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Tiergarten im Herbst

Stadtforst Tiergarten

Stadtforst Tiergarten

Wikipedia: Der Tiergarten Hannover ist eine 112 ha große Parkanlage mit Waldgebiet im Stadtteil Kirchrode im Südosten von Hannover. In dem eingezäunten Gelände können die Besucher sich auf Wegen zwischen frei laufenden Wildtieren bewegen. Der Tiergarten ist eines der ältesten Wildgehege Deutschlands und wurde Ende des 17. Jahrhunderts als hochherrschaftliches Jagdrevier eingegattert. Seitdem es ab 1799 der Bevölkerung zugänglich wurde, ist es ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel der hannoverschen Stadtbevölkerung.

Damit ist eigentlich schon alles zusammengefasst. Der Tiergarten ist ein sehr schönes Ausflugsziel in jeder Jahreszeit. Hier können Kinder den Waldtieren so nah kommen wie sonst nirgends im Großraum Hannover. Neben dem Damwild leben im Tiergarten heute vor allem Wildschweine und Rehe. Seit 1997 beherbergt das ehemalige Wildpferdegehege 10 bis 20 Stück Rotwild. Der Tiergarten ist zudem Lebensraum zahlreicher Vogelarten und seltener Fledermäuse.

Seit 1977 findet jährlich am 2. Sonnabend im Oktober das Tiergartenfest als Kinderfest statt, an dem bis zu 20.000 Gäste teilnehmen. Damit bedankt sich die Stadt Hannover als Betreiberin des Gartens für das Sammeln von Eicheln und Kastanien. Von Kindern werden jährlich rund 20 Tonnen für die Wintereinfütterung der Tiere gesammelt. Allerdings ist an diesem Wochenende von Ruhe im Tiergarten keine Spur. Anders in der Woche oder an anderen nicht so stark frequentierten Wochenenden. Dann kann man ganz in Ruhe durch den Park spazieren.

Geschichte

Die Gründung des Tiergartens geht auf Herzog Johann Friedrich zurück. Dieser ließ 1678/79 den so genannten Sundern, einen Eichen- und Buchenwald einzäunen, um ihn als Hofjagdrevier zu nutzen. Das herangezogene Wild diente dem Jagdvergnügen und bereicherte die Fleischkammer des Herrscherhauses. Die damalige Größe betrug rund 380 hannoversche Morgen (106 ha). 1751 wurde eine Futterscheune errichtet, die bis heute erhalten ist. Im Tiergarten wurden prunkvolle Hofjagden gehalten, in späteren Zeiten waren es Staatsjagden. 1799 wurde das Jagdrevier durch König Georg III. für die Bevölkerung zugänglich gemacht und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel. 1800 wurde ein Jagdaufseherhaus mit später angegliederter Gaststätte erbaut. Nach der Besetzung Hannovers durch preußische Truppen im Jahr 1866 war die preußische Forstverwaltung für den Garten zuständig. 1903 wurde die Anlage mit 400 Stück Damwild für 520.000 Reichsmark von der Stadt Hannover aufgekauft. 1904/05 erhielt der Tiergarten eine von Paul Rowald entworfene Gastwirtschaft.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 verlor der Tiergarten seinen gesamten Wildbestand und blieb bis 1948 wildleer. Wegen der kriegsbedingten Hungersnot landeten die Tiere in den Kochtöpfen der hannoverschen Bevölkerung. Anfang der 1960er wurde die Gaststätte abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt, das bis heute mehrfach erweitert wurde.

Hermann Löns, Namenspate des benachbarten Hermann-Löns-Parks, war Anfang des 20. Jahrhunderts Journalist in Hannover. Den Tiergarten verewigte er 1907 literarisch in Form eines Schulaufsatzes des Aadje Ziesenis.

Quellen: Wikipedia

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