangenen und ehemaligen
Strafgefangenen ein.

Professor Andor Izsák: Hat sein berufliches und privates Engagement als Musikwissenschaftler, Organist und Dirigent ganz der Förderung der synagogalen Musik verschrieben. Der
Mitgründer und ehemalige Direktor des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik (EZJM) ist mit seiner Begeisterung und Ausstrahlung weit über die Grenzen Hannovers hinaus bekannt.

Reinhard Kramer: Leistete viele Jahre ehrenamtliche Arbeit, besonders für den Radsport. Der Hannoversche Radsport-Club von 1912 (HRC), der Radsportverband Niedersachsen und die
„Nacht von Hannover“ sind mit seinem Namen verbunden. Aber auch der hannoversche Karneval lag ihm immer am Herzen.

Doris Meier-Bruhn und Michaela Porrmann: Setzen sich seit mehr als zehn Jahren mit großem bürgerschaftlichen Engagement für das Aegidius-Haus, Auf der Bult, ein. Unter anderem
unterstützten und organisierten sie Benefiz-Veranstaltungen, um die für den Betrieb notwendigen Spenden einzuwerben, sodass 2014 das „Zuhause auf Zeit“ für zwölf Kinder und
Jugendliche mit schweren Behinderungen eröffnet werden konnte.

Simin Nassiri: Kam Ende der 1980er Jahre aus dem Iran als politisch Verfolgte nach Deutschland. Sie engagiert sich seitdem in vielfältiger Weise in der Migrantenselbstorganisation, insbesondere für von Männergewalt betroffene Migrantinnen. Mit Hannover eng verbunden ist ihre Arbeit im HAIP-Verbund (Hannoversches-Interventions-Programm gegen Männergewalt in der Familie).

Reinhard Scheibe: Engagiert sich seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise für die hannoversche Stadtgesellschaft. Der ehemalige Landtagsabgeordnete ist zum Beispiel in den Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von NDR und ZDF, im Vorstand des Freiwilligenzentrums Hannover und als Kirchenvorstand der Marktkirche aktiv. Das Kulturleben kennt ihn als Vorsitzenden der Galerie vom Zufall und vom Glück und Gesellschafter der Freunde des Jazz beim Jazz-Club.

Irene Wegener: Schon lange vor der aktuellen Flüchtlingssituation engagierte sie sich ehrenamtlich in der hannoverschen Flüchtlingsarbeit. Dabei ist ihr besonders die Kooperation von allen Gruppen im Stadtteil wichtig. Seit den 1990er Jahren ist sie als Leiterin und Geschäftsführerin im Flüchtlingsheim Hildesheimer Straße/Am Döhrener Turm, ehemals Alte Döhrener Straße, tätig.

Erich Ziemert: Zu seinem langjährigen Engagement in der hannoverschen Kommunalpolitik gehört die Arbeit als Ratsmitglied (2002 bis 2006) ebenso wie als Bürgermitglied, Bezirksratsherr und –bürgermeister im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide. Heute engagiert er sich für die SeniorInnen im Stadtteil.

Die Stadtplakette wurde 1959 durch Beschluss des Rates der Stadt ins Leben gerufen. Die Plakette ist nach der Verleihung der Ehrenbürgerwürde die höchste Auszeichnung, die die Stadt Hannover vergibt. Mit der Stadtplakette werden Persönlichkeiten geehrt, die sich auf den Feldern Politik, Kultur und Wirtschaft um die Stadt Hannover verdient gemacht haben und ausdrücklich „das Wohl der Stadt und ihrer Bürger besonders gefördert“ haben.

Mit den heutigen PreisträgerInnen erhielten insgesamt 150 Persönlichkeiten die Auszeichnung.

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