Allgemeine Nachrichten
Schreibe einen Kommentar

Indianer an der Wulbeck

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Ferienprojekt der Jugendkunstschule im Fuhrberger Feld

Nahezu lautlos pirscht der Stamm der Schlauen Füchse durch das Reservat Fuhrberger Feld. Endlich! In der Nähe des Flüsschens Wulbeck finden sie einen geeigneten Lagerplatz. Zum Schutz vor Sonne und Regen beginnen die Mädchen und Jungen ein Walddorf zu bauen. Sie rasten an dem kleinen Fluss und beginnen, in der Umgebung Materialien für ihre Hütten und für ein wärmendes Feuer zu sammeln.

Sommerferien zuhause sind alles andere als langweilig. Rund 50 Kinder aus der Wedemark erlebten mit ihren Betreuern drei interessante Tage im Stadtwerkewald: Das Abenteuer Waldindianer. Von Tipi bauen über Kleidung nähen bis hin zum Spuren lesen und nach den Tieren des Waldes suchen – es gab fast alles zu erleben und erlernen, was ein junger Indianer wissen muss.

Natur entdecken und erleben

Wie genau muss er aussehen, der Baum, der eine Tipistange werden soll? Möglichst gerade und nicht zu dick, wissen die neuen Waldbewohner und suchen nach einigen kranken und schon abgestorbenen Fichten zum Fällen. Anschließend beginnen sie, das Leder für die Zeltwände farbenfroh zu bemalen. Andere fertigen einen Marterfahl und einen prächtig geschmückten Wunschbaum an. Alles was man dazu braucht, Federn und Hölzer zum Beispiel, findet man in der Natur. 

Mittags riecht es dann im Walddorf köstlich: über der eigenen Feuerstelle wird angelehnt an indianische Rezepte Leckeres für alle gekocht. In den umliegenden Hütten ist man ebenfalls fleißig: Hier wird Kleidung genäht und Federschmuck gebastelt und schließlich dürfen einem echtem Indianer auch Pfeil und Bogen und ein passender Köcher nicht fehlen.

Geräuschlos durchs Gehölz

Beim Pirschgang durch den umliegenden Wald mit der erfahrenen Waldführerin und Jägerin Katharina Sander und ihrer Hündin Gioia müssen die jungen Indianer erst einmal das lautlose, langsame Schleichen erlernen. Denn nur wer wachsamen Auges durch den Wald huscht, findet die am Wegesrand verstecken Fundstücke: ein Dachsschwarte, ein Fuchsfell oder den Kiefer und die Aburfstangen eines Rothirsches. Auch lebende Tier wie Spinnen, Käfer, Ameisen und die, für die Funktion des Waldes wichtige Bäume und Pflanzen faszinieren die jungen Waldindianer.

Das Fazit zum Abschlussfest mit den Eltern und einer Indianerin hoch zu Pferd: Es gibt sehr viel in der Natur zu erleben und erlernen und fast alle Indianer würden gerne im nächsten Jahr wieder ins Reservat Fuhrberger Feld kommen.

Erfolgreiche, langjährige Kooperation

Seit fast zehn  Jahren gibt es gemeinsame Projekte der Jugendkunstschule der Wedemark und der Wasserwerke. So sind unter anderem die zahlreichen Waldgeister, die den Wassererlebnispfad Fuhrberg säumen entstanden und an den Großraumentdeckertagen im Wasserwerk Elze-Berkhof gehören die kreativen Mitarbeiter mit ihren Mitmachworkshops längst zum Inventar. Das Waldindianercamp fand zum ersten Mal im Stadtwerkewald statt. Eine ganz besondere Atmosphäre herrsche hier, wie der Leiter der Kunstschule Bernd Tschirch zu berichten weiß. „Der Platz in mitten der Natur bietet eine ideale, kreative Spielatmosphäre. Außerhalb des Lernortes Kunstschule wird von den Kindern immer besonders phantasievoll gearbeitet.“ Den Stadtwerken ist es besonders am Standort Furhberger Feld wichtig, bei Kindern und Jugendlichen den Bezug zur Natur herzustellen. „Hier vor Ort ist es einfacher und auch spannender, Kindern die wichtige Funktion der intakten Lebensgemeinschaft des Waldes für den Grundwasserschutz dazustellen,“ erläutert Stadtwerkeförster Günter Schröder, der dieses Projekt aber auch andere Ferienpassaktionen und zum Beispiel Pflanzaktionen für Schulen betreut.

Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V.
Bernd Tschirch
Am Wedemarkbad 4
30900 Wedemark
Tel:05130-5570
Fax:05130-1709

www.enercity.de

PM: Stadtwerke Hannover AG

 

 

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.