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Testphase für Pfandringe gestartet

Am 1. Dezember 2016 ist in Hannover der Test von sogenannten Pfandringen gestartet – Vorrichtungen im öffentlichen Raum, in denen Pfandflaschen abgestellt werden können, um von FlaschensammlerInnen einfach und sicher mitgenommen zu werden. Ein Jahr lang wird an drei Standorten ausprobiert, ob Pfandringe die Situation von FlaschensammlerInnen verbessern helfen und zu mehr Stadtsauberkeit beitragen. Der vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossene Versuch wird von der Stadt finanziert, von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) durchgeführt und durch das Karl-Lemmermann-Haus sozialwissenschaftlich begleitet.

„Auch in Hannover ist das Sammeln von Pfandflaschen für Menschen, die in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben, eine Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern“, erläutert Konstanze Beckedorf, Sozialdezernentin der Stadt Hannover. „Mit dem Test wollen wir schauen, welche Auswirkungen das ‚geordnete‘ Anbieten von Pfandflaschen hat. Wir freuen uns, dass das Karl-Lemmermann-Haus das Projekt begleitet und auswertet. Die Erkenntnisse sollen Rat und Verwaltung als Grundlage dienen zu entscheiden, ob und in welchem Umfang Pfandringe in Zukunft zum Stadtbild gehören.“

Am Steintor, an der Limmerstraße und am Lister Platz werden jeweils an zwei, möglichst schon vorhandenen Pfosten oder Laternenmasten je zwei Pfandringe angebracht. Ein Pfandring besteht aus drei übereinander angeordneten Edelstahlreifen, in die die Flaschen gestellt werden

„Wir haben uns für eine Konstruktion entschieden, die verkehrssicher vertikal angeordnet, einfach aufzubauen, leicht zu warten und kostengünstig ist und gut aussieht,“ beschreibt Mathias Quast, Abteilungsleiter Stadtreinigung und Winterdienst von aha, das hauseigene, in Absprache mit der Stadt entwickelte Modell. aha ist für die komplette praktische und logistische Durchführung des Tests zuständig. „Die Stadtreinigung organisiert das Projekt und kümmert sich um die Aufhängung, Reparatur und Reinigung der Pfandringe. Wir hoffen, dass die Pfandringe zu einer saubereren Stadt beitragen.“ Die Gesamtkosten für den einjährigen Pfandringtest werden auf rund 21.200 Euro veranschlagt.

Für die Auswertung des Tests werden MitarbeiterInnen des Karl-Lemmermann-Hauses an verschiedenen Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten die Pfandringe und ihre Benutzung beobachten. „Unsere Sozialarbeiter werden vor Ort mit den Menschen sprechen, dazu gehören nicht nur die Flaschensammlerinnen und -sammler selbst, sondern auch Anwohnerinnen und Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Standorte von Pfandringen“, erklärt Harald Bremer, Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses. „Wir werden erkunden, weshalb und in welchem Umfang Pfandringe genutzt werden und wie das Angebot bei den Sammlerinnen und Sammlern ankommt.“

Kategorie: Politik

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