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100 Jahre Apollokino: Hannover Historisch

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apollokinoAm Mittwoch, den 03.09.2008 um 20.15 Uhr zeigt die Gesellschaft für Filmstudien historische Hannover Filme zum 100. Geburtstag des Apollokino.

Einführung: Dr. Peter Stettner

1. Der Hauptmann von Köpenick (1906) – 9 Minuten
Ein Blick in unsere Stadt 1906. Die berühmte Geschichte um den Hauptmann von Köpenick wurde nicht an Originalschauplätzen, sondern in Hannover verfilmt! Regie: Carl Buderus, Carl Sonnemann, Produktion: Buderus Kinematographenwerke GmbH (Hannover) mit: Carl Sonnemann, Herr Ortmann, Adolf Peck, Karl Hasselmann u.a.

 

2. GESICHT EINER STADT, Hannover um 1930 (1932)
Der Film zeigt aus der Sicht des Jahres 1931 (mit Hilfe von Trickgrafiken) die Entstehung und das zeitgenössische Bild der Stadt Hannover unter vielfältigen Aspekten: Architektur und Städtebau, Verkehr, Industrie, Natur und Freizeit, Sport. Er stellt damit das wichtigste Film-Dokument des Vorkriegs-Hannovers (vor der Zerstörung) dar.
Seine ambitionierte, zuweilen an Walter Ruttmanns "Sinfonie der Großstadt" erinnernde, mit Überblendungen und Mehrfachbelichtungen arbeitende Machart, die auf eine sehr positive zeitgenössische Resonanz stieß (der Film wurde auf Dampfern des Norddeutschen Lloyd und als Vorfilm in den Kinos gezeigt), gibt zugleich einen Einblick in den Stand damaliger Filmtechnik und -sprache.
Der Film wurde 1981 von Horst Latzke bearbeitet und mit einem Kommentar versehen (Zwischentitel und gesprochener Text).

3. MOSAIK EINER STADT (1960)

Der Film versucht einen Gesamtüberblick über den Wiederaufbau in Hannover, der auch die Schwierigkeiten und Diskussionen berücksichtigt, zu vermitteln. Zu Beginn wird ein Auszug aus einem Brief des Jahres 1945 über den Bildern des zerstörten Hannover eingeblendet, der einen Eindruck vom Schrecken des Bombenkrieges vermittelt Diese filmische Diskussion wird durch schnell wechselnde, antagonistische Positionen vermittelnde Kameraeinstellungen auf Schmuckreliefs und Plastiken von Dämonen an hannoverschen Bauten (etwa am Alten Rathaus, vor allem das „Luderziehen“) filmisch wiedergegeben. Aber nachdem „sie sich zusammen gefunden“ haben „angesichts ihrer toten Stadt mit den leeren Fenstern“, konnte ein Plan gemacht werden und das Werk beginnen. In der Folge sind in buntem, zuweilen heiter anmutendem Wechsel Bilder von Bauarbeiten, von Neubauten, Wiederaufgebautem und Ruinen wie auch von den sich in ihrer Stadt wieder einrichtenden und allmählich das „normale“ Leben wieder entdeckenden Hannoveranern aneinander montiert. So wird das „Mosaik“ in doppeltem Sinne zusammengesetzt: In der Realität ergänzen sich wiederaufgebautes Altes und zukunftsweisendes Neues, das filmische Mosaik der verschiedenen Impressionen vermittelt die gelungene Harmonie: Man muss sich nur zusammensetzen.

4. DIE KUNST GEHT AUF DIE STRASSE (1970)
Der Film dokumentiert auf unterhaltsame Weise den Beginn des hannoverschen Straßenkunstprogramms. Interviews mit dem damaligen Oberstadtdirektor Martin Neuffer, mit beteiligten Künstlern und mit Passanten vermitteln Hintergründe, Einblicke in die Intentionen der Künstler und die Reaktion der Hannoveraner. Zeitkolorit, insbesondere die Aufbruchstimmung der frühen siebziger Jahre wird deutlich, wenn die Künstler bei der Arbeit und das Publikum bei der "Aneignung" der Kunstwerke gezeigt werden. Eingebunden ist auch das erste Altstadtfest, bei dem verschiedene Künstler und Kunstwerke präsentiert werden.

www.apollokino.de

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