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Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt (1910 – 1914)

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23692_full_f13fZum ersten Mal verwirklicht das Sprengel Museum Hannover gemeinsam mit einem Förderer aus der Wirtschaft – der enercity Stadtwerke Hannover AG – ein gemeinsames Ausstellungsprojekt:
„Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt. (1910 – 1914)“.

Franz Marc, August Macke und Robert Delaunay: In einer Zusammenstellung hochkarätiger Gemälde und Arbeiten auf Papier zeigt das Sprengel Museum Hannover vom 29. März bis 19. Juli 2009 das überaus spannungsvolle Zusammenspiel der drei Künstler aus Deutschland und Frankreich.

Die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Marlis Drevermann, hebt den besonderen Stellenwert der Ausstellung für Hannover – und damit für Niedersachsen – als wichtigen Standort für Kunst und Kultur hervor: „Mit „Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt (1910 – 1914)“ positioniert sich das Sprengel Museum Hannover erneut national und international als eines der führenden Kunstmuseen Deutschlands. Wir hoffen, dass dieses Projekt durch seinen Erfolg Anstoß gibt, weitere Partnerschaften zwischen der Stadt Hannover und dritten Partnern anzuregen.“

Marc, Macke und Delaunay begegneten sich, über die deutsch-französischen Ländergrenzen hinweg, im Vorfeld des Ersten Weltkriegs. Die angespannte politische Situation ließ ihnen nur wenige Jahre Zeit, ihre kühnen Farb- und Formvisionen zu entwickeln, mit denen sie nichts weniger als die Malerei neu erfinden wollten.

Das gemeinsame, verbindende Thema der Kunst von Marc, Macke, Delaunay ist das Licht, seine Auffächerung und die damit verbundene Steigerung und Entfaltung der Farbenergie. Mit zunehmend differenzierteren, komplementären und simultanen Farbkontrasten erwirkten sie eine Vitalisierung des Bildes und eine Aktivierung des betrachtenden Auges, wobei jeder der drei Künstler trotz großer Sympathie für die Werke des jeweils anderen eine eigene Haltung und Handschrift entwickelte.

Delaunay war der Ideengeber im Dialog der drei Künstler. Zersplitterungen und Kreisformationen – „Fenêtres" und „Formes circulaires" – bilden deshalb die Zentren der Ausstellung. Es sind Formationen und damit einhergehende ästhetische Ansätze, die von Marc und Macke aufgegriffen und künstlerisch weiterentwickelt wurden. Mit Beginn des Kriegs brach der Kontakt abrupt ab, noch im Herbst 1914 fiel August Macke, 1916 ließ Franz Marc sein Leben an der Front, Robert Delaunay zog mit seiner Frau Sonia nach Spanien.

Die Intensität des Austauschs brachte Schlüsselwerke der Klassischen Moderne hervor, die in der Ausstellung in großer Anzahl zu sehen sein werden. Die farbenprächtigen Gemälde und Aquarelle dokumentieren den künstlerischen Austausch deutscher und französischer Avantgarde, reflektieren aber auch Themen wie "Natur und Großstadt" und die Umbruchsituation vor dem Ersten Weltkrieg.

Die Ausstellung umfasst rund 180 Leihgaben aus europäischen und nordamerikanischen Museen und Privatsammlungen, darunter etwa 80 Gemälde und 100 Arbeiten auf Papier.

Der Vorstandsvorsitzende der enercity Stadtwerke Hannover AG, Michael G. Feist, charakterisiert die Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover als ein zukunftsweisendes Projekt:
„Damit setzen wir im nächsten Jahr ein kulturelles Highlight für alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner und für die Gäste dieser Stadt. Das Unternehmen ist der Stadt Hannover und der Region eng verbunden und möchte mit dem Engagement bei dieser Ausstellung einen weiteren effektiven Beitrag für mehr Attraktivität und Lebensqualität in der Landeshauptstadt leisten. Die Kooperation ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Nutzung von Synergien durch Kooperationen gerade in der Kunst hochkarätige Projekte hervorbringen kann. Wir freuen uns gemeinsam mit dem Sprengel Museum Hannover, den ‚Kunststandort Hannover’ mit dieser Ausstellung in der Spitzengruppe des internationalen Kunstgeschehens zu positionieren.“

Begleitet wird die Ausstellung von einem reich bebilderten Katalog und einem umfassenden Rahmenprogramm.

PM: Sprengel Museum Hannover

Kategorie: Veranstaltungen

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