Stadtrundgänge
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Roter Faden – Teil 1

Stadtführer durch Hannover

Tourist Information HannoverTourist Information Hannover

1. Tourist Information

(Hannover Tourismus GmbH) gegenüber dem Hauptbahnhof

Ausgangspunkt ist der Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof. Hier können Sie in der Tourist-Information die offizielle Broschüre zum Roten Faden und noch viel mehr Informationen zur Landeshauptstadt bekommen.

Galerie LuiseGalerie Luise

2. Galerie Luise

Auf dem Faden in der LuisenstraßeLuisenstraße

Die exklusive Einkaufspassage von Hannover. Mit ihren drei Flügeln ist sie 155 Meter lang und zwölf Meter hoch. Etwa 40 verschieden Läden und Boutiquen bieten von internationaler Mode bis zu High-End Unterhaltungselektronik die unterschiedlichsten Produkte an. Schräg gegenüber finden Sie den Eingang in die Kröpcke-Passage die 1988 nur ein Jahr nach dem großen Vorbild eröffnet wurde.

Etwa 100 Meter weiter entlang der Luisenstraße, vorbei am Enercity EXPO Café und der Rückseite des Café Kröpcke geht es zum Opernplatz.

Webseite: http://www.enercity.de/ec/enercity_events/

3. Das Opernhaus

Das Opernhaus gehört zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt Hannover. Es wurde im Jahr 1852 im spätklassizistischen Stil an der Georgstraße errichtet, Architekt war Georg Ludwig Friedrich Laves. Die erste Opernaufführung (Mozarts Hochzeit des Figaro) fand am 5. September 1852 statt.

Das Opernhaus löste das Schlosstheater ab, in dem seit 1689 Opernaufführungen stattfanden. Es wurde bis 1918 als königliches Hoftheater geführt, dann für kurze Zeit als Preußisches Staatstheater; aber seit 1921 war es eine städtische Bühne.

Opernhaus HannoverOpernhaus Hannover

Am 26. Juni 1943 wurde das Opernhaus bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau im historischen Stil (nach den Plänen des Hamburger Architekten Werner Kallmorgen) wurde es am 30. November 1950 mit der Aufführung von Richard Strauss „Der Rosenkavalier“ wieder in Betrieb genommen. 1950 – 1964 folgten weitere Aus- und Zubauten, unter anderem wurden die Foyerräume im Stil der Nachkriegsmoderne gestaltet. 1985 erfolgte eine Modernisierung durch den Architekten Dieter Oesterlen. 2006 übernahm Michael Klügl die Intendanz.

Orchester des Hauses ist das Staatsorchester Hannover.

4. Georgstraße

GeorgstraßeGeorgstraße

Die Georgstraße verbindet das Steintor mit dem Aegidientorplatz. Der erste Teil bis zum Kröpcke ist die Haupteinkaufsmeile der Stadt mit vielen Kaufhäusern entlang der Fußgängerzone. Dieser Teil der Georgstraße auf dem wird uns jetzt befinden ist eher geprägt von gehobenem Einzelhandel und Gastronomie. Hier flaniert der Hannoveraner die „Schorse“, wie die Straße im Volksmund genannt wird, auf und ab. Im Sommer lädt die Straße in Gedenken an den einstigen Königs Georg III zum „Schorsenbummel“.

Mahnmal zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation von JudenMahnmal

Auf der Grünfläche neben dem Opernhaus ist das 1994 errichtete Mahnmal zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation von Juden in der Nazi-Zeit des Vereins „Memoriam“ zu finden.

Denkmal für Louis StomeyerDenkmal Stomeyer

Entlang des Platzes stehen die steinernen Figuren von:

 

 

  • Louis Stromeyer (1804-1876, Generalarzt in der hannoverschen und preußischen Armee, Pionier der orthopädischen Chirurgie), von Oskar Rassau, aus Carrara-Marmor (1884) (frisch gereinigt, so dass der Marmor weiß erstrahlt)
  • Karl Karmarsch (1803-1879, Technologe, Professor an der damals schräg gegenüber liegenden Polytechnischen Schule), ebenfalls von Oskar Rassau, Bronze (1883)
  • Heinrich Marschner (1795-1861, Komponist, erster hannoverscher Generalmusikdirektor, wohnte in der Nähe: Rathenaustr. 14), von Ferdinand Hartzer, Bronze (1877), ursprünglich vor dem Hoftheater (Opernhaus)

 

Ein Rätsel, eher ein hannöverscher Kinder-Witz, zu diesen drei Figuren lautet: Frage: „Was ist der Unterschied zwischen Stromeyer, Karmarsch und Marschner?“ – Antwort: „Stromeyer hat keinen, Karmarsch hat ihn hinten und Marschner in der Mitte!“ (Quelle: Herr Dirk Böttcher)

Hannoversche Bank / Deutsche BankDeutsche Bank

5. Am Georgsplatz

Direkt an der Ecke zur Rathenaustraße steht Gebäude der 1856 gegründeten Hannoverschen Bank, das heute zur Deutschen Bank gehört. Das Gebäude im Stil der französischen Spätgotik beherbergt auch das Niedersächsische Münzkabinett der Deutschen Bank, die bedeutendste Sammlung hannoverscher und niedersächsischer Münzen.

GeorgsplatzGeorgsplatz

Rund um den Platz sind neben der Landeszentralbank noch diverse andere Banken angesiedelt, so dass man hier von Bankenviertel Hannovers sprechen kann.

Auf dem Georgsplatz lässt es sich gut ein wenig ausruhen. Mitten in der City ist er eine kleine ruhige Ecke mit den drei Brunnen und diversen anderen Kunstwerken. Besonders am Abend warten die beleuchteten Bänke auf müde Beine.

6. Rund um das Aegidientor

Das Aegidientor in Hannover war das südöstliche Stadttor der mittelalterlichen Stadt. 1307 erstmals erwähnt stand es bis 1780. Heute erinnert nur noch der Name Aegidientorplatz (Aegi) an das frühere Stadttor. Das Aegidientor bildete als Teil der hannoverschen Stadtbefestigung – neben Steintor im Norden und Leintor im Westen – den südöstlichen Zugang zur mittelalterlichen Stadt Hannover. Das Tor wurde im Jahre 1307 erstmals erwähnt.

Am ehemaligen AegidientorHaus von Kaffeehändler
Ernst Grote 1873

Der mehrgeschossige innere Torturm, versehen mit einer Durchfahrt, stand inmitten der Breiten Straße. Durch den Ausbau der Stadtbefestigung wurde es notwendig, im Jahre 1504 außerhalb des Walles ein Zwinger zu erbauen, direkt neben dem äußeren Torhaus (etwa an der Mitte des heutigen Aegiendientorplatzes), sodass der Zugang zur Stadt hier über eine Zugbrücke über den Graben, durch das äußere Torhaus, über eine zweite Brücke und durch das innere Tor führte. Heute erinnert eine Gedenktafel am Haus Breite Straße 7/10 an den früheren Standort des inneren Torturms, der schon 1748, beim Bau der Aegidien-Neustadt durch den Bürgermeister Christian Ulrich Grupen, abgetragen wurde. Im Zuge der „Demolition“, der planmäßigen Abtragung der Stadtbefestigung ab 1780 wurde auch die restliche Toranlage abgetragen und die Stelle des Aegidientors nahm allmählich der Aegiedientorplatz ein. Ein Wachhaus (etwa an der heutigen Einmündung der Marienstraße) und eine mehr dekorative, repräsentative Toranlage übten jetzt die letzten noch verbleibenden Funktionen des Stadttors aus. Diese letzte Anlage wurde 1859 abgebrochen. Schon ab 1872 führte die erste Pferdebahn über den Aegiedientorplatz, Beginn des modernen Straßenverkehrs.

Im Untergeschoss der U-Bahn-Station Aegidientorplatz (Ausgang Hildesheimer Straße) zeigt die große Reproduktion an der Wand die Ansicht des Aegidientores um 1620 von Arnold Nöldeke (aus seinem Werk Die Kunstdenkmale der Stadt Hannover).

7. Aegidienkirche

Ruine der AegidienkircheAegidienkirche

Die Aegidienkirche ist die östlichste der drei Hannoverschen Innenstadtkirchen, benannt nach dem Heiligen Ägidius, einem der 14 Nothelfer. Sie liegt nahe dem Aegidientorplatz an der Ecke Breite Straße und Osterstraße. 1943 wurde die Kirche durch Bombenabwürfe der Alliierten zerstört. Die Ruine wurde nicht wieder aufgebaut und dient heute als Mahnmal für die Opfer der Kriege und der Gewalt.

Im 10. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle das Dorf Tigislege, einer der drei Siedlungskerne der Stadt Hannover und eine Kapelle, die 1163 durch eine dreischiffige romanische Kirche ersetzt wurde. 1347 erbaute man die dreischiffige gotische Hallenkirche mit Chor und Langhaus aus Deistersandstein. Der Turm erhielt 1703-11 eine Barockfassade von Sudfeld Vick, 1826/28 wurde die Kirche von Georg Ludwig Friedrich Laves im Innern umgebaut, wobei er gusseiserne Säulen einsetzte. Auch der Architekt Conrad Wilhelm Hase baute 1886 weiter das Innere der Kirche um.

Skulptur DemutSkulptur Demut

SchattenlinieSchattenlinie

Heute befindet sich im Kirchenraum die Muschelkalkplastik „Demut“ (1959) von Kurt Lehmann. Über den Kirchenboden zieht sich das Zickzack der Schattenlinie (1993) von Dorothee von Windheim; sie zeigt den Schatten der spitzen, von Efeu und Wein überrankten Jochgiebel an, wie er sich zu einer bestimmten Stunde auf dem Boden abzeichnet.

1958 wurde der Turmstumpf mit einem Aufsatz mit Glockenspiel versehen, das regelmäßig ertönt. Im Turmeingang hängt die japanische Friedensglocke, ein Geschenk von Hannovers Partnerstadt Hiroshima aus dem Jahre 1985. Sie wird jeweils am 6. August beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des Atombombenabwurfs angeschlagen. Im Turm findet sich ebenfalls ein Grundriss der Kirche.

Friedensglocke aus HiroshimaFriedensglocke

Die Aegidienkirche gehört heute zur Marktkirchengemeinde, zu der sich 1982 die zuvor selbstständigen vier hannoverschen Altstadtgemeinden – Marktkirche, Aegidienkirche, Kreuzkirche und Schlosskirche (im Leineschloss, Sitz des niedersächsischen Landtags) – zusammengeschlossen haben.

Zu den bedeutenden Geistlichen der Aegidienkirche gehört Wilhelm Blumenberg (1863-1949), 1904 bis 1936 Pastor der Aegidienkirche und seit 1924 Senior des geistlichen Stadtministeriums, außerdem Vater des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Werner Blumenberg (1900-1965). Nach Wilhelm Blumenberg ist der „Senior-Blumenberg-Gang“ neben der Aegidienkirche benannt, der Oster- und Marktstraße verbindet.

SiebenmännersteinSiebenmännerstein

8. Der „Siebenmännerstein“

(Spartanerstein) an der Aegidienkirche

An den Außenwänden der Kirche sind zahlreiche Barock-Grabdenkmäler aus dem 17. und 18. Jahrhundert (mit den obligatorischen Engeln, Sanduhren und Totenköpfen) zu bewundern. Sehr schön an der Südseite das Wandmal für das 1648 verstorbene Kind Susanna Magdalena Oldekop, auf dem neben dem Mädchen der Engel sichtbar wird. Bemerkenswert ist vor allem der sog. Siebenmännerstein an einem Tragepfeiler der südöstlichen Außenwand, eine Reliefplatte mit sieben betenden Männern, die sich – der Legende nach – auf „Hannovers Spartaner“ bezieht, die sich 1480 bei einem Überfall des Welfenherzogs Heinrich im Döhrener Turm für die Rettung der Stadt geopfert haben sollen. Allerdings ist weder für 1486 (dem Jahr des Angriffs) noch für 1480 (der auf dem Stein eingemeißelten Jahreszahl) der Tod von sieben Männern überliefert. Der heutige Stein ist eine Kopie, das Original befindet sich im Historischen Museum Hannover.

9. Volkshochschule und Kubus (Theodor-Lessing-Platz)

Galerie KubusGalerie Kubus

Die nächste Station führt uns in die hannoversche Kunstszene. Eine der bekanntesten Galerien der Stadt liegt vor uns, der „Kubus“. Für die wechselnden Ausstellungen wird auch häufig der Platz rund herum genutzt.

Gleich um die Ecke finden wir die „Philharmonie“ eine Institution unter den hannoverschen Gaststätten.

Stadtmauer an der VHSStadtmauer an der VHS

Direkt daneben die Volkshochschule Hannover. Im Foyer sind noch Reste der alten Stadtmauer erhalten geblieben.

Eine Überlieferung berichtet davon, dass an dieser Stelle der Bürger Cord Borgentrick die Einwohner von Hannover im November 1490 vor dem Herannahen der Kriegsknechte Herzog Heinrichs gewarnt haben soll. Diesmal gelang es den Braunschweigern die Wächter auf dem bereits erwähnten Döhrener Turm durch eine List zu überwältigen und sich bis an die Stadtmauer zu schleichen. Cord Borgentrick hatte sich wohl an diesem Tag verspätet so das er an den Stadttoren nicht mehr eigelassen wurde. Am nächsten Morgen auf dem Weg zu Aegidientor bemerkte er die Soldaten der Braunschweiger und warnte den Wächter des nahen Turmes am heutigen Fridrichswall. Die Wachen bliesen Alarm und die Tore blieben geschlossen, so das die Soldaten nach einer Belagerung von drei Tagen erfolglos wieder anzogen.

Dieser Rundgang ist aus einer Zusammenstellung von Artikeln aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und eigenen Ergänzungen entstanden. (siehe Quellen)

Bildquellen

  • Der Rote Faden Hannover: www.hannover-entdecken.de
Kategorie: Stadtrundgänge

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