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Regenrückhaltebecken leiden an Sauerstoffmangel

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Es kommt immer wieder vor, dass unerlaubt Putzwasser über den Straßengully entsorgt wird und Autos auf der Straße gewaschen werden. Diese Ordnungswidrigkeiten führen dazu, dass Schadstoffe über den Gully unter anderem auch in die Regenwasser-Rückhaltebecken gelangen und so die Gewässer erheblich belasten und den Sauerstoffgehalt vermindern.

Die Stadtentwässerung Hannover appelliert deshalb dringend, kein Schmutzwasser in die Gullys zu schütten. Denn alles, was neben Regenwasser in den Gully gelangt, wird nicht in einem Klärwerk gereinigt, sondern fließt direkt in die Gewässer und belastet diese zusätzlich.

Insbesondere im Sommer kommt es durch die Verschmutzung zum "Umkippen der Gewässer". Allein schon durch die große Wärme nimmt der Sauerstoffgehalt des Wassers natürlich ab und die Selbstreinigung ist stark eingeschränkt. Hinzu kommt das – gut gemeinte – Füttern von Enten, das für die Teiche ebenfalls eine zusätzliche Belastung ist, unter dem unter anderem die Fische leiden. Der Kot der Wasservögel düngt das Wasser. Dadurch werden Stickstoffverbindungen in das Gewässer eingetragen, die im Wasser zu Nitrat und unter bestimmten Bedingungen zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit ist ein starkes Fischgift, das bereits in geringen Konzentrationen tödlich für die Fische ist. Auch nicht gefressenes Brot entzieht dem Wasser durch seine Zersetzung Sauerstoff. Ein Kilogramm Brot verbraucht bereits den Sauerstoffgehalt, der in rund 300 000 Litern Wasser enthalten ist. Dies alles in Kombination verschärft so um einiges das Sauerstoffdefizit der Gewässer.

PM: Presseserver Hannover

 

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